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Fuji X-T2: 24 Megapixel, besserer Autofokus & 4K Video

Fujifilm hat die X-T2 präsentiert und die Kamera im Vergleich zur Vorgängerin in vielen Punkten deutlich verbessert. Wir werfen einen Blick auf alle Spezifikationen.

Fuji X-T2 vorgestellt

Vor gut zwei Jahren hat Fujifilm mit der X-T1 genau ins Schwarze getroffen. Die Kamera schnitt nicht nur in vielen Tests gut ab, sondern erfreute sich auch bei den Nutzern größter Beliebtheit – dementsprechend groß ist nun die Freude, dass mit der Fuji X-T2 eine Nachfolgerin auf den Markt kommt. Doch handelt es sich hier auch um eine würdige Erbin?

Diese Frage kann man relativ schnell beantworten: Ja, die Fuji X-T2 darf durchaus als würdige Nachfolgerin der X-T1 bezeichnet werden, denn der Hersteller nimmt zahlreiche Verbesserungen vor und schafft es (mal wieder), ein stimmiges Gesamtpaket zu zaubern und bei vielen Nutzern von der ersten Sekunde an das „Haben-Will-Gefühl“ zu wecken.

Sensor, Prozessor & Geschwindigkeit

Die Fuji X-T2 arbeitet wie die X-Pro2 auch mit einem X-Trans-CMOS-III-Sensor, welcher mit 24 Megapixeln auflöst und sowohl erstklassige Farbdarstellungen als auch eine exzellente Bildqualität verspricht. Flankiert wird der Sensor vom X-Processor-Pro, der nach Angaben des Herstellers eine viermal höhere Rechenleistung zu bieten hat als der Prozessor der X-T1.

Fuji X-T2 1

Und von dieser höheren Rechenleistung profitiert die X-T2 natürlich und insgesamt lässt sich schnell feststellen, dass die Kamera generell einfach sehr schnell ist. Das machen wir unter anderem an folgenden Punkten fest:

  • Einschaltzeit: 0,3 Sekunden
  • Auslöseverzögerung: 0,045 Sekunden
  • Aufnahmeintervall: 0,17 Sekunden
  • Serienbildgeschwindigkeit: 8 fps mit mechanischem Verschluss (bis 1/8.000 Sekunde), 14 fps mit elektronischem Verschluss (bis 1/32.000 Sekunde)
  • Sucher mit 100 Bildern pro Sekunde

Vor allem dem letzten Punkt sollte man Beachtung schenken, denn die standardmäßige Bildwiederholrate eines elektronischen Suchers liegt bei etwa 60 fps. Die 100 fps der X-T2 sorgen dafür, dass das Bild im Sucher wirklich extrem flüssig und flimmerfrei ist – sprich es kommt dem Bild eines optischen Suchers sehr sehr nahe. Ansonsten bietet der EVF eine Auflösung von 2,36 Millionen Bildpunkten, im Vergleich zur Vorgängerin soll die Leuchtkraft ungefähr verdoppelt worden sein, wobei sich die Helligkeit des Suchers der Umgebung automatisch anpasst.

Autofokus & Videos in 4K

Auch beim Autofokus hat Fujifilm Verbesserungen vorgenommen, hier stehen inzwischen nämlich insgesamt 325 Messfelder zur Verfügung, die mit dem neuen Joystick alle einzeln angewählt werden können. Selbstverständlich ist der Autofokus auch schneller, zudem können sehr genaue Anpassungen vorgenommen werden: Verfolgungs-Empfindlichkeit, Beschleunigungserfassung, Zonen-Priorität und, und, und.

Videos nimmt die Fuji X-T2 in 4K auf, genauer gesagt nimmt die Kamera die Videos sogar mit 5.120 x 2.880 Pixeln auf und rechnet die Auflösung dann herunter. So ergeben sich Vorteile in Sachen Bildqualität. Ein HDMI-Ausgang sowie eine Anschlussmöglichkeit für ein externes Mikrofon sind selbstverständlich vorhanden.

Fuji X-T2 Griff

Multifunktionsgriff erhöht Leistung

Interessant ist auch der Multifunktionsgriff VPB-XT2, der zwei zusätzliche Akkus beherbergt und die Leistungsfähigkeit der X-T2 nochmal deutlich erhöht. Der Griff bringt beispielsweise folgende Vorteile mit sich:

  • 4K Video können 30 Minuten lang sein (anstatt 10 Minuten)
  • Serienbildgeschwindigkeit erhöht sich von 8 auf 11 fps
  • Akkulaufzeit erhöht sich auf 1.000 Bilder
  • Autofokus wird etwas schneller
  • Auslöseverzögerung sinkt minimal

Abgerundet werden die technischen Daten der Fujifilm X-T2 durch ein robustes Gehäuse, welches gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet ist, einen mit 1,04 Megapixeln auflösenden Bildschirm, welcher sich nach oben, unten und neuerdings auch nach rechts kippen lässt, sowie zwei Speicherkartenschächte, die beide USH-II-kompatibel sind.

Der Preis der Fujifilm X-T2 wird bei knapp 1.700 Euro ohne Objektiv liegen, der Multifunktionsgriff soll mit etwa 330 Euro zu Buche schlagen. Verfügbar sein soll die neue DSLM ab September 2016, Fujifilm betont aber, dass es wegen des Ergbebens in Kumamoto zu Lieferschwierigkeiten kommen kann.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

2 Kommentare

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  • Sich für eine Kamera zu entscheiden ist echt schwer.. Seht ihr die Fuji X-T2 auf Augenhöhe mit der Sony Alpha 6300? Und wie sind die Erwartungen an der Olympus E-M1 II ich denke mal bedingt durch die Objekive bleibt der Sensor so klein und die Bilder werden qualitativ etwas hinter den beiden hängen?

    • Hallo Christian! Ja, es gibt in der Tat viele gute Kameras und manchmal fällt eine Entscheidung ziemlich schwer. Ich konnte mich mit der X-T2 noch nicht ganz so ausführlich beschäftigen, werde aber in den nächsten Tagen nochmal einen Artikel zur X-T2 bringen und dann auch ein bisschen auf den Vergleich zur Sony A6300 eingehen – vielleicht wird dir dieser Artikel dann etwas weiterhelfen. Die E-M1 II wird wieder mit einem MFT-Sensor ausgestattet sein, genau. Ansonsten kann man noch nicht genau sagen, inwiefern Olympus die neue Kamera im Vergleich zur Vorgängerin verbessern wird.

      Liebe Grüße!
      Mark