Marktgeschehen

Objektive: Sony E-Mount lässt Konkurrenz in Japan deutlich hinter sich

In Japan wurden im letzten Jahr deutlich mehr Objektive für Sony E-Mount verkauft als für jedes andere Bajonett. Der Abstand zur Konkurrenz ist enorm.

Neue Daten aus Japan

Vor einigen Tagen haben wir in einem Artikel über die Verteilung der Marktanteile 2021 in Japan gesprochen und die Daten mit denen der Vorjahre verglichen. In der Zwischenzeit hat BCN Ranking weitere Daten veröffentlicht, darin geht es beispielsweise um die Anzahl der verkauften Objektive für verschiedene Bajonette. Wie auch bei den Marktanteilen beziehen sich die Daten ausschließlich auf den japanischen Markt und lassen dementsprechend keine Rückschlüsse auf die weltweite Marktsituation zu. Auch kann man aus solchen Statistiken generell nicht ablesen, ob ein Unternehmen derzeit gut oder schlecht dasteht, denn am Ende kommt es fast ausschließlich auf den erzielten Gewinn an – und der kann auch mit geringen Verkaufszahlen gut ausfallen.

Anzahl der 2021 verkauften Objektive

Doch kommen wir auf die Anzahl der 2021 verkauften Objektive zu sprechen. Die Daten von BCN Ranking machen deutlich, dass sich Objektive für Sony E-Mount im Jahr 2021 einer großen Beliebtheit erfreut haben. Der Abstand zu anderen Bajonetten ist enorm:

Auf dem 2. Platz liegen Objektive für das Micro-Four-Thirds-Format, gefolgt von Canon EF und Nikon F. Interessant ist, dass die Anzahl der verkauften Objektive für Canon RF, Fuji X und Nikon Z gegen Ende des letzten Jahres fast identisch waren. Im Vergleich zum Vorjahr sollen die genannten drei Unternehmen zwar deutlich mehr Objektive verkauft haben, insgesamt ist der Marktanteil aber nach wie vor gering.

Sigma und Tamron treiben den Markt an

Wenn ich den Artikel von BCN Ranking und die veröffentlichten Zahlen richtig interpretiert habe, dann sind die E-Mount-Objektive von Drittherstellern wie Sigma und Tamron in den Wert für Sony E eingerechnet. Das würde insgesamt auch den enormen Vorsprung erklären. BCN Ranking schreibt, dass sich zuletzt vor allem die neuen E-Mount-Objektive von Sigma und Tamron gut verkauft haben und dass diese den Objektivmarkt derzeit antreiben. Im Dezember 2021 war beispielsweise das neue 28-75mm f/2.8 von Tamron das meistverkaufte Objektiv in Japan.

Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Hersteller die Anzahl der verkauften Objektive anscheinend teils deutlich steigern. BCN Ranking geht deshalb so weit zu schlussfolgern, dass der Kameramarkt kurz vor einem Comeback steht.

Quelle: BCN | via: Photorumors

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J.Friedrich

Mark, Du schreibst „Anzahl“ an mehreren Stellen, was ja einen absoluten Wert darstellen würde, das Chart weißt aber einen relativen Wert in Prozent aus. Mich würden tatsächlich auch die „Stückzahlen“ interessieren, liegen die auch vor?

joe

Mark, es geht hier um die Anzahl, aber da es keine absoluten Zahlen gibt, ist es in % angegeben, das ist schon korrekt so wie Du es geschrieben hast!

J.Friedrich

Alles klar, Schade, denn sonst könnte man wirklich aus der Anzahl auch einen Gesamtmarkt/Umfang und die Entwicklung zu vorausgegangenen Jahren ableiten. Da sich die Prozentangaben ja immer auf „einen Wert“ beziehen müssen, gibt es natürlich auch einen, schon logisch. Leider wird er dann wohl genau aus dem Grund wie von mir angefragt nicht publiziert. Trotzdem Danke für die konkrete Rückmeldung Mark!

Stefan Komarek

„Mich würden tatsächlich auch die “Stückzahlen” interessieren, liegen die auch vor?“

Ja, die liegen vor. Guckst du hier: CIPA – Camera & Imaging Products Association: Interchangeable Lens Cipa liefert nicht nur Stückzahlen für Kameras, sondern auch für Objektive. Nicht nur Stück. sondern auch die Hersteller-Umsätze, und das auch noch für verschiedene Regionen aufgeteilt. Japan ist eine dieser Regionen.

2021 lagen Stück und Umsatz deutlich über 2020.

Wieder einmal kann man über BCN nur den Kopf schütteln.

  • Canon hat drei Bajonette, EF/EF-S, RF und EOS-M. Warum ist EOS-M nicht aufgeführt?
  • Wie kann es sein, dass relativ wenige Canon-Objektive verkauft werden (zu Sony), obwohl Canon viele Kameras verkauft, DSLMs und DSLRs?
J.Friedrich

SUPER! Schaue ich mir in aller Ruhe mal an! Ja, die BCN-Zahlen (auch die unklare Sigma/Tamron Zuordnung) sind schon sehr zu hinterfragen, zumal ich gesehen hatte, dass wohl nur 40% der Händler (nach welchen Kriterien?) eingehen, aber da ist ja das Forum hier super, gibt halt Teilnehmer wie Dich, die dann schon wieder Alle hier ein Stückchen weiterbringen, nochmals Danke Stefan.

Sperber

Soviel zu „MFT ist tot“.

Rudolfo

Also mich wundern die Verkaufszahlen von Z-Objektiven überhaupt nicht. Egal was man will, eine Z7II, EIN 2,8/24-70, ein 35er, immer wieder steht: zur Zeit nicht lieferbar.
Also warum sollen die Zahlen dann steigen?

Thomas Müller

Die Produkte waren aber bis vor ca 2 Wochen in Deutschland und in der Schweiz lieferbar, zwar nicht alles bei jedem Händler, man fand aber immer mehrere Händler, bei denen die Ware zumindest innerhalb weniger Tage oder sofort lieferbar war.

Viva

Ich halte sowieso nichts davon, das immer alles sofort verfügbar sein muss. Wer schnell kauft, kauft teuer und ohne echtes Wissen, was jeweilige Teile taugen. Und die einen suchen Lösungen, andere Probleme. Die Z9 kommt laut Laberpresse auch erst ende 22, und ein Bekannter hat seine schon 3Wo. in Verwendung, nur ist das eben nicht überall so und sofort. Dazu hat Nikon mehrfach verkündet, dass sie schlanker werden und sich reduzieren, weniger auf Masse und breites Volk abzielen! Nur wird das wie gewöhnlich ignoriert und dann bejammert, dass Nikon weit hinter höheren Verkaufszahlen wie C oder S liegen. Da frag ich mich, was an Verkleinern und reduzieren, wurde nicht verstanden? Denn das bedeut auch, dass die Massenversorgung langsamer wird, weil eben kleinere Mengen vom Band kullern usw. Wahrscheinlich alles, auch, das es Leute gibt, die gar keine Volkskameras wollen und auf Trends und Objektive sammeln null wert legen, ganz im Gegenteil. Von mir aus kann Nikon noch nischenhafter werden, darauf pfeifen, was angeblich gebraucht wird. Dafür muss man eben zu Anbietern wechseln die auf Masse statt Klasse setzen. Sony kann ihre Zwitterzwerge gerne weiter schrumpfen und von mir aus im Doppelpack anbieten, dazu 300 Objektive, es macht sie mir höchstens… Weiterlesen »

Thomas Müller

Prinzipiell geht es mir genau so, ich bin eigentlich nie in der Situation, dass ich sofort ein Objektiv oder eine Kamera haben müsste, das Warten von einigen Wochen macht mir nichts aus, wenn es denn mal so kommen würde. Bis jetzt habe ich aber bei allen Bestellungen der letzten 2-3 Jahren höchstens eine Woche warten müssen. Die Vorfreude und das sorgfältige Aussuchen haben ja auch ihren Reiz. Dabei habe ich mir in den letzten ca 6 Monaten eine fast komplette Nikon Z-Ausrüstung zugelegt. Hier war weniger die Lieferbarkeit das Problem, als dass Nikon noch nicht alle von mir gewünschten Objektive im Programm hatte. Und da schliesst sich dann der Kreis zum Thema hier, denn ich habe mir mit einem E-Mount auf Z-Mount Adapter und drei Objektiven mit E-Anschluss ausgeholfen. Das ist momentan eben noch ein riesiger Vorteil für den E-Mount, die Auswahl ist tatsächlich gross. Diesen Vorteil kann man zumindest im Vergleich mit dem Z-Mount momentan jedenfalls nicht wegdiskutieren. Bei einem Berufsfotografen dürfte das aber komplett anders sein, wenn er eine Kamera oder ein Objektiv ersetzen muss. Dann ist die Verfügbarkeit eben schon ein grosses Thema. Nikon steht mit diesem Problem aber nicht alle am Markt. In unterschiedlichen Abständen hat… Weiterlesen »

joe

Sony wird über kurz oder lang sowieso die Nummer 1. Immerhin schafft Canon mit EF und RF noch rund 20% und Nikon mit beiden Bajonetten auch noch 15%, was zusammen exakt dem Anteil von Sony entspricht. Die Frage ist, wieviel der Objektive sind tatsächlich vom jeweiligen Hersteller und wieviel sind Fremdfabrikate.

Marcello

wird seeeehhhr lang gehen.

Ralle Art

Tja, traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.

Thomas Bube

Das Problem ist die Verfügbarkeit.

Wenn ich jetzt neu bei Canon Spiegellos einsteigen möchte gibt es weder ein RF35 1.4 noch ein 24 1.4. Der RF Mount kam wann raus? 2018?

Azzaro

Die Verfügbarkeit…genau das ist das Hauptproblem, habe vorletzte Woche meine abholbereite Z9 sausen lassen weil ich in absehbarer Zeit einfach keine Objektive dafür bekommen werde!
Bei Canon RF habe ich mich recht früh gut eingedeckt.

lichtbetrieb

Kein Wunder. Wäre ich im E Mount, hätte ich auch bereits viel mehr Objektive gekauft, schließlich gibt es da kein 28-70f2. Da bräuchte es auf jeden Fall ein 35mm, 50mm und 85mm. Wobei letzteres bei Blende 1.4 schon sichtbar mehr freistellt, das muss ich fairerweise sagen.

Thomas Bube

Es gibt ein 35-150 2.0-2.8 auch eine Alternative

lichtbetrieb

Ein 28-200 ist auch eine Alternative. Die Blende 2 geht nur bis 40mm ab 60mm ist man bei 2.5. da nutzt man besser ein 24-70 f2.8 im e Mount und hat noch den Weitwinkel. Auf der 2. Kamera dann ein Portrait oder 70-200. ich rede von meinen Anwendungsfall.

Red and Gold

Ich war jahrelang bei Nikon und habe die Marke, wie viele hier, bis aufs Blut verteidigt. Ich habe auch wirklich geglaubt, dass Nikon die besten Kameras und Objektive der Welt baut und sowieso den besten Service hat. Hat man wohl so an sich, wenn man mit Nikon arbeitet.

Aus Interesse habe ich mir dann eine A7 r III gekauft (gedacht als Backup vom Backup). Tja was soll ich sagen, innerhalb weniger Wochen wurde die Sony zur Hauptkamera und ich habe alles von Nikon verkauft.

Was ich damit sagen will, man hat einfach viel weniger Sorgen, wenn man mit Sony arbeitet. Die Kameras haben fast keine Schwächen und es gibt sooo viele, super gute Objektive für jeden Geldbeutel. Kameras und Objektive sind auch jetzt verfügbar und der Service ist überragend (Montag weg geschickt und am Mittwoch repariert wieder bekommen).

Ich bin immer noch sehr offen, anderen Marken gegenüber aber aktuell wäre es ein Kompromiss mit Canon, Nikon oder Fuji zu arbeiten.

Kann den Schritt jedem empfehlen, man hat einfach weniger Sorgen. Der Hersteller hält aktuell das Lenkrad der Branche.

Heiko

Eines verstehe ich nicht: man liest und hört hier nichts von dem immensen Staubproblem der A7-Serie. Es kann doch nicht nur an meinen Objektiven (Staubpumpe?) liegen, daß ich – und nicht nur ich – solche Probleme habe. Ab Blende 11 sollte man freie Flächen im Motiv tunlichst vermeiden.
Kommt mir jetzt nicht mit „guten“ Tips, ich weiß seit ca. 50 Jahren, wie Objektive gewechselt werden …
Übrigens habe ich nach fast 10 Jahren MFT noch NIE den Sensor gereinigt und noch nie Staub sichtbar darauf gehabt.
Ich hatte vor, auf Sony zu wechseln – jetzt beobachte ich erst einmal die Zukunft von OM-System und Nikon.

Red and Gold

Das ist doch logisch und hat nicht speziell was mit Sony zu tun. Bei DSLRs hat man erstmal den Spiegel vor dem Sensor, der einiges an Staub abgefangen hat. Bei den DSLMs schaut man direkt auf den Sensor. Wenn man öfters Objektive wechselt, dann kann man Staub einfach nicht vermeiden. Darum haben die neueren Kameras ja auch diesen Vorhang vor dem Sensor.

lichtbetrieb

Du tust gerade so, als ob Canon und Nikon noch keine DSLMs auf den Markt gebracht haben. Scheinbar hast du eine Neigung deinen Hersteller immer aufs Blut zu verteidigen. 😉

Galle

Bei mir war es gerade umgekehrt. War jahrelang Nikon Anwender und wollte auf Sony wechseln. Der Hype war hoch und viele Fotokollegen fotografierten mit Sony. Ich war für einen Systemwechsel bereit. Eine A7III musste her (2018) … Irgendwie fehlte mir da aber dann komplett die Freude am fotografieren mit der A7II, die Bilder waren gut keine Frage aber ich konnte da mit der Sony A7II nicht warm werden. Als ich dann die neu rausgekommene Nikon Z6 in der Hand hielt war die Sache klar. Haptik, Sucherbild, Display, Touchfunktionalität usw. Die Sony ist sicher eine gute Kamera aber eben nichts für.

Mittlerweile ist auch eine Z7II dazugekommen und weitere 6 Z Objektive davon 5 von Nikon. Ich warte noch aufs Nikon 105 mm Macro, das ist immer noch nicht lieferbar. Nebenbei fotografiere ich ich noch mit Olympus.

Habt Freude am fotografieren.

Marcello

würdes Du das Gesamtpacket einer Kamera mit Objektiv anschauen. müsstest Du von Sony zu Canon wechseln. Da geht es nicht nur um Pixel sondern was hält die Kamera/Obejktiv im Feld aus. Und da sind die Kameras von Canon immer noch top.

Red and Gold

Das glaube ich dir sofort aber das ist tatsächlich ein Thema, welches Sony auch super beherrscht. Besonders mit meiner A7R III habe ich bestimmt 100 Hochzeiten fotografiert, bei Wind, bei Regen bei Sonnenschein. Der Verschluss hat über 300.000 Auslösungen hinter sich. Die Kamera ist mir runtergefallen (sogar einmal auf Asphalt) und ist auch mehrfach nass geworden. Läuft wie am ersten Tag. Also aus Zucker sind die Kameras wirklich nicht.

Cat

Das denken viele, aber aus der Praxis kann ich das nicht bestätigen. Canon hat ein paar richtig gute Objektive und 1 richtig gute Kamera, Sony hat viele Spitzenobjektive und ist bei 4 verschiedenen Kameras in den Bereichen führend – was gar nichts mit Pixeln zu tun hat. Es ist eben alles leider eine Glaubens – oder ich mach-mir-gerne-etwas-vor-Frage. Canon ist prima für Akkuwechsler und Abundzu-ein-Bild-Fotografen u die Leute, die Kameras mit 2 Händen halten 🙂
Ich mag den Sucher bei Canon etwas lieber u das jetzt mit 1.5 der AF endlich gut anspricht und eben 14-35 mm und 100-500 mm u 800 mm – aber sonst ist mir Sony immer lieber.
Und Nikon muss erst mal Versprechen halten und liefern lernen.

Marcello

Canon hat eine gute Kamera? Ja dann schau Dir mal an mit welchen Kameras noch heute am meisten fotografiert wird. Und das nicht nur von Hobbyfotografen.

Felix

Muss auch sagen, als RF User wird man schon etwas neidisch wie gut und z.T. angemessen bepreist die E Mount Objektive im Vgl zu Canon sind (auch wenn ich Canon aktuell sehr gut finde). Aber allein das Sony 20 1.8 oder 14 1.8…leider gibt es die für RF nicht und falls mal doch will ich den Preis nicht wissen 🙂

Red and Gold

Was ich sympathisch an Sony finde ist folgendes. Sony war großer Sponsor der Fußballweltmeisterschaften. Als klar wurde, dass die Wahl auf Katar gefallen ist, hat Sony sich die Situation angeschaut und ist dann als Sponsor komplett ausgestiegen. Neben dem Profitdenken existiert trotzdem auch Moral. Man definiert sich damit was man tut aber genauso auch damit was man nicht tut.

joe

Ja, das ist nett, dass sie ausgestiegen sind, aber das war ein kluger Schachzug, weil ausser den Katrern Niemand die WM in Katar gut findet. Das hat leider nichts mit Moral, sondern mit Kalkül zu tun. Nichtsdestotrotz, Sony baut gute Kameras, hat mit der A1 die wohl beste Allroundkamera, und wenn man sich an die Eigenheiten der Sonykameras gewöhnt hat, ist Sony sicherlich keine schlechte Wahl. Allerdings stellt sich doch heute die Frage, gibt es überhaupt noch eine schlechte Wahl. Ich kenne aktuell keine schlechten Kameras.

Rüdiger

Was ist denn mit Canon M? Gab’s eine 5% Hürde?

lichtbetrieb

Gute Frage. Das Sortiment ist ja überschaubar, wahrscheinlich haben sich da alle schon vor Jahren entsprechend eingedeckt. 🙂 Und die Kits zählen hier wahrscheinlich nicht dazu.

Alfred Proksch

Wir sprechen über Ereignisse innerhalb der „Foto Blase“. Canon und Sony agieren sehr geschickt um sich Marktanteile zu erobern. Hier wird ersichtlich wie positiv sich der freie Zugang zum E- Bajonett in Zahlen auswirkt. Würde Canon genauso handeln stünden sie vor dem Mitbewerber.

Der Gewinn in % und in der Summe nach Steuern ist eigentlich die interessantere Aussage. So ergeben sich höchstens Ansätze für „Blasendiskussionen“.

Stefan Komarek

Canon steht vor Sony. Gerade eben ist der Geschäftsbericht 2021 erschienen.   Zu Canon. Canon hat den Umsatz der Business Unit Printing um 20% steigern können (zu 2020), der Gewinn sogar um 1200% (das Zwölffache). Die Unit besteht aus den klassischen Kameras, die uns hier interessieren, und anderen Produkten wie Netzwerkkameras oder Automobilkameras. Der Umsatz mit den klassischen Kameras stieg um 25% zu 2020.   Es ist nur noch vom RF-Bajonett die Rede.     Zum Markt. Canon sagt: As for the size of the market in 2021 although it shrank by 200 thousand units, due to the insufficient supply of products by each company, it was still 5 4 million units [DILC, interchangeable lens digital cameras].   Der Markt war etwas Kleiner, weil alle Hersteller unzureichend liefern konnten.   Übrigens: bei Knappheit neigen Japaner dazu, einzelne Märkte oder Kunden zu bevorzugen. Solche „politischen“ Zuweisungen können sich in den Marktanteilen eines einzelnen Landes widerspiegeln.     Zum Marktanteil. Canon meldet für sich 2,74 Mio. DILCs, 20.000 weniger als im Markt zuvor. Der Markt ging um 200.000 Stück zurück. Also konnte Canon seinen Anteil ausbauen, auf ca. 50% Weltmarktanteil. 2022 erwartet Canon 5% mehr Markt, und selbst wollen sie 10% mehr… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Stefan vielen Dank für Deine Mühe mir/uns diese Zahlen zukommen zu lassen.

So etwas ist wichtig wenn jemand NEU und längerfristig in ein System investieren möchte. Der Kauf wird sich an den Bedürfnissen des Anwenders orientieren und welcher Hersteller das dafür nötige Zubehör flüssig liefern kann. Wer eine genaue persönliche und ehrliche Bedarfsanalyse durchführt lässt sich bestimmt nicht von Firmen Logos beeindrucken denn sehr gut sind die Gerätschaften alle.

Aus den Zahlen geht hervor wer sich in Zukunft durchsetzen wird. Die Mitbewerber mit einem guten „Nischen“ Angebot welches von den großen Jungs nicht bedient wird können sich entsprechend Gewinn bringend positionieren.

Mich macht diese Situation richtig neugierig! Wer wird welche Karten spielen?

Ach Ihm

Wenn Canon sein Protokoll offen legen würde für RF dann würde es anders aussehen. Viele Fremdhersteller (Zeiss,Tamron, Sigma, … )stürzen sich auf E-Mount, für Sony ist das nicht gut. Die überteuerten Eigenentwicklungen bleiben im Regal. EF und RF hätte man ruhig zusammenfassen können. Es wäre interessanter welcher Hersteller wieviele Linsen verkauft hat und da aufgeteilt nach Mount.

Stefan Komarek

„Viele Fremdhersteller … stürzen sich auf E-Mount, für Sony ist das nicht gut.“

Dann wäre Canon schön dumm, wenn sie ihr Bajonett auch offenlägen, willst du das sagen?

Thomas Müller

Vielleicht will er auch sagen, Canon ist schön dumm, sich die vielen Kunden durch die Lappen gehen zu lassen, die auf ein grosses Objektivangebot mit auch vielen preiswerten Linsen Wert legen. Ist halt leider ein Problem, es ist schwierig beides zu haben, das Objektivgeschäft komplett bei sich und auch die Kunden, die auch Fremdhersteller mit im Boot haben wollen. Canon hat sich für eine der beiden Möglichkeiten entschieden, zumindest vorerst.

Stefan Komarek

„sich die vielen Kunden durch die Lappen gehen zu lassen,“
 
Sie haben jetzt schon ca. 50% Marktanteil. Wenn sich sich noch mehr Kunden für sich gewinnen könnten, was bliebe dann noch für die anderen übrig?
 
Ich kenne kaum jemand, der sich für eine Marke anhand der Dritthersteller-Objektive entscheidet. Wenn überhaupt, im Einsteigersegment. Da ist aber nicht viel Geld zu holen.
 
Meine Meinung: es ist die Aufgabe der Dritthersteller, die Bajonette zu knacken, d.h. die Protokolle nachzubilden. Das haben sie bisher auch immer gemacht, aber erst, wenn es eine genügend große installierte Basis an Kameras gibt. Erst dann rechnet es sich. S. Sony: das E-Bajonett kam 2010. 2016 ging es mit den Drittobjektiven los. S. Fujifilm: das x-Bajonett ist 10 Jahre alt, aber das Angebot an Drittobjektiven ist nicht berühmt. Es fehlte immer an der installierten Basis an Kameras.

Thomas Müller

Mir geht es genau umgekehrt, ich kenne fast nur Fotografen, für die ein breites Objektivangebot in unterschiedlichen Preis- und Leistungsklassen ein mitentscheidendes Argument für ein Kamerasystem ist. Letzteres kann man auch bei fast allen Sony-Kunden nachlesen, wenn die sich dazu äussern. Dass Canon jetzt schon 50% Marktanteil am DSLM-Markt hat bezweifle ich, dazu würde ich gerne einmal eine neutrale Quelle lesen. Selbst wenn Canon mal für ein Jahr einen solchen Anteil erreichen sollte, hinkt Canon Sony aufgrund ca 10 Jahren Vorsprung des E-Mounts noch meilenweit hinterher. Die BCN Daten aus Japan zeigen bei den Objektiven für 2021 auch genau das Gegenteil, mir fehlt die Fantasie, dass der Weltmarkt sich so komplett gegenteilig zeigen soll als der japanische Markt. Die Bajonette „knacken“ ist für die grossen Objektivhersteller sehr gefährlich, denn die neuen Bajonette sind patentgeschützt. Bei Sony und Fuji lief dies auch anders als von Dir dargestellt. Bei Sony ging es los, als Sony sein Bajonett für Dritthersteller freigab. Bei Fuji genau das gleiche, bis Fuji interessierten Drittherstellern sein Bajonett offenlegte gab es nur kleine chinesische Neueinsteiger, die ohne Mithilfe von Fuji das Bajonett geknackt hatten, immer mit der Gefahr aber, dass durch jedes neue Update von Fuji diese Objektive unbrauchbar… Weiterlesen »

Quantenrevolution

Inzwischen gibt es ja auch Chinesische Mitbewerber, die besonders die Preis Lücke füllen
und das bei einer recht guten Fertigungs und Bild – Qualität!

Ralle Art

Wenn viltrox ihre neue dslm herausbringen war es das. Der Chinese schläft nicht! 😜

Steffen Schöwel

Die meisten Japaner scheinen eben zu fotografieren anstatt immer nur immer von Objektiven und Kameras zu träumen die man sich sowieso nicht leisten kann.

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