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Photokina 2019 abgesagt! Nächste Messe doch erst 2020

Rund ein halbes Jahr vor der photokina 2019 haben die Verantwortlichen die größte Fotomesse der Welt für das kommende Jahr abgesagt. Erst 2020 wird die photokina wieder stattfinden.

Keine photokina im Jahr 2019

Doch keine photokina 2019! Eigentlich hatten die Verantwortlichen der weltweit größten Fotomesse im Jahr 2017 angekündigt, dass die photokina ab dem Jahr 2018 jährlich stattfinden solle. Zuvor war die photokina im Gegensatz zu den meisten anderen Foto- und Technikmessen ein Event gewesen, welches nur alle zwei Jahre über die Bühne gegangen war – sprich in den Jahren 2012, 2014, 2016 und 2018 beispielsweise.

2019 sollte das erste Jahr des neuen einjährigen Zyklus werden, zudem sollte die photokina vom September auf den Mai verschoben werden. Das hätte bedeutet, dass die photokina 2019 nur rund acht Monate nach der photokina 2018 stattgefunden hätte. Das schien den Verantwortlichen nun doch etwas zu kurz zu sein und man wolle deshalb erst ab dem Jahr 2020 auf einen jährlichen Rhythmus wechseln.

Erfolgreiche photokina 2018, geringes Interesse an 2019?

Begründet wird die Entscheidung mit dem extremen Erfolg der photokina 2018. Es sei unwahrscheinlich, dass nach nur wenigen Monaten wieder eine solch begeisternde Stimmung erzeugt werden könne, wie das im vergangenen September der Fall war – so der Photoindustrie-Verbands-Vorsitzende Rainer Führes.

Ein weiterer Grund für die abgesagte photokina 2019 könnte natürlich auch ein mangelndes Interesse von Seiten der Hersteller sein, welches die Verantwortlichen der Messe zum Zurückrudern bewegt hat. Das wurde so direkt natürlich nicht von offizieller Seite kommuniziert, sondern lediglich angedeutet. Doch es ist eben für einen Hersteller ein großer Unterschied, ob man zwei Jahre hat, um die Präsentation einer spektakulären Neuheit vorzubereiten, oder lediglich ein paar Monate. Würde in unseren Augen also Sinn machen, wenn das Interesse der Aussteller an der photokina 2019 eher gering war.

Was denkt ihr? Eine gute Entscheidung der Verantwortlichen, die photokina 2019 abzusagen?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

31 Kommentare

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  • Ja …
    ich denke da haben die Hersteller wohl die meiste „Schuld“ an der Absage …..
    Alle sind mächtig unter Zeitdruck gewesen um ihre „Platzhirsche “ bis zum Frühjahr mit allem möglichen Pi – Pa – Po noch rechtzeitig fertig zu kriegen – so können sie sich entspannt zurücklehnen und noch einen zweiten Speicherschacht usw reinbasteln ohne hier gleich wieder mit Vorwürfen überhäuft zu werden …
    Evtl fehlen auch Entwicklungskapazitäten …
    Oder Entwicklungsgeld …
    Oder Geld für die Ausstellung …
    Oder der Ausstellungs – Fachkräftemangel ist Schuld …
    Mir auch egal – ich wäre sowie so nicht hingefahren – dann ist nämlich Heuernte ….

  • Die Photokina 2018 war voll, allerdings ist sie auch dramatisch geschrumpft, seit 14 Jahren wird sie immer kleiner, immer weniger Hersteller
    Und offensichtlich ist die Hallenmiete so extrem gestiegen, das sie für viele nicht mehr bezahlbar ist und sich selbst für die großen Anbieter kaum auszahlt/lohnt.
    Neuheiten sind heute schon lange vor dem Verkauf im Internet bekannt.
    Produkte im heimlichen Koffer und intensive Gespräche mit Journalisten, Händlern und Kunden kaum noch notwendig.
    Und der Absatzmarkt für Kameras schrumpft weiter – da helfen auch lächerliche und umweltwahnsinnige Produkte wie Sofortbild gar nichts.

    Der Mai-Termin ist sowieso komplett falsch – Kameras sollten im Spätherbst oder zum Jahresbeginn präsentiert werden.

    Das Scheitern der Photokina ist hier leider sehr wohl eine Option, sie wird als deutsche Messe kaum noch gebraucht und es wird weiteren Messen so gehen – auch der IAA – wenn man Kunden u Handel so behandelt.
    Deutschland wird immer unwichtiger.
    Ich war jedesmal auf der Photokina- aber sie war noch nie so klein und arm an Entdeckungen wie 2018.

    • @Cat
      Von einem Scheitern würde ich (noch) nicht reden, wenn 2020 die Photokina wieder stattfinden wird.
      Aber wie man an anderen Messen sieht, geht es immer weiter mit den Kosten rauf, weit über der Inflationsrate, so dass nach und nach immer mehr vor allem kleine Aussteller aber auch einzelne gröössere Firmen absagen.
      Recherchiert man etwas über abgesagte Messen, ergibt sich ein Bild branchenübergreifender Krisen: Cebit 2019, Photokina 2019, Druck + Form 2017, Druck & Medien 2011, Auto Mobil International (AMI) 2017, AAA Berlin 2000, …
      Diese Massenschauen sind wohl nicht mehr zeitgemääss, wie Kaufhäuser. Der erste Ansturm vor Jahrzehnten war durch Neugier begründbar, langsam wird es weniger reizvoll nur noch Schauen zu sehen, wo nicht wirklich oder kaum noch Neues zu finden ist.
      (Nach dem Konsum eines Suchtmittels kommt der Kater!)

  • Man darf auch mal den Messestandort in Frage stellen. Die Messe Köln ist dermaßen schlecht und nicht repräsentativ für eine internationale Leitmesse wie die Photokina. Catering Angebote sind unterste Schublade, Sanitäre Anlagen, Hallenaufbau, Infos, etc. Ich kenne europaweit einige Messestandorte und da ist Köln einfach nur eine sechs mit Stern.

    • Stimmt auch – ab nach Frankfurt o Düsseldorf damit!
      Da in allen europäischen Ländern weit weniger Kameras gekauft werden – ist Germany in Europa schon noch der geeignete Platz.

      Aber die Kina wird eher eingemottet als von Köln weg verlegt!

      Die Hallenpreise stimmen nicht mehr, Millionen für 4 Tage Platzmiete, plus Messebau, Transport, Catering, kostenlose Karten, damit Leute sich den Besuch leisten können etc

      • Ich kenne keine Statistiken, aber UK ist auch ein bedeutender Markt. Gefühlt ein größerer als Deutschland, aber in Deutschland kommen ja auch noch ein paar Nachbarländer wie Benelux oder Schweiz dazu.
        Die Briten haben ja auch ihre Messe im NEC immer im März in Birmingham, das nur unwesentlich mehr Einwohner hat als Köln.

      • Na, was in Köln nicht geht, geht in Düsseldorf erst recht nicht. Ist so genetisch nicht anders darstellbar und millionenfach bewiesen.

        Hannover hat nach dem Einstampfen der CeBit Kapazitäten frei. Das Messegelände ist herausragend organisiert, es gibt Hotels zum totschmeissen und Gastromisch wird so ziemlich alles geboten . es gibt sogar Kneipen, in denen Kölsch ausgeschenkt wird. Also alles wie zuhause, nur ohne Dom.

        Aber D’dorf – eher nicht

      • Na Cat …
        da kennste aber Hannover schlecht ….
        warste bei der Weltausstellung nicht da ?
        Na ja – wenn das Alter damals nicht mitspielte konntest Du wohl auch nicht …
        Ich war X-mal in München und Frankfurt – da dort das Gelände zu klein wurde trat dann Hannover an Deren Stelle …
        Wenn ich zur Ausstellung fuhr fuhr ich zu Der und ob das Frankfurt oder sonstwo ist ist doch schnuppe …
        So ne kleine Fotokina bekommt wohl jeder Messestandort in D unter ….

      • Ich denke, die Macher der Photokina sind dem aktuellen Raffgier-Syndrom verfallen. Von vornherhein war es für mich klar, dass nur Gewinnmaximierung der Photokina-Manager hinter dieser zeitlichen Verdichtung steckt. Mit großer Genugtuung nehme ich diese Absage zur Kenntnis.

        BeimBacchus

  • Ich denke es eine gute Entscheidung. Da die Messe ja schon im Frühjahr hätte stattfinden sollen.
    d.h. der Abstand zur 2018 er Messse ist halt für viele Aussteller viel zu gering, was Neuheiten angeht und so.

    Vielleicht hätte man auch besser schon 2018 ausfallen lassen und dann halt die Messe im Frühjahr 2019 machen sollen.

  • Überflüssig..

    Alles wird „durchgesteckt“ nichts bleibt „geheim“! Mangels Informationsmöglichkeiten blieb dem Fotografen und Bildverarbeitern in früheren Jahren nichts anderes übrig als zur großen Fotomesse zu fahren. Die „Gewerbe Tage“ waren ein muss wollte man dazu gehören.

    Heute ist man in jeder Hinsicht „vernetzt“, den Fotografen Beruf gibt es nicht mehr, die breite Masse macht ihre Bilder mit dem Smartphone, Ausdrucke auf haptische Medien sind eher selten, wo sollen da die Messe Besucher herkommen?

    Der herkömmliche Fotohandel existiert schon lange nicht mehr und selbst Internet Händler haben ihre Schwierigkeiten mit den geringen Verdienstmargen über die Runden zu kommen.

    Dafür sind unsere Städte mit Lieferfahrzeugen verstopft die jedes Blatt Klopapier einzeln zustellen.

    Verkaufsmessen sind so überflüssig wie der berühmte Kropf.

    • Stimmt so nicht für mich –
      Messe ist anfassen, ist erleben, ist besprechen, ist echter Austausch und Kontakt!
      Also genau das Gegenteil vom Internet-Stumpfsinn.

      Messe sollte bleiben!
      Aber die Preise u Kosten sind irre geworden, für Ausssteller und Besucher!

      • Das Zauberwort

        heißt „Hausmesse“! In München gibt es noch zwei Händler die regelmäßig Hausmessen veranstalten. Dort trifft man Kollegen und kann die neusten Gerätschaften anfassen. Das Personal ist vom Fach und kompetent, die Aussteller können sich um die Interessenten kümmern, so soll es sein!

        Ich muss in keinem miesen völlig überteuerten Hotel übernachten, zahle keinen Eintritt, muss nicht mit der unpünktlichen Bahn fahren und spare mal eben so an die 1.000,- Euro.

        Dieses Konzept hat Zukunft.

      • Nachtrag …
        Mein Beitrag ganz Oben war auch ironisch gemeint – aber ich als Hersteller würde auch nicht ein halbes Jahr später schon wieder eine Messe machen – da ist diese Verschiebung auch richtig …
        Nur der Termin im Mai wäre meiner Meinung nach besser am Anfang oder Ende des Jahres aufgehoben …

    • Nee Alfred …
      das geht gar nicht ….
      Messe ist wichtig für jeden Kunden um mit dem Hersteller Kontakt zu pflegen …
      Ebenso Anders – Herum ….
      Was sind jetzt zB für große Hersteller auf dem Markt – da habe ich immer den Kontakt alle zwei Jahre gebraucht um mit Werksleuten etwaige Probleme zu besprechen und neues beim Tierkomfort frühzeitig zu sehen …
      Hausmessen sind zwar nicht schlecht , aber da kommt selten Fachpersonal der Firmen hin – höchstens Werksvertreter – und alle meine Firmen die mit unserem Betrieb zusammenhängen sind auf einer Regio – Messe nie zusammen vertreten – also eine große Messe jeder Ausrichtung sollte schon wenigstens alle 2 Jahre von allen Herstellern ausgerichtet werden – das wissen Diese auch das das verlangt wird – auch wenn es nicht mehr billig ist so ein Termin für Sie, werden sie doch nicht darum kommen die Messen weiter zu führen …
      Das ist in der Landwirtschaft so und wird auch im Fotobereich so sein …
      Ich fand die regelmässige Messe alle 2 Jahre unbedingt wichtig in meiner Zeit der Betriebsleitung …
      Das gehörte für mich immer dazu und hat mir immer früher in der Planung weitergeholfen …
      Es grüßt Dich Gustav …

      • Servus Gustav

        da muss ich mit Genuss widersprechen. Die vor genannten Hausmessen sind keine „Demo Veranstaltungen“ in einem X beliebigen Markt sondern finden bei den Lieferanten von Profis statt.
        Dort wo der Fotograf neben seiner Ersatz- Studio Blitzröhre, Hintergrundrollen, Schwenkarme, Lampenstative, Aufheller, Grau- Farbkarten kaufen kann oder wo er selten benötigtes Equipment ausleiht. Dort finden auch diverse Kurse für Fotografen statt. Diese Händler bieten eine „rundum“ Versorgung bis zum Leasingvertrag einschließlich Geräteversicherung an. Nix Wühltische oder Paletten Zeugs. In München sind das Calumet und die alt eingesessene Firma Dinkel.

        Selbstverständlich sind dort echte Fachleute der Hersteller vor Ort die dem Fotografen mit Sicherheit weiter helfen können. Da sind dann meistens die 4-5 großen Kamerahersteller anwesend und auch Anbieter von Studio Beleuchtungen und manchmal sogar Vertreter von Software Firmen.

        Da kann man verschiedene Mittelformat Systeme in die Hand nehmen und vergleichen, wo hat man schon so etwas? Auf der großen Fotomesse läufst du dir die Haxen ab und musst Glück haben wenn du bei Firma C,F,N,S einen Termin bekommst.

        Gruß Alfred

      • Ja Alfred ….
        Wenn das so ist ist das natürlich sehr in Ordnung – nur unser „Haushändler“ sagt bei komplizierten Kulanzsachen sehr oft zu mir „fahr mit zur Messe dort reden wir dann mal in höherer Instanz ….“
        Dort habe ich damit immer Erfolg gehabt …
        Schön wenn es in der Fotobranche so gut läuft aber ich glaube etwas weitläufiger aufgestellt ist die Landwirtschaftsbranche doch schon ….
        Aber schön wenn Du in Deiner Arbeit so gut unterstützt wirst ….
        es grüßt Dich Gustav ….
        PS .. Haste das Versteck schon gefunden vom Weihnachtsmann?
        Wir haben die Geschenke unserer Kinder immer im Gästezimmer in den Betten versteckt ….

  • Die gewünschten Gewinnen der Messehallenbetreiber stehen in keiner Relation mehr zu den Werbevorstellungen der Platzmieter. Das sieht man bei allen Messen!. Wo früher fröhliche Aussteller noch kostenlose Werbegeschenke verteilt oder auch nur einen Kaffee ausgeschenkt haben ist heute nichts mehr zu sehen. Dazu kommen Reglementierungen wie hat der Stand auszusehen, genaue Aufbau und Abbauzeiten u.s.w. wenn dann noch der Sicherheitskoordinator nach dem Ersthelfer fragt ist alles zu spät. Wenn Präsentation zur Last wird hat keiner Lust mehr. Hinzu kommt das alle Besucher eh schon vorinformiert sind und nur noch Fingern wollen.

  • Hatte meine Messe am Samstag gehabt, mit Oly rumgespielt, das Fujion 8-16 bewundert, Geredet usw….dafür muss ich nicht nach Köln fahren. Schaue auch nicht alle Monate beim Autohaus vorbei nur weil man neue Sitzbezüge im Programm hat

  • ich glaube, daß in diesem forum viele leute sehr viel mehr ahnung von kameras haben als so manch ein händler. ganz abgesehen davon kann man sich auch nicht auf das „fachwissen“ in foren verlassen. hierfür sind messen eine gute gelegenheit sich von menschen beraten zu lassen, die vielleicht etwas über ihr produkt sagen können. eine karte für eine messe hierfür zu bezahlen, sehe ich garnicht ein. die preise (eintritt, kost,…) sind bei den meisten messen eine frechheit. dazu anreise, parkgebühren und vielleicht eine übernachtung springen zu lassen, um in überfüllten fluren von schlecht gelaunten und gestressten besuchern herumschubsen zu lassen, brauche ich nicht.

    eine alternative ist zum beispiel den hersteller seines vertrauens zu besuchen. ich weiß es nicht und habe es auch bisher noch nicht versucht eine fuji, pentax, canon, nikon,… vertretung in deutschland zu besuchen. mein vorwitz brachte mich in den mir räumlich nächst gelegenen hersteller, leica, wo ich sehr viel erfahren konnte und mir äußerst freundliches, fähiges und zuvorkommendes personal zur beratung zur verfügung stand.

    hausmessen sind eine schöne alternative.

    wo wir beim thema sind; bei leica machten wir eine führung mit. am ende der führung rief jemand aus der runde: „zahnärtzte zum gruppenphoto hierher!“ es blieben von rund vierzig besuchern noch sieben die nicht dort hin liefen. das erinnerte mich an dieses forum und an die kamera für „zahnwälte“. 😀

  • Na ja was 1950 revolutionär war ist heute komplett überholt… Die letzte Chance wäre vielleicht noch so ne Art virtuelle Messe ggf mit einem Besuch beim Hersteller…
    Natürlich tut die mittelalterliche location ohne zeitgemäße Infrastruktur ihr übriges… Ewige Baustellen und Staus ohne klare verkehrskonzepte, häufig
    stotternde telefonverbindungen und insbesondere im Ausland so dramatisch empfundene sylvester Nacht 2015…
    Alles keine gute Werbung für diesen Standort….
    Über den Misserfolg einer Messe entscheiden die aussteller indem sie sich einfach nicht mehr anmelden…
    Also wieder nix mit der Verdoppelung der Erlöse… Schade für Deutschland.

  • Photokina

    ist nicht mehr so wichtig. Einer der Gründe ist die Wertigkeit der Bilder die mit Produkten aus der Fotoindustrie entstehen. Wenn weltweit pro Jahr mehr als eine Billion Bild/Video Dateien in der „Datenwolke“ gespeichert werden, was ist das einzelne Foto dann noch wert? NICHTS!

    Die Fotografie ist ein sehr kreatives Hobby geworden, damit den Lebensunterhalt zu verdienen wird immer schwieriger. Die Besucher Zahlen der Messen werden weniger. Der klassische Anwender stirbt langsam weg und/oder kann sich teure Systeme schlicht nicht mehr leisten.

    Jung und dynamisch verwendet das Smartphone, die Foto Drohnen oder Go pro für ihre Aktivitäten. Die schlurfen über keine Photokina das ist zu langweilig, weil an Ständen warten müssen bis er an der Reihe ist möchte keiner.

    Die Einstellung zum Bild und die Nutzung des selben hat sich stark verändert. Deswegen wird das (finanzielle) Interesse dafür weniger. Was technisch möglich ist wird auf der Photokina fleißig demonstriert. Was der normale Anwender eigentlich möchte geht an den Herstellern vorbei. Die sind „Betriebsblind“ geworden. Sie kreisen wie die die Politik um sich selbst. Und das interessiert „keine Sau“!!

  • Mein Wunsch an die Messeaussteller

    Warum ist das Sofortbild oder Lomo so erfolgreich? An der Bildqualität oder der verwendeten Technik kann es nicht liegen!

    Es sind die Spannung, der haptische Spaßfaktor, das zusammen erlebte Ereignis welche diese Art der Fotografie bieten.

    Jeder dieser Nutzer hat doch ein Smartphone in der Tasche mit dem jede Menge Bilder/Videos geteilt werden. Bei diesen Geräten macht alles die „Automatik“ der Nutzer hat kaum noch Einfluss. Die digitalen Bilderzeugnisse wirken alle irgendwie „Clean“ selbst wenn sie mit „Filter Apps“ gehübscht wurden.

    Wann kommt ein Hersteller auf die Idee eine digitale „Basis Kamera“ ohne Display und ohne Automatik auf den Markt zu bringen? Ein Leuchtrahmensucher mit einem einer Belichtungswippe das selbe für den Fokus. Wer es dann unbedingt „smart“ haben möchte kann sein Smartphone als Display nutzen wenn er das möchte. Das wäre dann auch noch bezahlbar und der Anwender kann damit selbst bestimmen wie sein Ergebnis aussieht.

    Der Mensch will spielen, ein Erfolgserlebnis haben, weil perfektes Zeug hat er in Form eines Smartphones in der Hosentasche oder als Hobbyist in Form einer Systemkamera in der Fototasche.

    So eine digitale „Lomo“ hätte ich sofort in der Jackentasche. Einfach und spannend sollte sie sein die Basiskamera, alles andere besitze ich schon.

    • Alfred,
      fast jeder hat eine digitale Lomo in der Tasche aber nutzt diese Funktionen nicht.
      Fast jede DSLM hat irgendwelche „Kreativ Filter“ mit an Bord nur nutzen die meisten diese nicht, lieber verweist man auf die tollen Fotoapps für Smartphone und tadelt die Kamerahersteller fürs Nichts Tun 🤔
      Ich glaube Olympus hat den Filter „bleached bypass“ mit an Bord, ein toller Filter (Motivabhängig) den ich hin und wieder gerne bei der Bea benutze, leider bietet Fuji diesen nicht an….ich würde diesen nutzen und mir die Zeit vorm Mac somit sparen.
      Ich nutze hin und wieder mal den Filter „Lochkamera“ dazu zB einen blau und gelb Farbvelaufsfilter (gegeneinander) und fertig ist mein „Lomostyle“ direkt aus der Kamera. Man kann seine „Kreativität“ mit einen Lensbaby, Petzval etc. ausleben nirgends wird vorgeschrieben das man ein f 1.2 Objektiv verwenden muss.
      Die heutigen Kameras bieten soviel nur die meisten nutzen das heutige Angebot nicht voll aus, man wird ja schon als Knipser bezeichnet NUR weil man größtenteils in Jpeg fotografiert ….

    • hallo alfred, ich kann mich auch irren, aber bei der lomographie gibt es viele faktoren die meiner meinung nach die leute dazu bewegen sich dieser anzunehmen. es ist dabei nicht unbedingt die möglichkeit selbst einzustellen, eher die spannung: „sind die bilder auch was geworden?“. dazu hat man am ende auch die entwickelten bilder in der hand die man in ein album kleben kann oder auf einer collage an der wand präsentieren kann. momente werden festgehalten und werden durch die einmaligkeit zu etwas besonderem. digital ist das bild dann nicht mehr besonder, weil es unendlich zu vervielfältigen ist, aber nicht echt. digital ist nicht echt.

      ich photographiere auch noch analog auf mehreren kameras. wenn ich die filme ins labor bringe kann ich kaum erwarten die bilder zurück zu bekommen und bin dann stollz auf besondere gelungene bilder. digital macht auch spaß, aber es erfordert kaum noch technisches können. es ist fast alles kontrollierbar und wenn das eine bild nichts wird, macht man halt noch vielleicht tausend andere.

      also die überraschung, die spannnung und das anfassen und somit das reale ist meiner meinung nach das was an der analogen photographie so reizt. weniger der fokus mit einer wippe.

      • Hallo Mirko, Hallo Daniel

        Ich wusste schon im Voraus das Dein Hinweis das jede Kamera eine Lomo ist kommen würde. Rein technisch ist das richtig. Habe ich alles schon des öfteren ausprobiert, alleine schon um mich selbst beim Bilder machen zu entschleunigen.

        Ich habe sogar meine alte Polaroid SX70 mit den verfügbaren Filmen reaktiviert um gefühlte Originale zu machen. Da ist eher der Zufall für die Ergebnisse zuständig, Reproduzierbarkeit gibt es dabei nicht. Das macht aber den Reiz aus damit zu fotografieren. Analoges Kleinbild ist eine Rollei 35, ansonsten sind es Mamiya 6x7cm oder sehr selten eine Linfof Technika im 10x15cm Format.

        Vielleicht ist Lomo für eine Basiskamera der falsche Ausdruck. Für mich bedeutet Basis das keine Automatik vorhanden ist, gegen digitale Hilfen wie die Steuerung der Kamera oder mit der Übertragung der Bilder auf das Smartphone habe ich nichts einzuwenden wenn sie außerhalb des Fotoapparates passiert und wenn der Nutzer das ausdrücklich verwenden möchte.

        Die Basiskamera hat Vollformat mit einem fest eingebauten versenkbares 35mm Objektiv und einem einfachen Durchblick Leuchtrahmen Sucher, kein Display. Das würde das Produkt im Preis erschwinglich halten und Jackentaschen tauglich machen.

        Für Fotografen die wissen was sie tun sicherlich interessant!

        Es gibt die Fuji X-Pro2 die hätte beides anzubieten ist aber kein Vollformat und sie passt nicht in die Jackentasche obwohl sie nur einen APSC Sensor hat.

      • hallo alfred,
        also suchst du im grunde eine digitale rollei 35 oder eher noch eine minox 35 als digitalkamera. da bin ich voll und ganz bei dir. allerdings dachte ich da schon eher an eine yashica t3,4,5 oder einen handschmeichler wie die olympus mju ii. ein kleines display in dem man die faktoren iso/automatik, entfernung/autofokus, belichtungszeit/automatik und blende einstellen kann. das wars. die bilder werden nur über den sucher angepeilt.

        das sollte auch preisgünstig machbar sein und aufgrund der bildqualität wieder viele zur photographie mit kamera zurückbringen. ich wäre bei einem angemessenen preis sofort dabei. aber nach der letzten pleite mit der fuji xf10 sollte auf jeden fall zum beispiel ein schalter in dem schutz vor dem objektiv sein (olympus mju) oder ein filtergewinde. so könnte das auch eine schöne schnappschusskamera werden. 😉

        ich hätte auch nichts gegen ein 28mm objektiv evtl mit telekonverter auf 40mm. 🙂

        vielleicht liest das ja mal irgendeiner der kamerahersteller und überrascht uns.

      • Hallo Daniel

        an die von dir genannten Geräte hatte ich gar nicht gedacht, aber die wären auch bestens geeignet. Deine Vermutung das sich bei der erzielbaren Bildqualität wieder mehr Anwender für die Fotografie finden würden halte ich für richtig.

        Mein Smartphone nutze ich wie früher das Polaroid um Orte zu archivieren die sich als Hintergrund bestens eignen. Allerdings könnte ich hochwertige Vollformat Hintergrund Bilder dann gleich in den Ordner mit fertigen Hintergründen zur sofortigen Nutzung sortieren.

        Ich hoffe inbrünstig das ein Hersteller auf diese Art Kameras aufmerksam wird. Und wenn es „NUR“ ein schlauer Chinese ist habe ich auch nichts dagegen.

  • Ich habe kein Mitleid. Das €-Zeichen in den Augen der Messegesellschaften wird immer größer und jeder versucht dem anderen die Wurst vom Brot zu ziehen. Bis niemand mehr satt wird.
    Erinnert sich noch jemand an die IFMA in Köln, die zweijährliche Internationale Fahrrad und Motorrad Ausstellung? Dann kam in Friedrichshafen alle 2 Jahre die Eurobike, dann jährlich. Köln zog mit einer jährlichen Radmesse nach. Wo vorher in Deutschland innerhalb von zwei Jahren eine Radmesse war, waren es dann vier.
    Radmesse in Köln ist inzwischen Vergangenheit.
    Genauso wird es der photokina ergehen. Die Geschichte geht über die großen Ausstellungen hinweg. Den Anfang haben die Frühjahrs- und Herbstmessen, die es in jeder Stadt gab, gemacht. Jetzt sind die Fachmessen dran.