Objektive Panasonic

Panasonic S1 & S1R: Drei Objektive zum Start präsentiert

Panasonic startet mit drei Objektiven in das eigene Vollformatsystem – und ruft dabei teilweise sehr hohe Preise auf.

Panasonic: Start ins eigene Vollformatsystem

Die Panasonic S1 und S1R sind da! Die beiden spiegellosen Vollformatkameras wissen in jedem Fall mit einigen technischen Highlights zu begeistern und werden wegen ihrer Spezifikationen bei einigen Fotografen sicherlich weit oben auf der Wunschliste stehen – doch ein System besteht eben nicht nur aus einer Kamera, sondern auch aus den passenden Objektiven. Also schauen wir uns doch mal an, welche Objektive Panasonic zusammen mit der S1 und S1R an den Start bringt.

Drei Objektive enthüllt

Der Hersteller hat zu Beginn drei Objektive vorgestellt, welche allesamt wetterfest sind und somit perfekt zur S1 und S1R passen:

  • 50mm f/1.4
  • 24-105mm f/4
  • 70-200mm f/4

Zunächst in aller Kürze die wichtigsten Merkmale der drei Objektive:

Das 50mm f/1.4 arbeitet mit 13 Elementen in 11 Gruppen, soll ein tolles Bokeh liefern, besitzt einen leisen und schnellen AF-Antrieb und bringt ein Gewicht von 955 Gramm auf die Waage.

Das 24-105mm f/4 Makro OIS wiegt 680 Gramm, verfügt über einen Stabilisator, arbeitet mit einer Naheinstellgrenze von nur 30cm und bietet 16 Linsen in 13 Gruppen.

Auch das 70-200mm f/4 OIS arbeitet mit einem Stabilisator, darüber hinaus wiegt es 985 Gramm und behält immer die gleiche Länge, da sich die Zoomfunktion (und auch der AF-Antrieb) im Inneren des Objektivs befinden.

Hohe Preise

Kommen wir nun zu den Preisen:

  • 50mm f/1.4: 2.500 Euro
  • 24-105mm f/4: 1.400 Euro (900 Euro im Bundle mit der S1 oder S1R)
  • 70-200mm f/4: 1.900 Euro

Kurz zusammengefasst: Die drei bisher erhältlichen Objektive sind verdammt teuer. Natürlich kann man hoffen, dass Sigma im Rahmen der L-Mount-Allianz in naher Zukunft etwas günstigere Objektive liefern wird, doch das ist im Moment natürlich reines Wunschdenken.

Was sagt ihr zu den Preisen der drei Objektive? Sind sie für euch ein „Deal-Breaker“?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

17 Kommentare

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  • Das ist mehr als nur Utopie. Man hatte auf den Big Point gehofft und bekommt nun dies. Ich sehe die Specs nicht als glanzvoll an. Jemand der einsteigt ins VF wird eher zu was anderem greifen, und wechseln wird bei den Preisen auch so schnell keiner…ich persönlich sehe da wenig Erfolg! Wenn ich schon nachdenke über die 5000-7000€ für Kamera und nur einem 50mm…Die Qualität kann fast kaum die Anschaffung im Preis rechtfertigen!

  • Unabhängig vom Preis, wer braucht ein 1,4/50mm das 1kg wiegt? Das 70-200mm hat nur Blende 4.0, da kann man gleich bei der G9 bleiben und mehrere Reisen unternehmen, die einem schöne fotos ermöglichen

    • Gestern Abend schaute ich Mal bei Sony vorbei. Die Sony Alpha 7R ii kostet gute 1700 Euro. Bis gestern gab es sogar noch 200 Euro Cashback. Ich bekomme also für gute 1500 Euro eine Kamera mit 42 Megapixel. Bei der Photokina konnte ich mir bei Nikon eine zerlegt Z Kamera anschauen. Gehäuse, Hauptplatine, Sensor & Verschluss, Display und einige Knöpfe zum Bedienen. In absehbarer Zeit wird der Verschluss noch wegfallen, der eh nur noch für den Blitz benötigt wird. Es ist also nich mehr viel drinnen was wirklich viel Geld kostet, bis auf den Sensor. Daher würde ich zukünftig einen Preis für eine Profi DSLM bei 2000 – 2500 Euro sehen und eine Semiprofessionelle mit „nur“ 24 Megapixel bei ca. 1400 Euro. Ich lehne mich erstmal entspannt zurück, bis die Preise fallen. Solange muß meine Panasonic GX8 für Reisen und die Nikon D800 für alles Andere herhalten. So richtig leichter ist die neue Panasonic mit Objektiven auch nicht.

      Ich vermute, so wie es mir geht, geht es auch vielen anderen. Ein akuter Handlungsdruck besteht nicht, da genug Altglas vorhanden ist. Ein elektronischer Sucher ist OK und in meinen Augen eine Verbesserung, benötige ich jedoch nicht zwingend.

      Ich vermisse eine ernstzunehmende Alternative zum Vollformat, hier fällt mir nur Fuji ein.
      Die Preise müssen als zukünftig für Vollformat sinken, wer kann und will sich sowas sonst leisten?

      • Du schreibst es auf den Punkt, Handlungsdruck ist nicht! Da müsste sich gravierendes auf der Sensor Ebene tun das ich Handlungsbedarf sehen würde.

      • „Ich vermisse eine ernstzunehmende Alternative zum Vollformat, hier fällt mir nur Fuji ein.“

        Ich vermute das wird sich nicht so schnell ändern. Auch wenn Canon/ Nikon eine APS-C DSLM nach schieben so wird man, wie gewohnt, das Glas für die Großen weiterhin kaufen müssen.
        Canon hätte ja „Semipro“ für das M-System anbieten können taten es aber nicht und werden es vermutlich auch nicht da EOS R nun da ist…

      • Servus Mirko

        Unter einem Abdecktuch im Studio Regal schlummern zwei Vollformat EOS DSLR Boliden mit den vielen dazugehörigen Linsen. Warum? Weil das kleine Spiegellose Mittelformat und eine Spiegellose APS-C vom selben Hersteller im Fotokoffer ihren Platz eingenommen haben.

        Das Mittelformat ist nicht größer und schwerer als das Vollformat, mittlerweile auch nicht mehr viel teurer, das APS-C System ist kompakt, leicht zum mitnehmen, es liefert eine Bildqualität die dem Vollformat in nichts nachsteht. Und es liegt im vernünftigen Preisrahmen, nichts ist wirklich teuer.

        Das wird sicher noch einige Zeit so bleiben da die anderen Hersteller nur noch Vollformat denken, der Wertschöpfung wegen! Kann sein das Canon und Sony noch einmal schnell das APS-C mit Sondermodellen „auffrischt“ damit die Hobbyisten nicht traurig sind.

      • Alfred,
        letztendlich hatte doch nur ein Hersteller bei der „Digitalisierung“ die Eier in der Hose gehabt und die „alten Zöpfe“ angeschnitten und sich auf das Neue konzentriert, es war Olympus. Selbiges Unternehmen erkannte auch die zukünftigen Vorteile von DSLM und schnitt nochmals die „alten Zöpfe“ ab, diesmal mit im DSLM Boot Panasonic,Sony und Fuji. 2018 erkannte wohl auch Canon/Nikon „ohhh da geht was“ und ließen bis dahin völlig unbeachtet die „Kleinen“ vollwertige Systeme aufbauen. Nun stehen sie genauso wie Panasonic bei FF DSLM mit ihren 3 Objektiven da und lobsingen den Adapter für ihre alten Bestandskunden 📸

      • @Mirko

        Weil Du von Adaptern schreibst, für die GFX gibt es einen der die Benutzung von Canon EF Objektiven erlaubt. Soll gut funktionieren (30 Megapixel bleiben von den 50 übrig). Fuji arbeitet halt auch mit allen Möglichkeiten um Kunden auf seine Seite zu ziehen.

      • Alfred,
        es gibt auch Adapter M42/ X Mount, dann erhält man Zugang zu einer Vielzahl an alte Linsen mit eigen Charme bzw. Charakter.
        Ich habe mir mal das Buch gegönnt „Jpeg Rezepte für Fujifilm X Kameras“ und so ein Acros nach Rezept eingestellt + zB 29mm Pentacon und schon ist man wieder in der „alten“ Zeit gelandet, für solche Fotoprojekte benötige ich keine Linse für +2000€

      • Danke Mirko,

        In der hintersten Ecke von meiner Requisitenkammer steht ein Schrank in dem allerlei Zeugs (Kameras, Objektive) aus der Steinzeit lagern. Auf Deine Idee mit der Reaktivierung an meiner X-T3 bin ich noch gar nicht gekommen. Vielleicht gibt es dabei „Überraschungen“. Ich habe jetzt die Zeit für Experimente! Gleich morgen Vormittag gehe ich nachsehen. Danke.

      • Alfred, ich vermute mal das da noch ein Schatz verborgen ist 😉 Es geht ja nicht darum „Siemenssterne“ abzufotografieren und dann mit neuen Hightech Linsen zu vergleichen aber das manuelle fokussieren, der Charakter der alten Gläser und dazu Acros mit Körnung auf volle Leistung….oh da kommt „analoges“ Feeling wieder auf und dies ganz ohne Nachbearbeitung 📸
        Ich hatte mal eine Portrait gemacht von meiner Lebensgefährtin, einmal Fuji Objektiv und einmal „Altglas“ , weiß jetzt nicht wie ich es richtig beschreiben soll, während das Fuji natürlich scharf war brachte das „Altglas“ eine gewisse „Weichheit“ mit sich, ich hoffe Du verstehst was ich meine 🤔

      • mirko, ich verstehe sehr gut was du meinst. mein chinon 50mm f1.4 mc(etwa 1983) ist bei offenblende auch im fokussierten bereich noch ein klein wenig weich. ein toller effekt bei portraits. außerdem ein butterweiches bokeh.

  • ich sehe auch, daß die preise zu hoch angesetzt sind. was ich aber jetzt noch nicht weiß, was die objektive letzten endes leisten. kaufe ich mir zum beispiel ein objektiv der firma x, welches ich fast zum gleichen preis erhalte als das oben genannte, was aber nur noch bis zur nächsten auflage der kameras genutzt werden kann, dieses hier gepriesene aber noch in 20 jahren auf dem neuesten stand ist, dann spricht alles für panasonic. natürlich ist das sehr weit ausgeholt. aber wenn das objektiv bis 200mp auflöst… wer weiß.

    für mich ist das gerät schon lange nichts mehr. ein 50mm mit kamera zwei kilo um den hals zu binden halte ich für verrückt.

  • Gähn, weshalb bauen den alle Hersteller die gleichen Objektive? 50mm 1,4 bekomme ich von Canon für ca. 300,00 €
    Ok, ich nehme mal an das das neue Panasonic optisch besser ist als die Canonkrücke, gähn, das wäre mir schon 200,00 € mehr wert.
    Weshalb baut nicht einer mal ein z.b. 60mm f1,8? leicht, klein, scharf, gutes bokeh u.s.w.?
    Ich kann mir natürlich auch im Weitwinkel oder Tele andere Brennweiten vorstellen.
    Ein 24-105gähn mit f4gähn
    Ich kann keinen Kaufanreiz entdecken.