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Sony A7r III: „Eine fantastische Kamera, sie kann alles“

Chris und Jordan von TheCameraStoreTV sind begeistert von der neuen Sony A7r III! Wir fassen die wichtigsten Aussagen ihres Testvideos zusammen.

Die Jungs von TheCameraStoreTV haben ein wie immer sehenswertes Testvideo zu einer neuen Kamera veröffentlicht, in der neusten Episode geht es um die Sony A7r III. Auf dem Papier hat Sony im Vergleich zur Vorgängerin einige Verbesserungen vorgenommen, doch wie schlägt sich die neue High-End-DSLM in der Praxis?

Verbesserte Bedienung

Kurz und knapp: Sie scheint sich ganz ausgezeichnet zu schlagen. Chris ist in vielerlei Hinsicht begeistert und in seinen Augen ist eine der größten und wichtigsten Verbesserungen das überarbeitete Gehäuse. Das ist etwas, was beim Durchlesen der technischen Daten natürlich nicht so ins Auge fällt, doch der Joystick, die neuen Buttons und die überarbeitete Anordnung sorgen seiner Meinung nach dafür, dass sich die A7r III viel mehr anfühlt wie eine wirklich professionelle Kamera. Auch mit dem Menü hat er inzwischen viel weniger Probleme als das früher bei Sony der Fall war, auch wenn da noch lange nicht alles perfekt ist.

Längere Akkulaufzeit und toller Bildstabilisator

Die zweite große und extrem wichtige Neuerung ist die deutlich verbesserte Akkulaufzeit. Chris hat die Sony A7r III drei Tage lang intensiv getestet und am Ende des Tages stand der Akku der Kamera nie bei weniger als 70%. Auch das Display hat sich seiner Meinung nach verbessert, auch bei direkter Sonneneinstrahlung kann man noch genug erkennen. Auch der interne Bildstabilisator leistet hervorragende Dienste, im Vergleich zur Vorgängerin werden vor allem bei wirklich langen Verschlusszeiten wie zum Beispiel 1/3 Sekunde Verbesserungen sichtbar.

Autofokus und Bildqualität

Der Autofokus macht ebenfalls einen sehr guten Job, er sei fast so gut wie der der Sony A9, Chris spricht von einer „incredible high hit rate“. Bei der Bildqualität werden in Sachen Dynamikumfang kleine Verbesserungen im Vergleich zur A7r II sichtbar, insgesamt gibt es aber wie erwartet keinen wirklich Sprung nach vorne – schließlich kommt kein neuer Sensor zum Einsatz. Eine spannende Neuerung ist allerdings der Pixel-Shift-Modus, der grundsätzlich tolle Ergebnisse liefert, wenn sich die Motive nicht bewegen. Schade ist nur, dass man die einzelnen Bilder nicht in der Kamera zusammenfügen kann, sondern eine nachträgliche Bearbeitung am Computer notwendig wird.

Interessant ist außerdem, dass Chris die Sony A7r III im Vergleich zur Nikon D850 sowohl beim Dynamikumfang also auch bei Low-Light-Aufnahmen hauchdünn vorne sieht. Dieser Meinung sind nicht alle. Probleme sieht er allerdings beim elektronischen Verschluss, der grundsätzlich natürlich ein „nice to have“ ist, doch wegen der Rolling Shutter Effekte setzt Chris in den meisten Fällen lieber auf den mechanischen Verschluss.

Positives Fazit

Auch Jordan gefällt die Sony A7r III sehr gut, es sei insgesamt eine sehr gute Videokamera. Schlussendlich gibt es also nur wenige große Kritikpunkte, vielmehr ist die Sony A7r III nach Meinung von Chris und Jordan – ähnlich wie die Nikon D850 – eine fantastische Kamera, die in nahezu allen Bereichen als Profi-Kamera eingesetzt werden kann.

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Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

35 Kommentare

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  • Ich habe die R III seit gestern und muss sagen, sie ist „erwachsener“ geworden… und die Bildqualität sowie Dynamik ist top. Einzig der AF ist im LowKey-Bereich meiner Meinung nach (und ich habe das heute auf einem entsprechenden Set auf dem Sony Alpha Day in Ddorf die Zeiss 55/1,8 Linse ausprobiert) nach wie vor nicht ganz so gut im LowKey-Bereich mit wenig Kontrast wie der AF meiner 5D Mark III. Aber sonst alles auf einem Niveau oder besser.

    • na ja, die EOS 5DIII ist ja jetzt schon ein alter Hund, wenig Dynamik und der AF auch veraltet.
      Wenn man gegen eine aktuelle Nikon DSLR vergleicht – zieht Sony auch weiterhin das kurze Stäbchen.
      Was nützt Geschwindigkeit, wenn nicht alles an einer Kamera so schnell und präzise ist?
      Mal sehen ob 7RIV dann mal wieder einen größeren Sprung macht oder ob gleich eine 7RV kommt, mit neuem Sensor und dann weiter verbessertem AF auch bei weniger Licht und Kontrast und der Empfindlichkeit von -4EV die es bei Nikon seit 1 ½ Jahren gibt.
      Tolle Kamera – aber die beste, für alle Zwecke – beileibe nicht.

  • Komisch,wenn man die Berichte der Benutzer dieser Kamera beim DSLR FORUM liest ,kommt man zu anderen Ansichten…ich hatte Anfangs auch Interesse, aber nach all den negativen Berichten warte ich lieber was nächstes Jahr so kommt.

    • Was liest man denn da so, den ALLES was ich bis jetzt gelesen, gehört und mich bei meiner eigenen davon überzeugen konnte, ist sehr gut und positiv…

      • Unbequemes Gehäuse,Propleme mit einzelnen Objektiven,Propleme mit elektr.Verschluss, Software Propleme…einfach mal Zeit nehmen und lesen. Freilich ist nix 100% perfekt,aber da ich komplett neu einsteigen müsste (Kamera+Objektive) muss es schon passen. Um die 5000€ sind kein Pappenstiel.

      • Das Forum gibt es schon so lange, da war von DSLM noch keine Rede. Grundsätzlich sind dort alle Systeme vertreten und niemand wird wegen seines Systems angegriffen. Diskussionen gibt ~er durchaus über alle Systeme.

    • @ Bernd
      Wer seine Kaufentscheidung von den Benutzern der Kamera in irgendwelchen Foren beeinflussen lässt tut mir leid.Ich glaube nur ein kleiner Prozentsatz der User sagt die Wahrheit es wird beschönigt oder schlecht gemacht – manchmal denke ich warum lese ich einen solchen Schwachsinn!! Wer eine kamera in solch einer Preisklasse kaufen will wird doch selbst Ahnung haben und seine Entscheidung nicht vom anonymen Internet abhängig machen und wenn ich dann lese “ warte ich lieber was nächstes Jahr kommt“ glaube ich nicht das großes I n t e r e s s e bestand.

      • Wird hier gut über eine Kamera geschriebenen soll man es glauben,aber sowie Zweifel aufkommen gibt es Leute wie dich,die diese dann gerne als Deppen deklarieren und runter machen. Halt dich doch einfach raus.

      • @ Bernd
        Ich glaube auch nicht allen Gutschreibern – aber ich wollte Dich keinesfalls kränken ( ist Wahr!) . Ich nehme alles zurück – erkläre mich zum Depp – und halte mich in Zukunft aus allem raus

      • Ob die Sony A7r III die beste Kamera ist kann und will ich nicht beurteilen, die Überschrift „Eine fantastische Kamera, sie kann alles“ ist ja auch relativ, denn sie sagt ja nichts zur perfektion dessen aus.
        Allerdings muss man auch sagen das Unterschiede der Top-Kameras egal ob nun von Canon, Nikon oder Sony marginal sind, in der täglichen Praxis werden relevante Unterschiede oder gar echte Nachteile zu finden sein, von gewissen Ausnahmen mal abgesehen.
        Mit dem Kamerakauf auf das nächste Jahr zu warten sehe ich auch als Absurd an, relevante Neuigkeiten sind kaum zu erwarten, und selbst wenn, im darauffolgenden Jahr gibt es wieder etwas neues. Und eines muss man ja auch sagen, die Vorgängermodelle sind kaum schlechter aber um einiges Preiswerter und dürften für einen Großteil der Amateurfotografen die bessere Wahl sein.
        Sich von Foren beeinflussen lassen ist meiner Meinung nach absolut nicht dumm, man muss die dortigen Beiträge natürlich differenzieren und wichtiges von unwichtigen trennen, einen Livetest bei einem Kamerahändler ist natürlich die wichtigste Entscheidung vor dem Kauf. Aber hier möchte ich noch einmal an alle Appelieren, Kameras beim örtlichen Händler ausgiebig testen und dann Online woanders Kaufen ist unfair und zwingt oft genug Händler mit echtem Service in die Pleite.

      • Chris und Jordan von TheCameraStoreTV sind Geschäftsleute und die haben bekanntlich starke Eigeninteressen.

        Von den so genannten Experten aus diversen Foren nehme ich an das sie ihre eigenen Erfahrungen ehrlich weitergegeben haben. Wie sie zu den unterschiedlichen Ergebnissen gekommen sind ist nicht nachvollziehbar.

        Selbst wenn ich das Wort Test lese bin ich so lange skeptisch bis ich das verwendete Testverfahren und die vorgenommenen Grundeinstellungen nachgelesen habe.

        Journalisten machen manchmal „Handtests“ wo sie für einige Stunden mit den Geräten fotografieren konnten. Die seriösen berichten dann darüber wie sie mit dem Gerät klar gekommen sind und ob die gemachten jpg. Bilder ordentlich ausgesehen haben.

        Wenn es an das „Eingemachte“ geht sollten die RAW Daten mit ein und dem selben Konverter bei Standard Einstellung entstanden sein und die Bilder mit ein und der selben Reverenz Optik gemacht worden sein, nur dann sind halbwegs vergleichbare Bedingungen für eine Beurteilung vorhanden.

      • @ der kritiker 😀

        Meiner Erfahrung nach sind die lokalen Fachhändler meist nur wenig bis gar nicht teurer als Online-Angebote und gehen viele Online-Preise mit, wenn man fragt. Außerdem kann man sich die Kameras erklären lassen und mehrere Modelle vor Ort im direkten Vergleich testen.

      • @Bernd, @Gustav: Bernd, ich denke, Du hast den Kommentar von Gustav in den falschen Hals bekommen, so hat er ihn vermutlich nicht gemeint. Gustav habe ich hier als sehr umgänglichen, fotoerfahrenen und netten Forenkollegen kennengelernt. Andererseits sehe ich aber auch nicht, weshalb man sich die Kommentare zu Kameras in solchen Foren nicht anschauen und als Anregung nutzen soll, um entweder selbst zu prüfen oder sich weitere Informationen einzuholen, ob bestimmte Kritikpunkte an einer Kamera zutreffend sind oder eben doch nicht. Dies gilt vor allem dann, wenn bestimmte Kritikpunkte an einer Kamera in verschiedenen Foren von den Nutzern gehäuft erwähnt werden. Nach meiner Erfahrung ist dann oftmals tatsächlich etwas dran. Ich lasse mir dadurch die Entscheidung nicht abnehmen, stelle sie aber auf eine breitere Informationsgrundlage. Man wird dadurch auch auf Punkte sensibilisiert, die man ohne diese Information selbst gar nicht geprüft hätte. Stellt sich dann heraus, dass ein mir wichtiger Punkt einer Kamera für mich tatsächlich nicht zufriedenstellen ausfällt, schaue ich mich um, was es als Alternativen gibt oder demnächst geben wird. Insofern kann ich Bernd mit seiner Aussage verstehen, wenn er sagt, er wartet auf die Erscheinungen in 2018, um sich erst dann zu entscheiden. Anscheinend hat er ja keinen Kameranotstand, der ihn zum sofortigen Kauf zwingen würde 😉
        Gruß, Thomas

      • @ Thomas
        Hallo Thomas…vielen Dank für Deine Einschätzung von mir !
        Aber meine Auffassung ist – nur wenn ich ein Gerät mal benutzt habe oder nutze sollte ich mein U r t e i l darüber hier abgeben, alles andere ist doch nur Vermutung und Bla Bla… – nach Meinung der – das Teil soll – habe gehört – habe gelesen – usw. Das kann man mal wiedergeben aber doch nicht als Tatsache hinstellen deswegen man das Teil kaufen oder nicht kaufen würde, das ist versuchte Beeinflussung und Besserwisserei. Und wenn ich dann die widersprüchlichen Beiträge Einzelner lese …
        Mit unsachlichen humorlosen Sticheleien wurde Joe oft gereizt , manche hier können Eure Fachkenntnis wohl schlecht ab- achte mal darauf. Eine gute Webseite lebt von Leuten vom Kaliber wie Dir und Joe und natürlich auch Anderen hier – aber mir wurde ja nahegelegt mich nicht mehr einzumischen das mache ich auch nie wieder.. ich wünsche Dir persönlich alles Gute, wenn Joe dies evtl. liest Ihm auch, es hat Spaß gemacht, besonders mit Euch Beiden!!
        Danke – Gustav

      • @ Thomas
        Zum besseren Verständnis meiner Entscheidung dem Befehl von Bernd zu folgen lies doch mal unter „Videos der G9“ dessen Kommentar , dann hier oben seine 3 „Propleme“ in 4 Zeilen, die Ausdrucksweise mit „kotzen“ usw damit habe ich ein Problem das ich mir nicht mehr antue

      • @Gustav: Zunächst einmal herzlichen Dank dafür, dass Du mir soviel Fachkenntnisse zutraust! Ich fürchte nur, Du überschätzt mich dabei gnadenlos, ich habe sicherlich nicht mehr Kenntnisse als viele andere hier, ganz im Gegenteil. Ich habe durch das Forum hier auch einiges dazu gelernt und ich bin mir sicher, mit den Profis hier im Forum kann ich sicherlich nicht mithalten. Aber das eigentlich nur nebenbei.

        Gustav, warum nur fängst Du jetzt auch damit an? Du selbst hast doch joe den Ratschlag gegeben, Foristen, mit denen man nicht zurecht kommt, einfach zu ignorieren. Dass mal ein (nach eigener Wertung) falsches Wort fällt, kann doch nicht wirklich der Grund dafür sein, dass man sich komplett zurückzieht? Gerade Du, der hier für die ernsthafte aber auch humorvolle Diskussion steht, sollte doch über den wenigen Worte, die hier fallen und die nicht zum eigenen Wortschatz gehören, stehen und Deine Art der Diskussion weiterhin „gnadenlos“ durchziehen. Du als gestandener lebenserfahrener Landwirt/Unternehmer lässt Dich auch im wirklichen Leben sicher auch nicht so einfach ins Bockshorn jagen! Landwirte im Allgemeinen sind jedenfalls nicht bekannt dafür.

        Ich würde es wirklich sehr bedauern, wenn Du nun auch die Teilnahme hier einstellen würdest. Überlege es Dir doch bitte noch einmal! Als Kompensation zu Bernds Aufforderung, Dich herauszuhalten, kommt hier deshalb meine Aufforderung:

        Misch´ Dich auch in Zukunft weiter hier ein!!!

        So oder so, wünsche ich Dir für die Zukunft (aber nur rein vorsorglich) nur das Beste und viele gute Motive und Momente, in der man die Kamera dabei hat.

  • Die „eierlegende Wollmilchsau“ unter den Kameras. Zurecht. Diese Kamera kann alles. Wenn man die richtigen Knöpfe findet u. nutzt, denn was der Mann in seinem Test nicht anspricht ist die Bedienung der Kamera. Die ist stark gewöhnungsbedürftig und hat mich überhaupt nicht überzeugt. Für über 3000 Euronen erwarte ich auch etwas mehr „Spontanität“ beim Service. Leider hat mich auch hier hat Sony bisher nicht überzeugt. Schöne Grüße aus Tokio, live u. direkt aus dem Herzen der japanischen Kamera-Yakuza.

  • Man muss nicht immer die neueste Kamera haben. Die Bilder werden deshalb nicht besser.
    Der grösste Nachteil der A7RII -für mich !- ist der schwache Autofokus unter Low-Light Bedingungen. Z.B. bei relativ schwachem Einstellicht im Studio. An den Rest kann man sich gewöhnen. Wenn man genügend Batterien dabei hat, wird man selbst mit dem leidigen Problem fertig.
    Ich benötigte einige Zeit, um mich an die Eigenarten des Autofokus zu gewöhnen, incl. Eyefokus. Meine Trefferquote, die Anfangs bei der Peoplefotografie im Studio bei ärmlichen 60 % lag, hat sich mittlerweile auf 95% verbessert. Damit kann ich leben. Bei Tageslicht gebt es generell keine Probleme. Da ich gerne mit weit offenen Blenden aufnehme, die einen Schärfebereich im Gesicht teilweise von wenigen Millimetern aufweisen, ist das schon eine Leistung.
    Die Schärfe des Sensors und der unter RAW-Bedingungen noch reproduzierbare Kontrastumfang ist mir völlig ausreichend. Selbst bei ISO 1600 kann ich bei Ganzkörperaufnahmen und Blende 2.0 noch die Poren im Gesicht zählen, sodass ich selbst bei Models mit sehr guter Haut und Streiflicht, im Gesicht noch nacharbeiten muss.
    Summa sumarum bringt MIR die Neue nicht genügend Gründe, um für die Kohle, die sie nun mal kostet, auf sie umzusteigen.

  • Mein Thermomixer kann auch alles!

    Das wird wohl nicht das letzte Produkt sein das alles kann,
    die Hersteller sind wohl gezwungen immer tiefer in die Schublade zu greifen
    um noch ein kaufrausch auszulösen bei einer Gesellschaft die schon viel hat.
    Es scheint so, die Salamitaktik kommt langsam an ihre Grenzen.

  • Laut Testergebnis von dpreview.com bekommt die Sony a7R Mark III eine Top-Bewertung von 90%. Die Nikon D850 kommt mit einem Testergebnis von 89% nur ganz knapp da heran.

    Soweit dürfen sich Sony-Anhänger freuen. Wenn man aber genauer hinschaut, hat die Sony ihre gute Bewertung vor allem ihren Video-Fähigkeiten zu verdanken. Das wird deutlich beim Aktivieren des „Compare mode“ auf der Seite: https://www.dpreview.com/reviews/sony-a7r-mark-iii-review/8

    Wer der Sony a7R Mark III in diesem Compare mode die Nikon D850 gegenüberstellt, wird erkennen, dass bei der Nikon D850

    die Gehäuse-Qualität,
    die Handhabung,
    die Bildqualität in RAW
    und die Performance, Leistungsfähigkeit

    besser sind als bei der Sony.

    Die Sony a7R Mark III schneidet vor allem in fünf Punkten besser als die Nikon D850 ab. Das sind die Funktionsvielfalt (Features), die Belichtungs- und Autofokusgenauigkeit, die bessere Bildqualität bei hohen ISO-Werten, der etwas bessere Sucher, die deutlich höheren Video-Qualitäten.

    Wer seinen Schwerpunkt auf die Fotografie legt und die beste Bildqualität erzielen will, der greift also zur Nikon D850. Das ist auch sinnvoll aufgrund des deutlich größeren Objektiv-Angebots bei Nikon.

    Wer hingegen meint, eine Video- und Fotokamera in einem Gehäuse haben zu wollen, weil Zwei in Eins Gewicht spart, und wer dafür Einbußen bei der Bildqualität in Kauf nimmt, der greift zur Sony a7R Mark III.

    Wie deutlich der Unterschied in der Bildqualität zu Gunsten der Nikon D850 tatsächlich ist, zeigt dpreview.com in einem Beispielfoto, das sie wohlweislich aber nicht bis in kleinste Detail ausgewertet haben. Wer sich unter

    https://www.dpreview.com/reviews/sony-a7r-mark-iii-review/10

    das Landschaftsbild unter der Überschrift Dynamic Range ganz genau ansieht, wird überrascht sein. Denn hier zeigt die Sony a7R Mark III insbesondere in den sattgrünen Grasflächen und den darin befindlichen Kiesmulden, wie schwerwiegend die Moiré-Artefakte bei ihr ausfallen. Überall zeigen sich im Gras bläuliche Schlieren oder an Rändern von Kiesmulden vielfach türkisfarbene Kanten. Wer einen halbwegs guten Monitor hat, wird auf dem Hausdach unten rechts auch Moiré-Artefakte finden und chromatische Aberrationen an den Fensterrahmen, ersichtlich an den violetten Verfärbungen. Die chromatischen Aberrationen sind dem Objektiv geschuldet, auch kein Ruhmesblatt für Sonys teure Linsen.

    Die Farbqualität der Sony ist auf diesem Landschaftsbild in den dunkleren Bildparteien aggressiver als bei der Nikon. Die Nikon hat lediglich bei einer der Kiesmulden eine türkisfarbene Kante.

    Mein Fazit: Zu bevorzugen ist die Nikon D850, wer auf die beste Bildqualität im Fotobereich wert legt und das bei einer noch zu tragenden Ausrüstung, die man überall mit hinnehmen kann. Das erlauben die schweren Mittelformat-Kameras ja nicht.

    • Ich glaube kaum, dass man aufgrund der Bildqualität zur Nikon D850 greifen sollte. Die Unterschiede sind so gering, dass man sie getrost vernachlässigen kann und die angesprochenen Moiré-Artefakte kann ich beim besten Willen nicht sehen.

      Ich denke Autofokus und Objektivauswahl sind wesentlich stärkere Argumente für die Nikon D850. Obwohl bei der Objektivauswahl eigentlich nur noch im Telebereich wirklich Vorteile bestehen. Dagegen sprechen geringes Gewicht und Größe eher für die Sony A7R III – Gehäuse: 1000g vs. 650g oder als Beispiel mit 16-36mm f/4: 1680g vs. 1170g bzw. mit 24-70 f/2.8: 2070g vs. 1540g.

      • Die Moiré-Artefakte sind selbst auf einem Laptop-Monitor zu sehen, bläuliche und bläulich-türkisfarbene Schlieren im Gras. Wenn Sie einen Eindruck von Moiré-Artefakten gewinnen möchten, schauen Sie sich das Studio-Testbild der Sony a7R Mark III an:

        https://www.dpreview.com/reviews/sony-a7r-mark-iii-review/10

        Auf der linken Hälfte des Studio-Testbilds ist ein Schwarz-Weiß-Bild mit einer historischen Szene eingefügt, gemeint ist das Bild mit den sieben historisch gekleideten Personen in einem Raum. Ganz oben links sind die Moiré-Artefakte besonders ausgeprägt. Je nach Struktur fallen solche Artefakte anders aus. Lange Gräser erzeugen grundsätzlich Moiré-Artefakte, abhängig von der Entfernung, wenn sehr scharf abbildende Objektive verwendet werden. Das passiert selbst bei Kameras mit Tiefpassfilter, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Die Sony a7R Mark III löst das Problem sichtbar schlechter in der Natur als die Nikon D850, wie es am Landschaftsbild festzustellen ist. Sollte die Sony unter solchen oder ähnlichen Aufnahmebedingungen keine Moiré-Artefakte bilden, wie Sie es meinen, dann wären die Sony-Objektive recht unscharf. Das werden Sie sicherlich nicht behaupten wollen.

        Zu Ihren Gewichtsangaben: Ja, da haben spiegellose Kameras bei kurzen Brennweiten Vorteile. Bedenken Sie aber auch, dass bei der Sony mehrere Akkus mitgeführt werden müssen, wenn mit ihr so viele Bilder gemacht werden sollen, wie sie mit einer Ladung des Nikon D850 Akkus möglich sind. Bei den Teleobjektiven hat das Sony 2.8/70 – 200mm sogar ein paar Gramm mehr Gewicht als das entsprechende hoch gelobte Nikon-Pendant und ist darüber hinaus noch teurer.

        Darüber hinaus hat die geringe Größe der Sony a7R Mark III erhebliche Nachteile bei der Nutzung von schweren Tele-Objektiven, wie es viele seriöse Erfahrungs- und Testberichte belegen. Da nützt das geringe Gewicht gar nichts mehr, es wird bei der Handhabung aufgrund ihrer geringer ausgeprägten Haltemöglichkeiten gar zum Nachteil, insbesondere im Hochformat.

      • Ab der 3. Linse in der Fototasche schwindet der größen und gewichts-Vorteil, da gleiche Linsen für die Sony etwas länger sein müssen. Vom Preis der Linsen ganz zu schweigen. Nikon hat bei jeder gängigen Brennweite so etwa 3 verschiedene Linsen. Es gibt sogar noch welche mit Stoßstangenantrieb, die sehr leicht und kompakt sind. Von der einen oder anderen Ausnahme einmal abgesehen sind Sony´s Linsen sehr groß und schwer.

      • Im Studiotestbild sieht man die Moire natürlich gut, aber Unterschiede zwischen Sony und Nikon gibt hier nicht und im Dynamiktestbild kann immer noch keine Moire sehen. Aber ist eigentlich auch egal, meine nur dass die Bildqualität nicht der entscheidende Unterschied zwischen den Kameras ist.

        Beim Gewicht kann man natürlich sehr unterschiedlicher Meinung sein. Ich bin jemand, der seine Kamera nahezu immer mit dabei hat und häufig in den Bergen unterwegs ist. Da kommt es einfach auf jedes Gramm an und dafür ist mir auch die A7R III schon zu schwer. Von daher würde ich sowieso keine von beiden kaufen.
        Bin deshalb schon gespannt, was sich in den nächsten Jahren bei den spiegellosen Vollformatkameras tut. Dass es kompakter geht hat Sony ja schon mit der ersten Alpha 7 gezeigt.

      • @PGS: Kann ich absolut zustimmen. Preislich sind die Sony Linsen wenig attraktiv und auch groß und schwer. Verstehe nur den ersten Satz nicht. Die gleichen Linsen müssen bei Sony etwas länger sein? Hat das was mit dem kurzen Auflagemaß zu tun, oder wie ist das gemeint?

  • Dann kommt noch hinzu,dass der Sony Sensor extrem schnell verdrecken soll und eine Reinigung schwierig und teuer sein soll,abgesehen von 2-3 Wochen Wartezeit.
    Nein danke,ist mir zu teuer und aufwendig. Ganz zu schweigen von den Sony Kloppern (Objektive) die entweder saugross oder sauteuer sind.

    • Das liegt weniger am Sensor von Sony, sondern eher am System der dslm. Der Sensor wird hier beim Abnehmen des Objektives nicht durch den umgeklappten Spiegel geschützt, sondern ist sofort frei zugänglich. Logisch, dass dieser dadurch anfälliger für Verunreinigungen ist. Allerdings gibt es Möglichkeiten den Sensor selbst und vor allem günstig zu reinigen. Einfach mal Sensorreinigungskit bei Amazon eingeben. Habe ich selber schon mehrfach an meiner dslm gemacht und dauert mit ein wenig Geschick keine 5 Minuten.

    • WTF. Spiegelfritze oder was? Wer seinen Senor nicht reinigen kann hat ja wohl alles verspielt um ernsthaft Beurteilungen abgeben zu dürfen…

  • Diese Kamera ist keine fantastische Kamera, weil wirklich keine Innovationen verbaut sind. Nur schneller und mehr reicht leider nicht für fantastisch. Wenn man sich dann noch den Preis und die Objektive ansieht hört der Spaß endgültig auf. Das ist für mich bezahlte Werbung was in den Videos gemacht wird.

    • Hallo Hugo, bitte nicht unterschiedliche Namen und E-Mail-Adressen benutzen um ähnliche Kommentare abzusetzen, ich sehe an den IP-Adressen wenn es sich um die gleiche Person handelt.