Der neue Erdbeobachtungssatellit Sentinel-1D hat bereits zwei Tage nach dem Start erste hochauflösende Radaraufnahmen zur Erde gefunkt.
Nach Angaben der ESA wurden innerhalb von nur 50 Stunden nach dem Start die ersten Bilder des Copernicus-Satelliten Sentinel-1D aufgenommen und zur Bodenstation in Matera, Italien, übertragen. Dies dürfte der Weltraumagentur zufolge ein Rekord für radarbasierte Erdbeobachtungssatelliten sein.

Der am 4. November 2025 mit einer Ariane-6-Rakete gestartete Satellit erfasste mit seinem 12 Meter langen Synthetic Aperture Radar (SAR) zunächst die Antarktische Halbinsel, Feuerland und den Thwaites-Gletscher (oben im Bild). Etwa sechs Stunden später folgten Aufnahmen von Bremen.
Die Sentinel-1-Satelliten erfassen mit ihrer Radartechnologie die Erdoberfläche unabhängig von Wetterbedingungen. Die Daten werden unter anderem für die Überwachung von Meereis in der Arktis, die Verfolgung von Eisbergen und Messungen der Gletschergeschwindigkeit genutzt.
Im maritimen Bereich dienen die Aufnahmen der Erkennung von Ölverschmutzungen, der Schiffsverfolgung und der Kontrolle illegaler Fischereiaktivitäten. Weitere Anwendungen umfassen die Beobachtung von Bodenbewegungen durch Erdbeben, Vulkanaktivität oder Senkungen sowie die Kartierung von Wäldern, Wasser- und Bodenressourcen.
Sentinel-1D ersetzt den Satelliten Sentinel-1A, der seit fast elf Jahren im Orbit ist und damit deutlich länger als ursprünglich geplant. Die Mission besteht aus zwei identischen Satelliten, die auf derselben Umlaufbahn mit 180 Grad Versatz fliegen. Sentinel-1C und Sentinel-1D verfügen über ein automatisches Identifikationssystem mit vier Antennen, das Signale von Schiffen empfängt. Diese enthalten Informationen wie Identität, Position und Fahrtrichtung der Schiffe.




Hochwertige Daten mit Klimarelevanz
Nuno Miranda, ESA-Missionsmanager für Sentinel-1, zeigte sich beeindruckt: “Diese Bilder haben eine noch nie dagewesene Datenqualität für eine ‘First Light’-Aufnahme.” Die Radarinstrumente können die Erdoberfläche unabhängig von Wolken, Niederschlag oder Sonnenlicht abbilden, was sie besonders für die Überwachung der Polarregionen geeignet macht.
Die veröffentlichten Bilder zeigen laut ESA die Verletzlichkeit der antarktischen Gletscher. Der Thwaites-Gletscher gilt als einer der instabilsten Gletscher der Antarktis und droht schnell zurückzuweichen. Die Aufnahmen erscheinen pünktlich zum UN-Jahr der Gletschererhaltung 2025 und nach der COP30-Klimakonferenz.
via: PetaPixel


Positiv gesehen wissen wir jetzt wie unsere Bauten zukünftig aussehen müssen um extremes Wetter ohne Schäden zu überstehen. Wo man sich besser nicht dauerhaft ansiedelt (z.B. hinterm Deich oder in den Niederlanden). Gebirge funktioniert ebenfalls wegen den vermehrten Felsstürzen nicht mehr, Großstädte sind zu heiß sowie Wasserkraft aus Speicherseen für die nötigen Klimaanlagen, Wärmepumpen, den Mobilfunkdatenverkehr dürfte schwierig zu beschaffen sein wenn kein Wind geht und die Sonne in der dunklen Jahreszeit nicht scheint.
Hauptsache wir haben das alles für sehr viel Kapital ausführlich für unsere Nachwelt dokumentiert!
Das trifft aber nur zu wenn wir die Informationen in Stein meißeln. Digitals hat keinen Bestand.