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Voigtländer APO-Skopar 75mm f/2.8 VM: Eines der kompakteste Tele-Objektive für Leica M-Mount

Es ist kaum größer als ein normales 50-mm-Objektiv, verfügt aber über eine apochromatische Optik und eine feine Metallverarbeitung: Cosina überrascht mit einem neuen 75-mm-Objektiv für Rangefinder-Kameras.

Cosina hat das neue Voigtländer APO-Skopar 75mm f/2.8 VM vorgestellt. Das neue Objektiv soll zeigen, dass Kompaktheit und optische Qualität sich nicht ausschließen müssen. Mit einer Länge von nur 44 Millimetern und einem Gewicht von 191 Gramm ist es ungefähr so groß wie ein handelsübliches 50-mm-Normalobjektiv. Der schmale Tubus mit einem Durchmesser von 54 Millimetern soll dafür sorgen, dass das Sucherbild eurer Rangefinder-Kamera nicht verdeckt wird. Das gilt auch für die Gegenlichtblende, die nur drei Millimeter aus dem Tubus herausragt.

Apochromatisches Design für minimale chromatische Aberration

Was das APO-Skopar optisch besonders macht, steckt bereits im Namen. Das apochromatische Design soll die axiale chromatische Aberration nahezu auf null reduzieren, weshalb Cosina eine außergewöhnliche Bildqualität verspricht. Das neu entwickelte optische System besteht aus vier Elementen mit anomaler Teildispersion und ist in einer Konstruktion aus sieben Elementen in vier Gruppen aufgebaut. Die Blende verfügt über zehn Lamellen.

Das manuelle Fokussierwerk besteht vollständig aus Metall und soll ein präzises, gleichmäßig-geschmeidiges Fokussieren ermöglichen. Der Rangefinder-Koppelmechanismus erlaubt dabei ein exaktes Fokussieren, auch bei maximaler Offenblende. Die minimale Fokussierdistanz liegt bei 0,7 Metern. Dank des VM-Mounts könnt Ihr das Objektiv natürlich auch problemlos per Adapter an spiegellosen Vollformatkameras betreiben. Der vorhandene Bildkreis deckt Vollformatsensoren vollständig ab.

Das Voigtländer APO-Skopar 75mm f/2.8 VM soll im Mai in Japan zum empfohlenen Verkaufspreis von 90.000 Yen erscheinen. Umgerechnet sind das aktuell etwa 566 US-Dollar. Preise für andere Märkte wurden bislang noch nicht bekannt gegeben. Da das Voigtländer Skopar 90mm f/2.8 VM derzeit für etwa 729 Euro erhältlich ist, schätze ich, dass dieses Objektiv für etwa 700 Euro auf den Markt kommen könnte.

Wenn ihr auf der Suche nach einem lichtstärkeren 75-mm-Objektiv von Voigtländer seid, könnte das Portrait Heliar 75mm f/1.8 interessant für euch sein. Mit diesem Objektiv könnt ihr den Bokeh-Charakter gezielt beeinflussen. Wenn ihr keine Spielereien mit dem Bokeh benötigt, gibt es außerdem das lichtstärkere Voigtländer Nokton 75mm f/1.5. Beide Objektive sind für Sony E-Mount, Canon RF und Nikon Z erhältlich.

Greift ihr bei Objektiven lieber zu kompakten, leichten Lösungen oder ist euch eine hohe Lichtstärke wichtiger? 

via: PetaPixel

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9 Kommentare
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Thomaso

Ich habe das Apo 2.8/90. Ich schätze an dem schönen Stück neben der überragenden Abbildungsqualität, dem super kompaktem Design auch die kreisrunden Blenden bei f=4. Das ist phantastisch. Es wäre an der Zeit, dass Voigtländer auch wieder etwas für die Schraubleicas bringt. Nach den wunderbaren 28mm und 40mm ist leider nichts mehr nachgekommen.

Wolfgang Vogt

Bei 75 mm 2.8, da ist kompakt halt normal und bedarf keiner Erwähnung.

Patrick > Original Gangsta Dawg

„Bei 75 mm 2.8, da ist kompakt halt normal…“

Basiert diese Aussage auf einem Vergleich verschiedener 75mm F2.8 Apo-Objektive? Und wenn ja: Welche Objektive hast du denn für den Vergleich herangezogen? 

Thomas Müller

Diese Aussage basiert sicherlich auf Erfahrungswerten von Objektiven im leichten Telebereich bei eher geringer Lichtstärke und dem Erfahrungswert, dass sowohl die Brennweite als auch die Lichtstärke grossen Einfluss auf Baugrösse und Gewicht von Objektiven haben. APO Objektive sind besonders gut auf CAs korrigiert, was zusätzliche Linsen im Objektiv erfordern kann. Bei einem Gewicht von sehr geringen 191 Gramm und einer Länge von nur 44 mm kann in diesem Objektiv aber nicht allzu viel Glas vorhanden sein. Ca 190 Gramm entsprechen noch nicht einmal zwei Tafeln Schokolade, das ist schon sehr wenig. Eventuell hat Voigtländer die CAs anders als durch zusätzliche (Korrektur-)Linsen in den Griff bekommen, beispielsweise durch verbesserte Vergütungen der Linsen. Bezüglich Baugrösse und Gewicht kommt das neue Voigtländer dem 50mm/f2,2 sehr nahe. Die Erfahrung sagt, eine grössere Brennweite verlängert das Objektiv und eine geringere Lichtstärke ermöglicht eine Verkleinerung. Also passt die Aussage von Wolfgang 😎.

Patrick > Original Gangsta Dawg

Voigtländer hat schon einige sehr leichte und kompakte Objektive im Angebot. Ich denke da zum Beispiel an mein 35er Ultron. Ein 75er hatte ich jedoch noch nie. Da fehlt mir die Erfahrung. Deshalb wollte ich mir, basierend auf Wolfgangs Aussage, einfach mal die technischen Daten anderer 75er Apos mit F2.8 anschauen. Durch den direkten Vergleich mit der Konkurrenz lässt sich am besten sagen, ob das Voigtländer nun besonders leicht und kompakt oder eben doch nur normaler Durchschnitt ist.

Mirko

…also mein Ulron 75/1.9 betrachte ich schon als kompakt 📷

Patrick > Original Gangsta Dawg

Schön, dass du wieder da bist! 😀

Mirko

… ich war nie weg 😉Aber wegen der Kompaktheit hatte ich mich für das Ultron entschieden und gegen das Nokton 📷 I ❤️ Feuchtländer …nur DAS zählt 😂

Patrick > Original Gangsta Dawg

Absolut nachvollziehbar. Während ich das Ultron an meine M anschließe, halte ich immer die Luft an, damit ich es nicht versehentlich einatme.

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