Nikon Objektive

Nikon Z6 & Z7: Kompaktes 14-30mm f/4 Objektiv vorgestellt

Nikon hat gestern ein neues Objektiv für die spiegellosen Systemkameras Z6 und Z7 vorgestellt, das äußerst kompakte 14-30mm f/4.

Neues 14-30mm f/4 Objektiv für Z6 und Z7

Es wurde doch nicht das 58mm f/0.95! Schon Anfang des Monats hatte man vermutet, dass Nikon im Januar 2019 ein neues Objektiv für die spiegellosen Vollformatkameras Z6 und Z7 vorstellen könnte. Die meisten hatten zum damaligen Zeitpunkt darauf getippt, dass Nikon das 58mm f/0.95 enthüllen würde. Doch es ist stattdessen ein anderes Objektiv geworden, das auch auf der Liste der Z-Objektive, die Nikon 2019 vorstellen möchte, stand: das 14-30mm f/4! Das 58mm f/0.95 wird aber aller Voraussicht nach ebenfalls im 1. Quartal von 2019 vorgestellt werden.

Besonderheit: Die kompakte Bauweise

Die Besonderheit des neuen 14-30mm f/4 ist die kompakte Bauweise. Nikon nutzt hier die Vorteile des spiegellosen Systems mit flachem Auflagemaß aus und schafft es so, ein Objektiv mit einem Gewicht von nur 485 Gramm und Abmessungen von 8,5 cm Länge und 8,9 cm Durchmesser anzubieten. Die Tatsache, dass das 14-30mm zum Fotografieren erst manuell ausgefahren werden muss, trägt ebenfalls zur hohen Reisetauglichkeit bei.

Trotz der kompakten Bauweise soll das neue Ultraweitwinkel-Zoom laut Nikon aber natürlich mit einer erstklassigen Bildqualität überzeugen. Dafür sollen 14 Linsen in 12 Gruppen sorgen, mit dabei sind auch vier ED-Linsen, vier asphärische Linsen, eine Nanokristallvergütung sowie eine Fluorvergütung. Zudem ist das Objektiv wetterfest konstruiert, sodass ihm Staub und Spritzwasser nichts anhaben können. Eine leise Innenfokussierung sowie eine minimale Naheinstellgrenze von 28 cm runden die wichtigsten technischen Daten des neuen Ultraweitwinkel-Objektivs ab.

Erhältlich sein soll das neue 14-30mm f/4 für die Nikon Z6 und Z7 ab Mitte April 2019. Der Preis wird bei 1.450 Euro liegen.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

12 Kommentare

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  • Fast nie,

    aber eben doch manchmal muss ich den Preis kritisieren, ansonsten finde ich die alte Idee mit dem manuellen „ausfahren“ des Tubus recht gut. Das könnten andere Hersteller gerne übernehmen.

  • Der Preis ist sicher grenzwertig, aber wenn die Leistung genauso grenzwertig gut ist, geht das schon in Ordnung.
    Nikon verzichtet auf Rekorde – auf ein 4.0/12-24 mm (wie Sony, Sigma) und eifert auch nicht dem fetten 4.0/11-24 mm Canon nach. Aber Nikon wirft einen anderen wichtigen Fedehandschuh in den Ring: Die relativ glatte Frontlinse, die den Einsatz von 82 mm Filtern erlaubt. Außerdem ist das Glas leichter zu reinigen und viel weniger gefährdet als die großen konvexen Glasflächen der allermeisten anderen Anbieter.
    Das Objektiv wird transportabler, kürzer, dadurch das man die Sonnenblende abnehmen kann.
    Feuchtigkeitsgeschützt – alles prima so weit und auch der erreichbare Abbildungsmaßstab liest sich sehr gut.

    Nur bleibt das ein Spezialzoom, das man nur bei wenigen Motiven wirklich sinnvoll einsetzen kann, mir fallen da nur Räume, Schluchten, UW und Sternengucker ein. Und natürlich die Filmer, die immer über zu kleine Bildwinkel jammern.
    Ich brauche diese Superweitwinkel zu selten, allenfalls auf Reisen und dann machen mit Oly 1.8/8mm und Leica 2.8-4/8-18 mm so viel Spaß, das ich dafür kein Vollformat vermisse.

    Ich denke trotzdem das ein Vorziehen von 4/24-120 mm und 2.8/70-200 mm Nikon mehr Bestätigung gebracht hätte. Immerhin gibt Nikon eine klare Marschrichtung vor – wenn auch leider kein einziges Objektiv jenseits 200 mm in der Ankündigung der nächsten Jahre steht.
    Nikon scheint wie Canon auf seine Adapter zu bauen, wie ja auch die Vorstellung des 5.6/500 mm PF gezeigt hat.
    Schade – aber trotzdem ist das anscheinend ein wirklich gelungener Zoom-Kompromiss zum satten Preis.
    Ich würde da schon jetzt kein 14-24 mm, 17-35 mm, 16-35 mm, 15-30 mm, 12-24 mm mehr an eine Z adaptieren wollen – denn diese optische Rechnung wird die alle alt und schwer aussehen lassen – solange man nicht zwingende Gründe für f:2.8 hat.

  • Dieses Objektiv ist natürlich passend für die eher kleinen DSLM´s. Kompakt und leicht, nicht wie die Trümmer, die es bisher für die spiegellosen Vollformatigen gab. Hab grad noch mit meinem 14-24/2,8 fotografiert – ist schon ein Panzer dagegen. Dieses kompakte hätte ich auch gern für meine Reflex…

  • Toll, das klingt für mich sehr gut und ist auch schlüssig im Bezug auf die Grösse. Echt stark finde das Gewicht und die flache Frontlinse für so einen grossen Bildwinkel. Da kann ich doch tatsächlich noch Filter gebrauchen. Schon fast ein Alleinstellungsmerkmal. Hab mir noch überlegt ob ich warten soll mit dem Kauf. Aber mit dem nachgelieferten Augenautofokus sieht das Gesamtpaket schon überzeugend aus. Ein 24-120 wär natürlich schon gut aber alles kann man ned haben.

  • das man Filter einschrauben kann finde ich klasse, das vermisse ich an meinem 14-24/2,8 sehr, das Desing mit der flachen Frontlinse gefällt. Durch den kürzeren Abstand zum Sensor sollte die Optische Leistung in den Ecken auch deutlich besser sein. Dem Teleskoptubus kann ich allerdings nicht all zu viel abgewinnen, das ist (zumindest bei anderen Objektiven von Nikon) irgendwie fummelig und der Preis ist Nikon Typisch grenzwertig hoch. Das dieses Objektiv vor dem 58/0,95 kommt ist vernünftig und macht Sinn. Habe bislang noch kein Objektiv der Z Serie in der Hand gehabt, aber ich hoffe die fühlen sich besser an als der Plastikkram, den Nikon so in den letzten zwei Jahren für DSLR produziert hat.

  • Zitat Nikon: „Nikons spiegelloses System basiert auf dem größten Bajonettanschluss aller Vollformatkameras, sodass mehr Licht den Sensor erreicht. Mehr Licht bedeutet mehr Details, mehr Tiefe, mehr Farben.“

    Wieso geht man dann doch den Weg der Kompaktheit und nimmt enttäuschte Kunden in Kauf? Oder kommt da nun auf Grund des größeren Bajonetts immer noch mehr Licht als bei anderen Kameras auf den Sensor?

    Das Prinzip mit dem manuellen Tubus kann man sich natürlich auch schön reden. Abwarten was die Profis aus der Praxis dann dazu sagen 😉

    • …sehe ich genauso, Nikon bewirbt sein neues Bajonett für neue lichtstarke Objektive und stellt uns ein kleines f4.0 Zoom vor für NUR 1.500 € …..Respekt

    • …. auch ich sehe das so. Was bringt einem ein grosser Bajonettanschluss, wenn dann die grösste Blende nur 4 ist? Damit wird der angebliche Vorteil des grossen Bajonettanschlusses mit angeblich grosser Lichtmenge wieder aufgehoben. Ausserdem ging ich immer davon aus, dass der Objektivdurchmesser, die grösste Blende sowie die Belichtungszeit bestimmen, wieviel Licht pro Aufnahme den Sensor erreicht. Dass der Bajonettdurchmesser dies bestimmt wäre mir neu. Aber man lernt ja immer dazu.

      • hallo thomas, ich glaube der durchmesser der frontlinse ist vor allem enscheident wieviel licht durch das objektiv aufgenommen wird. bei einer brennweite von 50mm muss das objektiv an der frontlinse mindestens 50mm durchmesser haben um eine blende von 1,0 erreichen zu können. entpsrechend bei 35mm ein durchmesser von 35mm…

        der hintere durchmesser ermöglicht den möglichst geraden durchgang der lichtstrahlen. ein sensor nimmt im optimalfall senkrecht auf ihn fallendes licht auf. schräg einfallendes licht kann der sensor nur schlecht aufnehmen. um so schräger der lichteinfall wird, desto größere probleme hat der sensor das licht aufzunehmen. nun hat jeder pixel auf dem sensor aber ein „objektiv“. zum rand hin werden diese „objektive“ ge-shiftet“ (wie bei shiftobjektiv). das hat natürlich seine grenzen.

        wenn jetzt der bajonettdurchmesser größer ist, können auch die lichtstrahlen am rand grade auftreffen. die randabschattung nimmt dadurch ab.

        das ist auch der grund warum kleinbildobjektive aus der analogen zeit nicht optimal für kleinbildkameras der digitalen zeit sein müssen. dem film war es egal in welchem winkel das licht auftrifft. die analogen objektive haben deshalb meist eine sehr kleine hintere linse. der linse ist egal wieviel licht auf sie trifft. gebündelt oder nicht, sie gibt es weiter.

        also ist das verkaufsargument ein lichtstärkeres objektiv bauen zu können sei vom bajonett abhängig ist quatsch.

  • Die Z-Serie wird bestimmt sehr erfolgreich.In Verbindung mit Z6+Z7 bringt überragende Ergebnisse.
    Man sieht viele positive Test geht auf Seite Nikons.Es wird sehr schwer für Sony,seine Position zu verteidigen.