Das auf der CP+ angekündigte 50mm f/2 Tri-Sight von Brightin Star ist ab sofort erhältlich und bringt einen dritten Kontrollring für unterschiedliche Bokeh-Charakteristiken mit.
Dritter Ring steuert das Bokeh statt nur die Blende
Brightin Star hatte das Tri-Sight erstmals auf der CP+ 2026 gezeigt. Neben den gewohnten Ringen für Fokus und Blende sitzt am Objektiv ein dritter, mit den Positionen Smooth, Prime und Foams beschriftet. Dieser Ring verschiebt eine schwimmend gelagerte Linsengruppe im Inneren und verändert so gezielt die sphärische Aberration, ganz ohne Software oder Nachbearbeitung.


Im Modus Prime liefert das Objektiv die für ein 50mm f/2 erwartbare, vergleichsweise gewöhnliche Schärfe- und Bokeh-Zeichnung. Smooth unterkorrigiert die sphärische Aberration bewusst und sorgt für diffusere, weichere Unschärfebereiche, ohne dass das Motiv selbst an Schärfe verliert. Foams geht in die Gegenrichtung: Durch Überkorrektur bekommen unscharfe Lichter einen deutlichen Ring, das inzwischen bekannte Donut-Bokeh.

Damit reiht sich das Tri-Sight in eine wachsende Gruppe von Objektiven mit gezielt steuerbarem Bokeh ein, etwa das Kase AF 150mm f/5.6 Reflex mit seinem charakteristischen Donut-Bokeh oder das Voigtländer Portrait Heliar 75mm f/1.8, bei dem sich der Bokeh-Stil ebenfalls über einen eigenen Ring anpassen lässt.
Zusätzliche Bokeh-Einsätze und kompakter Aufbau
Für noch mehr Gestaltungsspielraum lässt sich das Tri-Sight mit rückseitigen Bokeh-Filtereinsätzen kombinieren, ähnlich den bekannten DIY-Lösungen, bei denen selbstgebastelte Blenden hinter das Objektiv gesetzt werden, nur diesmal passgenau gefertigt. Mitgeliefert werden Einsätze mit Dreiecks-, Schmetterlings-, Kleeblatt- und Sternform.

Optisch kommt das Objektiv mit sieben Elementen in sechs Gruppen aus, vergleichsweise wenig für ein modernes Design, und wiegt je nach Anschluss zwischen 429 und 454 Gramm bei einer Baulänge von 70 bis 74 Millimetern.


Das Gehäuse fällt komplett aus Metall aus, dazu kommen ein einziehbarer Streulichtblendenschutz, ein entrasteter Blendenring für ruckelfreie Übergänge bei Videoaufnahmen sowie ein abnehmbarer Fokushebel für schnelleres manuelles Fokussieren. Elektrische Kontakte übertragen trotz manuellem Fokus zumindest Blendeninformationen an die Kamera. Wer möchte, kann zudem einen eigens gefertigten, nur 6,7 Millimeter dünnen Schutzfilter dazubestellen.
Das manuell fokussierende Brightin Star MF 50mm f/2 Tri-Sight ist ab sofort für Sony E, Nikon Z, Canon RF und L-Mount erhältlich. Regulär kostet es rund 352 Euro, aktuell zeitlich befristet rund 308 Euro. Mit speziellem, extraflachem UV-Schutzfilter liegt der Preis bei rund 383 Euro.
Würdet ihr euch ein Objektiv mit einstellbarem Bokeh-Charakter zulegen, oder bleibt das für euch eher eine Spielerei?
via: PetaPixel


Das nenne ich doch mal interessant! Mal sehen was die ersten Test‘s sagen, dann kommt es her.
Interessanter Ansatz.
Mir ist das Bokeh in vielen Fällen wichtig, auch danach suche ich mir Objektive aus.
Auch nutze auch unterschiedliche Objektive, gleicher Brennweiten, die sich nicht nur nach der Lichtstärke und Größe unterscheiden, sondern auch nach dem Gegenlichtverhalten, dem Bokeh und Blendenstern- Eigenschaften.
Ich sag ja immer:
Objektive sind wichtiger als die Kameras, deshalb kommen für mich auch nur Systeme mit einer großen Auswahl an Objektiven und Herstellern infrage.