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Instax Mini Evo 2 bringt den ersten Touchscreen in die Instax-Reihe

Die Mini Evo bekommt nach fünf Jahren einen Nachfolger. Fujifilm überarbeitet Bedienung, Sensor und Objektiv.

Die Instax Mini Evo 2 löst Fujifilms hybride Sofortbildkamera aus dem Jahr 2021 ab. Wie beim Vorgänger nehmt ihr Bilder zunächst digital auf, prüft sie auf dem Display und druckt anschließend nur die Aufnahmen auf Instax-Mini-Film, die ihr tatsächlich behalten wollt. Neu ist ein 4,46 Zoll großer Touchscreen auf der Rückseite – der erste in der Geschichte der Instax-Reihe.

Größerer Sensor und kürzere Brennweite

Auch im Inneren hat Fujifilm einiges verändert. Statt des winzigen 1/5-Zoll-Sensors der ersten Mini Evo arbeitet nun ein deutlich größerer 1/2,77-Zoll-Sensor, und der Autofokus erkennt jetzt auch Gesichter. Das Objektiv ist mit umgerechnet 21 mm bei Blende f/2 spürbar weitwinkliger als die 28 mm des Vorgängers.

Im Standardmodus speichert die Kamera Bilder mit 2.144 x 2.860 Pixeln. Mit eingelegter microSD-Karte steigt die Auflösung auf 3.100 x 4.128 Pixel, wenn ihr Expanded View abschaltet oder den Weitwinkel-Effekt nutzt.

Expanded View blendet auf dem Display auch den Bereich außerhalb des späteren Bildausschnitts ein, sodass ihr das Motiv beim Fotografieren genauer platzieren könnt.

Die zweite neue Funktion heißt Immersive Movie und zeichnet bei jedem Foto die Sekunden vor dem Auslösen als kurzen Clip mit 560 x 992 Pixeln und 24 Bildern pro Sekunde auf. Ton nimmt die Kamera dabei nicht auf, außerdem funktioniert Immersive Movie nur mit microSD-Karte, weil der interne Speicher keine Videos aufnimmt.

Neue Effekte und schnellerer Druck

Bei der Bedienung bleibt Fujifilm seinem Konzept treu, ihr wählt die Effekte also weiterhin über den Objektivring und ein Rad auf der Oberseite und löst den Druck mit einem Hebel aus. Wie bisher stehen je 10 Objektiv- und Filmeffekte zur Auswahl, einige davon hat Fujifilm aber ausgetauscht. Statt Fisheye und Mirror gibt es nun die Objektiveffekte Weitwinkel und After Image, bei den Filmeffekten ersetzen Deep und Yellow Green die bisherigen Varianten Canvas und Yellow. Das zeigt ein Vergleich der Effektlisten von Mini Evo und Mini Evo 2.

Ein Ausdruck dauert nun rund 14 statt 16 Sekunden. Eine Akkuladung reicht dafür mit etwa 90 statt 100 Bildern etwas kürzer, und mit 330 Gramm ist die neue Kamera 45 Gramm schwerer als ihr Vorgänger.

Erster Test lobt Bedienung und kritisiert die Belichtung

Digital Camera World vergibt nach einem ersten Test 4,5 von 5 Sternen und lobt vor allem den Touchscreen, über den sich Belichtungskorrektur, Blitz und Makromodus schnell erreichen lassen. In hellem Sonnenlicht ist das Display allerdings schwer abzulesen, einen Sucher gibt es weiterhin nicht.

Bei der Bildqualität fällt das Urteil zurückhaltender aus. Weil ein Teil des Sensors für Expanded View draufgeht, liefert der Standardmodus nur rund 6 Megapixel, zudem neigt die Kamera zur Überbelichtung. Für die Ausdrucke im kleinen Instax-Format reicht das laut Test gut. Aktiviert ihr Immersive Movie, speichert die Kamera das zugehörige Foto allerdings nur noch mit 616 x 464 Pixeln.

Mit dem neuen Bildschirm übertrifft die Mini Evo 2 auch die Instax Wide Evo, die Fujifilm Anfang 2025 mit einem 3,5-Zoll-Display für das breitere Wide-Format vorgestellt hatte. Die Videofunktion wiederum knüpft an die Instax Mini Evo Cinema an, die Clips bis 15 Sekunden aufnimmt und per QR-Code auf Sofortbilder bringt. Bei der Mini Evo 2 bleibt das Video dagegen eine Ergänzung zum Foto.

Für Fujifilm ist das ein wichtiges Modell, denn die erste Mini Evo zählte zuletzt zu den meistverkauften Instax-Kameras, und die Sparte meldet seit 2021 jedes Jahr einen Rekordumsatz. Weil auch die Nachfrage nach Sofortbildfilm weiter steigt, baut der Hersteller seine Filmproduktion in Japan erneut aus.

Preise und Verfügbarkeit

Fujifilm bringt die Mini Evo 2 ausschließlich in Schwarz in den Handel. Einen Euro-Preis nennt Fujifilm Deutschland bislang nicht. In den USA liegt der Preis rund 45 Prozent über dem Einführungspreis des Vorgängers, der hierzulande eine UVP von 199,99 Euro hat.

Erst Anfang Oktober hatte Fujifilm in Japan die Preise der bisherigen Hybridkameras um 6 bis 23 Prozent angehoben und das mit gestiegenen Kosten für Bauteile, Fertigung und Logistik begründet.

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2 Kommentare
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Alfred Proksch

Mich wundert es nicht das Fuji mit der Sofortbild-Fotografie solche Erfolge feiert! Das Bild seiner Freunde an die Pinnwand getackert macht im Kinderzimmer Freude. Im Handy scrollen bis in alle Ewigkeit entfällt, ein kurzer Blick an die Wand genügt.

Nicht die Technik sondern unsere Emotionen sind der Kaufgrund. Der Spaß ein „Bild sofort“ sprichwörtlich in den Fingern zu haben – genau das ist es!

Stefan Zimmermann

👍 Genau so sehe ich das auch. Nicht die Technik, sondern die Emotionen sind es.

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