Kameras Olympus

Olympus: Name wird weiter verwendet, Fabrik soll geschlossen werden

Der Name “Olympus” wird auch im Jahr 2021 noch auf neuen Kameras zu finden sein. Eine Fabrik für High-End-Objektive soll geschlossen werden.

Der Name Olympus bleibt

Seit einigen Tagen ist der Verkauf von Olympus Kamerasparte unter Dach und Fach. Die offiziell bekannten Details des finalen Deals haben wir euch bereits in diesem Artikel zusammengefasst, in der Zwischenzeit sind über japanische Medien aber noch einige weitere Informationen ans Licht gekommen.

Zunächst einmal eine gute Nachricht: Der Name Olympus wird von dem neuen Unternehmen, der “OM Digital Solutions Corporation”, auch in absehbarer Zukunft weiter verwendet werden. Das bestätigt Olympus selbst auf Twitter. Auch im Jahr 2021 wird man also noch brandneue Produkte mit dem Namen Olympus kaufen können, was sowohl für Kunden als auch das neue Unternehmen eine wichtige und gute Nachricht ist.

Fabriken sollen zusammengelegt werden

Eine eher schlechte Nachricht ist allerdings, dass Japan Industrial Partners die Fabrik in Nagano, in der vor allem teure Objektive hergestellt werden, schließen möchte. Gänzlich gestrichen werden soll die Produktion allerdings nicht, vielmehr verfolgt JIP das Ziel einer Zusammenlegung von verschiedenen Produktionsstätten. Mittelfristig soll wohl die Fabrik in Vietnam das Zentrum für sämtliche Produktionen darstellen. Bis diese Zusammenlegung erfolgt ist, soll die Produktion der teuren Objektive an Olympus ausgelagert und in der Fabrik von Nagano fortgeführt werden.

Fokus weiterhin auf Micro-Four-Thirds-Kameras

Grundsätzlich will Japan Industrial Partners das Micro-Four-Thirds-System weiter ausbauen, gleichzeitig sollen aber auch neue Bereiche ins Auge gefasst werden, die dem Unternehmen Wachstum bescheren können. In der Vergangenheit haben die neuen Käufer bereits durchblicken lassen, dass Überwachungskameras und Videokameras ein spannender Bereich sein könnten.

Der Umsatz wird nach Schätzungen von JIP erstmal auf 25 bis 30 Milliarden Yen sinken, im letzten Jahr betrug er noch 43,6 Milliarden Yen. Hier rechnet man also mit einem spürbaren Einbruch.

Quelle: Newsswitch

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

guest
39 Kommentare
älteste
neueste
Feedback
Zeige alle Kommentare