Ihr liebt den Look klassischer Leica-M-Objektive, wünscht euch aber den Komfort moderner Autofokus-Systeme? Genau hier setzt ein neuer Adapter an, der Messsucher-Optiken mit Canons spiegellosen RF-Kameras zusammenbringen soll.
Autofokus per Adapter statt per Objektiv
Megadap bezeichnet den M2RF als den weltweit ersten Autofokus-Adapter, mit dem sich Leica-M-Objektive an Canon-RF-Kameras mit motorisiertem Fokus verwenden lassen. Entscheidend ist dabei ein motorgetriebener Helikoid-Mechanismus im Adapter. Anstatt das Objektiv umzubauen, bewegt der Adapter das montierte Leica-M-Objektiv vor und zurück, um die Schärfe zu finden. Dazu muss das Objektiv auf “unendlich” eingestellt sein. Laut Hersteller soll so echter Autofokus mit praktisch jedem Leica-M-Objektiv möglich sein. Ähnliches gibt es bereits für Nikon Z mit dem Megadap MTZ11.
Der Adapter ist auf eine enge Integration mit dem Dual-Pixel-Autofokus von Canon ausgelegt. Unter anderem werden Augen- und Gesichtserkennung, Subjektverfolgung und kontinuierlicher Autofokus genannt, die direkt über die Kamera laufen sollen. Außerdem verfügt der M2RF über elektronische Kontakte zur Übertragung von EXIF-Daten. Wo es passt, soll auch eine Blendenwahl über die Kamerabedienung möglich sein.
Praxisdetails wie Makro-Modus und stabile Konstruktion
Megadap verspricht für den Alltag einen schnellen Wechsel zwischen manuellem Fokus und Autofokus per Schalter. Zusätzlich gibt es wählbare Modi für Makro und Unendlich, wodurch sich der Einsatzbereich erweitert.
Da motorisierte Adapter bei schweren Optiken wackeln können, kommt eine besonders robuste Bauweise zum Einsatz, die auch mit größeren Leica-M-Linsen stabil bleibt. Interessant ist zudem die Beschreibung als “Stacking-fähig”. Ihr könnt also weitere Adapter dazwischen setzen, etwa für EF- oder F-Mount, und die Autofokus-Funktion bleibt trotzdem erhalten. Wenn ihr noch alte Schätze wie Minolta-MC/MD-, Pentax-K- oder gar M42-Objektive habt, könnt ihr diese mit einem entsprechenden Adapter und dem M2RF zu neuem Leben mit automatischer Fokussierung erwecken.
Natürlich darf man dabei kaum die Präzision und Geschwindigkeit originaler Canon-Objektive erwarten. Trotzdem dürfte es spannend sein, wenn ihr das Leica-M-Glas mit Autofokus und eurer Canon-Kamera verwenden wollt. Zudem sind die M-Objektive extrem leicht und klein, was insbesondere für Porträt- oder Reportagefotografen unter euch von Interesse sein könnte. Gerade bei Canon, das seit 23 Jahren den Markt für digitale Kameras mit Wechselobjektiven beherrscht, dürfte ein solcher Adapter viele Interessenten haben.
Der offizielle Verkaufsstart ist für Mai 2026 angekündigt, der Preis wurde jedoch noch nicht genannt. Der Preis für den Adapter Megadap MTZ11 liegt bei 399 Euro. Daher ist davon auszugehen, dass ihr für den M2RF ähnlich viel zahlen müsst.
Welche Leica-M-Linse würdet ihr als Erstes an eurer Canon-RF-Kamera mit Autofokus ausprobieren?
Quellen: Petapixel / Digitalkamera.de


… interessant wäre allenfalls ein FD auf RF Adapter …
Der Adapter ist mMn mit mit anderen Adaptern, wie z. b. FD – Leica M, kombinierbar
… bin noch nicht zufrieden: Das ganze müsste es auch als FD auf EF Adapter geben …
Das schließt sich ja leider physikalisch wegen des Auflagemaßes aus.
Den gibt es und den habe ich, jedoch nicht mit Autofokus.
… den hab ich auch; ansonsten hat hier ja ein Forist ein Einheitsbajonett gefordert. Und ich verlange, das dann das gut EF-Bajonett dies wird; so! )(;:-))))(
Spas beiseite: Wie zufrieden bist du mit dem Teil? Für mich ist das Scharfstellen wg. meiner Seheinschränkung mittlerweile problematisch, ansonsten gibts halt einen schönen Vintagelook mit schön viel Vignetirung.
Ich benutze ihn ihn eigentlich viel zu selten, weil ich selten Fotos mit Vintagelook mache. Aber die Bilder mit den alten FD Objektiven sind schon schön cremig. Auf der anderen Seite bin ich immer wieder überrascht wie scharf das FD 1,4/50mm ist, wenn man es etwas abblendet.
Scharfstellen ist für mich gar kein Problem. Ich habe aber auch keine Seheinschränkung.
Wer diesen Adapter haben möchte sollte sich beeilen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Adapter nicht von Canon lizenziert ist und Canon dagegen vorgehen wird. Unlizenzierte AF-Objektive hat Canon bisher wieder vom Markt nehmen lassen, ein AF-Adapter ist letztlich auch nichts anderes.
Technisch gesehen wundert es mich das das so lange gedauert hat. Weil der Adapter keine AF Objektive andere Hersteller „Canon tauglich“ sondern NUR manuell betriebene Linsen bequemer nutzbar macht ist das für Canon ein Nischenprodukt. Wahrscheinlich sieht Canon die Sache sogar hinter der Hand positiv weil damit bei ihren Kunden indirekt die „Firmentreue“ gestärkt wird.
Wegen dem Adapter wird Canon kein einziges Objektiv weniger verkaufen! Wer blitzschnellen AF benötigt wird kaum die passenden RF Objektive gegen adaptierte Leica Festbrennweiten tauschen.
Insgesamt sogar für mich ein Ansatz um über das Canon R-System neu nachzudenken.
Sowas ähnliches habe ich von TECHART für den Sony E-mount. Das wirklich tolle ist die Möglichkeit, mittels M-Adapter alle möglichen Anschlüsse auf Autofokus verwenden zu können. Bei mir sind das Exakta, M42, Canon FD und Pentax K. Wenn der Megadap-Adapter genau so funktioniert, wird er ein Erfolg werden. Zwar ein Nischenprodukt, aber immerhin.
Dieses abgebildete Leica-Summilux 1.4/50 mm befindet sich (noch) in meinem Besitz, wollte ich eigentlich am 22. März auf unserer großen Fotobörse in Gladbeck verkaufen, aber das werde ich vorher mit einem Nikkor 1.4/50 mm und dem Canon 1.4/50 mm FD SSC vergleichen. Werde dann berichten, gehe aber davon aus: Das charakteristische (???) M-Glas wird schlechter abschneiden.
😴💤💤😴🛌
Guter Punkt, danke fürs Nachhaken. Der Satz ist beim Feinschliff leider zu kryptisch geworden. Gemeint war der Leica M-Look, wie ihn viele von den Objektiven kennen, also Zeichnung, Plastizität, sanfte Schärfe-Unschärfe-Übergänge und je nach Linse auch ein sehr eigener Bokeh-Charakter. Ich habe das jetzt entfernt.
Ich hänge doch meine M Linsen nicht an so einen Müll! Eine Reperatur dauert 6 Monate und würde pro Glas 600
Euro kosten! Mit freundlichen Grüßen
Das würde ich auch nicht – diesen Müll (daher vermutlich der Buchstabe “M”) an eine hochwertige Japan-Kamera hängen….
Kauf Dir erst mal eine Kamera und Canon 2000 vielleicht und lerne fotografieren
😂👍
…und hier ein weiterer Anonymer…
Der kleine Peter redet wieder Müll !
Naja, der Steffen aber auch. In dem Fall auch mehr.
… sag nix gegen die EOS 2000D …
…)(;:-))
Hab ich doch gar nicht. Oder war der Post für Steffen gedacht?
… nach noch maligem durchlesen: Ja …
Auf keinem Fall ein Weitwinkel Objektiv. Die Sensoren sind ungeeignet.
Also Canon ist ja schon immer für seinen schnellen AF bekannt. Leica M ist das genaue Gegenteil. Wie viele Leute gibt es mit einer umfangreichen Canon-Ausrüstung und einer entsprechenden Leica M Ausrüstung?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand, der eine umfangreiche Canon-Ausrüstung hat, einen Adapter für ca. 400 Tacken holt, um sich daran M-Glas zu schrauben, das mehr kostet als eine R5ii und in der Kombi eine schlechtere Performance (AF und BQ) liefert als z.B. ein RF 2,0/28-70mm L USM, oder entsprechende andere L-Linsen.
Auf der anderen Seite kann ich mir durchaus vorstellen, dass sich jemand, der eine “M” mit diversen Leica Objektiven hat, eine R5ii oder R6iii holt, um endlich mal einen tollen Kamera-Body für seine tollen M-Objektive nutzen zu können.
Grundsätzlich finde ich den Ansatz klasse. Auch, dass so viele klassische Objektive an den spiegellosen per Adapter genutzt werden können.
Warum sollte ich froh darüber sein, meine M-Objektive endlich an einem tollen Kamerabody verwenden zu können? Ich habe mich schließlich ganz bewusst für eine M-Kamera entschieden. Ich vermisse rein gar nichts – Autofokus schon gar nicht.
Ganz ruhig. Dich zwingt doch keiner. Und wie man an Dir sieht, bestätigen Ausnahmen die Regel.
Genau wegen solch einen Adapter hatte ich mir vorsorglich reine MF Objektive zugelegt, jetzt kann ich loslegen 👍😎