Objektive Neuheiten

TTArtisan stellt erstes AF-Objektiv vor, auch für Vollformat

TTArtisan hat das erste eigene (Vollformat-) Objektiv mit Autofokus vorgestellt, welches für Sony E, Nikon Z, Canon RF, Canon M und Fuji X erhältlich sein wird.

Erstes AF-Objektiv von TTArtisan

Nicht nur Tamron hat heute neue Objektive vorgestellt, auch vom chinesischen Objektivhersteller TTArtisan kommt eine Neuheit, das 32mm f/2.8 nämlich. Die Besonderheit: Es handelt sich hier um das erste Objektiv von TTArtisan, das mit einem Autofokus ausgestattet ist. Außerdem wird es für verschiedene Kamerasysteme inklusive Vollformat erhältlich sein, konkret sollen Versionen für Sony E, Nikon Z, Canon RF, Canon M und Fuji X auf den Markt kommen.

Genaue Details zu den technischen Daten oder zum Preis hat der Hersteller noch nicht bekannt gegeben, dafür wurde aber ein kurzes Video veröffentlicht:

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Mirko

da muss ich schon ein wenig schmunzeln, die renommierten Drittanbieter können für Z und R (noch) nicht liefern und so ein Newcomer aus China kann es 🤔
Könnte für Leute interessant werden die „Charakter Objektive“ mögen aber nicht auf AF verzichten wollen

Raphael

Können oder wollen- das ist eben die Frage. ich tippe ehr auf Letzteres.

Peter Fuchs

Dies Hersteller können gute Objektive herstellen oder auch bessere als Tamron oder Sigma. Das ligt ganz einfach daran das die Kameras in China gefertigt werden und die anderen Hersteller zu Späth kommen gerade was Z mount betrifft. Ich besitze auch zwei Objektive 7,5mm f2.8 und das 85mm f18 das sind klasse Objetive. Aber wie immer gibt es sogenande Leute die sich ohne kenntnisse Fotografen nennen hin und reden … naja was will man dazu noch sagen. Ich habe schon gelesen das die Nikon Z FC ein reinfall wird und siehe da genau das gegen Teil ist passiert . Sie ist die meistverkaufte ABSC Kamera .

Leonhard

Gott erhalte Ihnen Ihre Fröhlichkeit!
Soweit ich mich erinnern kann gab es selten was zu lachen, wenn Zopfmänner aufgetaucht sind.
Vielleicht hat man denen ja alle Daten zur Verfügung gestellt, auf der Gegenseite gab es vielleicht kleinere Gefälligkeiten durch den alles bestimmenden Staat, also deren Glückseligkeit versprechenden Partei!
Irgendwo müssen ja 2 Billionen Devisen geparkt werden und frisches Geld ist auch in solchen Zeiten kein Fehler für alle Kameraheersteller, sollte man denken!

Mirko

tja da stecken wir nicht mit drin, ist aber merkwürdig das so ein 110€ Objektiv Hersteller plötzlich AF für die renommierten Hersteller anbieten kann 😂

X9000

Sie wollen warscheinlich eine Volle unterstützung anbieten und kein Canon EF oder Nikon F Protokol beim RF und Z Mount.

lichtbetrieb

Das kann gut möglich sein, macht marktwirtschaftlich aber keinen Sinn. Sie könnten es erstmals mit EF und F rausbringen und die 2. Generation mit richtigen RF und Z Protokollen.
Somit würden sie Geld verdienen und Zeit gewinnen. Ich vermute eher ein Interessenkonflikt, Tamron mit Sony im Nacken und Sigma “gefangen” in der L-Mount Alliance.

Joachim

Das geht im Prinzip nur, wenn man Patente verletzt. Die Chinesen sind da Meister.

lichtbetrieb

Macht auch keinen Sinn, Samyang ist kein chinesisches Unternehmen und wird als etablierter Objektiv Hersteller sicher nicht leichtfertig ein Rechtsstreit vom Zaun brechen. Sie haben als 1. Objektive für RF mit AF angeboten.

Viva

Bleibt die Frage, ob die Vierkant Blende nur aufgesteckt ist, sonst würde es kein Filtergewinde geben..

moss

Wieso, die Linse hat doch ein erkennbares Filtergewinde.

Viva

…du meinst den Innenkranz? der nützt mit vllt 25mm wenig. Ich meine außerhalb, kleiner kann man ja selten adaptieren. Aber man wird ja sehen, womöglich ist die Kappe nur aufgesteckt.

Raphael

Das muss nichts heißen, das Nikon Z 50mm 2,8 Macro hat auch ein Filtergewinde ohne Funktion (siehe valuetech Review).

lichtbetrieb

Mittlerweile haben Sigma und Tamron ein Interessenkonflikt für Objektive für Canon und Nikon würde ich Mal vermuten. Tamron als “First Tier” Objektiv Hersteller für Sony und Sigma “gefangen” in der L-Mount Alliance. Da sind offensichtlich die “unbedarften” Chinesen (und Südkoreaner) freier in der Gestaltung ihrer Produktpalette.
Mittlerweile bietet ja auch Yongnuo AF Objektive für RF an. Damit wir TTartisans wohl auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Raphael

Die Attraktivität eines Kamerasystems steht und fällt mit dem Objektivangebot. Die Verfügbarkeit von Tamron udn Sigma Linsen ist auf Grund deren Qualität entscheidend. Drittanbieter wie Yongnou sind da nür vierte oder fünfte Wahl. Mal schauen wie lange Canon und Nikon es ihren Kunden noch verkaufen, dass sie für Premiumqualität nur die Hausmarke zu Auswahl haben.

lichtbetrieb

Alles was ich über z.b. das neue Yongnuo gelesen und gesehen habe, soll es ziemlich gut sein. Sicher nicht erstklassig, das ist aber ein 50mm RF f1.8 auch nicht. Insofern stimmt die Aussage 4. 5. Wahl nicht mehr. Klar für meine Aufträge würde ich das nicht nutzen, aber für meine private Fotografie nehme ich lieber günstiges Equipment und da greife ich gerne zu 3. Anbieter oder gebrauchtes.

Wie ich schon geschrieben habe, glaube ich das Sigma und Tamron eher mäßiges Interesse haben noch für Canon und Nikon zu entwickeln aufgrund ihrer Firmenpolitik. Canon wird garantiert nicht ihre Protokolle freigeben, dafür verkauft es sich zu gut. Da würde ich eher noch Nikon sehen, aber die haben ja zuletzt auch gut gewirtschaftet.

Raphael

Du kannst mir nicht erzählen, dass wenn du frei zwischen Sigma/Tamron und Yongnou/TTArtisan wählen könntest, dass du dich dann nicht für Sigma/Tamron entscheidest^^ Sicher sind die Chinesen nicht mehr so schlecht wie noch vor 10 Jahren, aber Premiumanbieter wie Sima sind sie eben auch nicht. Und wer ein Zoom will, kann bei den Chinesen lange suchen. Canon R und Nikon Z User sind eben momentan arme Schweine, was die Drittanbieter Auswahl betrifft. Was um so ärgerlicher ist, wenn man sich anschaut wie viele tolle Objektive Sigma und Tamron alleine in diesem Jahr schon rausgehauen haben.

lichtbetrieb

Hier ging es nicht um Hypothesen sondern um die Realität und da kann ich für RF kein Sigma / Tamron kaufen, sondern nur Samyang oder Yongnuo (mit AF).

Und wenn du glaubst Sigma und Tamron könnten das nicht, wenn sie wollten, dann würde ich das einfach Mal als blauäugig bezeichnen. Nichtsdestotrotz will ich die Hersteller nicht in Schutz nehmen, ich würde auch mehr Auswahl bevorzugen.

Mirko

Raphael, ich entscheide mich bewusst für 7Artisans, TTArtisans,Mitakon und Co 😉 Wieso, weil ich mich an den digitalen glattgelutschten Bildern satt gesehen habe (so ähnlich hatte es hier jemand vor kurzen schon mal zum Ausdruck gebracht) Sie bieten mir das was moderne Objektive zum größten Teil eben nicht mehr bieten, es ist (fast) als würde man mit Altglas fotografieren eben nur ohne Adapter. Deswegen würde ICH mir lieber 10 verschiedene China Linsen kaufen bevor ich mir nur ein Sigma/ Tamron Objektiv kaufen würde. Verstehe mich nicht falsch, hatte selbst hervorragende Sigma Objektive ist nur nicht mehr MEINE Welt 🌍

Thomas Müller

Man legt sich den Megadap ETZ11 Adapter zu und schon steht einem als Z-Nutzer die volle Auswahl der Sony E-Mount Linsen zur Verfügung. Dieser Adapter ist hauchdünn und nach allem was bisher bekannt wurde, scheint der ganz hervorragend zu funktionieren.

Red and Gold

32mm f/2.8 … genau das richtige für Canon und Nikon User

moss

warum?

joe

Mir erschließt dich nicht warum ich ein 32/2.8 kaufen soll, wenn ich ein Original RF 35/1.8 mit genialer Makrofunktion für unter 400.,-€ kriege.

Thomas Müller

Stimmt joe, da ist was dran. Nikon hat ja auch ein 40mm/2.0 für 280 Euro angekündigt, dessen Brennweite liegt auch relativ nahe an den 32mm. Vielleicht ist TTArtisan von diesen Objektiven der Originalhersteller einfach nur kalt erwischt worden und man war in der Entwicklung schon zu weit fortgeschritten, um die Sache noch zu stoppen. Ich kann mir bei 280 Euro für ein Original auch kaum vorstellen, dass sich das TTArtisan über den Preis verkaufen kann.

Mirko

Thomas, schau Dir mal an für wie viel zB so ein Flektogon 35/2.8 (speziell M42) über die Bühne geht. Ich habe einige 35mm Objektive und jedes davon hat so seine Eigenschaften von daher ist es doch gut das es reichlich Auswahl gibt. Bisher hatten die Chinesen (teilweise)auf ältere Objektivrechnungen gesetzt und somit ein „Fan Gemeinde“ aufgebaut und vermutlich versuchen sie diese mit AF Objektiven zu erweitern und wer auf sogenannte „Charakterobjektive“ abfährt den dürfte es ziemlich egal sein was die Originalhersteller so im Programm haben. Das Fujinon 35/1.4 ist ein ziemlich geniales Objektiv und nicht überteuert und dennoch gibt es Leute die bevorzugen die Chinesen oder neu Voigtländer….am Geld wird es definitiv nicht liegen 😉

Thomas Müller

Mirko, Du musst mich nicht bekehren, ich bin ja selbst (auch) ein Anwender von Altglas und habe die ein oder andere “China-Scherbe” 😉. Ich weiss, dass zumindest einige dieser Chinagläser bei weitem nicht so schlecht wie ihr Ruf sind und diese einen speziellen, an Altglas erinnernden Look erzeugen (können). Trotzdem, das dürfte nur ein sehr geringer Anteil an Personen betreffen, die nicht aus finanziellen Überlegungen zu einem Chinaglas greifen. Ist dann der Preisunterschied zwischen einem sehr guten Original und einem Chinaglas kaum mehr vorhanden, wird nach meiner Vermutung das Chinaglas es sehr schwer haben seine Käufer zu finden.

Mirko

Thomas, mit Sicherheit möchte/will ich dich nicht bekehren 😉
Habe schon häufiger gelesen „oh das sieht stimmig aus und gefällt mir, schade das es keinen AF hat“
Genau diese Gruppe könnte TTA im Auge haben, von daher sehe ich die Newcomers aus China nicht direkt als Konkurrent zu Sigma/ Tamron sondern eher eine Gefahr für Voigtländer.

Raphael

Das TTArtisan wird wohl um die 150€ bis max. 200€ liegen. Für Leute die nicht so viel Geld für Objektive ausgeben wollen (zB Besitzer einer RP), ist es eben eine kostengünstige Alternative mit AF. Aber klar, im Zweifel würde aber auch lieber etwas mehr sparen und nach einem guten Angebot oder gebrauchtem RF 35mm Ausschau halten.

joe

Ich habe mein 35/1.8 auch gebraucht gekauft, zwei Monate alt, für gerade mal 320.-CHF = 285.- €. Die Makro-Funktion mit 15cm Naheinstellung ist genial. Das kann man sich auch als RP Fotograf leisten.

RalphG

Unglaublich, erst Viltrox dann TTArtisan – die Chinesen können was andere nicht schaffen oder wollen. Die einen gehören teilweise Sony (Tamron) die anderen haben Allianzen mit Sony (Sigma) ein Schelm der Böses dabei denkt.

Möchte dabei jemand Monopoly spielen ?

Alfred Proksch

Weil es immer wieder vernünftige Fotografen geben wird die A Festbrennweiten mögen und B nicht viel Geld investieren können werden Fremdanbieter im Spiel bleiben.

Wer mit Adaptern und Altglas experimentiert hat findet Spaß daran NICHT perfekte Bilder zu erzeugen.

Außerdem darf man die nachträgliche digitale Objektiv Korrektur nicht außer Acht lassen.
Es ist egal womit ein Bild erzeugt wurde, es muss gefallen.

Wer Gefahren aus dem Osten sieht hat eine etwas schlichte Weltansicht, nur weil wir anders ticken muss das noch lange nicht einzig und alleine richtig sein!

Wer sich ohne nachzudenken wegen wenigen Cent mehr Gewinn von einem Lieferanten abhängig macht ist selber schuld.

Die bisherigen Platzhirsche kämpfen untereinander um weniger werdende Kundschaft und möchten die Verlust durch höher Preise ausgleichen. Wer sich kaputt lacht ist zum Beispiel TTArtisan, Viltrox usw.

Mirko

wenn TTA nun Zugriff auf das Protokoll hat und eventuell zukünftig MF Objektive mit elektronischen Kontakten für Fuji ausstattet dann bekomme ich gleich einen Herzkasper 😂 Ich hoffe das es für das Fuji Voigtländer eine Weihnachtsaktion gibt

joe

Alfred, ich bin von 1995 bis 2007 beruflich drei bis vier mal pro Jahr nach China gereist um Konkurrenten bzw. Übernahmekandidaten zu besuchen. 1995 waren zum Beispiel auf der 8spurigen Straße auf der Pudong Seite von Shanghai jeweils 3 Spuren in beide Richtungen für Fahrräder reserviert, jeweils eine für Autos. 1997 war es umgekehrt und zwei Jahre später sah man keine Fahrräder mehr. Das Stadtbild hat sich ebenfalls verändert aus einem Hochhaus wurden bis 2007 unzählige. Die Expansion in Asien (Seidenstrasse), in Afrika, Südamerika und vor allem auch in Europa sind ein strategisches Meisterwerk. Wenn wir nicht sehr bald umdenken machen uns die Chinesen platt. Wenn es nicht bereits zu spät ist. Interessanterweise hat das ausgerechnet nur Trump erkannt. Frau Merkel hat ja gedacht man könnte die Chinesen mit Handel im Zaum halten, das einzige was passiert ist, ist eine grenzenlose Abhängigkeit von China, nicht einmal Schutzmasken konnten wir selbst herstellen und die Chipkrise hat jetzt wohl dem letzten gezeigt wie unsere Politiker und Wirtschaftsbosse jahrelang die Augen vor dem Offensichtlichen – aus den verschiedensten Motiven – verschlossen haben. Und die Konsumenten haben immer nur billig, billig, billig im Kopf (Geiz ist geil) ohne zu merken weshalb das so ist.… Weiterlesen »

J.Friedrich

Knipst japanisch und fährt koreanisch, kauft immer günstig, den eigenen Vorteil fest im Blick, lebt wie ein Sultan auf einer Insel der Glückseligen, erklärt die Welt und haut dabei immer Weisheiten von buddhistischer Einfachheit raus … Wer kann das wohl sein?

joe

Was haben Japan und Korea mit China zu tun? Was hat gebraucht kaufen mit China zu tun? Das hätte ich jetzt gerne mal schlüssig erklärt! J.Friedrich, erst denken, dann “BASHEN”

J.Friedrich

Ganz einfach, Du erhebst Dich damit über Andere. Die Kulturen findest Du bestimmt spannend, solange sie nicht den durch Ausbeutung erreichten Wohlstand gefährden. Das mit dem Denken ist so eine Sache für sich. Bleib nächstens einfach beim Thema.

joe

Habe keine Lust mit Dir über Dinge zu diskutieren, die Du offensichtlich nicht richtig verstanden hast. Sage was Dir nicht passt, aber werde bitte nicht persönlich.Ich bin alt genug und brauche deine Ratschläge so dringend wie einen Kropf.

J.Friedrich

😭

joe

Alles ist gut! Werde einfach nicht persönlich, das kann ich nicht ausstehen! Dann wirst du immer eine freundliche Antwort von mir erhalten.

Thomas Müller

Generell hast Du recht, joe. China ist für unseren Wohlstand bzw Lebensstandard eine grosse Gefahr, das sehe ich auch so. Trumps Politik hat aber genau das Gegenteil von dem bewirkt, was er erreichen wollte. Als Folge ist das asiatische Freihandelsabkommen entstanden, ohne USA und ohne die EU. Dieses Abkommen betrifft 1/3 des Welthandels, die USA und die EU sind da draussen. Bevor man Merkel kritisiert müsste man aber Fragen, ob das Schweiz-China Freihandelsabkommen nicht ein viel grösserer Fehler als Merkels Politik ist. Schuld hat auch die WTO, die Chinas protektionistisches Verhalten nicht einbremsen konnte oder wollte. Die wirklich Schuldigen an der Situation sind aber vor allem und fast alleine die Wirtschaftsbosse. Man hat in grossem Umfang die Produktion nach China verlagert, man hat trotz unmöglicher Restriktionen in China investiert und Technologietransfer betrieben. Alles, um auch auf dem chinesischen Markt verkaufen zu können, ohne zu sehen, dass das Verhalten dazu führt, riesige chinesische Konkurrenz heranzuzüchten, die früher oder später viele plattmachen wird.

joe

Gebe dir in allem zu 200% recht, bis auf die Sequenz mit Merkel. Ihre Fehler: Atomausstieg, mangelnde Digitalisierung, Flüchtlinge 2015, Verharmlosung der chinesischen Gefahr, verhindern eines geigneten Nachfolgers.

Leonhard

Trump war eigentlich genau auf dem richtigen Weg. Leider kam er 30 Jahre zu spät, wodurch er auch dummerweise noch 30 Jahre zu alt war.
Das Problem bei Merkel war, in China klopfte sie ja noch die richtigen Sprüche, dann ist sie aber dummerweise zu Hause immer vor den Lobbyisten eingeknickt, was eben zur Untätigkeit führte.
Eine Physikerin hätte auch wissen müssen, dass die gesamte Energiepolitik am Ende nur Quotenschweinemist sein wird, heute haben wir mehr Kohlestrom denn je, dem Ausstieg aus Atom sei dank. Klar haben wir Atommüll, den haben wir aber so oder so und ein Erdbeben über 7 im Rheingraben ist so wahrscheinlich wie der Weltuntergang, nach dem ja so oder so alles wurscht wäre.
Letztendlich haben wir (also die westliche Welt) uns kurzfristigen Wohlstand erkauft, genau mit dem Strick, an dem die uns jetzt aufhängen!
Sorry, mit mir ging eben wohl der Gaul durch, geht ja eigentlich um Kameras! Schöne Objektive werden da kommen, ich kaufe keins!

Mirko

Sorry, mit mir ging eben wohl der Gaul durch, geht ja eigentlich um Kameras!“
Nein eigentlich geht es gerade um chinesische Objektive 😉 (ausgenommen sind aber Markenprodukte „Made in China)

Rolf Carl

Das siehst du absolut richtig, Thomas, nicht umsonst hat Mr. Doom (Marc Faber), Schweizer Investment-Guru, schon vor 10 Jahren gesagt, dass er seine Kinder in den Chinesisch-Unterricht schickt, da dort die Zukunft liegt. Er lebt übrigens in Hongkong. Das Resultat sieht man heute auf Grund der Unternehmen in den Industrieländern, die der Chinesische Staat munter einkauft.
Die alternden Industriestaaten wie Europa, USA und Japan sind am Untergehen, Emerging Markets wie China, Indien und die Tigerstaaten (Asien) werden in Zukunft die treibende Kraft der Weltwirtschaft sein, es ist nur noch eine Frage der Zeit.

Mirko

traurig aber wohl war, wir Deutschen können ja nicht einmal mehr Flughäfen vorausschauend planen geschweige nach geltender Norm bauen

Rolf Carl

So ist es, bei der Schutzmaskenbeschaffung müssen wir uns ja auch in China umschauen, produziert hier ja keiner mehr, usw.

Mirko

viel schlimmer ist aber „Schutzmasken“ zu Kondition einzukaufen bis die Lager überlaufen usw. …ich kenne ja den Gesundheitsminister von der Schweiz nicht aber so ein Minister hätte vor der Zeit Merkel seinen Hut ziehen müssen
-Debakel mit den Masken
-Debakel mit den COVID Test Abrechnungen
-Debakel mit den Impfzentren
-Debakel mit der Intensivbetten Abrechnung
und der Mann macht fleißig weiter ….noch haben wir ja keine neue Regierung

Leonhard

Sie haben mal wieder vollkommen Recht! Unser Problem ist (auch das von Mutti), wir denken und ticken anders als Han, deshalb sind die uns in gewissen Teilen der Entwicklungskunst bereits um Lichtjahre voraus. Menschen abhören, so weit verstehen wir ja die Methoden noch, aber da sind die heute auch bereits erheblich weiter. Insbesondere in den Forschungsgebieten, über die wir nicht mal nachdenken dürfen, weswegen wir dann z.B. in der Gen-Forschung kein Land mehr sehen.
Kommt dort ein chinesischer Ing. mit einem Adapter Canon R auf Canon RF, dann heißt es dort eben nicht “Idiot, so was braucht kein Mensch”, nein, dann muss der sein Meisterwerk erklären.
Also erklärt er: “11 Füßchen, die sind zur Durchleitung, auf jeder Seite eine Abzweigung, die ist zum Mithören, dann alle R´s hinten drann, alle RF´s vorne drann und schon können wir in unserer chinesischen Gebrauchsanweisung den Nutzern viel besser erklären, wie das Gerät genau funktioniert.
Natürlich melden die darauf kein Patent an, wer braucht ein Patent auf Gebrauchsanweisungen?

Rolf Carl

?????

Rolf Carl

Kannst du das eventuell noch von Chinesisch auf Deutsch übersetzen? Danke.

joe

Rolf ich habe es verstanden !

Leonhard

Genau deshalb habe ich es Ihnen, einem alten Fuhrmann in dem Geschäft, dies geschrieben.
Ihnen ist vollkommen klar:
Deutsch: “Sie sollen für uns diese Technik bauen!”
Chinesisch: “Wir sollen denen diese Technik klauen!”
(Zufriedene Gesichter auf der chinesischen Seite, darum sagt der Deutsche)
Deutsch: “Dann können wir ja nun einen guten Vertrag miteinander ausarbeiten:”
Chinesisch: “Der möchte Papier haben, um sich damit den A…. auszuwischen!”
Aber, ich mache den Chinesen keinen Vorwurf, nicht die waren böse, nein, wir waren naiv!

joe

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass Verträge mit Chinesen nur dauerhaft gelten, wenn sie zum Vorteil der chinesischen Firma sind. Die zuverlässigsten Vertragspartner in Asien sind mit Abstand Japaner!

Alfred Proksch

Joe, der Fehler ist doch schon vor langer Zeit passiert. Der wichtige Unterschied ist das wir in kurzfristigem Gewinnstreben verharren während eine andere politische „Lebensrichtlinie“ in Jahrzehnten denken kann.

Es braucht keine Gewalt um Staaten zu „übernehmen“ das funktioniert still heimlich und leise durch Abhängigkeiten. Gibt es noch technische Produkte wo keine in China produzierten Teile verwendet werden?

Genau genommen müsste wir neben der CO2 Kennzeichnung etwas ähnliches für in jeder Hinsicht „sauber“ produzierte Ware haben!

Für mich sind nicht die Erzeuger, Verkäufer, Kunden schuld !! Genau für diese „weite Weltsicht“ sind Regierungen mit den Ministerien zuständig. Ob und wie bescheiden das Tagesgeschäft abläuft, dafür sind die direkt gewählten Parlamentarier verantwortlich.

joe

Schon während meiner Studienzeit Anfang der 80er Jahre haben mein guter Freund Patrick und ich darüber nachgedacht und ein entsprechendes Pamphlet erstellt, ob es nicht sinnvoll wäre alle importierten Waren entsprechend ihrer Herstellungsweise ( Arbeitsbedingungen, Nachhaltigkeit, Marktoffenheit), mit mehr oder weniger Zollgebühren zu belasten und die Einnahmen an die Firmen/Länder weiterzugeben, die diese Regeln einhalten. Leider waren wir viel zu “wichtige” angehende Ökonomen, als dass man uns überhaupt gehört hätte und somit verlief dieser Ansatz im Sande. Politiker denken nur an die nächste Wahlperiode, Unternehmensführer nur an den “Shareholder Value” und Ökonomieprofessoren nur an die “Effizienz”, also die Nutzen- und Gewinnmaximierung. Damit ist eigentlich alles gesagt.

Thomas Müller

Bei aller berechtigter Kritik an China, an der Wirtschaftspolitik Chinas und am Verhalten vieler chinesischer Firmen hinsichtlich Vertragstreue und Patentverletzung möchte ich aber auch ein Beispiel für die andere Seite der Medaille erwähnen. Einer meiner langjährigen Mandanten ist in der Textilmaschinenindustrie tätig. Wie fast alle europäischen und nordamerikanischen Unternehmen in dieser Branche geriet auch dieses Unternehmen aufgrund des Kostendrucks aus Asien in den letzten 20 Jahren in Schwierigkeiten. Es fand sich zunächst kein Käufer und das Unternehmen wäre wohl auf nimmer Wiedersehen verschwunden, wäre da nicht doch noch ein chinesisches Unternehmen aufgetaucht, das den Mandanten aufgekauft hatte. Alle befürchteten, dass der Chinese das Unternehmen nur “filettieren”, Technologie transferieren und dann über den Jordan schicken wollte. Genau das Gegenteil ist aber bis heute der Fall. Der Chinese investierte kräftig und zwar mit eigenem Geld, das er in China verdient hatte, sicherte Arbeitsplätze am europäischen Heimatstandort des Unternehmens und führt das Unternehmen mit eigener Entwicklung und Fertigung am Heimatstandort weiter, bis heute! Ohne den Chinesen wäre all das schon längst Geschichte und die Arbeitsplätze wären verschwunden. Das chinesische Unternehmen schätzt aber die Qualität und die Ingenieursarbeit, die am europäischen Standort geliefert bzw. geleistet wird. Ich weiss, das ist nicht die Regel, aber… Weiterlesen »

joe

Thomas, natürlich gibt es auch die ein oder andere positive Geschichte. Das ist wie mit dem Sicherheitsgurt, es gibt Situationen, wo es besser gewesen wäre, wenn man sich nicht angeschnallt hätte. Genauso ist es hier eine der wenigen Ausnahmen. Ich habe 18 Jahre lang im Produktmanagement der Roche Vitamine gearbeitet und habe sehr nette Menschen in Asien kennengelernt, aber Verlässlichkeit und Vertragstreue sind nicht die Stärken Chinas. Anders in Japan, dort glit was man abgemacht hat. Dazu kommt – was mir bis heute unverständlich ist – dass ein Ausländer in China nur 49,9% seiner eigenen Firma besitzen darf, die Mehrheit muss immer bei einem chinesischen Partner liegen. Auch wir – die Roche Vitamine – haben gewisse Produktionen gegen meinen ausdrücklichen (und begründeten) Wunsch nach China verlegt. Was ist das Ergebnis? Als ich mich 2007 entschieden hatte komplett an die Fachhoschule zu wechseln hatten wir 54% Marktanteil des weltweiten Vitamin Geschäfts. Heute sind es noch knapp 10% und das Meiste wird von den Chinesen zugekauft. Was sind die Gründe? Wissens und Know How Transfer, Arbeits- und Umweltbedingungen die hier schon im 19.Jahrhundert verboten gewesen wären, sowie steuerliche Vorteile für Exporte und hohe Importzölle. Wie sind die Bedingungen für Chinesen in Europa?… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Joe, leider hast Du Recht! Anders ausgedrückt: Wir sind zu anständig!

Zurück zu den Objektiven von TTArtisan. Als ich noch mit X-T Kameras von Fuji gearbeitet habe habe ich mir den Spaß mit den China Objektiven gegönnt weil die so schön preiswert waren. Adaptierte Alternativen in Form von Altglas hatten mehr „Charakter“.

Mit den AF Objektiven wird der nächste Schritt gemacht. So wie es aussieht braucht die chinesische optische Industrie nur noch ein klein wenig zu warten bis ihnen die ersten „Kamerahersteller“ von alleine vor die Füße fallen!

Der nächste „Schock“ für unsere Industrie nämlich die E-Mobilität läuft mit Hochtouren Richtung China. Wir überlegen zwischenzeitlich noch ob Windräder schön oder hässlich sind!

Schluss mit der Schwarzmalerei!!! Ich war mit der Mittelformat und der Monochrome von Montag bis Freitag in den Dolomiten unterwegs. Jungs, Bilder machen kann etwas schönes sein wenn die Motive gut im Licht stehen! Das Equipment schleppen ist nicht so entspannend, die Ergebnisse entschädigen dafür um so mehr.

Was ich damit sagen möchte ist das der Fotograf sich den Luxus ERSTKLASSIGER Objektive gönnen sollte weil Sensoren können nur aufzeichnen was an Bildsignal geliefert wird!

joe

Alfred, Du hast vollkomen recht, geniessen wir unsere tollen Kameras und machen schöne Bilder. Was interessiert uns die Übermacht Chinas, die wir selbst geschaffen haben? Bis sie die Weltherrschaft übernehmen liegen wir vermutlich eh alle schon in der Kiste.

Leonhard

Genau genommen geht es hier ja auch um einen ganz anderen Bereich. Letztendlich ist es nur natürlich, dass der Chinese gerne im Ausland investiert und natürlich hält er seine Schweizer Bekleidungsfirma dann wie Gold. Genau genommen der gleiche Grund, wieso Sie Roche nur raten konnten, dort nicht einzusteigen! Wir können dem chinesischen Staat nicht trauen, nur, dies haben wir mit den lieben kleinen Chinesen am Ende eben gemeinsam. Wer als Chinamann in China reich geworden ist, der hat am Ende des Tages genau das Geld ziemlich sicher, welches er aus dem Reich der Mitte heraus geschafft hat. Dort ist “Heute Milliardär, Morgen Sträfling” keine Seltenheit, was ich raus geschafft habe, dass habe ich und wenn ich mal flitzen muss, dann habe ich es eben immer noch. Und die Chinesen in Norditalien, dass haben wir doch heute schon überall, in der gesamten Landwirtschaft kommt man ohne die Rumänen nicht mehr hin, man kann da noch Deutsch reden, versteht nur keiner mehr. Ist auch eine Chance, nehmen wir die Kamerahersteller: Hier rechnen eben genau aus solchen Gründen viele Zopfmänner anders als Manger hier, die Logik bei einer Milliardeninvestition ist dann: “Lieber ein Paar Hundert Millionen in den A….. gegeigt, bevor mir der… Weiterlesen »

Thomas Müller

joe, mir liegt es fern China zu verteidigen, ich sehe ja auch die wirtschaftliche und militärische Gefahr durch den Staat China für uns und für Chinas Nachbarn. Mir geht es vor allem um den Stereotyp des unzuverlässigen und gerissenen Chinesen, auf den man sich nicht verlassen kann. Ich kenne selbst zur Genüge Fälle von Patentverletzungen durch chinesische Firmen und die Schwierigkeiten, die Ausländer haben, diese Verletzungen in China zu stoppen. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist eben die Erfahrungen mit chinesischen Investoren in Europa und auch einige Chinesen in meinen Bekanntenkreis, die hier in Europa leben und arbeiten und das sind ausnahmslos sehr zuverlässige, intelligente und äusserst fleissige Personen. Mag sein, dass Du in China andere Erfahrungen gemacht hast, das will ich gar nicht bestreiten. Ich wehre mich aber dagegen, solche Stereotypen über Chinesen zu verbreiten, denn das wird den mir bekannten Personen eben nicht gerecht Übrigens, diese von Dir genannten Beteiligungsbegrenzungen gelten bei weitem nicht mehr generell. Sie sind schon zu einem erheblichen Teil fallen gelassen worden. Mir liegt es auch fern Merkel zu verteidigen, aber sie hatte gar nicht die rechtliche Möglichkeit den damaligen Deal zu stoppen. Durchgewunken wurde er vom zuständigen Wirtschaftsministerium unter der… Weiterlesen »

joe

Thomas, die Beteiligungsgrenzen galten nie generell, sondern immer nur dann wenn es um know how Abschöpfung (aus dem Westen) oder es sich aus chinesischer Sicht um wichtige Bereiche handelt(e). Einen Stereotyp wollte ich nicht verbreiten, und es geht auch nicht um private Bekanntschaften, sondern rein um Vertragstreue im Bereich chemischer Firmen, die in der Zeit, in der ich aktiv war (bis 2007) einfach nicht gegeben war. Verträge wurden nur eingehalten, wenn sich der abgemachte Preis für die Chinesen günstig entwickelte. Bei Preissteigerungen gab es plötzlich Produktionsprobleme, wichtige Lieferungen wurden verspätet ausgeliefert (wenn die Preise wieder sanken) oder gar storniert, dummerweise fand man dann die Ware mit unseren Lotnummern in Japan, Korea oder anderswo. Dass ein Chinese der sich im Westen etablieren will, nicht die gleichen Spielchen spielen kann wie in China ist ja selbst redend. Wenn ich allerdings die Wahl habe mit einem Koreaner, einem Japaner oder einem Chinesen ein Geschäft abzuschliesen, kommt auf Grund meiner geschäftlichen Erfahrungen der Chinese an letzter Stelle.

Rolf Carl

Guter Kommentar, sehe ich auch so, joe.