Objektive Olympus

Olympus: 150-400mm Objektiv, 2-fach-Telekonverter und neues Blitzsystem

Olympus hat zusammen mit der E-M1X auch ein neues 150-400mm Objektiv, einen 2-fach-Telekonverter sowie ein neues Blitzsystem angekündigt.

Olympus E-M1X: Das neue Flaggschiff

Die Olympus E-M1X war natürlich das Highlight der heutigen Olympus Präsentation. Mit der Kamera möchte Olympus unter anderem für Sportfotografen relevant werden – doch da braucht es natürlich auch passende Objektive, vor allem im Telebereich.

150-400mm f/4.5 Objektiv angekündigt

Deshalb hat Olympus zusätzlich zur neuen Kamera auch gleich noch ein neues Objektiv in Aussicht gestellt. Es handelt sich dabei um das 150-400mm f/4.5 IS Pro, welches über einen integrierten 1,25-fachen Telekonverter verfügt. Normalerweise deckt das Objektiv umgerechnet auf Kleinbild einen Brennweitenbereich von 300 bis 800mm ab, schaltet man den Telekonverter hinzu, werden daraus 375 bis 1.000mm bei f/5.6.

Selbstverständlich ist das Objektiv mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet, welcher auch mit dem internen IBIS der E-M1X zusammenarbeitet. Zudem ist das Objektiv auch gegen Staub und Spritzwasser geschützt und soll wohl ungefähr so groß sein wie das 300mm f/4. Genaue Zahlen rückt Olympus noch nicht heraus, da das neue 150-400mm Objektiv erst im Jahr 2020 auf den Markt kommen soll. Da müssen wir uns also noch eine ganze Weile gedulden.

2-fach-Telekonverter MC-20

Schon etwas früher, genauer gesagt im Sommer 2019, wird aber ein neuer 2-fach-Telekonverter (der „MC-20“) auf den Markt kommen, welcher später selbstverständlich auch mit dem 150-400mm kompatibel sein wird. Mit dieser Kombination wird man dann also beeindruckende 2.000mm Brennweite bei f/11 erreichen können. Auch der Telekonverter ist natürlich wetterfest.

Limitierte Version der Olympus E-M1 Mark II

Wer es noch nicht wusste: Olympus feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Das möchte das Unternehmen selbstverständlich feiern – und zwar nicht nur mit der E-M1X, sondern auch mit einer limitierten silbernen Edition der E-M1 Mark II. Es wird weltweit nur 2.000 Exemplare dieser Kamera geben, der Preis wird bei 1.700 Euro liegen:

Neues Funk-Blitzsystem

Und zu guter Letzt wäre da auch noch ein neues kabelloses Funk-Blitzsystem, welches Olympus heute vorgestellt hat. Es handelt sich um den kompakten Blitz FL-700WR (350 Euro), den Funkauslöser FC-WR (300 Euro) sowie den Funkempfänger FR-WR (200 Euro). Die maximale Leitzahl des ziemlich kompakten Blitzes beträgt 42 und er kann per Funk über eine Entfernung von 30 Metern ausgelöst werden. Alle drei Geräte werden wetterfest und ab Februar 2019 erhältlich sein.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

11 Kommentare

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  • Hoffen wir einmal:
    Das Olympus bis dahin viele 1X verkauft
    Das Objektiv deutlich unter 3 Kilo wiegen wird
    Und unter 8000€ kosten wird

    Optisch habe ich da keinem Bedenken, das beherrscht Olympus.
    Die mechanische Konstruktion sieht richtig und logisch aus (Konverter rechts!) – nur die Sonnenblende gehört eingebaut und 2 Fach ausziehbar.
    Ab er das Tele-Zoom hätte jetzt mit der X kommen müssen, so kommt es erst zu Olympiade.
    Und dann wird es auch neue Supertele von Canon, Nikon, Fuji und Sony geben.

  • Das wird sicher eine tolle Linse. Ist vermutlich eher nicht für Sport gedacht, eventuell noch für Kite- und Wellensurfer, sondern für Wildlife Fotografen. Und da könnte Olympus wirklich glänzen, bei der Reichweite.
    Nur genug Licht muß vorhanden sein.

    • Bei der Wildlifefotografie wird es schon ab etwa 800 bis 1000 mm kritisch, und zwar nicht unbedingt wegen den Objektiven, sondern den Staubpartikeln in der Luft, die den Kontrast komplett zusammenbrechen lassen. Und absolute klare Luft hat man nur selten, denn auch bei Dunst wird es schnell schwierig bei Brennweiten über 1000 mm. Solche Bilder kann man dann höchstens für dokumentarische Zwecke brauchen.

      • rightyright – so ist es.
        Allerdings lassen sich so lange Brennweiten auch gut auf kürzere Distanzen oder in Zoos nutzen, um andere Ausschnitte zu bekommen und dann zeigt sich auch wieder, Brennweite hat man nie genug – genauso wie Lichtstärke.
        Das ist auch der Grund, warum mich immer aufregt wenn die Leute 4/300 mm mit 4/600 vergleichen – da gehts gar nicht ausschließlich um Schärfentiefe, sondern darum, das es sich um komplett andere Konstruktionen handelt – die nicht vergleichbar sind.
        Und jetzt das 4.5/150-400 mm x1.25 ist sehr gut mit Canon und Nikon vergleichbar, bis eben auf ⅓ weniger Licht und etwas weniger Extender-Leistung – und das wird eben auch vergleichbar teuer und schwer (maximal ¼ leichter und preiswerter) – wenn Olympus außer der Größenreduzierung der Frontlinse – nicht noch andere optische Tricks einfallen.
        Ich nutze 4.0/300 mm an mFT und habe aber trotzdem nicht selten Bedarf für ein 4.0/600 mm an mFT oder ein 2.8/300 mm – weil man eben von Brennweite und Lichtstärke nie genug hat und sie eben auch auf kurzen Distanzen nutzen kann.
        Auf längere Distanzen wird es in Afrika, Australien, Indien und überall dann sehr schwierig bis unmöglich brauchbare Fotos zu bekommen.
        Daher finde ich es auch sinnvoll, grundsätzlich gerne höchste Sensorauflösungen und dabei Bildausschnitte zu verwenden – wobei ja mFT letztlich nichts anderes bedeutet, denn mit D850 lande ich auch bei rund 20 MP, nach Ausschnitt.
        Aber jetzt f: 11/2000 vorzurechnen ist für die allermeisten Tier- und Sport-Motive quatsch.

      • Stimmt, Cat,

        auf kürzere Distanzen ist eine grössere Brennweite tatsächlich interessant, für Portraits im Zoo oder sogar für Makroaufnahmen, falls es die Naheinstellgrenze zulässt.

        Statt einer grösseren Brennweite würde ich aber auch jederzeit den Crop vorziehen, sei es in der Kamera selbst oder durch beschneiden. Aber es funktioniert nicht überall, denn z.B. bei Wettbewerben ist der Beschnitt begrenzt.

        Das Oly 4/300 ist sicher top, aber eben, es fehlen die 2.8er bei MFT, nur schon wegen der Verschlusszeit. Ich finde auch, dass ein Beschnitt bei der D850 z.B. mehr Erfolg bringen würde, da das Rauschverhalten viel besser ist.

        Das mit der Umrechnung auf KB hinkt eben auch gewaltig. 1000 mm bei f5.6. Tönt ja mal gut, aber 5.6 bleibt 5.6, und bei Verschlusszeiten von 1/1000stel oder schneller muss man mit der ISO rauf. Und dann beginnen, wie du es bei einem anderen Kommentar geschrieben hast, die Probleme bei MFT.

        Mein Motto ist eher, näher an die Tiere ranzukommen als in lange Brennweiten zu investieren.

      • Ich verwende sehr oft das Olympus 2.8/40-150mm an der E-1MarkII mit dem 1.4 Konverter.

        Das ergibt eine Brennweite von max. 420mm mit Blende 4. Damit habe ich sehr viele Aufnahmen mit 1600 ISO und 3200 ISO gemacht und Rauschen wäre mir nicht wirklich störend aufgefallen.

        Der geht übrigens auch beim 4/300mm von Olympus. Das wären dann 840mm Brennweite mit Blende 5.6. Auch kein Problem bis ISO 3200 und einer Belichtungszeit von 1/800 sec. Bei Landschaftsaufnahmen sowieso nicht, da ich hier keine hohe ISO wegen dem Stabi brauche.

        Auch früher haben Aufnahmen sehr stark gerauscht (man sagte damals Körnung dazu) und das war für hohe Empfindlichkeiten normal. Kein Mensch hat sich beschwert. Und damals gab es kaum Filme über ISO 1000. Heute zoomt jeder 100 oder 200% in das Foto und jammert herum.

        Ich verbringe lieber mehr Zeit für gute Fotos oder in der Natur und weniger für die Nachbearbeitung. Denn am 5k Monitor in voller Auflösung sehe ich keine Probleme und was anderes interessiert mich auch nicht.

  • Olympus nimmt auf jeden Fall einen langen Anlauf und WILL es wissen.
    Das die Optik kommt, ist auf jeden Fall gut. Sie wird wohl genau für diese Kamera M1X gebraucht werden.
    Ich kann nur hoffen, das sie genug davon verkaufen, da sehe ich eben noch Schwierigkeiten.

  • Wenn die optische Leistung auch bei Nutzung des integrierten Tele noch top ist, kann das ein echtes Argument für MFT werden. Ein Jammer, dass man es nicht auf die Reihe bekommen hat das Teil zusammen mit der E-M1X auf den Markt zu bringen. Dann wäre das Feedback sicherlich einen Tick weniger kritisch gewesen.

    • Die Optik wir sehr gut sein, Olympus eben.

      Wenn man das Olympus 2.8/40-150mm mit 1,4 Konverter hat, hat man schon 420 mm mit Blende 4.0
      Beim 4.0/300mm hat man jetzt schon 840mm mit Blende 5.6

      Da hält man das warten aus. Mal sehen was es für ein Preis wird …

  • Olympus kann mehr als nur Objektive. Wer es braucht kauft es auch. Der Preis ist relativ, denn eine gute Golfausrüstung kostet mehr, die kauft auch nur jemand der sie braucht.

    Da ich nicht mit MFT fotografiere und nicht Golf spiele wird es eben im Mittelformat teuer. Der Effekt ist der selbe, die Euros sind weg.