Canon Kameras Marktgeschehen

Canon seit 23 Jahren Marktführer bei digitalen Kameras mit Wechselobjektiven

Canon hat offiziell bestätigt, dass das Unternehmen erneut an der Spitze des globalen Marktes für digitale Kameras mit Wechselobjektiven steht. 

Canon definiert den relevanten Markt als “digitale Kameras mit Wechselobjektiven” und bezieht damit sowohl DSLR-Modelle als auch spiegellose Systemkameras ein. Laut Firmenangaben basieren die Zahlen zur Marktführerschaft auf einer eigenen Canon-Umfrage, ohne dass eine externe Quelle oder eine CIPA-Zahl im Detail genannt wird. Die Umfrage deckt den Zeitraum von 2003 bis 2025 ab.

In seiner Pressemitteilung betont Canon, dass der Erfolg auf einer breiten Produktpalette basiert. Diese reicht von professionellen Flaggschiffmodellen bis zu Einsteigermodellen mit einfacher Bedienung. Zudem verweist Canon auf sein umfangreiches Objektivangebot mit mehr als 113 RF- und EF-Objektiven. Erst im letzten Jahr hat Canon die Marke von 170 Millionen produzierten RF- und EF-Objektiven durchbrochen.

Auch wenn klassische DSLR-Kameras heute nicht mehr den größten Teil des Kameramarktes ausmachen, sind sie für Canon nach wie vor wichtig. So verkaufte Canon im Jahr 2024 noch rund 790.000 DSLR-Einheiten. Laut CIPA-Daten sanken die weltweiten DSLR-Liefermengen im Jahr 2025 auf unter 690.000, wobei 620.000 Canon-DSLRs sind.  

Canon blickt stolz auf seine Kamerageschichte zurück. Historische Meilensteine waren unter anderem die EOS Digital Rebel (300D) im Jahr 2003, die EOS-1D-Serie, die im letzten Jahr eingestellt wurde, und die ebenfalls abgekündigte EOS-5D-Serie, die das Segment der digitalen Spiegelreflexkameras nachhaltig beeinflussten.

Canon hat sich mit seinem EOS-R-System in jüngerer Zeit auf dem Markt für spiegellose Vollformatkameras etabliert. Die ersten Modelle, R5 und R6, wurden sehr erfolgreich aufgenommen. Die R5 wird wohl aber auch bald aus dem Programm genommen

Canon kündigt an, auch künftig an seiner Bildtechnologie und Produktinnovation zu arbeiten, um verschiedene Nutzergruppen vom Alltagsfotografen bis zum Profi zu bedienen. Zudem soll die Fotokultur weltweit weiter gefördert werden.

Welche Kameratrends werden eurer Meinung nach den Markt in den kommenden Jahren am stärksten prägen?

Quellen: Petapixel / Canon

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chris xx

Na ja, so ne Boxcamera wäre ja ganz interessant; wenn der innere Aufbau etwas anders wäre. Oder wieder eine DSLR?

Rolf Carl

Welche Kameratrends werden eurer Meinung nach den Markt in den kommenden Jahren am stärksten prägen?

Endlich mal eine einfache Frage. Der Trend geht von der bewussten, entschleunigten Fotografie eindeutig hin zur radikal beschleunigten Fotografie. Das wird der nächste Megatrend!

Was das für die Zukunft heisst, ist auch einfach zu beantworten: Von Canon, Sony und Nikon kommen die besten Kameras, vom Rest die besten und fantasievollsten Werbesprüche.

Thorsten

Von wem die besten Kameras kommen, wird weniger entscheident sein, alle Hersteller sind auf einem ähnlichen und sehr hohem Niveau.
Die Handhabung und das Gesamtsystem werden wichtiger.
Deshalb glaube ich, das Canon und Nikon, wegen ihrer restriktiven Politik gegenüber Fremdherstellern und ihrer Hochpreispolitik von Objektiven, Marktanteile verlieren werden.
Immer mehr Kunden werden die Vorteile von Alianzen alla L- Mount zu schätzen wissen, was richtig Geld sparen kann.
Chinesische Objektivhersteller werden Anteile gewinnen, wegen immer besserer Qualität und günstiger Preise. Und Kunden suchen sich dann das passende System
Viele der älteren Fotografen fotografieren mit Canon oder Nikon, weil sie bei Spiegelreflexkameras eben von diesen Herstellern kamen.
Aber wer neu einsteigt, also die jüngere Generation, das heißt vom Smartphne umsteigt, achtet besonders auf den Preis des Zubehörs, sprich der Objektive und das wird dann wohl selten eine Entscheidung für Canon oder Nikon sein.
Ich sehe langfristig L- Mount, wegen der Allianz und Fuji im Aufwind.
Sony wird die starke Stellung behaupten und von Canon wieder die Führungsrolle übernehmen, falls Canon weiter diese Abschottungspolitik betreibt, da sie Marktführer bei Sensoren sind und ihren Objektivanschluß geöffnet haben

Andreas

Ich würde mir auch Sigma und Tamron Objektive für die Canon Vollformat wünschen, aber ich kann trotzdem nicht genau sagen, dass der Weg, den Canon eingeschlagen hat, falsch ist.
Der meiste Gewinn wird, meiner Meinung nach, nicht mit dem Profi-Equipment gemacht, sondern mit Zeug für die Amateure und da spielt das Gefühl eine große Rolle. Die guten Verkäufe der Leica Kameras oder der Kompakten von Fuji sind ein gutes Beispiel dafür.
Wie einer der Vorredner hier sagte, sind alle Kamera Hersteller bereits auf einem hohen Niveau, das heißt es geht nicht mehr vorrangig um die Bildqualität oder den sicheren und schnellen Autofokus sondern viel mehr um das Gefühl, das die Kamera Ausrüstung vermittelt.

Johannes Pottfay

Die mehrheitlich junge Neueinsteiger greifen, sofern sie sich überhaupt abseits des Smartphones mit Kameras beschäftigen, eher zu günstigen Kompaktkameras als zu Systemkameras. Die Objektivpolitik ist dabei kein Thema.
Entscheidend ist eher, welcher Hersteller in diesem Segment das attraktivste Angebot bietet. Aus meiner Sicht ist hier von den Großen, vor allem Fujifilm, gefolgt von Canon und dann von Sony, gut aufgestellt, während Nikons letztes Modell (Coolpix A) bereits vor 13 Jahren erschienen ist.

Das offene System von Sony bringt für den Hersteller inzwischen nicht nur Vorteile. Aktuell drängen zahllos chinesische Anbieter mit qualitativ guten und günstigen Objektiven auf den Markt, wodurch Sonys Anteil am Objektivgeschäft sinkt.
Auf Dauer wird es für Sony schwieriger werden, in diesem Bereich Gewinne zu erzielen. Nikon scheint hier seine zögerlichen Ansätze bereits wieder zu überdenken.

Thorsten

Das junge Leute Kompaktkameras wählen glaub ich nicht.
Die haben ja immer ein Smart- Phone dabei und dann zusätzlich eine Kompaktkamera schleppen, die auch nicht viel mehr kann ?
Als Ergänzung eignet sich dann eher eine Systemkamera.
Meine 27- jährige Tochter hat ihr I- Phone und dann zusätzlich eine kleine MFT- Kamera, mit kleinen Wechselobjektiven, die sie aber eher selten nutzt. Alles andere wäre ihr zu groß, aber Wechselobjektive sollten es schon sein. Dazu noch eine Fuji- Sofortbildkamera, der Hit auf Partys.
All ihre Freunde/Freundinnen fotografieren ausschließlich mit Smart- Phones.

Thorsten

Interessant ist noch, das meine Tochter einen Sucher nie benutzt, sie guckt lieber mit beiden Augen auf ein Display, ist sie so vom Smart- Phone gewohnt.

Johannes Pottfay
Rolf Carl

Ja, richtig, auf das Gesamtsystem kommt es an. Bei der schnellen Fotografie (Tiere und Sport) sind die grossen 3 führend, und daran wird sich auch kaum etwas ändern. Für die allgemeine Fotografie ist der L-Mount gut aufgestellt, Für die schnelle Fotografie ist das System aber nicht so geeignet. Ich habe auf dem Feld jedenfalls noch nie eine VF-Pana oder eine Leica gesehen, allenfalls dann eher noch MFT. Sony ist betreffend Objektive am besten aufgestellt, aber auch bei Canon und Nikon bekommt man alles, was man braucht, zudem kann man auch ältere Objektive adaptieren, wenn es günstig sein soll. Auch sehe ich den Sinn einer Objektivschwemme nicht wirklich, der Markt wird überflutet mit immer wieder ähnlichen Objektven. Ich frage mich wirklich, ob man für jeden Anschluss z.B. 20 1.4/35 zur Auswahl haben muss, 3 würden vollkommen ausreichen. Habe gerade kurz beim grössten Onlinehändler der Schweiz nachgeschaut, wieviele Objektive für Nikon Z erhältlich sind: 401! Wer da nicht fündig wird, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Ausser man ist Sammler, ist aber nicht mein Ding. Wenn ich sehe, dass ich ein Objektiv nicht regelmässig brauche, wird es entsorgt. Zurzeit habe ich gerade mal 10 Stück, und ich betreibe die Landschafts-, Makro-… Weiterlesen »

Thorsten

Weitgehende Zustimmung.
Ich bin GDT- Mitglied und fotografiere mit Pana L- Mount Kameras und MFT.
Ich bin bis auf Kleintiere und Insekten, auch nicht so der Tierfotograf meine Motive sind Landschaften und Insekten.
Dafür sind L- Mount auf MFT hervorragend geeignet.
Noch zu Spiegelreflexzeiten habe ich mit Nikon fotografiert.

Rolf Carl

Ja, bei deinem Profil passt das sehr gut. Ich habe ja auch mal mit der OM-1 geliebäugelt, habe sie aber auf Grund der schlechten Presse, unter anderem auch der Kommentare hier, wieder verworfen. Kleintiere und Insekten fotografiere ich jeweils mit einem 100-400 und dem Sigma Makro 2.8/150, das reicht vollkommen. In diesen Bereichen hat man beim L-Mount auch genügend Auswahl. Für Säugetiere und vor allem Vögel braucht es aber längere Teles, wobei Sigma da auch einiges hat. Bliebe da nur noch die Frage, wie der AF-C bei der Pana liefert, das ist gegenüber den grossen 3 vermutlich der Knackpunkt.

Ja, ich weiss, dass du früher mit Nikon fotografiert hast. Bei mir war es Zufall, wobei ich auch in der analogen Zeit schon mit Nikon geliebäugelt hatte, aber der Preis war mir damals zu hoch, und deshalb bin ich bei der Yashica 230 AF geblieben. Als ich dann meine Partnerin kennengelernt habe, hatte sie eine Nikon DSLR und ich so eine kleine Nikon-Kompaktkamera, mit der ich nie so richtig zufrieden war. Man konnte einfach abdrücken und hoffen, dass es etwas wird. Kurz darauf habe ich mir dann die D7000 gekauft.

Thorsten

Ich habe mal mit Pentax angefangen. Panasonic hatte ja auch einen reinen Kontrast- AF, allerdings konnte der AF aus der Unschärfe der fehlfokussierten Objektive, auch mehr oder weniger gut die Richtung erkennen, sie nannten es DFD- Kontrast- AF. Bei allen neueren Kameras sind sie auf Hybrid- AF mit Phasenerkennung umgeschwenkt, jetzt soll auch der AF-C gut funktionieren, der AF-S war schon immer sehr gut. Wie gut ist nun der neue Pana AF-C? Meine G9, S1 und S5 besitzen noch den Kontrast- AF, AF-C nutze und benötige ich nicht. Bei AF-S funktioniert der AF tadellos und besser als der Hybrid- AF bei meinen Olympus Kameras. Ich fotografiere auch nur und filme gar nicht. Die Nachfolger meiner 3 oben genannten Kameras, verkneif ich mir, die bieten mir zu wenig Vorteile, mit meinen 3 Top- Kameras bin ich hoch zufrieden, auch mit dem AF. Wer Vögel und auch größere, scheue Tiere fotogfrafiert, ist sicherlich mit den 3 großen Herstellern besser bedient, auch wegen der größeren Auswahl lichtstarker Teleobjektive. Aber Sigma bietet inzwischen einiges. Aber ansonsten ist die Auswahl an Objektiven im L- Mount klar besser als bei Canon und Nikon, dank Sigma und durch die Bank mit besserem Preis/Leistungsverhältnis. Außerdem gefällt mir die… Weiterlesen »

Turmfalke

Doch ich habe mal einen Leica Sonderling auf dem Feld gesehen, der wirklich versucht hat mit seiner Leica und einem kurzen Teleobjektiv Tierfotos damit zu fotografieren, habe ihn nur fluchen hören, und seine schon sarkastisch frustrierte Bemerkung dazu war dann, bis seine Leica den Vogel scharf im AF hat, könne er dazwischen einen Kaffee trinken! Er war wirklich drauf und daran seine Leica zu verkaufen, so frustriert war er. Habe ihm dann gesagt, er soll sich zwischen Sony, Canon oder Nikon entscheiden, je nach seinem Geschmack, da würde er die passende Ausrüstung finden für die Tierfotografie. Er könne ja die Leica trotzdem weiter benutzen, einfach nicht für schnelle Tierfotografie, habe ihn danach nie wieder gesehen. 😉

Thorsten

Eine Leica für Sport- und Aktionfotografie ist ja auch das falsche Werkzeug.
Ich benutze ja auch keine Uhrmacherschraubenzieher für Öltanker.
Für andere Anwendungen aber wieder genau richtig

Matthias

…es gab schon mal einen Trend:
fix, fix! Sonst verdient der Meister nix…

Rolf Carl

Den Trend gibt es immer noch, der endet nie.

jens

Smartphone + KI Bildbearbeitung wer braucht da noch eine Kamera für den Alttag ???
Für die beschleunigten Fotografie nutze ich eine günstige gebrauchte System Kamera / Info in meinen Link.

Rolf Carl

Ich brauche eine Kamera, weil das SP ausser für einigermassen brauchbare Landschaftsfotos nichts taugt, ich denke da vor allem an die Makro- und Tierfotografie. Und dafür will ich auch eine richtig gute Kamera, keine günstige gebrauchte.

Thorsten

Weil die Bildqualität einer Kamera mit dem deutlich größeren Sensor und einem guten Objektiv eben um Klassen besser ist. Denn das Signal des Sensor ist eben stark von dessen Größe abhängig. Und selbst die beste Software und Mehrfachbelichtungen können das nicht kompensieren. Das ist ganz einfach Physik und wird auch so bleiben. Nur ist die Qualität von Smartphone Aufnahmen inzwischen so gut geworden das es vielfach für normale Ansprüche bei gutem Licht reicht. Aber eben nicht für Landschaften bei tollen Licht und Bewegungsaufnahmen in der Tierfotografie, um nur einige Beispiele zu nennen. Ich besitze ein aktuelles Top- Smartphone, die Qualität ist oftmals verblüffend gut, aber nur solang man die Bilder nicht bearbeitet und keine hohen Anforderungen an die Natürlichkeit der Farben stellt, z.B. die kritische Gründifferentierung. Ich besitze auch Vollformatkameras und MFT- Kameras. Selbst die Qualität älterer MFT- Kamera ist um Klassen besser, als von jedem noch so hochwertigen Smartphone, einfach weil der Sensor deutlich größer ist. Von der Qualität ,einer Vollformatkameras gar nicht zu reden. Aber die BIlder aus der Kamera, sind eben kaum autom. bearbeitet, wie aus dem Smartphone. Was versteht man nun aber unter einer sehr guten oder besseren Bildqualität? Manch einer findet auch die Qualität der… Weiterlesen »

Thorsten

Kameratrends?
Kompakte Kameras, alla Lumix S9, die die Vorteile von Systemkameras und Smartphones verbinden.
Also mit den Möglichkeiten und der Qualität von Wechselobjektivkameras, mit sehr kompakten Objektiven und der Rechenpower und den Bearbeitungsmöglichkeiten, sowie Mehrfachbelichtungen von Smart- Phones.
Dabei mit hochwertigen und sehr hellen Displays, so das Sucher verzichtbar werden, der Größe wegen.

Leonhard

Welche Kameratrends werden eurer Meinung nach den Markt in den kommenden Jahren am stärksten prägen?

Ja, welche Trends werden da wohl kommen?

Würde meinereiner z.B. nicht wundern, wenn Leica mit dem neuen Laberknochen-Knipsgehäuse aus “eigener Produktion” zumindest in Stückzahlen bald mehr Verkäufe realisiert als mit allen anderen Baureihen zusammen, zumal diese Telefonfonkamerakombi ja für Leica-Preise ein richtiger Schnapper ist.

Canon experimentiert ja schon mit einer Boxerkamera, hoffen wohl, mit einem blauen Auge davon zu kommen!

Manfred

Ich bin erstaunt, dass Canon im Jahr 2025 noch 620.000 DSLR-Kameras verkauft hat. Dieses Jahr wird die Spiegelreflexkamera 90 Jahre alt (glaube ich zumindest), und Canon hat eine Spiegelbox Kamera (Prototyp) gezeigt. Also, vom Trend der nächsten Jahre lasse ich mich einfach mal überraschen, vermutlich wird es irgendetwas digitales.

Uneternal

Welche Kameratrends werden eurer Meinung nach den Markt in den kommenden Jahren am stärksten prägen?

Fotografie wird weiter vereinfacht werden für den DAU (dümmsten anzunehmenden User). Kann mir vorstellen, dass bald K.I. Kompositionstipps geben wird, wie es schon in Google-Pixel-Handys der Fall ist.
Nachbearbeitung wird auch immer weniger notwendig werden, such dir Look XY aus und den Rest macht die Kamera inklusive Hautretusche und Entfernen von Fliegehärchen. Portraits wie aus dem Hochglanzmagazin auf Knopfdruck.
Bei Bedarf mit Entfernen von störenden Gegenständen oder kompletter Änderung des Outfits.

Als Fotograf wird es immer schwieriger werden, sich über Wasser zu halten, während unbearbeitete Fotos von wahren Momenten ohne hochgezüchteten Look an Bedeutung gewinnen.

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