Canon Kameras

Schade: Canon EOS M50 Mark II wohl doch schlechter als gedacht

Die letzten Gerüchte zur Canon EOS M50 Mark II waren wohl doch nicht korrekt. Nun sind neue (schlechtere) Spezifikationen durchgesickert.

Neue Infos zur Canon EOS M50 Mark II

Vor einigen Tagen haben mögliche technische Daten der Canon EOS M50 Mark II, die irgendwann im Laufe der aktuellen Woche vorgestellt werden soll, die Runde gemacht. Die Spezifikationen hatten über die Webseite Canonrumors den Weg ins Netz gefunden und sahen ziemlich vielversprechend aus, da die Rede von 32 Megapixeln, dem Dual-Pixel-Autofokus der 2. Generation, 14 fps Serienbildgeschwindigkeit und 4K-Videos mit 60 fps ohne Crop-Faktor war.

Nun haben sich aber die Kollegen von Nokishita zu Wort gemeldet und genauere Informationen zur Canon EOS M50 Mark II geteilt. Wenn man diese neuen Infos mit denen von Canonrumors vergleicht, dann muss man leider feststellen, dass sich die Angaben von Nokishita deutlich schlechter lesen. Wer am Ende Recht behält, müssen wir abwarten. Grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass die Daten von Nokishita korrekt sind.

24 MP, 10 fps, gleicher EVF

Doch was sagt Nokishita denn nun? Zunächst einmal, dass die Canon EOS M50 Mark II nur mit 24 Megapixeln und nicht mit 32 Megapixeln arbeiten soll, auch die Serienbildgeschwindigkeit soll mit 7,4 fps inklusive Autofokus-Nachführung bzw. 10 fps ohne Nachführung spürbar langsamer ausfallen. Der elektronische Sucher soll derweil weiterhin mit 2,36 Millionen Bildpunkten auflösen (zuvor war von 3,69 Millionen Bildpunkten die Rede gewesen). Der Autofokus soll grundsätzlich verbessert worden sein, es scheint allerdings beim gleichen System und auch beim DIGIC 8 Prozessor zu bleiben. Auch von 4K-Videos mit 60 fps ist in dem geleakten Text nirgendwo die Rede.

Es sieht also so aus, als würden die Verbesserungen der EOS M50 Mark II im Vergleich zur EOS M50 doch kleiner ausfallen als gedacht und hauptsächlich bei Autofokus, Bedienung und Konnektivität zu finden sein. Gut denkbar ist allerdings, dass sich die Spezifikationen von Canonrumors auf eine andere EOS M Kamera beziehen. Schließlich gab es in den letzten Wochen mehrfach Gerüchte, dass Canon an zwei neuen spiegellosen Systemkameras mit APS-C-Sensor arbeitet.

Quelle: Nokishita

guest
17 Kommentare
älteste
neueste
Feedback
Zeige alle Kommentare
Cee Ell

Eigentlich logisch. Ansonsten würde ja keiner mehr die M6II kaufen.

Ingo

Die Spezifikationen von CanonRumors könnte ich mir in der 3000-3500 Euro Klasse gut vorstellen bei Vollformat, also vielleicht in der 2000-3000 Euro Klasse bei APS-C. Die würde ja auch der EOS 1X Mark III auf die Pelle rücken.
Ich weiß nicht, was eine M50 Mark II so kostet, aber wenn es unter 1000 Euro ist, wird Nokishita wohl Recht haben. Alles andere wäre dann schon sehr unrealistisch, gerade Canon legt ja großen Wert darauf, die höherpreisigen Modelle zu schützen.

joe

Ingo, Du hast vollkomen Recht, es ist unglaublich, was manche sich von einer Einstiegskamera versprechen. Bessere Specs als bei einer canon EOS R, aber das reicht wohl einigen nicht bei einem Preis deutlich unter 1000.-€. Das was verbreitet wurde waren vielleicht die Spezifikationen einer M5 MkII.

Sabrina

Beim Autofokus müssen sie zu den guten Smartphones aufschließen. Bei wenig Licht Autofokusversagen, wo man mit einem S10 locker bei Mondlicht fokussieren kann, dürfte kaum noch als Werbung für die traditionellen Kameras durchgehen.

24 Mpx und 7,4 Bilder/s mit Autofokusnachführung dürfte ausreichend sein. Und der Sucher – ist der sooo schlecht, dass es nachteilig ist?
4K und noch dazu mit 60 Bildern – welche U-Röhre-Filme machen das? Das braucht keiner. Und wenn, dann kann das ein Apple, ein Samsung und mittlerweile auch ein Pixel und ein Huawei auch und sogar besser.

Die Kamera muss bei moderatem Preis die Bedürfnisse der großen Masse der Fotografen bedienen, die vor allem schöne Urlaubsbilder haben wollen und ansonsten vielleicht noch ihre Kinder ablichten.

Insofern klingt das vernünftig, was hier geschrieben steht.

Trotzdem – bei der Software musste man auch etwas tun, um wenigstens bei glänzenden Kuppeln oder nachts bei beleuchteter Werbung keine allzu ausgefressenen Lichtet zu bekommen.

Wir werden sehen, ob die Argumente geliefert werden, die Smartphonenutzer dazu bewegen können, sich diese Kamera für bessere Fotos anzuschaffen.

Daniel Arnold

Autofokus muss zum Smartphone aufschließen? Lustig bei diesen Winzsensoren ist doch eh fast alles in der Schärfenebene. Im übrigen habe ich ein Huawei P30 tatsächlich wegen der Kamera die ist gut keine Frage aber auch nur bei gutem Licht, sonst tagt es nur für Schnappschuss.

Dominik

gestern wurden die neuen iPhone 12 Modelle vorgestellt. Ich habe mir nur die Zusammenfassungen angesehen. 5 Minuten Werbung reicht mir 😉 ABER was ich sagen will: Mir ging so durch den Kopf: Ist es für die konventionellen Kameras zu spät? Hat selbst Sony, als ein recht innovativer Hersteller im Kamerasegment, schon das Rennen verloren? Apple erklärte wie der neue A14 Chip inkl. GPU (Grafikprozessor) und neuronalen Netzwerk im Zusammenarbeit mit dem 6 Kern CPU die Fotos Schritt für Schritt aufbaut. Die Kamera macht pro Foto etwa 3…10 Einzelbilder, die mit den Informationen der anderen Kameramodulen und Bewegungssensoren im Handy abgeglichen werden. Alles natürlich mit feinster Motiverkennung. Und ich dachte mir nur so: Jooo… kein Wunder, dass selbst Vollformat kaum noch mit dem Handy mithalten kann. Also der IST-Zustand ist ja so: JPG aus einem modernen SP haut jede konventionelle Kamera in den Boden. Ich denke an den zukünftigen Zustand: JPG aus dem SP haut alle Rohdaten aus einer konventionellen Kamera in den Boden. Zustand in 2…3 Jahren: JPG aus dem SP haut ALLE Bemühungen einer konventionellen Kamera in den Boden. Völlig egal ob Rohdaten, Lightroom, Belichtungsreihen oder Photoshop. Und ich denke: Bei Video ist der Zug schon lange abgefahren. Ich… Weiterlesen »

lichtbetrieb

Du kannst ja alibimäßig ne ältere Videokamera mitnehmen und daneben das Handy montieren und als Display tarnen…. 😉

Ich habe das P20 u.a. Auch wegen der Kamera gekauft. Die SPs werden wirklich immer besser. Dennoch bin ich der Meinung, dass da noch eine ganze Menge zu tun ist, um mit den wirklich guten Kameras mitzuhalten. Was sie erklärt haben, wie das IPhone die Bilder macht, könnte auch hochtrabendes Marketing blabla sein. Aber danke für den Tip, ich schaue mir die Präsi auch mal an. Bin zwar kein Apple Fan, aber manchmal lohnt sich ein Blick über den Tellerrand.

Dominik

@lichtbetrieb – auf jeden Fall lohnt sich der Blick über den Tellerrand. Das ist dies was den meisten hier fehlt. Ansonsten ist mir schon bewußt, dass es irgendwo Grenzen gibt. Die Frage ist nur, ob 99% mit diesen Grenzen wunderbar leben können, weil sie darüber hinaus auch nicht gehen möchten. Und was innerhalb der Grenzen möglich ist, ist schlichtweg beeindruckend. Da muss ich mit einer konventionellen Kamera schon weit gehen inkl. Rohdaten und Software, damit ich wirklich klar und deutlich diese Grenzen verlasse

Sabrina

Mit solchen neumodischen Ansichten werden Sie hier bestimmt schwere seelische Traumata auslösen. Aber gerade die Technologie, mehrere Bilder übereinander zu legen – einerseits, damit sich das Rauschen gegenseitig auslöscht und andererseits um auch helle und dunkle Bildbereiche noch abbilden zu können, wird von den Smartphone-Kamera-Entwicklern seit sehr vielen Jahren entwickelt – gezwungenermaßen, weil der Sensor bei einmaligem Auslesen keine hohe Dynamik liefern kann – und weil er natürlich stärker rauscht. Die Hersteller der großen Kameras haben das nie wirklich ernst genommen. In Kommentarspalten wurde es dennoch diskutiert. Mittlerweile hat man mit dieser Technologie einen beeindruckenden technischen Stand erreicht. Auch wenn bei guten Lichtverhältnissen (mittags mit Sonne im Rücken oder bei bedecktem Himmel) die großen Kameras noch die besseren Fotos liefern – und bei bewegten Motiven sind sie auch – noch – überlegen. Im Jahr 2019 hatte ich mir mein erstes Smartphone gekauft, weil ich endlich mal eine moderne Kamera haben wollte. Ich wollte es einfach mal kennenlernen. Das war selbst für mich schon komisch. Bei leicht trüben Wetter die ersten Architektur-Fotos gegen das Licht gemacht – mit Smartie und mit DSLM. Von der Erwartungshaltung her konnten die Smartphonebilder nur schlechter sein. Damit geriet ich dann in Konflikt zur Realität. Die… Weiterlesen »

Robin

Wie wäre es, wenn die besseren Specs doch zu einer APS-C mit RF Bajonett gehören?
Sonst gilt halt die uralte Weisheit, man sollte nicht über seine eigenen Wünsche stolpern.

Madtoffel

Die anderen Specs die rumgingen klangen auch mehr nach einer high end Kamera. Trotzdem hätte ich mir zumindest den neuen Sensor und Prozessor (=besserer AF) gewünscht. So ist die Mark ii eher Modellpflege als ein Grund zum upgraden.

CJuser

Damit war zu rechnen. Die bisher genannten technischen Daten passten eher zu einer M5 Mark II und nicht M50 Mark II. Trotzdem schade, dass es scheinbar keine EOS-M “Pro-Kamera” mehr geben wird.

X9000

Ja das ist echt schade, aber vielleicht kommt da noch was.

Azzaro

Das hätte mich auch gewundert, denn diese besseren Spezifikationen sollten eher der M5 Mark II vorbehlten sein, falls sie jemals kommt, denn die M50 ist unter der M6 Mark II angesiedelt.

lichtbetrieb

Die Kamera ist wohl fürs Weihnachtsgeschäft gedacht. Wer bereits eine M50 hat, kann sich getrost zurücklehnen und vielleicht noch mal ein nettes Glas kaufen, oder schaut sich die M6ii an.

Bissel enttäuscht bin ich auch, da die Konkurrenz z.T.recht beeindruckende APS Cs hat und Canon hier nicht willens ist, mal ein vernünftiges Pendant zu liefern.

ccc

Man beachte aber auch den Preis. Die M50 ist eher eine Einsteiger- als eine Mittelklasse DSLM.
Mit 4K60p, IBIS und high-res-EVF hat man mMn nicht rechnen dürfen.
Das update kommmt eher so rüber wie das von EOS 200D auf 250D.
Oder wie die (unnötige) EOS 850D. (oder wars EOS 750D? weiß es nicht mehr ????)

lichtbetrieb

Ja, in Bezug auf was die M50 sein soll, eine Einsteiger DSLM, gehen die Specs schon in Ordnung. Mir geht’s eher darum, dass die Fortschritte bei R scheinbar nicht bei M angekommen und die APSCs unter Canons Möglichkeiten bleiben.