Bildbearbeitung

Umfrage: Welche Bildbearbeitungssoftware (RAW-Konverter) nutzt ihr?

Lightroom, Capture One, DxO PhotoLab, Luminar, ON1 RAW, Darktable – mit welchen RAW-Konvertern arbeitet ihr regelmäßig?

Bildbearbeitungssoftware: Die Auswahl ist groß

Für manche ist Bildbearbeitung ein notwendiges Übel, mit dem sie nur so viel Zeit wie unbedingt notwendig verbringen möchten, für andere bedeutet es Spaß, wenn sie in einem Programm ihrer Wahl an den letzten Details der eigenen Fotos feilen und sich kreativ austoben können.

Bildbearbeitungsprogramme gibt es inzwischen so einige. Manche sind kostenlos, manche kostenpflichtig und einige können inzwischen nur noch im Zuge eines Abonnements mit monatlichen Kosten erworben werden. Die große Auswahl mag gerade für Neueinsteiger manchmal erdrückend wirken und manchmal weiß man gar nicht so richtig, auf welche Software man denn als Erstes einen Blick werfen sollte.

In diesem Zusammenhang hat mich die Frage interessiert, welche Programme denn in der deutschsprachigen Fotocommunity am stärksten verbreitet sind.

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Photoshop Alternativen bewusst weggelassen, Fokus auf RAW-Konverter

Da es inzwischen ganz unterschiedliche Arten von Bildbearbeitungsprogrammen gibt, wollte ich mich der Antwort auf die Frage nach den beliebtesten Programmen nähern, indem wir heute einen Blick auf klassische Lightroom Alternativen bzw. RAW-Konverter werfen. Photoshop Alternativen oder kleine Programme zu berücksichtigen, die nur in ganz bestimmten Situationen ihre Stärken ausspielen können, hätte den Rahmen der heutigen Umfrage gesprengt. Hier geht es also erstmal speziell um die Unterkategorie “klassische RAW-Konverter”.

Zudem geht es mir ausschließlich darum, welche Software ihr denn wirklich regelmäßig benutzt. Wenn ihr etwas mal kurz ausprobiert, aber danach aber nie wieder intensiv genutzt habt, zählt das also nicht.

Welche der folgenden RAW-Konverter nutzt ihr regelmäßig? (Mehrfachantwort möglich)

Update: Ich habe die erste Version des Artikels nochmal überarbeitet, die Antwortmöglichkeiten angepasst und deutlicher gemacht, dass es mir in dieser Umfrage primär um RAW-Konverter geht, die einen breiten Funktionsumfang abdecken. Affinity Photo sehe ich zum Beispiel, auch wenn es RAWs verarbeiten kann, eher als Photoshop und weniger als Lightroom Alternative.

Natürlich seid ihr herzlich eingeladen, in den Kommentaren eure persönlichen Erfahrungen mit den verschiedenen Programmen zu teilen!

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Quantenrevolution

Affinity Photo fehlt
Affinity Designer fehlt
Affinity Publisher fehlt
DaVinvi Resolve fehlt (Eine Kostenlose Hammer Software)
Blender fehlt
Aurora fehlt
Es gibt sehr viele gute Bildbearbeitungssoftware die man ohne Abo nutzen kann!

Carsten Klatt

DaVinci Resolve ist für Bildbearbeitung? Dachte war nur für Video?

Alfred Proksch

Weil jeder RAW Konverter seine Schwächen hat benutze ich zur Zeit 5 unterschiedliche Produkte. Zu 90% komme ich mit Capture One klar.

René

Yep, C1 ist super – welche 10% sind das für die du dann eine andere Software verwendest?

Maratony

Seitdem ich meine X100V habe, fotografiere ich zum ersten mal bewusst in jpeg. Ich habe mit ihr kaum RAW Bilder gemacht. Selbst zuschneiden mache ich bei denen nicht. Das hat mich sehr bewusst gemacht, kann ich jedem nur empfehlen. – https://www.instagram.com/classic__negative/

Ansonsten C1 und Affinity Photo. Gute Combo! Obwohl ich Affinity auch kaum benutze, außer mal gelegentlich für nie Stapelverarbeitung oder um einen Rahmen zu setzen. High-End Retusche mache ich schon lange nicht mehr.

Mirko

so gesehen heißt dann mein Bildbearbeitungsprogramm „Fujixweekly“ 😂

Frank

Da verschenkst Du aber eventuell einiges an Farbtiefe. Das Jpeg-Format mag zwar bei Fujifilm gut sein, dennoch kitzelt man mit einem Bearbeitungsprogramm schon noch etwas heraus. Erfordert aber Zeit und Muße.

Zu Affinity Photo empfehle ich Dir vom Rheinwerk Verlag von Frank Treichler das ziemlich umfassende Buch.
Unter anderem auch mit Bilddateien zum herunterladen, um zu trainieren. Macht zwar anfänglich einige Mühe, die lohnt sich aber. Einmal, daß Du einen deinen Workflow entwickelt hast macht es richtig Spaß.
Lohnt sich schon allein wegen der Kamera mit dieser tollen Festbrennweite von umgerechnet 34,5mm.

Maratony

Weiß gar nicht so recht was ich dazu sagen soll. Danke erstmal…
Ich möchte erstmal nicht meine Bilder lange bearbeiten. Das habe ich jahrelang so gemacht. Früher über Photoshop und heute über Affinity. Daher benötige ich auch kein Buch, weil meine Funktionen die ich benötige, fast gleich geblieben sind. Compositionen mache 8cg nicht.

Jetzt zum Jpeg. Ich glaube nicht das ich Farbtiefe verschenke mit meiner Kamera. Ich mag die Bilder und Farben eben so wie sie sind und da sie nicht in den großen Druck müssen für Ausstellungen oder Bücher, reicht zum einen Jpeg und zum anderen sRGB. Und da, soweit ich weiß die meisten Bildschirme nur 8bit hergeben, sollte man sich von eventuellen Zahlen eh nicht täuschen lassen.
Grüße

Raphael

Es kommt immer auf das Bild an. Bei Szenen mit hohem Kontrast/Dynamikumfang kommt man an RAW natürlich nicht kaum vorbei, aber für sehr viele Bilder leistet die JPEG Engine bei Fuji so gute Arbeit dass man kaum bis nichts mehr nachbearbeiten muss. Ich nehme daher immer JPEG+RAW auf und habe dann hinterher der Wahl.

Maratony

Für mich wäre alledeings da immer noch die Möglichkeit zu suchen, mit Filtern zu agieren, insoferne es geht. Leider habe ich weder die Zeit noch das Geld um in Landschaften da die Platten zu verwenden. Aber ich muss sagen, dass ich mit der Fuji X100V echt zufrieden bin und es sich in den meisten Fällen lohnt nach möglichkeiten der Gestaltung zu suchen, statt die bearbeitung da machen zu lassen. Ich habe es mir da früher auch immer sehr einfach gemacht.

Knuth

Super Fotos, die gefallen mir sehr gut. Hast einen Abonnenten mehr.

Rolf Carl

Meine Fotos entwickle ich ausschliesslich mit DxO PL. Das geht bei den meisten Bildern sehr schnell Dank den automatischen Objektivkorrekturen (man kann einzelne Schritte aber auch rückgängig machen) und vor allem dem absolut genialen Modul Nachschärfen/Entrauschen, wofür ich früher mit dem mühsamen Unscharf Maskieren von Hand für jedes Bild etwa 10 Minuten brauchte, für ein schlechteres Resultat, notabene.

Für Ordneraufgaben wie erste Sichtung, Sortierung, Beschriftung usw. benütze ich die gratis Software NX Studio von Nikon. Die beiden Programme ergänzen sich für meine Fotografie absolut perfekt.

Maik Richter

Leider fehlt ACR (Adobe Camera RAW), der in Photoshop integrierte RAW Converter in der Aufzählung. Ich habe zwar auch Lightroom (Adobe Fotografie Abo), nutze aber meistens ACR, da es die gleichen Bearbeitungsmöglichkeiten bietet, wie LR, aber in PS integriert ist und ich so nicht zwischen verschiedenen Programmen wechseln muss.

Fotofreak

Lightroom und ACR sind nicht dasselbe. Vor allem der Import der Fotos welcher bei Lightroom unumgänglich ist muss bei ACR nicht sein. Mittels “Bridge” lässt sich alles direkt von der Festplatte, einem USB-Stick oder einer Speicherkarte direkt in ACR laden ohne zuerst einen Import machen zu müssen.

Marcello

Lightroom, für den Workflow zusammen mit LRTimelapse

Marcel

Ich nutz Luminar aber die Performance ist manchmal zum heulen. Gerade wenn es sich aufhängt. Und ich habe nicht gerade den schwächsten PC (i5, Gtx 1060, 16g Ram)

Knut

Das kann an so vielen Ursachen liegen daß Programm nicht läuft. Z.B wenn die Grafikkarte nicht in der Lage ist Rechenoperationen mit dem Prozessor zu tauschen, kann aber auch am Motherboard liegen. Dualchannel od. Singelchannel RAM spielt auch ne Rolle. Es ist wirklich so, das die Programme so unterschiedlich sind, dass man nicht mehr sagen kann dieses od. jenes sei ein Patentrezept.

Leonhard

Stimmt genau, werter Knut!

Den Hauptgrund sehe ich eher darin, dass da sowohl bei Hardware als auch bei Software jeder sein eigenes Süppchen kocht und keiner große Mühe darauf verwendet, sich um Kompatibilität zu scheren.

Wir haben hier mit einem Rechner (mit 2 Intel-Prozessoren und 128 GB RAM auch nicht die kleinste Größe) genau die umgekehrte Erfahrung wie Marcel: Luminar läuft wie geschmiert, dafür stürzen LR und PS am laufenden Band ab! Habe mir die Mühe, woran es hängen könnte gespart und benutze eben einfach für Adobe einen anderen Rechner, sicherlich ist die Grafikkarte zu alt, auf das olle Brett würde aber wohl auch keine neue mehr passen und ob man dies dem BS unter Windows noch erklären könnte oder ob dies die neue Grafik für eine Haarbürste halten würde, wer weiß, wer will es wissen?

Knut

Das stimmt auf meinem 12 Jahre alten Dell läuft Luminar 4 besser als Lightroom 6….. . Nun droht der Festplattentot und das bei Chipmangel. Ein echter Albtraum.
Aber viel wichtiger für mich ist eben auch, grundsätzlich kein Abo.
In diesem Sinne:
Never change a running system.

Knut

Ich bezeichne mich als klassischer Zeit/Blendefotograf.

Als solcher habe ich bestimmte Vorstellungen wie ein Bild von mir werden soll wenn ich auf den Auslöser drücke. Dieses Vorgehen verlangt geradezu das RAW-Format. Aus diesem Grund fällt JPEG quasi weg.

Früher nutzte ich Lightroom. Bin aber dann zu Lumina gewechselt weil ich so sehr viel schneller zu meinen Ergebnissen komme.

Fotofreak

Was hier ganz klar fehlt ist der “Camera RAW Filter” von Photoshop!
Ich persönlich nutzen diesen viel lieber als Lightroom, da ich mich mit dem Import der Fotos nicht anfreunden kann.
Zusammen mit Adobe “Bridge” ist der “Camera RAW Filter” super, denn ich kann z.B. von einem USB-Stick, einer Speicherkarte, dem Desktop oder halt auch von der Festplatte aus Bilder laden, bearbeiten, verschieben oder löschen ohne diese erst importieren zu müssen.

Matthias

…und genau das ist der professionelle Workflow. Daneben lasse ich eigentlich nur noch DPP von Canon gelten und mit Abstrichen das Nikon-Programm, welches aber zu umständlich in der Bedienung ist. Der ganze Rest der oben aufgeführten Programme fällt unter die Rubrik Hobby…

Knuth Hansen

Die These ist aber sehr steil. Capture On und Lightroom sind nur Hobby, ok wenn Du meinst

Matthias

Finde nicht, dass die These sehr steil ist. Es geht einfach um den Zeitaufwand für den gesamten Workflow. Bin also kein Fan von Adobe. Muss aber auch anerkennen, dass es von der Rawentwicklung bis zur Fertigstellung kein effektiveres Programm gibt. Keine Agentur und kein Retoucher, die ich kenne, arbeiten mit einem der oben aufgeführten Programme. Es kann durchaus sein, dass einige der Programme beim ein oder anderen Motiv im Detail besser abliefern. Aber nicht um Welten sondern im einstelligen prozentualen Bereich. Im Endergebnis achtet darauf aber keiner…

Andreas

Erste Sichtung nach dem Runterladen mit Canon DPP, dort die “Schnellüberprüfung” und entsprechendes Aussortieren. Der Rest in Lightroom 6. Dazu als plugin die dehaze Vorgaben von G.Wegener. Einfach nur spitze. Ausnahme gelegentliches Korrekturstempeln. Das kann DPP besser.

joe

Ich nutze auch vorwiegend DPP aber neuerdings auch die RAW Bearbeitung bei PS Elements 2021, das übrigens insgesamt mehr kann als Lightroom 6 und ab und zu verwende ich noch Nik-Filter.

Bernd

Wenn bei so einer Abstimmung Adobe Camera Raw fehlt, ist das schlicht peinlich. Da reicht mir auch der Hinweis nicht: “Uuups, dann doch bitte Lightroom ankreuzen”. Entweder richtig oder gar nicht. Wird nach Automobilbauern aus Deutschland gefragt, sähe diese Liste ohne BMW auch blöd aus.