Die neue PEN von OM System kommt in Japan später in den Handel. Der Hersteller will zuerst die frühen Vorbesteller versorgen.
Japanische Käufer müssen länger auf die OM System PEN warten. OM Digital Solutions hat den Verkaufsstart in Japan vom 30. Oktober auf den 28. November 2026 verschoben. Als Grund nennt der Hersteller deutlich mehr Vorbestellungen als erwartet.
Dritte Mitteilung zur Liefersituation
Mit dem späteren Termin will OM System genug Kameras für alle sichern, deren Vorbestellung der Hersteller am 9. oder 10. September registriert hat. Bei einem Start am 30. Oktober hätte je nach Ausführung und Farbe nur ein Teil dieser Kunden die Kamera am Verkaufstag erhalten.
Die Verschiebung betrifft das Gehäuse in Silber und Schwarz, das Kit mit dem 14-42mm, das Doppelzoom-Kit mit dem zusätzlichen 40-150mm sowie den Akku BLS-7 und das Ladegerät BCS-7. Das einzeln angebotene M.Zuiko 14-42mm III erscheint wie geplant am 30. Oktober.
OM System hatte bereits am 10. September vor Lieferungen ab November gewarnt. Anfang Oktober nannte der Hersteller den 30. Oktober als Verkaufsstart und folgte mit der zweiten Warnung, nach der manche Vorbesteller bis ins Frühjahr 2027 warten könnten.
“Wir entschuldigen uns zudem dafür, dass wir den Verkaufstermin so kurz nach der offiziellen Bekanntgabe ändern und damit die Pläne und Erwartungen unserer Kunden enttäuschen”, schreibt OMDS jetzt. Beim japanischen Händler Kitamura landete die PEN schon im September auf Platz zwei der meistverkauften spiegellosen Kameras.
Deutsche Händler nennen mehrere Monate Lieferzeit
In Deutschland kam die PEN bereits am 1. Oktober in den Handel, wir hatten sie für euch sogar schon im Test. Sie kostet hierzulande 999 Euro ohne Objektiv und 1.099 Euro im Kit mit dem 14-42mm. Die erste Lieferung ist inzwischen weitgehend vergriffen. Der eigene Onlineshop von OM System nimmt neue Bestellungen nur noch als Vorbestellung an und nennt für das silberne Kit zwei bis drei Wochen Lieferzeit.
Calumet rechnet mit rund drei Monaten für das silberne Gehäuse und die Kits, beim schwarzen Gehäuse mit drei bis sechs Monaten – wundert mich ehrlicherweise, weil das Silber die Retro-Optik doch nochmal zusätzlich betont. Ob die Engpässe in Japan auch die Lieferungen nach Europa bremsen, hat OM System bisher nicht mitgeteilt.
Keine Kompaktkamera mit Festbrennweite geplant
Kurz vor der Vorstellung haben die französischen Kollegen von Phototrend in Berlin mit zwei Managern von OM System über die PEN gesprochen. Vertriebschef Sandro Rymann nennt den Preis eine bewusste Ansage. “Wir haben auf Kunden und Händler gehört, die uns immer wieder gesagt haben, dass keine Marke eine gut ausgestattete Kamera mit Stil unter 1.000 Euro anbietet. Genau das haben wir gemacht”, sagt Rymann. Mit der PEN will OM System vor allem jüngere Käufer und Einsteiger erreichen, die noch keine Kamera des Herstellers besitzen.
Laut Marketingchef Lars Huijzer hat OM System jede Funktion gegen diesen Preis abgewogen. Deshalb ist die PEN nur nach IPX1 gegen Spritzwasser geschützt und nicht nach IP53 wie die OM-5 Mark II. “Wir bieten den Vorteil von Wechselobjektiven zu einem Preis, der mit Edelkompakten mithalten kann”, sagt Huijzer. Eine Kompaktkamera mit Festbrennweite ist laut Rymann derzeit nicht geplant.
via: Asobinet


Wer eine Kamera dieses Herstellers kauft, muss sich im Klaren sein, dass Reparaturleistungen in einem so kurzen Zeithorizont zu erwarten sind, dass in einem Schadensfall nur noch beten hilft. Plastik an Body und Bajonett passen ideal zu unserer Wegwerfgesellschaft, bedauernswert nur, dass manche Modelle dann nicht mal mehr für die Vitrine taugen.