Sigma Kameras Marktgeschehen

Sigma-CEO besorgt: “Der Markt kühlt ab”

Sigma-Chef Kazuto Yamaki äußert sich etwas pessimistisch zur Lage der Kameraindustrie. Doch es gibt auch positive Signale.

Während viele Kamerahersteller die aktuelle Marktlage optimistisch bewerten, schlägt Sigma-CEO Kazuto Yamaki in einem Interview mit DPReview etwas andere Töne an. “Ich bin ein wenig besorgt über die Marktsituation und die wirtschaftliche Lage im Allgemeinen im Jahr 2026, hauptsächlich aufgrund einer gewissen Instabilität in der Politik”, so Yamaki.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Sigma-Chef die Branche zur Vorsicht mahnt. Schon im vergangenen Jahr äußerte er sich besorgt über steigende Preise und einen sich abkühlenden Markt. Nach dem pandemiebedingten Boom, in dem viele Fotografen in neue Kameras und Objektive investiert hätten, fehle es an innovativen Produkten, um die Nachfrage aufrechtzuerhalten. “Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass der Markt langsamer wird”, erklärt Yamaki. “Aufgrund eines gewissen Mangels an Innovation seitens der Hersteller wird der Markt meiner Meinung nach langsamer.”

Steigende Kosten, schrumpfende Margen

Neben der Nachfrage thematisiert Sigma noch ein weiteres Problem. Die Produktionskosten steigen auf breiter Front. “Die Materialkosten und die Energiekosten, alles wird immer teurer”, sagt Yamaki. Sigma wolle trotzdem weder bei der Qualität sparen noch die Produktion ins Ausland verlagern. Das hat allerdings seinen Preis. “Was den Umsatz betrifft, läuft es bei uns wirklich gut. Aber aufgrund der gestiegenen Kosten ist das Gewinnniveau nicht so großartig”, gibt Yamaki offen zu.

Trotzdem: Die Sigma BF zieht neue Kunden an

Trotz des schwierigen Umfelds sieht Yamaki aber auch Anlass zur Zuversicht. Denn die Nachfrage sei durchaus da, wenn Hersteller etwas Besonderes anbieten. “Die gute Nachricht ist, dass die Kunden immer noch an Fotografie interessiert sind, und es gibt eine Nachfrage, wenn wir etwas Interessantes, etwas Einzigartiges anbieten”, so der Sigma-Chef.

Als Beispiel dafür nennt er die Sigma BF, die offenbar eine ganz neue Zielgruppe erreicht. “Ich bin ziemlich erstaunt, dass wir einen neuen Typ von Kunden gewinnen”, sagt Yamaki. Gemeint sind Kreative wie Künstler, Musiker, Architekten und Designer, die sich normalerweise nicht regelmäßig über neue Kameraprodukte informieren, aber durchaus an Fotografie interessiert sind.

Ein spannendes Detail verrät Yamaki zur Farbwahl der BF. Anfangs hätten sich die Bestellungen gleichmäßig auf die schwarze und die silberne Version verteilt. Inzwischen verkaufe sich die silberne Variante deutlich besser. Yamakis Erklärung dafür leuchtet ein. Bestehende Fotografen hätten eher zum schwarzen Gehäuse gegriffen, weil es zu ihren vorhandenen Objektiven passt. Die wachsende Nachfrage nach der silbernen Version deute darauf hin, dass immer mehr neue Kunden zur BF greifen, die eben nicht mit einer Auswahl an schwarzen Objektiven starten.

Für Sigma scheint sich damit zu bestätigen, dass mutige, ungewöhnliche Produkte auch in einem schwierigen Markt funktionieren können.

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Benjamin

Der Sigma-CEO hat durchaus Recht. Es mangelt an innovativen Produkten und der Kameramarkt reagiert zu träge und langsam auf Trends. Die Themen Software, Konnektivität, Nutzerfreundlichkeit usw. kommen viel zu kurz. Das Thema “Leichtbau” kommt zwar langsam bei den Objektiven an, aber kaum bei Kamera-Bodies (bitte mehr Produkte wie die Canon R8 und die Sony A7CII; vor allem Nikon – abgesehen von der Zf und ZR, die für längere Nutzung einen Griff brauchen, fangen die Modelle bei 700g an, die R8 wiegt 461g!). Die “alteingesessenen” Fotografen haben langsam alle auf Spiegellos umgerüstet und um neue Leute vom Smartphone zu holen, müssen die Hersteller endlich mal automatisiertes Computational Imaging wie am Smartphone einführen – einfachste Bedienung und ohne mühsames manuelles Nachbearbeiten und Einstellen bessere Ergebnisse als am Smartphone. “Foto-Laien” wollen bei einem Sonnenuntergang auch den Vordergrund sehen und nicht nur Silhouetten, um ein Beispiel zu nennen.

Alfred Proksch

Benjamin da ist etwas wahres dran. Eine DSLM muss sowohl manuell bedienbar wie auch mit AI Funktionen ausgestattet sein, RAW+JPEG sind Pflicht. „Eingedampfte“ kleinere wechsel Objektiv Modelle sind eigentlich die typischen „Zweit-Geräte“. Die Hersteller werden sich nicht ins eigene Knie schießen indem sie diese Modelle mit allen Funktionen versehen mit denen die teuren Boliden auftrumpfen.

Die „Reisekamera“ hingegen soll vollautomatisiert beste JPEG Bilder liefern sowie sehr gut mit den Smartphones harmonieren. Der Benutzer darf keine Arbeit damit haben – wie die Hersteller das technisch, Software mäßig im Hintergrund bewerkstelligen ist dem Gelegenheitsfotografen egal – das Ergebnis muss „schöner“ als das Smartphone Bild sein – habe fertig.

Rolf Carl

Ich schlage vor, einfach mit dem SP weiterzufotografieren.

Benjamin

Spätestens, wenn man SP-Bilder mal am PC-Monitor anschaut oder auf A4 druckt sieht jeder den Unterschied zwischen meiner Kamera und dem Smartphone – aber man hat halt sehr viel Arbeit damit, weil die Kamera-Jpegs nicht gut genug sind und ich deswegen alle entwickeln muss. Für den Alltags- und Reisefotografen absolut unnötiger Aufwand. Der Profi kann ja weiterhin manuell einstellen wie er möchte – es geht darum MEHR Möglichkeiten zu haben, nicht WENIGER

Rolf Carl

Tja, so ist das nun mal, wenn man Bilder mit 0 Aufwand haben will, muss man sich halt mit Massenware zufrieden geben, die man von den SP-/Kameraherstellern verpasst bekommt. Bessere Fotos haben nun mal etwas mit Aufwand zu tun. Kommt mir irgendwie vor wie ein Läufer, der ein Rennen gewinnen will, aber nichts dafür tun möchte.

licht+perspektive

Richtig erkannt. Der Läufer der ein Rennen gewinnen will (was immer das für das Thema Fotografie bedeuten mag) trainiert dafür. Er gewinnt nicht, weil er die tollsten Schuhe hat. Er würde auch Barfuß oder mit ausgelutschten Schuhen mehr Chancen haben zu gewinnen, als ein untrainierter mit den aller, aller, wirklich allerbesten Schuhen. Da sehe ich dann schon die Analogie zur Fotografie.

joe

Es gibt ein ganz einfaches Problem. Kameras sind so gut, was will man noch sinnvoll verbessern? JPEG Bilder muss man in der Regel auch nicht nachbearbeiten. Software und KI ersetzen in Smartphones Dinge, die man ansonsten nur mit guten Kameras und guten Objektiven hinkriegt, das reicht den meisten. Habe gerade einen Vergleich Canon 5D II versus R6 III von James Reader angeschaut, bei JPEG ist das unbearbeitete der 5D II – inzwischen fast 20 Jahre alt – je nach Motiv nahezu gleichwertig. Was soll sich denn tatsächlich noch verbessern? Natürlich ist die Auflösung bestimmter Details etwas besser und bei RAW die höhere Dynamik des R6 III Sensors bemerkbar, aber beim Direktvergleich fällt das nicht merklich ins Gewicht. Das ist doch bei der Adobe Software das Gleiche, warum gibt es die nur noch im Abo? Weil die bestehende Software 90% der Leute ausreichen würde und die Verbesserungen marginal sind und nur für den ein oder anderen Profi relevant ist. Und auch beim Mobiltelefon ist der Fortschritt inzwischen vernachlässigbar. Das Samsung S21 Ultra ist nur marginal schlechter als das S25. Irgendwann ist Elektronik ausgereizt. In 4 bis 5 Jahren sind die Batterien für E-Autos so effizient, dass man das Ding fahren kann… Weiterlesen »

Thorsten

Hallo Joe,
das sehe ich ähnlich. Die Foto- Gerätschaften sind so gut geworden, das ein noch besser meist gar nicht bemerkt wird, außer für Spezialanwendungen.
Ich brauche keine noch höher auflösenden und schnelleren Kameras.
Potential sehe ich noch in verringertem Gewicht und Größe, vor allem bei Objektiven durch leistungsfähigere Konstruktionsrechner und neue Gläser. Aber diesen Weg beschreiten ja die Hersteller schon, besonders Sigma.
Ich habe neulich mal wieder meine uralte Olympus EM5-2 mit 16 Mpix hervorgeholt und nur in SW alte Höfe fotografiert. Was soll ich sagen: Gute Bildqualität und die Handhabung und Haptik mit Zusatzgriff ist besser, als alles was danach von OM- System kam.
Gut, für einige Anwendungen sind mir dann hochempfindliche Sensoren, mit hoher Dynamik wichtig.
Aber für 90% meiner Stadttouren, wäre diese Kamera mit 3 kleinen Objektiven völlig ausreichend.

Benjamin

Grundsätzlich richtig, die Technik ist an vielen Stellen ausgereizt, aber genau bei den JPEGs sehe ich das Problem. Erstens warum ist JPEG überhaupt noch so verbreitet, wo doch HEIF das bessere Format ist? Lightroom bietet aber nichtmal die Option, HEIF zu exportieren. Zweitens sobald Kontrast in den Szenen ist und ich Schatten aufhellen will, bin ich entweder dazu gezwungen, nur den Himmel oder nur den Vordergrund korrekt zu belichten oder nachzubearbeiten bzw. manuell irgenwelche DRO/ALO/… zu aktivieren. Das ist ebenfalls unnötiger Aufwand.

joe

Dayfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Mit RAW fotografieren oder zwei Aufnahmen machen und überblenden.

Benjamin

Richtig, das ist genau das was ich meinte – es wird zwingend Nachbearbeitung erforderlich. Der Smartphone-Umsteiger möchte das aber in der Regel nicht machen. Der nimmt die Kamera in die Hand, mach ein Bild und denkt sich “auf dem Handy siehts aber besser aus”

Leonhard

Stimmt, lieber Dr. Joe!

Wenn sich meinereiner unsere Ausrüstung betrachtet und sich fragt: “Was braucht unsereiner?”, dann ist die Antwort einfach: Genau genommen gar nichts!

licht+perspektive

Es dürfte nicht wirklich eine neue Erkenntnis sein, dass der Markt unaufthaltsam auf Sättigung zuläuft, und das obschon es viele in diesem Hobby gibt, die weniger an Fotografie als an Gadgetkauf interessiert sind.

Zusammengefasst lässt sich konstatieren das Kompakte zwar gehypt; ergonomisch durchaus suboptimal sein können und gerne gerne in Richtung “Knipsen” tendieren.
VOLLFORMAT!! (wir reden von Kleinbild) bringen kaum Innovation hervor; Einheitsbrei par excellence.

Smartphones mit Kamerafokus (Xiaomi+Leica, Vivo+Zeiss, Oppo+Hasselblad) sind keine wirklichen Smartphones mehr; dass sind Kameras mit Smartphoneanbindung. Mit den entsprechenden ergonomischen Zusatzgriffen auch deutlich besser als die üblichen Kompakten. In diesem Bereich findet Entwicklung statt.

Eigentlich ist es aber auch egal: es geht (im besten Fall) um Fotografie, den Moment, ein Foto zu erarbeiten.

Das Zeugs ist ziemlich irrelevant.

Auch keine neue Erkenntnis. Weder für ernsthafte Fotografen, noch für Kamerahersteller.

Leonhard

Wir können uns ja selber belügen so viel wir wollen, das kratzt diese dämliche Realität herzlich wenig!

Marktsättigung, ja auch, nur auch auf den Märkten der Wohlstandsländer gibt es immer mehr Menschen, deren Problem ist es eher, überhaupt noch satt zu werden und weniger die Frage, ob bei ihnen der Markt schon gesättigt ist. Viele werden immer reicher, könnten sich 10 Kameras kaufen, machen die meisten von denen aber nicht, eben wegen dieser dummen Sinnfrage “was soll ich denn mit 10 Kameras?”

Technische Innovationen? Da gibt es ein anderes Problem bei der Sache: Die können ja die Technik puschen so viel sie wollen, davon wird unsereiner sein Bedarf auch nicht anders, schon wieder diese blöde Sinnfrage!

Würde Fuji z.B. ein Objektiv bringen, mit dem man an der GFX100II noch schärfer als scharf fotografieren könnte, dann müsste meinereiner so ein Ding unbedingt haben, weiß nicht wozu, aber haben müsste ich es!
Dann auf Anfrage ein Bild vom Eheweib geschossen, Schärfe auf volle Kante und natürlich auf ISO 80, auch beim DR hat man nichts zu verschenken.

Jede Wette, meinereiner bekäme für dieses Meisterwerk keinen Fotopreis, sondern eine Backpfeife vom Eheweib, Mann hat es nicht leicht aber leicht hat es einen.

Leonhard

Zwei weitere Probleme kommen für Fremdhersteller auch noch hinzu, eines eigentlich für alle Hersteller, ist aber das kleinere Übel, meinereiner redet von der geplanten Erhöhung der Umsatzsteuer. Wird die Umsatzsteuer erhöht, dann geht es der wohl kleineren Gruppe der Kunden, den Profis ziemlich hinten vorbei (falls die Umsatzsteuerpflichtig sind), die Hobbyisten zahlen dann aber gleich wieder mehr oder die Hersteller müssen es abfangen und haben dann weniger Netto.

Das größere Problem wird aber der technische Fortschritt sein, in der guten alten Zeit, als noch ein Film hinten rein kam und ein Objektiv vorne drauf, da waren die technischen Anforderungen eher überschaubar. Heute sind Kamera und Optik mit Elektronik vollgestopft, ob der Mount nun frei gegeben ist oder nicht, der Aufwand, ein Objektiv an eine Kamerareihe anzupassen und zu optimieren dürfte enorm sein. Selbst wenn Canon “lieb” wäre und den Mount freigeben würde, ob die sich ein Bein ausreissen würden, damit Tamron oder Sigma an ihren Kameras einwandfrei funktionieren wagt meinereiner mal in Frage zu stellen.

Alfred Proksch

Auf der Suche nach einer Hosentaschen Kamera mit EVF und Zoom sind eigentlich nur die Sony 1-Zoll Kamera oder das Xiaomi 17 Ultra plus dem Photography Kit Pro übrig geblieben. Eines muss man dem Xiaomi Handgriff lassen – mit diesem Zubehör wird das Smartphone tatsächlich zur Kamera und man kann damit fotografieren wie gewohnt. Allerdings ohne EVF-Sucher. Billig wäre der Xiaomi Spaß mit fast 2.000 Euro auch nicht. Andererseits, ein gutes multimediales Smartphone kostet 1.000 eine gute Kompakte ohne Telefon zwischen 600 bis 1.100 Euro.

Der Sigma CEO Kazuto Yamaki sieht den Markt richtig – was es braucht sind neue Ideen – das Risiko mit Innovationen falsch zu liegen ist immer vorhanden.

licht+perspektive

Ja, das 17 Ultra (und schon die Modelle davor) sind schon bemerkenswert. Nicht unbedingt point&shoot, aber die Möglichkeiten der individuellen Einstellung sind enorm.

Im Ergebnis mehr Kameralike. Wenn man sich damit beschäftigt. Also Kameralike 😉

Marlon

Vieles spricht dafür, dass wir es nicht nur mit einer Phase der „Abkühlung“ zu tun haben, sondern mit einem längeren Wandel.
Der klassische Hobbyfotograf verliert an Bedeutung.
Smartphones übernehmen den Alltagsgebrauch.
Übrig bleiben Profis, Enthusiasten und Menschen, die Fotografie stärker als Ausdrucksform verstehen.
In so einem Umfeld gewinnen klare Positionierungen.
Firmen wie Sigma bewegen sich deshalb zwangsläufig stärker in Richtung Nische – nicht unbedingt aus Vision, sondern weil es wirtschaftlich Sinn ergibt.
Interessant ist am Ende weniger die Frage, ob der Markt wächst oder schrumpft, sondern wie darüber gesprochen wird.
Die Zahlen erzählen eine Geschichte der Normalisierung.
Die Produkte erzählen eine Geschichte der Möglichkeiten.
Zwischen beidem liegt die eigentliche Spannung: ein Markt, der ruhiger geworden ist – und eine Branche, die genau das nicht so stehen lassen kann.

Jörn

Von wegen neuer Typ von Kunde. Ich kenne fast nur Fotografen, die auch Musik machen. Scheint dasselbe Gen zu sein. Ist bei mir auch so. Was die aktuellen Kameras betrifft (Fujifilm bei mir) bin ich extrem zufrieden. Es geht noch etwas besser (Mittelformat), aber die gebotene Bildqualität ist derart gut, dass es im Grunde reicht. In meinen Augen ist das gut. Weil die meisten von uns alles haben, was man zur Fotografie braucht.

Also nicht mehr über neues / mehr Equipment nachdenken, sondern rausgehen und fotografieren! Ich brauche nicht mehr Innovation. Nur mehr Zeit (und besseres Wetter!) zum Fotografieren.

licht+perspektive

An dieser Stelle einmal ein herziches Dankeschön für die durchaus kontruktiven und sachlichen (gut, eine Ausnahme bestätigt die Regel 😉 Kommentare.

So macht der Austausch doch Spaß.

Roland K.

Ich gehe eher davon aus, dass der Markt den Punkt erreicht hat, wo nur noch ein verschwindend kleiner Bruchteil der Kunden bereit ist, jede Preissteigerung und Neuplatzierung mitzugehen.

Mark

Ich glaube, dass hier zwei Dinge zusammen kommen. Eine Zeit lang, zumindest was Objektive angeht, konnten die Hersteller durch den Wechsel von DSLR auf DSLM profitieren. Die jetzt Bleibendem wollen vermutlich bewusst bei dem Spiegel bleiben und Sigma hat vermutlich auch am E-Mount Markt besonders stark profitiert, der eine riesige Auswahl an Objektiven hat und besonders gesättigt ist. Und zweites scheinen die Hersteller auch immer mehr in Richtung Superlative zu gehen, der für bestehende Kunden gedacht ist. Mehr Leute als zuvor haben Spaß Bilder zu machen und Smartphones werden oft vor allem für ihre Kamera ausgewählt und die Leute sind auch bereit Recht ordentlich dafür zu zahlen. Ich sehe da schon Chancen, nur z.B. ein gutes Standard Zoom mit F4 und toller Haptik zum moderaten Preis fehlt. So Specs-orientiert sind Neukunden noch nicht, aber es muss Spaß machen. Problem war ja, dass einst jeder Onkel gefühlt eine DSLR hatte, aber nicht richtig bedienen konnte und die Ergebnisse ernüchternd waren. Einstiegsprodukte haben oft schlechtere Bedienung, sind etwas träge und fühlen sich wie solche auch an. Damit holt man jene, die bereit waren 1500 Euro und mehr für ihre Smartphone auszugeben nicht ab. Bisschen was in diese Richtung gibt es ja, aber… Weiterlesen »

Marco

Ich finde alles sollte gewichtstechnisch leichter und besser bedienbar werden. Die ganze Software ist bei den japanischen Herstellern kompliziert und es wird zu langsam entwickelt. DJI macht das gut finde ich.

Ich denke die Kamerahersteller stehen vor einem Konflikt, denn sie produzieren für eine ältere, finanzstärkere Zielgruppe, die richtige Neuheiten auch gar nicht schätzen würde.

Benjamin

Endlich mal jemand, der meine Meinung teilt. Deswegen hoffe ich schön länger auf eine Kamera von DJI, damit in der Richtung mal etwas passiert

Alfred Proksch

Persönlich überrascht mich immer wieder wie gerne ich mit Kamera Technik arbeite bei der ich gefordert werde „selbst“ zu überlegen welche „Einstellungen“ am besten für das Motiv geeignet sind. Sogar die Entfernung muss der Fotograf selbst justieren, also ich in Person bin für alles verantwortlich damit meine Aufnahme so wird wie ich mir das vorgestelle. Die „Ausrede“ die Kamera war schuld das…. gilt nicht – es waren meine eigenen Fehler aus denen ich lernen kann.

Klar ist auch das Familien Events oder dergleichen vollautomatisiert im Bild festgehalten werden, da ist keine Zeit für „Spielereien“, außerdem möchte „Tante Gerda“ in Hannover „sofort“ mit eingebunden sein. Smartphones machen das möglich – alles Friede, Eierkuchen!

Die Zeiten ändern sich

Leonhard

Lieber Alfred,

nicht nur die Zeiten haben sich geändert, in den letzten Jahren haben sich auch die Dinge, welche als Motiv hergenommen werden sehr verändert.

Nehmen wir Rolfs Mauerschwalben: Mal abgesehen, dass man als Fotograf da eine ganze Menge Wissen zu diesen Vögeln haben muss wünsche ich jedem, der da manuell fokussiert viel Vergnügen, geht mit Glück auch, fragt sich nur, wie viele Versuche man dann machen muss und ob dann noch Schwalben da sind.

Alfred Proksch

Lieber Leonhaard,

Du musst sowieso schon sechs Monate im Voraus per Smartphone einen Termin für die Flug-Show buchen, sonst wird das nichts. Sobald die Buchungsbestätigung eingetroffen ist wird an der Mittelformat (100 Megapixel) der Vogel AF eingestellt weil dann kann ich mit Hilfe von (AI Cropping) den passenden Ausschnitt wählen – passt immer.

Reinhard Riek

Könnte das Abkühlen des Marktes eventuell auch an den Preisen liegen?

Niemals nicht!!!

Alfred Proksch

Das Dumme sind die Machtbesessenen rund um den Globus. Sobald diese Individuen mit ihren Fingern an die Schalter kommen herrscht Chaos. Es wird zukünftig neue Privilegien wie z.B. Auto fahren, Reisen, eine warme Behausung, vernünftige Nahrung erwerben oder den Luxus mit einer neuen Kamera Bilder fertigen geben. Menschen mit weniger Einkommen dürfen dabei zusehen und davon träumen wie es früher war.

Bis die Versorgung mit Teilen für die Industrie neu sortiert ist leiden auch die Fotogeräte Hersteller. Die freie Marktwirtschaft sorgt dafür das nachgefragte seltene Produkte im Preis steigen. „Wühltische“ mit elektronischen „Schnäppchen“ gehören der Vergangenheit an.

Mit Interesse beobachte ich ob die Fotoindustrie ihre neu vorgestellten Kameras/Objektive usw. pünktlich in ausreichender Menge liefern kann. Das die Produkte erheblich teurer sein werden ist logisch.

Viva

Der Markt kühlte doch schon nach 2-3Jahren ab. Was blieb ist der Markt für Leute denen es eigentlich mehr um technische Kleinigkeiten als um Fotografie geht. Letztlich ist Dslm auch nicht viel mehr als bekannter Wein in Schläuchen mit mehr Chichi. Ansonsten locken mehr Pixelchen oder Tempo, das viele weder brauchen noch wollen, ja nicht ewig.

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