Die beliebte iPhone-Kamera-App Halide ist runderneuert. Neue Looks, neuer Editor und eine aufgeräumte Oberfläche sind dabei.
Der App-Entwickler Lux hat Halide Mark III veröffentlicht, eine umfangreich überarbeitete Version seiner Kamera-App für iPhone und iPad. Im Zentrum stehen fünf neue Bildlooks, ein eingebauter Editor – auch für RAWs externer Kameras – und eine aufgeräumte Oberfläche.

Fünf neue Bildlooks direkt aus der Kamera
Die neuen “Looks” liefern fertige Bildstile schon bei der Aufnahme, ohne spätere Bearbeitung. Lux hat sie zusammen mit dem Hollywood-Coloristen Cullen Kelly entwickelt und bezeichnet sie als physikalisch akkurat. Zur Auswahl stehen zusätzlich jetzt Valencia für Landschaften, das Porträt-Profil Rembrandt, das farbintensive Nova, das zurückhaltende Zephyr und das Schwarzweiß-Profil Chroma Noir.

Dahinter steckt eine neue Filmsimulation, deren Effekte wie Korn oder Halation sich einzeln abschalten lassen. Alle Looks unterstützen HDR und sind im Kaufpreis enthalten, auch künftige. Rembrandt baut dabei auf Process Zero auf, dem KI-freien Aufnahmemodus, den Halide bereits 2024 eingeführt hat.


Editor und neue Bedienung
Neu ist das Photo Lab, ein eingebauter Editor für RAW-Dateien im DNG-Format. Über eine Schnellansicht lassen sich Looks, HDR und Belichtung anpassen, detaillierte Regler steuern Zuschnitt, Filmkorn, MTF und Weißabgleich. Die Ausgabe liegt standardmäßig bei 4K, auch wenn das Original 48 Megapixel hat.

Die Oberfläche orientiert sich an Apples neuem Liquid Glass und rückt Werkzeuge wie Seitenverhältnis, Kompositionshilfen und die Objektivwahl in den Vordergrund. Manuell lassen sich nun auch Zeit- und ISO-Priorität einstellen. Wer lieber bei der alten Version bleibt, kann über das Menü zu Mark II zurückwechseln.


Auch für Fotos aus echten Kameras
Als Neuerung kann Halide jetzt RAW-Dateien aus eigenständigen Kameras importieren und mit denselben Looks bearbeiten. Die Funktion ist noch als Beta gekennzeichnet.
Mark III ist ein kostenloses Update im App Store für bestehende Käufer und Abonnenten. Neukunden zahlen in Deutschland 9,99 Euro im Monat, 22,99 Euro im Jahr oder einmalig 69,99 Euro. Das ist für eine App natürlich eine Menge Geld, gerade im Vergleich zu vielen kostenlosen Kamera-Apps. Mit der Aussage, man setze auf eine “einfache, ehrliche Preisgestaltung”, bei der alle Looks ohne Aufpreis enthalten seien, bleibt Lux Optics aber seiner bisherigen Linie treu.


Gute App. Aber qualitativ werden die Fotos leider auch nicht besser. Handy bleibt Handy
Fremde Kameras einbinden – ist für viele sehr interessant. Für mich unverständlich – warum haben DSLM Hersteller nicht schon länger einen einheitlichen Standard in ihren Kameras der den unkomplizierten direkten Zugriff auf Bilddateien plus Bildbearbeitung erlauben?
Android Smartphones werden mit ähnlichen Funktionen nachziehen. Dabei denke ich aus fotografischer Sicht an das Xiaomi 17 Ultra plus dem Photography Kit oder aus Designgründen an das Leica Leitzphone. Das Ding macht mich irgendwie an. Auf meiner linken Schulter sitzt das Mittelformat Engelchen und sagt: „Du wirst doch nicht!“ Auf der rechten Schulter hockt grinsend das Teufelchen und spricht: „Stell dir vor wie leicht und unbeschwert du dein Fotoleben genießen könntest!“
…ach wie war das schön wo alle einheitlich mit ORWO Filmen fotografierten. Wo Schüler an bestimmten Tagen einheitlich mit blauen oder roten Halstüchern bzw. blauen Hemden zur Schule gingen. Wo man einheitlich in der Platte lebte und natürlich die einheitlichen Autos 🚗
Also liebe japanische Kameraindustrie vereinigt euch und schafft eine einheitliche Kamera 📸 Es gibt Europäer die das begrüßen würden ✊