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Olympus E-M1X: Neues Flaggschiff für 3.000 Euro präsentiert

Olympus stellt mit der E-M1X ein neues Micro-Four-Thirds-Flaggschiff für 3.000 Euro vor. Wir fassen alle Details zusammen.

Olympus E-M1X offiziell vorgestellt

Wie erwartet hat Olympus am heutigen Morgen die neue Olympus E-M1X enthüllt. Die Kamera stellt das neue Flaggschiff des Herstellers dar und ist mit seinem integrierten Akkugriff gleichzeitig nun auch die größte spiegellose Systemkamera auf dem Markt – obwohl nur ein vergleichsweise kleiner Micro-Four-Thirds-Sensor zum Einsatz kommt. Doch bei der E-M1X geht es eben nicht um ein kleines und handliches Gehäuse, vielmehr soll die Kamera extrem robust und vor allem auch für Action- und Sportfotografen geeignet sein. Und wenn man das Gewicht von 997 Gramm mit dem einer Nikon D5 vergleicht, dann wird man feststellen, dass die Olympus immernoch rund 400 Gramm leichter ist.

Sensor & Bildstabilisator

Der Micro-Four-Thirds-Sensor der Olympus E-M1X wurde verbessert, löst aber weiterhin mit 20 Megapixeln auf. Beeindruckend ist, was Olympus beim integrierten 5-Achsen-Bildstabilisator geschafft hat, dieser ist nämlich in der Lage, 7,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten zu ermöglichen. Das kommt auch dem High-Resolution-Modus zugute, bei dem mehrere Aufnahmen zu einem hochauflösenden Bild zusammengesetzt werden. Dieser funktioniert nun laut Olympus nämlich erstmals auch bei Aufnahmen aus der Hand.

Autofokus

Das Autofokus-System basiert auf dem der E-M1 Mark II, doch der Hersteller will an einigen Stellen kräftig nachgebessert haben. Zum Einsatz kommen 121 Kreuzsensoren, die unterstützt werden von einer intelligenten Motiverkennung. Dank dieser Motiverkennung ist es beispielsweise möglich, dass automatisch auf einen Helm (beim Motorsport), ein Cockpit (bei Flugzeugen) oder eine Lokomotive (bei Zügen) fokussiert wird. Auch Geschwindigkeiten bis 600 km/h sollen dabei für den Autofokus kein Problem darstellen, zudem verrichtet er mit einem f/1.2 Objektiv bereits ab -6 EV seine Dienste.

Sucher & Display

Der elektronische Sucher der Olympus E-M1X löst zwar nur mit relativ schwachen 2,36 Millionen Bildpunkten auf, dafür bietet er aber eine 0,83-fache Vergrößerung, 120 fps sowie eine Verzögerung von nur 0,0005 Sekunden – womit er laut Olympus zu den schnellsten EVFs auf dem Markt gehört. Das Display ist derweil 3 Zoll groß, arbeitet mit 1,04 Millionen Bildpunkten, ist berührungsempfindlich und lässt sich auch seitlich aus dem Gehäuse herausschwenken.

Videos & weitere Specs

Auch im Video-Bereich hat die E-M1X einiges zu bieten, hier wird nämlich die Cinema-4K-Auflösung mit 24 Bildern pro Sekunde bei 237 mpbs erreicht. In Full HD sind 120 fps möglich, zudem steht nun auch die OM-Log400-Funktion zur Verfügung. Abgerundet werden die wichtigsten technischen Daten der E-M1X durch die folgenden Spezifikationen:

  • Serienbildgeschwindigkeit von 18 fps mit Autofokus (60 fps ohne)
  • Anti-Flicker-Funktion
  • WLAN, Bluetooth, GPS, Kompass, Barometer und Thermometer
  • Tethered Shooting
  • Live-Graufilterfunktion
  • Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer
  • Individuelles Menü dank „Mein Menü“
  • Verschlusszeiten: 1/8.000 Sekunde mechanisch, 1/32.000 Sekunde elektronisch
  • Effektives Anti-Staub-System auf dem Sensor
  • Zwei Speicherkarten-Slots (SD, UHS-II)
  • Akkulaufzeit von 870 Bildern, 2.500 im Stromsparmodus
  • Wetterfest nach IPX1-Standard und darüber hinaus

Preis und Verfügbarkeit

Wenn man sich all diese Merkmale und Spezifikationen anschaut, dann wird klar, dass die Olympus E-M1X keine Kamera für die breite Masse ist. Das spiegelt sich auch im Preis wieder: Die E-M1X wird 3.000 Euro kosten. Das ist für eine Micro-Four-Thirds-Kamera natürlich verdammt viel, für ein Sport-Flaggschiff, das es mit einer Nikon D5 oder Canon EOS-1D X Mark II aufnehmen will, aber wiederum relativ wenig. Erhältlich sein soll die neue DSLM ab Ende Februar 2019.

Was ist nach all den Gerüchten nun euer „finaler“ Eindruck von den technischen Daten der E-M1X?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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