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Sony A6500 Test: Fantastische Bildqualität, schwacher Touchscreen

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Die Jungs von TheCameraStoreTV haben die Sony A6500 getestet – und sind größtenteils begeistert. Die Kamera offenbart allerdings auch Schwächen.

Sony A6500 Test von TCSTV

Mit der Präsentation der A6500 hat Sony vor einigen Wochen viele Kunden überrascht. Das Unternehmen hat mit der A6500 eine verbesserte Version der A6300 vorgestellt, die vor allem mit einem Touchscreen und einem 5-Achsen-Bildstabilisator überzeugen möchte. Nun haben Chris und Jordan von TheCameraStoreTV die neue DSLM in einem Video ausführlich unter die Lupe genommen.

Zunächst einmal hält Chris fest, dass sich die Kamera sehr vertraut anfühlt, wenn man schon die Sony A6300 genutzt hat. Das Gehäuse ist fast identisch, lediglich der Griff ist etwas größer, der Autofokus fühlt sich ähnlich gut an und die Bildqualität entspricht im Großen und Ganzen der der A6300. Hier hat Sony also keine nennenswerten Verbesserungen vorgenommen – aber das war ja vielleicht auch nicht unbedingt notwendig. Denn schon die A6300 konnte ja beispielsweise mit einer fantastischen Bildqualität überzeugen. Trotzdem führt das dazu, dass Chris die A6500 eher als eine Art A6300S ansieht.

Zwischenspeicher, Bildstabilisator & Überhitzungsprobleme

Positiv hervorgehoben wird im Test zunächst einmal der vergrößerte Zwischenspeicher, man kann die Serienbildgeschwindigkeit mit der A6500 nun also länger ausschöpfen, was in einigen Situationen sehr nützlich sein kann. Außerdem sind Chris und Jordan vom neuen Bildstabilisator begeistert, der zwar nicht der beste auf dem Markt sein soll, aber trotzdem sehr gute Dienste leistet. Zudem kann man dank des Stabilisators nun auch besser auf „fremde“ Objektiv zurückgreifen.

Sony A6500 E-Mount Systemkamera
Preis: 1.699,00€
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • APS-C-Sensor mit 24,2 Megapixeln
  • 5-Achsen-Bildstabilisierung und 425 AF-Messfelder
  • Touchscreen und Serienbildgeschwindigkeit von 11 fps

Bei der A6300 gab es in Kombination mit 4K-Videos oftmals Überhitzungsprobleme, die die Kamera für professionelle Videographen quasi unbrauchbar gemacht haben, da man sich einfach nicht zu 100 Prozent auf seine Kamera verlassen konnte. Diese Probleme scheinen bei der A6500 nun behoben zu sein, Jordan stellt aber fest, dass die Kamera teilweise wirklich extrem heiß wird. Außerdem wird beim Überhitzungstest deutlich, dass es große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen gibt. Mal überhitzt eine Kamera sehr schnell, andere Modelle halten unter identischen Umständen viel länger durch. So drängt sich schlussendlich der Verdacht auf, dass wichtige Fotografen und Tester die „guten“ Kameras erhalten, während man als normaler Kunde auch mal Pech haben kann und eine Kamera erwischt, die viel schneller überhitzt.

Touchscreen eine „Enttäuschung“

Die größte Enttäuschung der Sony A6500 scheint der Touchscreen zu sein. In der Theorie ist das natürlich eine sinnvolle und nützliche Ergänzung, in der Praxis reagiert der Touchscreen aber oftmals zu langsam und wirkt insgesamt nicht richtig ausgereift. Chris hatte ihn die meiste Zeit über deaktiviert. Hinzu kommen weitere Schwächen wie die magere Akkulaufzeit (man muss meist zwei oder drei Akkus dabei haben) und der fehlende Kopfhöreranschluss.

Insgesamt ist die Sony A6500 nach der Meinung von Chris und Jordan eine sehr gute Kamera, die aber zu großen Teilen der A6300 entspricht – mal abgesehen vom 5-Achsen-Bildstabilisator und dem nicht ausgereiften Touchscreen. Deshalb müsse man als Besitzer der A6300 auch nicht unbedingt wechseln, schon gar nicht wenn der Fokus eher auf der Fotografie und nicht dem Erstellen von Videos liegt.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

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