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Tamron: Mehrere Festbrennweiten mit f/1.4 geplant?

Tamron hat Patente für eine Reihe von Festbrennweiten eingereicht, die allesamt mit einer Lichtstärke von f/1.4 aufwarten sollen.

Interessante Zoom-Objektive von Tamron

Tamron ist in den letzten Jahren – so zumindest mein persönliches Empfinden – ein ordentlicher Schritt nach vorne gelungen. Der Hersteller hat einige interessante Zoom-Objektive auf den Markt gebracht, die in dieser Form teilweise nicht mal Canon, Nikon und Sony im Angebot haben. Mit der Premium-Qualität der genannten Hersteller mag Tamron hier und da zwar nicht ganz mithalten können, dafür wirkt das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Tamron teilweise aber deutlich attraktiver.

Festbrennweiten haben bei Tamron in den letzten Jahren keine allzu große Rolle gespielt. Ende 2019 hat der Hersteller zwar das 20mm f/2.8, 24mm f/2.8 und 35mm f/2.8 für spiegellose Systemkameras von Sony vorgestellt, ansonsten lag der Fokus zuletzt aber voll und ganz auf den Zoom-Objektiven.

Bald Festbrennweiten mit f/1.4?

Das könnte sich demnächst allerdings ändern. In Japan sind nämlich mehrere Patente von Tamron gesichtet worden, die lichtstarke Festbrennweiten für spiegellose Vollformatkameras mit einer Offenblende von f/1.4 beschreiben:

  • 28mm f/1.4
  • 30mm f/1.4
  • 35mm f/1.4
  • 40mm f/1.4
  • 50mm f/1.4

Ihr wisst: Ein Patent ist nie ein Garant dafür, dass das beschriebene Objektiv irgendwann tatsächlich auf den Markt kommt. Auch wäre es denkbar, dass von den fünf genannten Brennweiten am Ende lediglich ein oder zwei präsentiert werden.

Dennoch finde ich Tamrons Überlegung, lichtstarke Festbrennweiten mit f/1.4 zu produzieren, interessant. Mir ist da direkt die relativ neue Zusammenarbeit zwischen Tamron und Nikon in den Sinn gekommen sowie die Tatsache, dass Nikon sich bei den eigenen Festbrennweiten ja allem Anschein nach auf die beiden Lichtstärken f/1.2 und f/1.8 konzentrieren möchte. Darüber haben wir kürzlich in diesem Artikel gesprochen. Ist Nikon da vielleicht ganz offen mit dem Wunsch oder gar Auftrag an Tamron herangetreten, die Lücke im Bereich von f/1.4 zu füllen?

Im Moment reine Spekulation. Ich bin gespannt, ob wir im kommenden Jahr mehr von den f/1.4 Festbrennweiten von Tamron hören werden.

Hättet ihr an f/1.4 Festbrennweiten von Tamron Interesse oder würdet ihr euch eher weitere Zoom-Objektive wünschen?

via: PetaPixel

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Alfred Proksch

Egal für welches System – für mich sind Festbrennweiten IMMER die bessere Wahl – nicht weil Zooms angeblich weniger gut sind, was schon länger nicht mehr stimmt – sondern weil der Fotograf sich vorher mit Perspektive, Aufnahmeabstand und der verfügbaren offenen Blende beschäftigen sollte.

Tamron macht alles richtig wenn sie die 1,4 Objektive tatsächlich bringen wollen. Ob eine Absprache mit Nikon besteht? Könnte durchaus sein!

N1USER

Die „gute alte Zeit“ der Festbrennweiten: Da hat man sich als Fotograf auch mal bewegt, was ja bestimmt nicht geschadet hat. Insofern volle Zustimmung!

Jürgen Saibic

Festbrennweiten sind sowas von out!

Alfred Proksch

Hallo Jürgen Saibic

Genau deswegen bietet Sony für Zoom-Liebhaber wie dich eine RX10 IV (Panasonic FZ2000, Nikon Coolpix P1000) an. Vorteil: günstige Preise und man muss kein Objektiv wechseln.

Die Sony RX10 IV habe ich selbst ausprobiert – damit war ich für den Einsatzzweck gut ausgerüstet und die Ergebnisse waren überraschend positiv.

Was ist schon out? Für manche ist die Systemfotografie in ihrer Gesamtheit out! Warum? Weil es Smartphones gibt.

Jürgen Saibic

Festbrennweiten sind wie Märklin für alte Männer.

joe

Festbrennweiten sind unflexibler, da muss man vorher denken, bevor man abdrückt. Ich bevorzuge Zoom bei Teleaufnahmen oder an Familienfesten, aber für Portrait, Makro oder Dinge die ich extrem freistellen will nutze ich Festbrennweiten. Also Out würde ich nicht sagen, sondern man muss einfach ein besserer Fotograf sein um die Vorteile zu nutzen!

Jürgen Saibic

Ich nutze Zooms für Street- Und Reportage,

Alfred Proksch

Wenn ich diverses „Altglas“ verwende sind das Festbrennweiten. Obwohl diese NICHT von der Kamera internen Software „schöngerechnet“ werden – außerdem für die analoge Fotografie entwickelt wurden sind die Abbildungsleistungen meist sehr gut – oder auch „sehr eigen“! Kommt darauf an was der Fotograf mit dem Bild ausdrücken möchte.

Die Bildidee ist schon lange vor dem Auslösen im Fotografen-Kopf abgelegt. Zur Umsetzung gehört ein passendes Objektiv mit bestimmten Eigenschaften die rein gar nichts mit technisch/optischer Leistung zu schaffen haben müssen.

Schnell, automatisiert, perfekt – mit Zoom kein Problem – individuell, genau geplant und anspruchsvoll klappt mit Festbrennweiten meist besser.

Trainspotter_TGB

Ich habe meine 4 Festbrennweite auf eBay geworfen und arbeite fortan mit einem hochwertigen Standard-Zoom F2/8 unter APS-C. Das ist sogar noch schärfer als die 4 FB. Richtig ist, vor dem Auslösen die Örtlichkeit begehen. Ich mache dabei mit den Fingern beider Hände ein Rechteck, was meinem Sucher entspricht, und überlege mir „wie mache ich es am besten“. Sehr, sehr oft gibt es eben mehrere Abstände zum Motiv, welche ein gutes Foto versprechen und nicht ohne weiteres begangen werden können. Da ist ein Zoom einfach die bessere Wahl. Kit.- u. Suppenzooms jedoch gehören unter APS-C und Vollformat verbannt. Mit solchen Fotografen rede ich auch ungern.

Fleischwolf

Sehr unangenehme Aussage, die aus fotografischer Sicht durch nichts begründet ist. Habe als Standard selber das 4/24-70 (da das Halbsuppe 4/24-120 noch nicht verfügbar war) drauf und vermisse nichts. Wenn ich andere Fotografen auf ihr Objektiv oder die Marke reduzieren würde, wäre mir eine ganze Menge entgangen.

Aus Hobbysicht macht 2.8 für mich erst im Tele Sinn, im Standardbereich würde ich auch diese Lichtstärke mit Festbrennweiten ergänzen.

lichtbetrieb

Sehr schwierige Aussage. Kommt für jemanden der (sorry, „nur“) mit APSC fotografiert etwas zu abgehoben rüber und deine Herangehensweise ist kaum auf jede Art der Fotografie anwendbar. Insofern ist das eine extrem eindimensionale Sicht der Dinge. Schade.

Jürgen Saibic

Ich fotografiere mit mehreren Formaten, oft auch Vollformat. Vor 50 Jahren zum 1. Mal mit Zoom. Die Qulität war grausam. Von daher rührt die Auffassung, nut Festbrennweisen seien gut. Wird von Generation zu Generation weitergegeben.

lichtbetrieb

Für Aufträge nutze ich 4 RF Objektive. 3 davon sind Zooms. Privat nutze ich fast nur Festbrennweiten, kleine kompakte f1.8 bzw. f2.8 FBs. Ich sehe das also sehr pragmatisch. Was für mich bei Aufträgen zählt ist Flexibilität und häufig nicht zu kontrollierende Situationen. Klar geht das mit FBs auch, habe ich früher nur mit fotografiert. Heute ist das aber anders. Ein 28-70f2 reicht schon fast alleine um 80% meiner Arbeit abzudecken.

Jürgen Saibic

Privat, wenn ich den Garten fotografiere, packe ich auch meine Festbrennweiten aus.

Jürgen Saibic

Wenn man sich in Ausstellung die Werke der alten Meisterfotografen ansieht: Alle analog, alle mit Festbrennweiten, alle unscharf. Trotzdem unwiederbringlich!

Alfred Proksch

Wer nicht verstehen will liest nicht richtig. Moderne Zooms sind genau so gut wie Festbrennweiten – darum geht es auch nicht – es sind die andere Arbeitsweise und die statischen Blickwinkel welche Festbrennweiten für den Fotografen so interessant machen.

Tamron will zusätzlich mit 1,4 Offen-Blende und vernünftigen Preisen punkten. Das ist sehr gut für weniger „flüssige“ Bildermacher mit Ambitionen.

Lehrmann Rudolf

Tamron 1,4/85 mm mit Nikon Z Anschluss wäre schön…
Ob nicht doch Sigma Art schneller auf dem Markt ist?
Abwarten, würde Sigma Art bevorzugen!

Thomas Müller

1,4er Festbrennweitenversionen finde ich vom Weitwinkel bis 100mm als die interessanteste Alternativen. Das ist meistens ein guter Mix aus Bokeh-Monster, Gewicht, Schwachlichteignung und Preis. Deshalb fände ich ein 85mm/f1,4 von Tamron sehr interessant. Bei Tamron kann man eigentlich immer davon ausgehen, dass solche Objektive optisch sehr gute Eigenschaften aufweisen und trotzdem auch für Amateure mit begrenztem Budget noch bezahlbar sind. Auch für ein 100mm/f1.4, ähnlich wie das 105mm/f1.4 Art von Sigma könnte ich mich begeistern, falls es für das Z-Bajonett angeboten werden sollte.

Dervis Demirovic

Ich habe für meine Canon MIII ein 85/f1,8 von Tamron für Portraits und ein paar andere Ideen, und bin absolut mit dem Bokeh und der Abbildungsleistung zufrieden. Ich weiß nicht wirklich warum ihr wegen dem 1,4er so eine Diskussion draus macht. Wieviele Portraits oder Aufnahmen werden in dieser Lichtstärke gemacht? Mit dem f1,8, sag ich jetzt mal, von zehn Bildern mach ich vielleicht drei mit dieser LS, ansonsten eher f2,8-f4! Klar, jeder wie er will. Aber immer so einen Bohei daraus machen find ich Unschön. Und wenn andere Fotografen so Eingebildet sind, dass sie mit APS-Cler die eine Suppentele drauf haben sowieso nicht reden, was sollen dann die Unintelligenten Kommentare? Geh deine Bilder machen, und mach die anderen nicht schlecht! Hier in D wird es untereinander immer Schlimmer, schade dass es, Mittlerweile, auch in der Fotografie und in solchen Foren passiert. Trotzdem lass ich es mir von solchen den Spaß an der Fotografie nicht nehmen. In diesem Sinne, Weiterhin gute Bilder und viel Freude damit!

Dervis Demirovic

Ich meinte Canon 5D MIII

lichtbetrieb

Ich nehme an du zitierst hier den falschen oder? Nichts was Thomas geschrieben passt zu deiner Kritik. Ebenfalls ein großes Problem, einerseits die Trolle und Pöbler, andererseits diejenigen, die sich sofort angefasst fühlen. Letztere heulen häufig wegen jeder Kleinigkeit rum. Von außen betrachtet redet man oft einander vorbei. Entscheide selbst, wozu du gehören willst.

joe

Du hast aber nichts eingenommen? Falls doch, nimm es nicht mehr!

Thomas Müller

Dervis, ich glaube Du solltest mal ganz schnell an Deiner Lesekompetenz arbeiten, da scheint mir doch das ein oder andere Defizit vorhanden zu sein? Weshalb? Weil Dein Post von vorne bis hinten nicht zu meinen Aussagen in meinem Post passen.

Cat

Herzlich willkommen – wenn Tamron da in die aufplatzende Lücke der f:1.4 will!
Denn f:1.8 gaukeln uns ja oft nur einen günstigeren Preis, mehr Kompaktheit und bessere Leistung vor!
Und f:1.2 leeren unseren Geldbeutel ohne wirklich viel mehr als Gewicht zu bieten. Denn AF-Leistung wird oft schwächer, unpräziser, problematischer, wir fallen mehr auf, die große Frontlinse ist deutlich gefährdeter uind fast immer muß für sehr gute Leistung ohnehin auf f:2.8 abgeblendet werden.
Deshalb bleiben Festbrennweiten mit f:1.4 weit mehr als nur ein guter Kompromiss.
Leider scheint auch Sony jetzt den Irr-Weg von Canon und Nikon einzuschlagen, aber immerhin gibt es da noch ein paar extrem gute Objektive wie: 1.4/24 mm – 1.4/35 mm – 1.4/85 mm.

100carat

Richtig, Cat. Eine Anfangsöffnung von f1.4 sollte aus den schon mehrfach angeführten Gründen eigentich zum Goldstandard lichtstarker Festbrennweiten bis 85mm werden. Sie bietet den besten Kompromiß aus Abbildungsqualität, Größe, Gewicht, Preis und Einsatzfähigkeit unter schwächeren Lichtverhältnissen. Blenden von f1.2, 1.0 oder gar 0.95 beeindrucken manchen Fotofreund, erweisen sich in der Praxis zumeist aber als unbrauchbar. Die Gründe wurden zum Teil schon genannt. Ausnahmen bilden etwa die Konzert- und Theaterfotografie, wo derart lichtstarke Objekte bisweilen Aufnahmen erst ermöglichen. Allerdings bin ich persönlich dort zumeist auch mit Blenden zwischen 1,8 und 2.8 zu Aufnahmen gelangt, die gerne publiziert wurden. Hier ist – wie so oft in der Fotografie – die richtige Vorbereitung viel wichtiger.

Dies gilt ebenso für die Verwendung von Festbrennweiten, die ich in der Fotografie zumeist Zoomobjektiven vorziehe.

Insofern wäre es von Tamron ein geschickter Schachzug, brächten sie tatsächlich die Liste an f1.4-Objektiven auf den Markt. Es würde den Wettbewerb in jedem Fall beleben

Thorsten

Ich meine auch, das Festbrennweiten oft eine gute Idee sind.
Sie sind meist lichtstärker, haben selbst bei gleicher Blendenöffnung, oft das bessere Bokeh, sind weniger gegenlichtempfindlich und erzeugen meist die schöneren Blendensterne, die natürlich in erster Line von der Blendenkonstruktion beeinflusst werden, aber auch vom Linsenaufbau abhängen.
Außerdem benötigt man oft keine Zooms, 2-3 Festbrennweiten sind sogar oft besser geeignet, natürlich abhängig vom Anwendungsfall.
Ich nutze oft und gern Festbrennweiten.
Tamron hat ja auch sehr gute 1.8er Festbrennweiten für Spigelreflexkameras im Portfolio.
1.4er für Spiegellose Kameras dürften im WW- Bereich kaum größer werden als die 1.8er für Spiegelreflexkameras.
Aber die Abstufung der Brennweiten empfinde ich als etwas merkwürdig, die sind für meinen Geschmack zu nah beisammen.
Mir würde ein 24er und ein 18er fehlen

visual basics

Im „Black Friday“-Post kann man nicht kommentieren, darum schreibe ich mal hier.

  • Ich sehe bei Amazon die Ricoh GR II Ix für 600,- EUR statt 999,- EUR. Das ist ja mal fett.
  • Auch cool: Nikon Z50 mit zwei Objektiven 900,- EUR statt 1.399,- EUR.
  • Fujifilm X-H1 schwarz 679,- EUR … okay, das ist keine X-H2, aber es ist eine propere Kamera zu einem fairen Preis.

Bei den im Artikel genannten Produkten eher Enttäuschung:.

  • „Sony A7 III … generalüberholt … 1.591 EUR“ … na ja, sooo geil ist das nicht, oder?

  • Rollei Kamera Reinigungsset 20,99 EUR … da sind noch nicht einmal ein paar Swabs zur Sensorreinigung dabei … „Derzeit nicht auf Lager. Wir arbeiten daran, unseren Lagerbestand so schnell wie möglich aufzufüllen.“ Komplette (FX-Format-)Reinigungssets ink;l. Sensor-Swabs und -Liquid kosten sowieso immer nur ca. 25,00 bis 30,00 EUR.
  • Samyang AF 75 mm F1.8 FE f. Sony E Mount … „Derzeit nicht auf Lager. Wir arbeiten daran, unseren Lagerbestand so schnell wie möglich aufzufüllen.“