Objektive

Zeiss Otus 100mm f/1.4: Neues Premium-Objektiv geleakt

Zeiss wird in Kürze ein neues Premium-Objektiv vorstellen, das 100mm f/1.4 Otus! Es wurden bereits Bilder und technische Daten geleakt.

Neues Objektiv der Otus-Familie geleakt

Zeiss arbeitet derzeit nicht nur an der Vollformatkompaktkamera ZX1, die in Kürze auf den Markt kommen soll, sondern auch an einem neuen Premium-Objektiv. Das zeigen Leaks, die derzeit im Netz die Runde machen und ein neues Objektiv der Otus-Reihe zeigen – das 100mm f/1.4 nämlich. Schon im letzten Jahr war dieses Objektiv erstmals geleakt worden, nun scheint die offizielle Präsentation kurz bevor zu stehen.

Die Otus-Objektive aus dem Hause Zeiss gehören in Sachen Qualität ohne Frage zum Besten, was der Markt aktuell zu bieten hat. Die Gläser bestechen mit einer herausragenden Bildqualität, richten sich mit ihren hohen Preisen aber auch ausschließlich an Profis.

Zeiss Otus 100mm f/1.4

Das neue Zeiss Otus 100mm f/1.4 wird mit seinen 100m die bisher längste Brennweite der Otus-Familie zu bieten haben, auf den Markt kommen soll das Objektiv für Spiegelreflexkameras von Canon und Nikon. Auch einige technische Daten sind bereits durchgesickert, so soll der optische Aufbau beispielsweise auf 14 Linsen in 11 Gruppen bestehen, zudem soll das Objektiv ein Gewicht von rund 1.400 Gramm auf die Waage bringen. Der Filterdurchmesser wird bei den anderen Otus Objektiven auch 86mm betragen.

Wann genau das neue Otus Objektiv auf den Markt kommen soll, ist noch nicht bekannt. Man kann aber bei so konkreten Leaks davon ausgehen, dass die offizielle Präsentation irgendwann in den nächsten Tagen stattfinden wird. Vielleicht wird zusammen mit dem neuen Objektiv auch direkt die Kompaktkamera ZX1 final vorgestellt?

Auch zum Preis der neuen Otus sind noch keine Infos durchgesickert, 5.000 Euro sollte man aber schon mal zur Seite legen, wenn man sich für das 100mm f/1.4 interessiert.

Wer von euch hat schon mal mit einem Zeiss Otus Objektiv gearbeitet und wie ordnet ihr die Otus Gläser im Vergleich zu anderen Objektiven ein?

Quelle: Nokishita

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

9 Kommentare

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  • Ich habe gar nichts zu Autofokus gelesen.

    Manche Zeiss-Objektive arbeiten ja mit dem sogenannten Turnschuh-Autofokus.
    Man versucht die Schärfeebene exakt zu fokussieren, was per Hand nie so ganz genau gelingt.
    Dann gibt man irgendwann auf.
    Man nimmt die Schärfeebene zur Kenntnis und verschiebt sie per Standortwechsel an die gewünschte Stelle.

  • Sollte Zeiss hier tatsächlich um die 5000 Euro verlangen, haben sie den falschen Anschluß verbaut
    An Leica sollte es passen.
    Oder ist die Stückzahl so klein aufgelegt ?

    • Otus gab es noch nie unter 4000. Deshalb ist es ziemlich sicher, dass der Preis darüber liegt.

      Für Sparfüchse gibt es noch Sigma Art, mit gleich guter Abbildungsleistung.

  • Ich habe bereits ein manuelles Weitwinkel von Zeis (18mm), das Schlappe 1700.-€ gekostet hat, es ist haptisch und von der Qualitätsanmutung einmalig, aber ich sehe offen gestanden keinen Unterschied zum EF 17-40mm. Ich verwende es praktisch nie und würde es auch nie mehr kaufen. Also wer’s haben will für 500.-€ gebe ich es gerne ab!

  • Vielleicht hilft ein kleiner Erfahrungsbericht. Ich verfüge über ein Otus 55mm und ein Otus 85mm und nutze diese Linsen an der Nikon D810.

    a) Abbildungsqualität: Weit , weit besser als die Original Linsen von Nikon ( 50mm; 1,4 und 85mm 1,4) .
    Bedeutend feinere Microkontraste als Sigma Art, erstaunlicherweise bieten die Linsen mit der D810 auch eine bessere Detailauflösung als die Fuji GDXR mit 65mm. (Ich konnte Vergleichsaufnahmen machen.)
    Kehrseite ist natürlich auch eine höhere Moiree-Anfälligkeit

    b) Praktikabilität: Beim 85er keine Handaufnahmen möglich, beim 55er sehr schwer, die kleinste Verwacklung ist sichtbar und die Linsen sind schwer. Das 85er hat je nach Blende einen front oder back focus.

    c) Einsatzmöglichkeiten: Um der Qualität der Linsen gerecht zu werden, lohnen sich nur Aufnahmen vom Stativ und die Fokussierung über den Monitor (hier werden die Blenden berücksichtigt). Der Nikon Sucher hilft hier nicht weiter. Also nur was für die langsame, „meditative“ Fotografie

    d) Ergebnisse: Die Leistung der Objektive fallen besonders bei 2 Faktoren auf:
    1. Bei Abzügen ab A1 und größer
    2. Bei der Bilbearbeitung, da die Reserven durch die feinen Microkontraste phantastische Optionen ohne Abrisse bieten.
    e) für wen? Für Fotografen, die sich für jedes Bild viel Zeit nehmen und bereit sind, diese auch in die Bildbearbeitung zu stecken und großformatige Abzüge brauchen. Hier bieten die Linsen eine unübertroffene Qualität.
    Also kein Sport, kein Event, kein Street, keine Reisedoku, kein Fotobuch……

    Meines Erachtens sind das Spezialobjektive, die die“normalen“ Objektive für den täglichen Gebrauch nicht ersetzen – aber mit hohen Suchtfaktor.

    • Danke für deinen Praxisbericht, Richard,

      dass die Zeiss Linsen noch etwas besser sein sollen als die Sigma Art, hätte ich nicht gedacht, da die Messwerte etwa gleichauf liegen. Bessere Mikrokontraste … ich denke, ich muss mir die Otus nochmals genauer anschauen. Eigentlich bin ich von den Sigmas Art schon total gegeistert, aber ich hatte auch schon mit dem 15er 2.8 Distagon geliebäugelt. Kennst du das zufällig auch?