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Voigtländer APO-Lanthar 90mm f/4: Kompaktes Tele-Objektiv für Leica M vorgestellt

Cosina bringt mit dem Voigtländer APO-Lanthar 90mm f/4 VM ein außergewöhnlich kompaktes Tele-Objektiv für Leica-M-Kameras.

Apochromatisches Design bei nur 235 Gramm

Das neue APO-Lanthar wurde bereits im Februar zusammen mit dem Voigtländer APO-Skopar 75mm f/2.8 VM auf der CP+ gezeigt, jetzt liegen die finalen Daten vor. Mit einem Durchmesser von 53 Millimetern, einer Länge von nur 54,8 Millimetern und einem Gewicht von 235 Gramm bleibt das Objektiv erstaunlich handlich für ein 90-mm-Tele.

Das apochromatische Design mit acht Elementen in sechs Gruppen, darunter Glas mit anomaler Teildispersion, soll die chromatische Aberration weitgehend eliminieren. Die Blende verfügt über zehn Lamellen, das Filtergewinde misst 43 Millimeter.

Naheinstellgrenze und Verfügbarkeit

Über den Messsucher fokussiert das APO-Lanthar bis 0,7 Meter, per Live View sind sogar 0,5 Meter drin. Damit erreicht ihr einen maximalen Abbildungsmaßstab von 0,28x, was nahe an klassische 1:4-Makrofotografie heranreicht und das Objektiv auch für Detailaufnahmen interessant macht.

Für Leica-M-Fotografen, die zuletzt schon die Rückkehr der Ultron Vintage Line 28mm f/2 und 35mm f/2 verfolgt haben, dürfte das ein weiteres Zeichen dafür sein, dass Cosina die VM-Palette derzeit spürbar aktiv pflegt. Das APO-Lanthar 90mm f/4 soll ab August erhältlich sein, in Japan zum Preis von 103.320 Yen, umgerechnet entspricht das etwa 640 US-Dollar. Preise für den europäischen Markt stehen noch aus.

Zum Vergleich: Das ähnlich positionierte APO-Skopar 75mm f/2.8 VM kostete in Deutschland 699 Euro. Danach könnte das APO-Lanthar 90mm f/4 hierzulande bei etwa 800 Euro landen.

Wäre euch bei einem 90-mm-Objektiv eher die kompakte Bauweise wichtig, oder würdet ihr für mehr Lichtstärke auch ein größeres und schwereres Objektiv in Kauf nehmen?

via: PetaPixel

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19 Kommentare
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Alfred Proksch

Lichtstärke ist nicht alles! Der Rest liest sich ansprechend. Wer ohne technische Hilfsmittel Fotos machen kann beherrscht sein Handwerk. Schön das sich Cosina um Objektive für das M-Bajonett kümmert. Mit Adapter funktionieren die außerdem an jeder DSLM wenn jemand auf die Idee kommen sollte mal etwas anderes für seine Bildideen verwenden zu müssen. Individualisten mag ich besonders gern weil ihnen in jeder Hinsicht ein breiteres Sichtfeld eigen ist.

Mirko

…also ich finde es Klasse und werde vermutlich auch zuschlagen 📷 Das Ding findet noch locker Platz in meiner Fototasche und die Pro3 wird dadurch definitiv nicht unhandlich werden 😎

Alfred Proksch

Servus Mirko

immer wenn ich mit den beiden M Dingern unterwegs bin sind logischerweise Festbrennweiten im Einsatz. Die Qual der Wahl besteht darin welche davon am besten zum Motiv passt und welche besonders gut mit dem Monochrom Sensor harmoniert wenn z.B. der grüne SW Filter davor montiert ist. Der Mist Filter vor dem Farbsensor reagiert bei jedem Objektiv leicht anders, das macht den Reiz an der Sache aus.

Mit den Fuji Kameras den entsprechenden Festbrennweiten den dort verbauten technischen Helferlein sowie der Kamera internen Bildverarbeitung sind die Ergebnisse nicht mit denen aus den M-Kameras vergleichbar. Es sind zwei getrennte Welten die aufeinander treffen. Besser oder weniger gut ist nicht das Thema! Die Bildanmutung entscheidet ob mir persönlich dieses oder jenes Foto gefällt.

Wenn mir bei genauer Analyse am heimischen Monitor ein selbst gemachter Fehler auffällt spornt mich das an die Aufnahme noch einmal, aber dieses mal richtig zu machen. Denn nichts ist für ewig in Stein gemeißelt. Noch so einer: Man lernt nie aus!

Mirko

Alfred mir geht es ja nicht um einen Kameravergleich, mir geht es um kompakte Objektive und Kameras 😉 Jetzt müsste Pana nur noch die s9 mit Sucher bringen und ich wäre glücklich 😄

Joachim

f/4 ist schon a weng zu wenig. Draußen, schönes Wetter vermutlich ideal. Ansonsten Naja, obwohl APO Lanthar war immer eine besondere Hausnummer.

J.Friedrich

Vor rd. 15 Jahren hatte ich zum “‘rumspielen” noch nebenbei die Voigtländer R3a und R4a mit 15mm, 21mm, 35mm SC, 50mm Apo und dem Apolanthar 3,5 90mm – die R4a mit dem weitwinkligen 0,52-fach Sucher ab 21mm Leuchtrahmen und dem 35 SC als Standard dran, dass war meins.

Es war für mich die Abschieds-Zeit aus 35 Jahren durchgängigen Laborierens in allen Prozessen, geschätzt 1 Jahr in Dunkelheit in meinem Leben 😉 verbracht.

Das Lanthar macht(e) einen guten Job, wenn man (noch) Topaugen hat 😉 und einen >0,7-fach Sucher mit einem passenden Leuchtrahmen – meine Welt sieht heute anders aus.

Mirko

…falls Du ausgespielt haben solltest dann würde ich mit den Kameras gerne weiter spielen. Würde natürlich dafür etwas spenden bei “meine Blumen haben Durst e.v.” 😎

J.Friedrich

Du wärst der Richtige um sie in gute Hände zu geben, wenn ich die Teile noch hätte – da kommst Du rd. 12/13 Jahre zu sät – Sorry Mirko!

Mirko

Kaufen und Verkaufen, nichts bleibt im Westen im Besitz…muss mich dann mal in Polen umhören 😉

Rolf Carl

Für Leica-Besitzer, die in Folge mangelnder Bewegung Rückenschäden haben, ist das genau das Richtige. Ich sags ja immer: Streetfotografie ist der Anfang allen Übels. Dann noch besser in die Vitrine damit, wie es die Meisten machen.

Jetzt mal ernsthaft: 90 mm f4, und dann redet man noch von Makro nahe Massstab 1:4. Wieso nicht gleich ein Makro zwischen 90 und 105 mm f2.8? Z.B. das Sigma Art f2.8, ein absolutes Sahnestück. Gut, ist noch etwas teurer, aber man gönnt sich ja sonst nichts. Dafür hat man dann gleich etwas Gescheites.

Mirko

…weil Voigtländer noch ein Ultron 90/2.0 + Skopar 90/2.8 im Programm hat. Wollmilchsäue überlässt man beruhigt den anderen Herstellern 😉 Besitze zwar keine Leica aber nach meinen doppelten Bandscheibenvorfall flog meine gesamte DSLR Ausrüstung raus. Für mich nur noch “Leicht & Luftig”, bin halt die Yogurette unter den Freizeitfotografen 😎

Joachim

Bandscheibe, oh je, das kenne ich. Dank OP läuft das ganz gut bei mir. Allerdings das APO Lanthar 3,5/125 Makro nehme ich selten mit. Ohne AF braucht es ein ruhiges Motiv. Bilder sind aber echt sehr gut, wenn man nicht verwackelt.

Rolf Carl

Ach so, dann wären die f2 und f2.8 die erste Wahl, abblenden kann man ja immer noch. Ich hatte auch schon ein paar Bandscheibenvorfälle, aber dann konnte ich gar keine Kamera mehr tragen, also habe ich die DSLR/DSLMs behalten 😁Zwischendurch bin ich jeweils wieder toppfit.

Mirko

Joachim & Rolf, kam auch unter das Messer und seitdem (auf Holz klopfen) nie wieder Probleme gehabt und muss ich auch nicht mehr haben 😄 Rolf das stimmt schon mit dem “abblenden” aber wegen seiner Kompaktheit hatte ich mich für das 75mm Ultron (auch noch mit der einfachen Vergütung) entschieden und nicht für das 75mm Nokton. Ich finde es genial, man ist irgendwo unterwegs hat ein kleines 90mm Objektiv dabei und kann die ganze “Stadtansicht” ein wenig “raffen” 👍 Der Porträt -Fotograf würde logischerweise zur f2.0 Version greifen 📷

Rolf Carl

Ja, leicht hat schon was, vor allem wenn man noch andere Objektive dabei hat. Da habe ich für den Notfall jeweils ein superleichtes Sigma Makro 2.8/50 dabei. Ist zwar kein 75 oder 90er, aber hat dafür Massstab 1:1. Man muss einfach näher ran.

Mirko

Makro ist so eine Welt für sich, hier habe ich mal das Canon FD 50/1.4 “falsch herum” vor die Kamera gehalten 😄
https://i.ibb.co/RT5G2MMD/Collage-6.jpg
Der Umkehrring kommt erst morgen und bin mal gespannt was man damit anfangen kann, oder eben auch nicht. Will ja im September Skorpione unter UV Licht fotografieren (zumindest versuchen) und ob ich mir ein Makro noch holen muss. Habe zwar noch einen “Balgen” aber bis ich da alles genau eingestellt habe ist selbst eine Schnecke schon aus den Bild gekrochen 😂

Rolf Carl

Sieht ganz gut aus, das könnte auch mit den Skorpionen so klappen. Bei einem 50er hast du mehr Schärfentiefe, könnte ein Vorteil sein, dafür musst du aber näher ran. Mit einem Balgen würde ich so etwas eher nicht fotografieren.

Joachim

das 1,4/50 Planar umgekehrt auf den Balgen macht excellente Bilder. Dank dem Canon Adapter von Contax/Yashica lässt sich der Yashicabalgen anschließen. Benutze das schon mal für die kleinen Samen der Orchideen oder für kleine Details an Münzen, Briefmarken etc. Ist für mich sowas für die Wintertage. In Ruhe und mit Extralicht. Das Forum hier bringt mich auf die Idee, das mit Photostacking mal auszuprobieren. Makro ist immer ein Problem der Schärfentiefe.

Mirko

…ich habe nur das “Rollei-Planar” 50/1.8 und hier ist auch mittlerweile die Blende defekt. Morgen ist Flohmarkt, mal schauen vielleicht findet man was … wenn das Wetter mitspielt ⛈️

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