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Olympus E-M1X: Pixel-Shift-Modus erstmals ohne Stativ möglich

Mit der Olympus E-M1X wird man dank eines High-Resolution-Modus Bilder mit rund 80 Megapixeln schießen können. Die Besonderheit: Das funktioniert erstmals auch ohne Stativ.

Olympus neues Flaggschiff

Die neue Olympus E-M1X soll eine absolute High-End-Kamera werden. Das ist spätestens klar, seit durchgesickert ist, dass sich diese Kamera grundsätzlich an der Canon EOS-1D X Mark II orientieren möchte. Und wenn eine Micro-Four-Thirds-Kamera in einer hohen Preisklasse angesiedelt sein soll, dann ist ebenfalls klar, dass diese Kamera mit einigen Besonderheiten auftrumpfen muss.

High-Resolution-Modus ohne Stativ

Eine dieser Besonderheiten wurde nun von verschiedenen verlässlichen Quellen bestätigt. So ist nämlich bekannt geworden, dass man mit der Olympus E-M1X dank eines sogenannten High-Resolution-Modus Bilder mit grob 80 Megapixeln aufnehmen können wird – und zwar erstmals ohne Stativ!

Pixel-Shift-Modi kennt man von verschiedenen Kameras, die in den letzten Jahren vorgestellt wurden. Die Bildqualität dieser zusammengesetzten Einzelaufnahmen ist teilweise phänomenal, Nachteil ist jedoch, dass die Belichtungszeit sehr lang ist und man dementsprechend ein Stativ braucht, um eine hochwertige Aufnahme zu erstellen. Auch ist man natürlich bei der Wahl des Motivs sehr eingeschränkt – bei zu vielen Bewegungen sind Unschärfen unumgänglich.

Der High-Resolution-Modus der Olympus E-M1X soll nur noch eine Verschlusszeit von 1/60 Sekunde benötigen, was vergleichsweise wirklich schnell ist. Somit sind erstmals auch Aufnahmen ohne Stativ möglich, was natürlich ein großer Schritt nach vorne ist.

Konkrete Abmessungen der DSLM

Des Weiteren machen inzwischen auch konkrete Zahlen zu den Abmessungen der neuen Olympus High-End-DSLM die Runde. Es war bereits bekannt, dass die Kamera vergleichsweise groß werden wird, da es einen integrierten vertikalen Griff geben soll. Die angeblichen Abmessungen bestätigen das, es ist nämlich die Rede von 144mm Breite, 147mm Höhe und 75mm Tiefe. Zum Vergleich: Die Olympus E-M1 Mark II inklusive optionalem Batteriegriff bringt es auf 134 x 140 x 69mm, die Canon EOS-1D X Mark II auf 158 x 168 x 83mm.

Vorgestellt werden soll die Olympus E-M1X vermutlich im Januar 2019.

Quelle: 43rumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

21 Kommentare

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  • zumindest kann man wesentich kleinere objekive verwenden bis brennweite 30mm. ab dann braucht man dann wieder einen stabi. ist dieser zu dem high-res.-mod. verwendbar?

  • Ich höre schon den Gustav jammern…was soll ich tun ??

    Sonny A7/ 3 oder A7 / 2 oder A7 R2 oder die Canon ohne Spiegel oder doch die Neue Panasonic, und jetzt auch noch die neue Olympus M1/2 – man oh man, das wird schwer, Frau Finanzminister, bitte um Sondertagung….

    • Ja Volker …
      danke für Dein Mitleid …
      Ich war im Sommer 2010 schon mal fast soweit Olympus mir als kleines Zweitsystem zuzulegen …
      Mein damaliger Händler hatte mir schon 2006 die A 100 nur mit Widerwillen verkauft – er forcierte damals Olympus – ich denke der Marge wegen – aber im Jahr 2010 als ich mir gerne eine NEX 5 zulegen wollte ging mir seine Sony-Abneigung doch zu weit und ich wurde Kunde im Roten Markt wo ich auch heute noch gern gesehen werde ….
      Auf allen Hochzeiten kann man nicht tanzen auch wenn Du denkst ich wäre ein wankelmütiger Zeitgenosse …

  • Pixelshift Freihand wurde schon mit der Pentax K-1 Mark II von Ricoh eingeführt. Das Ergebnis ist zwar nicht 100 Prozent mit dem Ergebnis einer Pixelshift Aufnahme vom Stativ mit gleicher Kamera zu vergleichen, liegt aber immerhin noch bei 80 Prozent im direkten Vergleich. Das Ergebnis kann sich in jedem Fall blicken lassen.

  • Wenn Objektive und Bildstabilisierung das hergeben –
    kann Olympus so die Auflösungs- & Detail-Fans zufriedenstellen, wie es Pentax bereits tut.

    Aber auch 1/60 Sekunde ist für viele Motive noch kritisch.
    Für mich rechtfertigt so eine Technik keinen Gehäuse-Preis jenseits 1500€

    wenn einmal 1/1000 Belichtungszeit mit IBIS realisiert wird – sieht das ganz anders aus.

  • Der High-Resolution-Modus mit rund 80 Megapixeln …

    ist eine preiswerte, vernünftige Funktion. Der User müsste sich sonst um die gleiche Auflösung zu erreichen eine Fuji GFX50R (4.200,-) oder ein digitales Rückteil (14.000,-) kaufen.

    Wer aber nur gelegentlich für Sachaufnahmen diese Auflösungen braucht, für den ist die Kamera genau richtig. Für das gesparte Geld gibt es ein ordentliches Dauerlicht dazu.
    Und Sachaufnahmen macht man sowieso vom Stativ.

    MFT entwickelt sich!

  • Ja, aber meine hat 80 MPixels, irgendwie.

    Erinnert mich an die Handyfotografen mit ihren 40 oder 50 MPixel ….. irgendwie.

    Wenn das das neue Highlight ist, dann rennt Olympus in die falsche Richtung. Sehr schade.

    • patrick, ich fürchte du hast da was falsch verstanden. es ist nicht so, daß der sensor 80mp hat, sondern daß die 80mp aus mehreren aufnahmen zusammengerechnet werden. bei einem sensor der bei iso 6400 noch immer eine gute bildqualität aufweisen kann, könnte man hervorragende bildergebnisse erziehlen. bei mft wäre das mit einem niedrig auflösenden sensor zu schaffen. olympus ist genau auf dem richtigen weg. wenn das, wie oben erwähnt, in kürzerer belichtungszeit und in einem kleineren gehäuse erreicht wird und die tiefenschärfe digital nachgearbeitet wird, könnte das ganz schnell das kleinbildformat ablösen.

  • Diese Pixel-Shift-Technologie könnte man auch gut benutzen um (gleichzeitig) das Rauschen zu reduzieren!
    Und selbst wenn man 80MP nicht braucht, wäre es noch ein virtuelles 2-fach Zoom fürs Croppen.
    Insgesamt also eine feine Sache (wenn’s so gut funktioniert wie ich es mir wünsche). Trotzdem, die (geschätzten) €2200 möchte ich nicht zahlen dafür.

    • Der freihändige HighRes-Modus wird nur ein „Abfallprodukt“ der neuen Technologie sein und lediglich EINE Facette der neuen Technologie, die diese Kamera bieten wird.
      Ob auf dem Preisschild 2.200 EUR stehen wird, wage ich stark zu bezweifeln – die erste Zahl könnte durchaus eine drei sein.

    • Ja ich glaube auch das die 3000 Euro nicht fern sind mit eingearbeiteten Batteriegriff usw …
      Tüftler waren die Olympus – Strategen schon immer nur ich denke das wohl nicht mehr viel Personal beschäftigt wird denn Vorstellungen sind rar – die OMD 5 -3 ist nicht in Sicht – scheinbar stürzt sich alles auf Teures – bei Olympus klafft eine große Mittelklasselücke – nur wenn ich so nachdenke über die OMD 10 -3 dann brauchts auch die 5er gar nicht mehr – was sollte die mehr können ? – sie käme im Preis ja auch bald an die OMD 1-2 ran – denn ohne den neuen Pixel – Shift wäre sie dann auch nicht zu verkaufen ….
      Olympus ist klein und fein – auch beim Personal – denke ich – sonst wäre die OMD 5-3 schon da …

  • Bisher war der High Resolution Modus in der Audlösung bei Olympus immer – Sensorpixel * 2,5.

    Demnach könnte die High End Kamera 32 Mio pixel oder 16 Mio (bei Faktor 5) haben.

    • Das ist leider falsch, denn die beiden 20MP-Modelle (PEN-F und M1 II) bieten diese 50MP-Bilder als JPEGs.
      Im RAW-Modus stehen sehr wohl 80MP-Aufnahmen zur Verfügung.
      Man kann sich also die Auflösung der neuen Kamera an einer Hand selbst ausrechnen.

  • Hört sich sehr interessant an. Anscheinend versucht Olympus über Weiterentwicklung der Software die Bildqualität des MFT Systems zu erhöhen. Natürlich bedarf es hierzu wahrscheinlich auch mehr Rechenleistung und neuer Sensoren. So können vorhandene Objektive problemlos weitergenutzt werden. Für mich ein interessanter Ansatz. In Zeiten, in denen viele Amateurfotografen in Richtung Fotohandy abwandern, muss man sich schon fragen, wer die immer größeren und teureren Glasbausteine noch kauft. Vollformat ist und bleibt allein wegen der Objektive teuer. Und hier versuchen sich immer mehr Hersteller einen Teil vom immer kleiner werdenden Kuchen abzuschneiden. Insofern ist die Strategie von Olympus nicht dumm.

    • Ich hatte bisher mit MFT Olympus/Panasonic noch nie etwas am Hut. Bis vor einigen Tagen mein Großhändler mir eine G9 von Panasonic über das Wochenende mitgegeben hat. Wahnsinn, waren waren das gute RAW Dateien. Und diese bisher von mir nie genutzten Zusatzfunktionen wie 6K Foto oder die nachträgliche Schärfe Verlagerung.

      Olympus hat mit dem High-Resolution-Modus eine sehr interessante Funktion für Fotografen. Wer es ab und an mal genauer braucht muss deswegen nicht das System wechseln. Die Entwicklung der Sensoren geht weiter, die Software macht Fortschritte, ich glaube man muss die eigenen Vorurteile revidieren. Jetzt kann das Fernbleiben aus dem Vollformat mit anderen Augen gesehen werden. Ich bin gespannt was noch an Funktionen vorgesehen ist.

      Hoffentlich übertreibt Olympus nicht bei der Preisgestaltung.