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Thypoch 24-50mm f/2.8: Erstes AF-Zoom aus China ist offiziell

Lange wurde es angeteasert, jetzt ist es offiziell: Mit dem Voyager 24-50mm f/2.8 bringt Thypoch das erste Autofokus-Zoom einer chinesischen Marke.

Über das Voyager 24-50mm f/2.8 für Sony E-Mount haben wir in den vergangenen Wochen schon mehrfach berichtet, zuletzt im April 2026. Jetzt hat Thypoch das Objektiv offiziell vorgestellt – mit allen finalen Spezifikationen, Bildbeispielen und auch einem konkreten Preis für den europäischen Markt.

Das Objektiv ist ein kleiner Meilenstein, denn es handelt sich hier um das erste Vollformat-AF-Zoom einer chinesischen Optikmarke überhaupt. Während chinesische Hersteller bei Festbrennweiten längst etabliert sind, war das Segment der Autofokus-Zooms bislang fest in der Hand der großen Player.

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Drei Festbrennweiten in einem Gehäuse

Thypoch positioniert das neue Voyager bewusst nicht als klassisches Standardzoom, sondern als Alternative zum kleinen Festbrennweiten-Set. Der Brennweitenbereich von 24 bis 50 mm deckt mit 24 mm, 35 mm und 50 mm genau die drei Brennweiten ab, die viele Reportage-, Street- und Dokumentarfotografen gerne nutzen. Die Lichtstärke von f/2.8 bleibt über den gesamten Zoombereich erhalten.

Mechanisch setzt Thypoch auf einen Innenzoom, die Baulänge bleibt also konstant bei rund 93 mm. Das hält den Schwerpunkt stabil, was vor allem im Gimbal-Betrieb hilft, und reduziert gleichzeitig die Anzahl beweglicher Außenteile, an denen Staub oder Feuchtigkeit eindringen können. Das Objektiv ist entsprechend abgedichtet und wetterfest.

Optik mit ED- und HRI-Elementen

Der optische Aufbau besteht aus 16 Linsen in 13 Gruppen, darunter 2 asphärische, 3 ED- und 3 HRI-Elemente. Die Blende arbeitet mit 10 abgerundeten Lamellen. Die Naheinstellgrenze liegt bei 30 cm über den gesamten Zoombereich, der maximale Abbildungsmaßstab beträgt 0,216-fach. Das Filtergewinde misst 67 mm und das Gewicht beträgt 432 Gramm.

Beim Autofokus nennt Thypoch eine ganze Liste getesteter Sony-Kameras, darunter ZV-E1, A7C2, A7CR, A7 IV, A7 V, A7R IV, A7R V, A7S III, A9 III und FX3. Augen-AF und AF-C-Tracking werden ohne irgendwelche Einschränkungen unterstützt, der Autofokus wird als schnell und leise beschrieben. Ein AF/MF-Schalter sowie eine programmierbare Funktionstaste sind am Gehäuse vorhanden.

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung des Thypoch Voyager 24-50mm f/2.8 für Sony E-Mount liegt laut Hersteller bei 569 Euro. Vom 14. bis 31. Mai 2026 gilt ein Einführungspreis von 539 Euro (Link zum Angebot), ausgeliefert wird ab Anfang Juni. Gut möglich, dass da noch Zoll bzw. Einfuhrabgaben hinzukommen, im deutschen Fachhandel wird das Objektiv eher für ca. 680 Euro gelistet.

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Insgesamt positioniert sich Thypoch deutlich unter dem Sony FE 24-50mm f/2.8 G, das denselben Brennweitenbereich und dieselbe Lichtstärke bietet, aber mit einem Straßenpreis von derzeit rund 1.000 Euro spürbar teurer ist.

Spannend ist, dass das Voyager im Gegensatz zum Sony-Pendant mit Innenzoom arbeitet und laut Thypoch – das hat der Hersteller im Gespräch mit DPReview verraten – komplett ohne Software-Korrektur auskommt, also alle Abbildungsfehler optisch korrigiert werden.

Das Voyager ist nach Herstellerangaben erst der Anfang. Insgesamt hat Thypoch sechs AF-Objektive in der Pipeline. Wenn die chinesischen Marken bei den Zooms ähnlich aufdrehen wie zuletzt bei den Festbrennweiten, dürften die nächsten zwei, drei Jahre für (Sony-)Fotografen ziemlich interessant werden.

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18 Kommentare
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Mirko

Ein Objektiv für normale Fotografen, mit einer normalen Kamera und zum normalen Preis 📷

https://phillipreeve.net/blog/review-thypoch-24-50mm-2-8-af-voyager/

Stefan Zimmermann

Dein Link war etwas schneller 🙂

Benjamin

Phillip Reeve und Kollegen sind die beste Anlaufstelle für Testberichte 👍

Mirko

…zumindest kommen bei den Jungs nicht immer nur “Mainstream” Objektive zum Einsatz 👍

Stefan Zimmermann

Für den Preis ist das Objektiv wirklich erstaunlich gut. Und das meine ich ganz bewusst bezogen auf die Preisklasse. Natürlich gibt es optisch noch deutlich stärkere Objektive. Vor allem bei der Konsistenz über den gesamten Brennweitenbereich, beim Mikrokontrast, bei den Vergütungen und allgemein bei der optischen Perfektion merkt man Unterschiede zur absoluten Spitzenklasse. Gerade bei Nachtaufnahmen sieht man relativ schnell, dass die Antireflexbeschichtungen nicht mit den neuesten Sony-Generationen mithalten können. Auch die Blendensterne gefallen mir persönlich nicht ganz so gut und wirken teilweise gröber oder unruhig. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass solche HighEnd Objektive oft ein Vielfaches kosten. Deshalb finde ich das Preis Leistungs Verhältnis hier insgesamt wirklich fair. Für das, was das Objektiv sein will und was es kostet, liefert es erstaunlich viel Leistung. Wäre das ein Sony Objektiv mit vergleichbarer Leistung, wäre es vermutlich sogar etwas teurer. Man sollte sich nur keine Illusion machen, dass es nicht deutlich bessere Objektive gibt. Sobald man sich in Richtung absolute Spitzenklasse bewegt, verlässt man preislich allerdings sehr schnell diese Liga. Von daher: Für das, was es sein will, ist das insgesamt wirklich ein tolles Objektiv. Wer sich das genauer anschauen möchte: Auf phillipreeve gibt es seit gestern bereits einen… Weiterlesen »

Arne Lößl

Das vergessen inzwischen manche Käufer, dass es einen Unterschied gibt, zwischen guter Mittelklasse und High-End. Ob High-End für die eigene Knipserei notwendig ist, muss eh jede/r für sich entscheiden. Oder ob man einfach das Beste vom Besten haben möchte und es sich auch leisten kann.
Ich freue mich, dass es immer wieder neue Objektive von den unterschiedlichsten Herstellern gibt, ich muss sie mir ja nicht unbedingt kaufen, aber es ist ein Zeichen, dass der Fotomarkt nicht tot ist.

WRDS

Christopher Frost hat es auch bereits getestet und konnte ebenfalls viel Gutes berichten. Ein Innenzoom ist außergewöhnlich bei einem solch kompakten Objektiv.
https://youtu.be/qTK-82TtXko?is=xxytlhv0gFrI1mFr

TKI

Wenn es weiterhin kleine leistbare Zooms im Vollforamt gibt, könnt man als passionierter APSC user ja schon fast mit einer A7C … und solchen Zooms liebäugeln 😉

Einziger physikalischer Hacken bei Vollformat bleibt halt leider das ungünstige Brennweiten zu Größe- bzw. Gewicht-Verhältnis.

Aber zu den anderen vergoldeten Neuvorstellungen a la Rolex, Gucci, usw. eine wohltuende Alternative für Hobbyisten

Stefan Zimmermann

Bis etwa 200 mm sind die Unterschiede beim Gewicht zwischen APS-C und Vollformat oft noch nicht so groß, finde ich. Richtung Ultraweitwinkel wird es erstaunlich leicht. Da spielt es häufig noch keine große Rolle, ob ein Objektiv mal 100 oder 200 Gramm schwerer oder leichter ist, weil sich das insgesamt alles noch in einem angenehmen und gut transportierbaren Bereich bewegt. Aber ab 400, 500, 600 mm und mehr wird es dann wirklich groß und schwer. Auf der anderen Seite: Wenn man zum Beispiel eine Sony α7CR mit 61,0 MP nutzt und eine Taste mit der APS-C-Funktion belegt, kann man sehr schnell auf den 1,5-fachen Crop umschalten und dadurch je nach Reise, Wanderung, Vorhaben oder Anspruch bewusst Gewicht, Glas und Platz sparen. Ich persönlich habe inzwischen nicht mehr jede Brennweite dabei, sondern passe mein Setup flexibel an die jeweilige Situation an. Wenn es leicht und kompakt sein soll, überbrücke ich bestimmte Bereiche einfach über den APS-C-Crop. Geht es dagegen um maximale Qualität oder große Drucke, nutze ich die volle Auflösung und passender Brennweite. Ich finde, viele vergessen bei solchen hohen Auflösungen einen wichtigen Punkt. 61 MP bedeuten nicht nur riesige Dateien oder maximale Druckgröße. Sie geben einem auch deutlich mehr Freiheit… Weiterlesen »

TKI

Da hast du schon einen Punkt. Hab bei APSC halt schon einige Gläser. Auf Vollformat umzustellen ist so halt auch eine finanziell zu überdenkende Sache.

Jedenfalls werden die Optionen bei VF immer mehr und zum Glück geht der Trend immer mehr Richtung klein und fein. Was meiner Meinung nach aber noch unterschätzt wird, ist das Thema Brennweite in der Bildgestaltung. Sprich Brennweite (Tele) statt Blende. Speziell im Weiwinkel oder bei Fixbrennweiten gibts genug kleine Optionen bei VF aber im Telebereich fällt mir nicht viel kleines und feines ein. Entweder WW, Kompromisse bei Brennweite 2870, 2450 oder Superzoom. Aber sowas wie 24-105, 25-90, 50150, 70200 in klein und fein f5.6 oder so, hmmm. Am ehesten noch das 20-70. Aber in Summe fühl ich mich mit meinem 16-55 f2.8 im APSC auch nicht so unwohl.
Hab ja keine Eile, mal sehen was der Markt noch so bringt. Die a7C R wird hoffentlich mit jeder neuen Kamera am Markt günstiger.

Aber Danke fürs VF schmackhaft machen 🙂

N1USER

Drei Festbrennweiten in einem Gehäuse – ich lach’ mich schlapp: 24, 28, 35 und 50mm sind VIER!

Mirko

…die 40mm hast Du noch vergessen … sind FÜNF 🥳

N1USER

Wo er recht hat… 😉

Übrigens: Ich liebe das Pentax K 30mm f/2,8!

Mirko

Ich müsste auch noch ein 30/3.5 von MOG haben 😂

BEN

Hatte ich nicht irgendwo gelesen, dass die das auch für Z-Mount bringen wollten? Bringen die das erst später oder gibts evtl. auch hier Lizenzprobleme?
Hat da jemand Infos dazu?

lenn

Soll wohl mit dem L-Mount später erscheinen.Ich freue mich ziemlich auf das Objektiv für meine Nikon ZF. Sähe optisch gut an dieser aus und der Brennweitenbereich spiegelt genau meine Festbrennweiten wider. Zumal das Thypoch laut diversen Tests nicht “perfekt” sein soll, sondern irgendwo in der Mitte zwischen modern und retrocharme.Wahrscheinlich trotzdem noch näher zu modern.

Hätte auch schon gern Infos zum Z-Mount.

BEN

Ich danke dir. Ja, über das Ding mit Z-Mount würde ich mich auch sehr freuen. Habe die ZR. Da ist das Objektiv eine relativ lichtstarke Möglichkeit in dem für mich wichtigen Brennweitenbereich zu einer kompakten Alternative zu wesentlich teurerem Glas zu kommen. Ich habe bisher für Nikon Z nur das 24-70 und das 14-30, beide in F4.

Henning Becker

“Während chinesische Hersteller bei Festbrennweiten längst etabliert sind, war das Segment der Autofokus-Zooms bislang fest in der Hand der großen Player.”
Ich weiß ja nicht ob die Koreaner von Samyang jetzt so ein großer Player sind, aber mein LK Samyang 24-60mm 2.8 Schneider-Kreuznach ist halt ein Zoom außerhalb von Sigma, Tamron, Tokina und den ganzen Kameraherstellern. Und davor gab es das unschön riesige Samyang 24-70mm 2.8 und das äußerst kompakte LK Samyang 14-24mm 2.8 Schneider-Kreuznach nicht zu vergessen.
Das 24-60mm hat jedenfalls 10mm mehr am langen Ende, ist gleichfalls sehr kompakt, superleicht und derzeit sogar günstiger als das Thypoch, weshalb bei mir keine Kaufeslust aufkommt. Vielleicht, wenn ich das Samyang noch nicht hätte. Mit dem bin ich super zufrieden, es komplettiert als kompaktes und leichtes Glas meine kompakte und leichte Sony A7C II, während mein Tamron 28-75mm 2.8 G2 an der A7R IV klemmt.

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