Kameras

Zeiss ZX1: Preis von 4.000 Euro & weitere Informationen

Die kommende Zeiss ZX1 soll im Preisbereich von 4.000 Euro angesiedelt sein, außerdem rückt Zeiss noch ein paar weitere Infos heraus.

Zeiss ZX1: Ein mutiges Experiment

Für mich persönlich ist die Zeiss ZX1 immernoch eines der Highlights der photokina 2018. Natürlich ist die Kamera (wenn überhaupt) nur für eine kleine Zielgruppe interessant und ich kann mir auch gut vorstellen, dass die High-End-Kompaktkamera überhaupt nicht erfolgreich sein wird. Doch ich freue mich zum einen, dass Zeiss bald wieder mit einer eigenen Kamera auf dem Markt vertreten sein wird, und zum anderen gefällt es mir, dass der Hersteller mit der ZX1 um die Ecke denkt und bewusst eine andere Richtung einschlägt.

Die Zeiss ZX1 ist innovativer als die meisten anderen Kameras, die in den letzten Jahren vorgestellt wurden und genau diesen Mut hin zu mehr Innovationen würde ich mir manchmal auch von anderen Herstellern wünschen. Wie gesagt, dieser Mut muss sich nicht immer auszahlen und ein Experiment wie die ZX1 kann auch kräftig in die Hose gehen. Die scheinbar innovative Touch-Bar der Canon EOS R beispielsweise wird von vielen Kunden nicht gut angenommen. Doch ganz grundlegend möchte ich an dieser Stelle Toshihisa lida von Fujifilm Recht geben: Ein bisschen haben es die Kamerahersteller selbst in der Hand. Wenn sie es schaffen, innovative und spannende Produktneuheiten zu entwickeln, dann werden sich diese Produktneuheiten auch gut verkaufen und die Hersteller werden überleben. Auch wenn es derzeit nicht gut aussieht für die Kamerabranche.

Preis von ca. 4.000 Euro & weitere Infos

Doch zurück zum eigentlichen Thema, der Zeiss ZX1. Zu dieser Kamera, die irgendwann in naher Zukunft final vorgestellt werden soll (auf der photokina 2018 gab es lediglich eine Vorankündigung), hat Zeiss im Interview mit DPReview ein paar neue Informationen herausgerückt. Besonders spannend sind die Infos zum Preis, laut Zeiss soll die ZX1 nämlich ungefähr so viel kosten wie eine Leica Q oder Sony RX1R II – sprich man kann mit einem Preis von grob 4.000 Euro rechnen!

Des Weiteren trifft Zeiss noch folgende Aussagen:

  • Akkulaufzeit von ca. 250 Bildern
  • Mechanischer Verschluss von nur 1/1.000 Sekunde, schneller mit elektronischem Verschluss
  • Android als Betriebssystem, sehr geringer Stromverbrauch im Standby, gleichzeitig aber schnelle „Aktivierung“ der Kamera
  • Das Projekt ZX1 wurde vor vier Jahren gestartet
  • Entwicklung und Design komplett von Zeiss selbst
  • Kein Download von externen Apps möglich, es werden aus Sicherheitsgründen nur bestimmte Apps unterstützt

Ich bin gespannt auf die finalen Spezifikationen der Zeiss ZX1!

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

35 Kommentare

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    • Riesiges Touchdisplay als zentrales Bedienelement (Smartphones als Vorbild), hochauflösender EVF. Direkte Verbindung mit dem Internet möglich. Android als Betriebssystem, somit Installation von Apps möglich. Lightroom direkt in die Kamera integriert. Diese Kombination würde ich schon als innovativ bezeichnen wollen, oder sagen wir zumindest „fortschrittlich“.

      • Die junge Kundschaft kauft es nicht und die Alten machen genau das schon so mit ihrem Smartphone und eine Lesebrille brauche sie auch noch dazu. Wie ich.

  • Da ich mich für die Webanbindung weniger interessiere aber die Kamera als gedachte Zweitkamera sonst ganz interessant fand habe ich das Geschehen verfolgt.
    Aber 4000€ für eine Zweitkamera ist viel zu viel für mich. Als Hauptkamera müsste sie Wechselobjektive haben…
    Eingedenk des Hypes um das Huawei30 Handy wird die Kamera es schwer haben bei der Socialmediageneration zu punkten…

    • …und seltsamerweise auch bei Fotografen. Wer sich schon ein Bild vom P20 gemacht hat, fragt tatsächlich ob diese Produkte noch groß eine Chance haben den Bock für die Firma fett zu machen. ich habe seit letzten Dienstag da auch enorme Zweifel daran.

  • Wenn das Display ein herausnehmbares Smartphone wäre könnte ich dem vielleicht noch etwas abgewinnen. Für 2.500 Euro wäre das bestimmt machbar.

  • Die Richtung von Zeiss stimmt, Android als Betriebssystem. Wenn die Kamerahersteller dann noch realisieren, dass man mit ihren Kameras auch noch telefonieren und surfen könnte, dann würde man der Smartphoneindustrie den Todesstoss versetzen und der eigene Markt würde expodieren………..

    • Gar nicht so abwegig, Thomas,
      die schmalen Dinger rutschen einem sowieso dauernd aus der Hand. Der Vorteil der Kamera ist, dass sie noch eine Ecke zum Halten hat. Vielleicht könnte man darin gleich das Telefon unterbringen.

      Also ich würde deine Idee gleich patentieren lassen, du weisst ja wie das geht …

      • Danke Rolf, aber es war von mir eigentlich nicht wirklich ernst gemeint. Etwas Augenzwinkern war schon dabei. Ich habe aufgrund Deiner Reaktion nun auf die Schnelle in Patentdatenbanken recherchiert und bereits den ein oder anderen Hinweis in bereits existierenden Patentanmeldungen auf eine solche Lösung gefunden. Es lohnt sich also nicht etwas anzumelden, zumindest nicht, wenn man die Idee nicht weiterentwickelt und mehr konkrete und neue Detaillösungen zur Verfügung hat. Es ist ja auch ziemlich schwierig, den Unterschied zwischen einem Smartphone mit Kamera und einer Kamera mit Telefon zu definieren.

        Die Idee ist aber sicherlich deshalb überlegenswert, weil typische Smartphones in der heutigen üblichen schmalen Bauweise nur kleine Sensoren, kleine Linsen und eine nicht zufriedenstellende Bedienbarkeit der Kamera zulassen. Neben allen anderen Einschränkungen ist das für mich einer der Hauptgründe, weshalb ich (momentan) nicht sehe, wie ein Smartphone bei mir ein DSLM/DSLR-Kamerasystem ersetzen könnte?

      • Hallo Thomas,

        so schwierig ist die Definition gar nicht: ein Smartfon mit Kamera ist eine flache Scheibe, und eine Kamera mit Telefon hat immer einen Wulst zum Halten, ausser bei Sony, aber dann hat es auch keinen Platz für ein Telefon. So einfach ist das … auch mit Augenzwinkern.

        Ja, und meine Kameras würde ich auch nicht durch ein Smartfon ersetzen. Ich habe bis jetzt ein einziges Foto mit dem Händy gemacht, weil ich aus Versehen auf den Knopf gedrückt habe. Mein Portrait war nicht mal scharf. Soviel zur Bedienbarkeit. Aber im Telefonieren ist es nicht schlecht, französische Qualitätsarbeit halt …

  • Ich vermute, Fotografie-Puristen werden alles andere als happy sein miit 1/1000 Sekunde, und vor allem brauchen oder wollen die vermutlich kein Android und direkten Upload ins Internet.

    Und wie die anderen schon schreiben, die jungen Leute werden nicht 4.000 EUR ausgeben, wenn ein Huawei P30 Pro viel weniger kostet.

    Das einzige, was ich von den technischen Daten der ZX1 toll finde, ist der offenbar fantastische EVF. 250 Bilder pro Batterieladung sind auch mehr als genug. Wer eine solche Kamera hat, macht nicht 750 Fotos am Tag, um daraus die besten zehn auszusuchen.

    • Die Kamera hat noch einen elektronischen Verschluss. Im Text steht nur das dieser schneller als der mechanische Verschluss ist. Im Netz hab ich 1/8000s bis 30s mit elektronischem Verschluss gefunden.

  • Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Kamera als Prestigeobjekt für die Vitrine „designt“ wurde.

    Ergonomie sieht auf jeden Fall anders aus, und eine rutschsichere Gummierung fehlt auch komplett, und das zu diesem Preis. Na ja, wenn die einem aus der Hand rutscht …

  • Für die Smartphonemaniacs fordert Tony Northrup auf You Tube etwas ähnliches, damit die Fotobranche mal wieder was zum verkaufen hat.
    Er sagt, viele, die mit dem SPH Bilder machen oder Videos, wollen irgendwann eine Kamera, die nicht klingelt. Nur muss sie so einfach in der Bedienung sein, wie ihre SPHs, klappbarer Riesentouchmonitor, Blitzschneller Up- and Download, Photo-Apps, AI, computerisierte, camerainterne Bildbearbeitung, 4K Video, Wechselobjektive, FF, u.s.w..
    Nur meint er Canon sei die richtige Company, wegen der Marktpräsenz und der Präsenz in den Köpfen.
    Und noch ein wichtiges Detail. Kosten soll der Spaß schlaffe 500$.

    • Davon ab das Tony Northrup in erster Linie Geschäftsmann ist hat er aus seiner Sicht schon recht.

      Für mich ist der sinnvollste Weg für die klassischen Gerätehersteller aus der Misere Smartphone herauszukommen dieses in die Kamera zu implementieren.

      Jede Kamera braucht ein Display, es soll beweglich sein, in jeder Kamera arbeitet ein Computer. Das alles macht, viel besser, auch ein Smartphone.

      Mein Vorschlag ist z.B. ein CaNikSony Smartphone ohne Kamera das zum Foto machen in das jeweilige Gehäuse geschoben wird. Das Kamera Betriebssystem, der Akku, eine Mikro Speicherkarte, das Display ist ja bereits vorhanden. Alle anderen Smartphone Tools funktionieren wie sonst auch wenn man es in der Hosentasche hat.

      Der Foto interessierte Kunde hätte so einen echten Doppelnutzen. Das würde bei jedem System MFT, APSC, Vollformat und sogar beim Mittelformat gleichermaßen funktionieren.

      Ist denn meine Idee so abwegig?

      • @Alfred

        eigentlich nicht, aber zum Beispiel das Phablet – sehr grosses Handy mittleres Tablet ist/war auch eine gute Idee ist aber total gefloppt.
        Ich denke der Ansatz von Zeiss ist sehr gut, allerdings müsste es, um sich vom sehr guten Handy abzusetzen, Wechselobjektive haben/geben.

      • Hallo Joe! Würde ich gar nicht mal sagen dass das Phablet total gefloppt ist, im Gegenteil. Viele Smartphones sind ja inzwischen eigentlich Phablets, nur benutzt niemand mehr diesen Begriff. Das neue Huawei P30 Pro beispielsweise ist 6,47 Zoll groß. iPhone Xs 5,8 oder 6,5 Zoll usw… das sind genau die Größen die früher als Phablets bezeichnet wurden.

      • @Mark

        stimmt es geht natürlich in diese Richtung, aber ich dachte z.B. an das Huawei mit etwas über 7″, das ich meiner Tochter vor 5 Jahren gekauft habe, das lag damals wie Blei in den Läden und wurde zum Schluss für weniger als 200.-€ verkauft. Im Übrigen sind die meistverkauften Handys auch heute noch weit unter 6″, vor allem Frauen mögen es i.d.R. – zumindest beim Handy – etwas kleiner.

  • Na ja, wenn man im Studio seine Bilder schiesst…., dann mag das wohl gehen.
    Aber was ist, wenn man mal nen schönen Seeadler im Flug haben möchte?
    Nix für Wildlife
    Dann nützt auch das schönste Bildbearbeitungsprogramm nix mehr….35mm bleiben 35mm

    • @Jürgen K.

      Ich nutze auch nicht den Porsche zum Möbel transportieren und gehe auch nicht mit meinem Dieselkombi auf die Rennstrecke. Dennoch bin ich bei Dir, finde es schade, dass es kein Wechselobjektiv hat, denn das Konzept an sich hat – meiner Meinung nach – Hand und Fuss!

      • Mopin Joe
        da gebe ich Dir recht.
        ich habe hier manchmal den Eindruck, dass die meisten Fotografen nur mit kleinen Brennweiten
        durch die Fotowelt laufen. Das finde ich sehr schade.
        Denn wenn ich mal mich draussen so umschaue, dann sind doch sehr viele Kollegen mit richtig großen Gläsern unterwegs……und das scheint hier bei Zeiss untergegangen zu sein. Und die könnten auch die mittleren bis großen Brennweiten gut darstellen.

  • Ich habe bisher mit der Sonx RX1 RII gearbeitet. Diese Kamera ist wirklich technische Spitze. Nachteilig war für mich der kleine Body. Ohne einen Griff z.B. von Fotofiox muß man sehr konzentriert arbeiten, damit man nicht auf irgendwelche Knöpfe drückt oder einem gar die Kamera aus der Hand rutscht. Da erscheint mir die Neue von Zeiss mit dem integrierten Handgriff und der Größe das geeignetere Gerät zu sein.
    Die Möglichkeit Bilder sofort zu bearbeiten und zu verschicken ist ein deutliches Plus. Das spart sicher Zeit gegenüber einer nachträglichen Bildbearbeitung am PC.
    Ein nicht wechselbarer Akku wäre aus meiner Sicht ein K.o. Punkt. Damit wäre die Lebensdauer der Kamera möglicherweise so eingeschränkt, wie bei Smartphones, die keine Wechselmöglichkeit mehr zulassen. Dazu ist die Kamera dann letztlich auch zu teuer. Die RX1 RII braucht auch ordentlich Strom. Ohne wechselbare Akkus müsste man ständig die Arbeit unterbrechen.
    Hoffentlich erscheint die Kamera bald. Ich erinnere mich noch an frühere Zeiten bei Zeiss: Aufwendige Technik, aber ewig zu spät !

  • Zeiss sprach ja in den ursprünglichen Pressemitteilungen davon, die Kamera sei Anfang 2019 verfügbar. Mittlerweile ist bereits die zweite Jahreshälfte angebrochen ohne das die ZX1 im Handel zu finden ist.

    Gibt es neue Informationen hierzu?

      • Hallo, ich gehe bald in Rente und möchte das Ding nicht auf meinem Sarg liegend wissen. Dafür ist sie zu teuer, denn meine Enkel können nix damit anfangen; passt nicht in die Hosentasche. Zeiss ist eine Weltfirma und schwächelt jetzt. Das ist marketingtechnisch ganz schlecht. Ungenügende Performance! Tatsächlich ist sie nur was für uns Best Ager.
        Viel Geld für ein paar Bilder machen. Aber was soll ich sonst machen mit meinem Geld?
        Also, Ihr Zeissianer, haut rein, mein Geld ligt schon bereit! Ja, ok. leicht satirisch.
        Es grüsst Euch der Verhinderte

      • Hallo,

        naja, ich interessiere mich nicht für diese Kamera. Den Link zu den technischen Daten habe ich nur zur allgemeinen Information geschrieben. 🙂

        Grüsse