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Canon: „Kameramarkt wird die nächsten zwei Jahre weiter schrumpfen“

Canon rechnet damit, dass der Kameramarkt in den nächsten zwei Jahren definitiv weiter schrumpfen wird. Das geht aus einem neuen Interview hervor.

Marktlage weiter angespannt

In den letzten Monaten und Jahren hatten die Kamerahersteller kontinuierlich mit sinkenden Verkaufszahlen und einer, nennen wir es mal ganz vorsichtig „ungünstigen“, Marktlage zu kämpfen. Das ist grundlegend nichts Neues und dass die Smartphones die Kompaktkameras inzwischen fast komplett ersetzt haben und auch die Verkaufszahlen von DSLRs rückläufig sind, das dürften inzwischen die meisten mitbekommen haben.

Prognose der verschiedenen Hersteller

Interessant zu sehen ist, mit welcher Prognose die verschiedenen Hersteller nach vorne blicken. Pentax beispielsweise ist der Meinung, dass DSLMs eher eine Art Modeerscheinung sind und der Markt für Spiegelreflexkameras bald wieder wachsen wird. Fuji ist ebenfalls der Ansicht, dass in den nächsten Jahren wieder Wachstum möglich ist, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

Neues Interview mit Canon

Und Canon? Canon hat nun in einem neuen Interview in Japan verlauten lassen, dass man damit rechnet, dass der Kameramarkt in den nächsten zwei Jahren weiter schrumpfen wird. Das deckt sich mit vorherigen Einschätzungen des Unternehmens.

Um Kosten zu sparen hat Canon zuletzt verstärkt auf In-House-Produktion und Roboter in den eigenen Fabriken gesetzt. Außerdem hat sich das Unternehmen wieder mehr auf die Produktion im eigenen Land, sprich in Japan, fokussiert. Wenn diese Umstrukturierungen abgeschlossen sind, ist man außerdem weniger abhängig von Übersee und macht sich auch unangreifbar für einen Handelsstreit, wie man ihn aktuell zwischen den USA und China beobachten kann.

Was mich noch interessiert hätte, was aber aus dem Interview nicht ganz genau hervorgeht: Wie wird Canons Einschätzung nach die Marktlage in drei oder vier Jahren aussehen? Werden die Verkaufszahlen dann nach wie vor rückläufig sein? Stabil sein? Oder rechnet der Marktführer wieder mit Wachstum?

Was denkt ihr? Wird sich der Kameramarkt irgendwann erholen? Falls ja: Was braucht es dazu?

Quelle: Newswitch Japan

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

30 Kommentare

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  • Erholen wird der Markt sich wahrscheinlich nicht, da die große Mehrheit der Menschen fast nur noch aus Bequemlichkeit mit dem Smartphone fotografiert.
    Ob sich die momentane Vielfalt der Vollformat DSLM auf dem Markt halten wird, ist auch fraglich, schon weil diese Systeme inklusive Objektive sehr viel Geld kosten, für einen Hobbiefotograf wie mich ist dass zu teuer geworden, aber ich fotografiere immer noch lieber mit einer Kamera als mit dem Smartphone, obwohl ich die meisten Alltagsfotos wie z.B, Familienfotos auch mittlerweile mit dem Smartphone mache, allerdings ist hier das Handling einfach nicht so gut wie mit einer richtigen Kamera, auch die Zoomqualitäten sind noch besser bei einer Kamera.
    Spiegelreflex wird sich auf kleinerem Niveau halten , Vorteil hier auch die längere Akkulaufzeit, ich bevorzuge auch meine Refelxkameras. Profis im Studio werden eher auf Mittelformat wechseln und für die Profisport und Tierfotografen wird es weiterhin robuste, relativ teuere SLR geben

  • Würde man den Kameramarkt preislich so gestalten, dass sich auch ambitionierte Hobbyfotografen die neuen Objektive leisten könnten bzw. der Preis durch mehr Masse subventioniert werden würde, müsste dieser nicht so stark schrumpfen… Ich hab selbst die EOS-R jedoch kein RF-Objektiv.. Wären die Preise etwas erschwinglicher, würden hier schon 2 RF-Objektive stehen… So bleiben die alten.. das sind 2 Objektive die man weniger verkauft und ich denk das trifft auf eine Vielzahl von Fotografen zu…

  • …..Fuji ist ebenfalls der Ansicht, dass in den nächsten Jahren wieder Wachstum möglich ist….

    Fuji hat da gar so unrecht, wenn man bedenkt, das die Umsätze noch viel tiefer fallen, wir dann eine Konsolidierung stattfinden können.

    H. Moos sieht es ebenfalls richtig, da schließe ich mich ihm an.
    Aus Bequemlichkeit und Dummheit das Smartfone, die Masse eben.

    3. Anwender wie joe, die immer nur darauf warten, das der Quantensprung kommt, der aber nicht kommt, und ihre neue Kamera auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben.

    • Wozu soll man sich eine kiloschwere Systemkamera kaufen, wenn man für Social Media knipst und nicht vor hat, die Bilder auf A1 auszudrucken? Ich frage für einen dummen Smartphonefotografen…

  • ich vergaß,
    aus Canons Brille gesehen ist die neue – R – keine Rakete, da die Konkurrenz vorgelegt hat und Canon bestenfalls angeschlossen hat.
    Die Ankündigung der Super-Rakete muß man ebenfalls abwarten, ob sie die PS überhaupt auf Strasse bringt
    80 MP hin oder her
    Man kennt das von amerikanischen Autos zu Hauf
    Große Klötze mit 430 PS, und auf der Strasse werden die von Fiat überholt.

  • Aus meiner Sicht sind alle aktuellen Innovationen auf die People Fotografie ausgerichtet. Deutlicher wird das wenn man die Liste der angekundigten Objektive für die DSLM Kameras studiert. Die Nischen wie Sport-, Produkt- und Makro Fotografie werden auf lange Sicht nicht bedient. Ich fotografiere immer noch mit meiner Nikon D700. Verglichen mit den Ergebnissen einiger Kollegen, ist in der Produktfotografie im Vollformat, nur die LUMIX S1 (R) interessant. Auch hier wird weder von Panasonic noch von Sigma ein Makro Objektiv in Aussicht gestellt. Ohne die passenden Objektive ist das für mich alles nur ein Kompromiss wie ihn viele mit Sony Kameras eingegangen sind. Nach meinem Kaufverhalten zu schätzen wird der Kameramarkt weiterhin rückläufig sein. Weil ich einfach keine Lust habe für das bisschen mehr, soviel geld auszugehen.

  • Ich denke nicht, dass dies nur eine Modeerscheinung sein wird. Ein großer Faktor ist die Smartphone-Fotografie, die sich sehr schnell und immer weiter entwickelt. Wir haben jetzt Smartphones, die die meisten Digitalkameras aus der Anfangsära der Digitalfotografie bereits schlagen. Und dieser Trend wird sich fortsetzen. Ich denke dass es nicht mehr lange dauert bis man 10-fach Zoomobjektive mit beweglichen Linsen an Bord hat.
    Die Entwicklung um die Tiefenerkennung bleibt auch nicht stehn und wird mit Sicherheit immer genauer, ich denke dass wir in spätestens 10 Jahren Smartphones haben, die einen täuschend echten analogen Spiegelreflex-Look so gut wie fehlerfrei replizieren können.

    Das Gute dran ist, das man die ganze heutige Analogtechnik dann für nen Appel und ein Ei nachgeworfen bekommt, so wie es heute mit Analogkameras und Objektiven aus den 60er-90er Jahren der Fall ist.

  • Sehr geehrter Herr Göpferich,
    zum Statement
    „und dass die Smartphones die Kompaktkameras inzwischen komplett ersetzt haben“
    möchte ich folgendes anmerken.
    Zur Zeit gibt es zumindest von folgenden Firmen Kompaktkameras Sony RX1001-VII, Canon neu G7X III, eine Zeit schon die G1x und hoffentlich bald G5XII.
    Von Panasonic angefangen von Lumix TZ 71-TZ202 wenn ich richtig gezählt habe 7 Kameras und von Nikon relativ neu die A1000.Diese bewähren sich meines Erachtens als Reiskameras oder immer dabei auch als Zweitsysteme.
    Würden die produziert und verkauft werden, wenn es keine Vorteile gegenüber den Smartphones gäbe?
    Nach wie vor sehe ich Vorteile bei der Bedienung, den Objektiven und den Bildergebnissen.
    Die vielfache Behauptung „wer nicht mit Vollformat fotografiert kann gleich mit den Smartphone fotografieren“ entbehrt meiner Einschätzung nach mangelnder Erfahrung mit den sogenannten Edelkompakten.
    Ich bevorzuge den Schwerpunkt auf eine ordentliche Kamera unterwegs zu legen und ein Mobilphone zum telefonieren dabei zu haben. Die Bedienung des Smartphones finde ich grausam.
    Herzlichen Gruß

    Peter Wagner

    • Hallo Peter, du hast natürlich Recht, ich war da ungenau und habe jetzt noch ergänzt, dass die Smartphones die Kompaktkameras „fast“ ersetzt haben. Natürlich gibt es immernoch Kompaktkameras, vor allem in der etwas höheren Preisklasse.

  • Wer bleibt übrig?

    Olympus hat die Anfrage der L-Allianz bewusst abgelehnt.

    Fuji hat schon vorher die Entwicklung erahnt (sie haben aus den analogen Zeiten gelernt) und sich ebenfalls aus dem Vollformat heraus gehalten.

    Pentax hat es sich in der Nische bequem gemacht und mit der KP eine der fortschrittlichsten APS-C DSLR Kameras entwickelt. Die Vollformat DSLR K1 Mark2 ist auch nicht ohne. Eine digitale Mittelformat gibt es außerdem. Das reicht wenn man darauf eingestellt ist.

    Canon, Nikon, Panasonic und Sony prügeln sich um den immer kleiner werdenden Vollformat Markt. Sie haben sich mit dem EVF selbst in das Abseits gestellt, sie haben die Folgekosten (Objektive, Adapter) für den Kunden nicht bedacht, sie haben sich von den eigenen digitalen Möglichkeiten blenden und ins Bockshorn jagen lassen.

    Canon und Nikon können wenigstens auf Zweigleisigkeit verweisen und damit treue Kunden bei der Stange halten. Siehe EOS 90D. Nikon soll wie angeblich das Sortiment straffen und eine Konsolidierung durchführen. Könnte für die zwei funktionieren. Indirekt will Sony nur noch ein Bajonett anbieten, so hört man.

    Fehlt noch Panasonic, Leica und Sigma. Ob letztere das Wagnis fp und ein weiteres Modell eingehen werden ist nicht sicher.

    Eine Zeit lang habe ich ebenso wie andere gedacht das Smartphone sei am Niedergang der Fotoindustrie schuld, das ist nur bedingt so. Auf den Punkt gebracht ist es die „Wertigkeit“ von Bildern, wo diese zum Einsatz kommen, was damit gemacht wird und wer davon profitiert.

    Wirklich Billionen von Bildern/Videos landen jährlich in der „virtuellen Datenwolke“, was soll da das einzelne noch wert sein? Nichts! Wo nichts verdient wird haben auch die hochwertigen Vollformat Geräte (auch das Mittelformat außer wenn es betrieblich im Einsatz ist) nichts zu melden. Sie werden zu Luxus Gütern wie mechanische Uhren oder die Jacht am Mittelmeer.

    Glücklich der Hersteller der bezahlbare APS-C, MFT Kameras für die Hobbyisten und Künstler im Programm hat, egal ob mit oder ohne Spiegel!

    • Zum Thema Pentax: Sollte die DSLM nicht nur eine vorübergehende Modeerscheinung sein, womit man ja durchaus rechnen kann, wird sich Pentax früher oder später in diesem Bereich engagieren müssen. Das können sie meines Erachtens durch den Beitritt zur L-Allianz oder durch ein besonders innovatives, eigenes System. Innovationen waren Pentax in der Vergangenheit ja nicht fremd. Wobei die L-Allianz natürlich den Charme hat, dass sich Sigma nicht bei Pentax wieder „wegduckt“ und man braucht kein eigenes, neues Bajonett.

  • Ich denke der Kameramarkt wird sich in paar Jahren erholen ABER es wird keine Massenware mehr sein. Die ganzen Kompakt, Actionscams und auch die Spiegelreflexkamera werden auf ein Minimum schrumpfen und so den Markt aus düngen. Einige Firmen werden sich da durch auch vom Fotomarkt verabschieden! Meine Meinung!

  • naja, fuji hat hier sicher nicht unrecht. schließlich wird niemand etwas ohne anreiz kaufen.
    ich glaube auch, daß der rückgang des kameramarktes nicht ausschließlich das smartphone schuld ist. sicher, denke ich an früher, hatten die meisten nur eine kompaktkamera mit einer festbrennweite. da ist die umgewöhnung an das smartphone nicht schwer. auch die iso-fähigkeiten von iso 100 – 400 hatte man als film in der kamera. da wurde auch nicht während der 36 bilder gewechselt. also sind diese leute auch kaum an einer high-iso-kamera interessiert. die meisten wissen den vorteil ja nichtmal. geschweigedenn was iso ist oder woher das kommt und wofür das gut ist.

    wenn man verkaufen will muss man begehrlichkeiten wecken. das macht die kameraindustrie nicht.

    klar, wie man hier sieht, sind die kameranerds laufend dabei sich jedes neue modell zu kaufen. auch wenn nur der linke knopf fünf milimeter nach rechts verlegt wurde. die masse hat aber nichts davon und sieht das auch nicht. in meinen augen ist eine der größten schwächen der digitalen photographie, daß die bilder auf den festplatten verschwinden oder auf dem smartphone bleiben.

    jetzt sind die hersteller gefragt. bleibt ihr in der sackgasse oder bringt ihr mal was neues? nein, nicht den schnelleren autofokus. das interessiert hans müller nicht. dafür ist seine 10 jahre alte digitalkamera schnell genug. versucht nochmal etwas langsameres. oder was bunteres. vielleicht auch eine ganz andere richtung.

  • Ich denke, dass der Kameramarkt nur durch echte Innovationen aktiviert werden kann. Modellpflege wird nicht mehr ausreichen, da wir auf einem sehr hohen Level angelangt sind. Telefone sind auch einfach zu praktisch, das kann nicht wegdiskutiert werden.

  • Wohl wird der Kameramarkt weiter schrumpfen.
    Wenngleich Canon innovativ ist. Canon Ivy Rec, soll/wird es auf Indiegogo geben. Kamera mit integriertem Drucker, als Sofortbildkamera.
    Natürlich weiss Canon Brot und Butter Geräte, verkaufen sich über den Preis.
    So erklärt sich der große Erfog der EOSM50.
    Handyfotografen sind weder blöd noch bequem, nur realistisch.
    Ein Handwerker präsentiert seine neue Supersäge, stellt ein Smart Phone hin und dreht bei vorhandenem Licht einen beachtlichen Clip.
    Eine junge Mutter macht lauter Clips mit ihrem Smart Phone von den lustigen Episoden mit ihrer einjährigen Tochter und die sind erstaunlich gelungen.
    Ein Bergwanderer dokumentiert seine Bergtour mit seinem Smart Phone.
    Die Bilder überzeugen allesamt.
    Warum sollten sich diese Menschen eine extra Kamera kaufen.
    64 MP kommen demnächst, Xiaomi arbeitet offensichtlich an 4 Smart Phones mit 108 MP.
    Der neue Chef vom SWR will zukünftig weniger Kamerateams einsetzen, dafür seine Redakteure und Reporter mit Videohandys ausrüsten. So spart er sich dann auch die Ü-Wagen.

    • Deine Logik hat Lücken, z.B.:

      „Ein Bergwanderer dokumentiert seine Bergtour mit seinem Smart Phone.“

      Aber:

      Ein Fotograf dokumentiert seine Bergwanderungen mit der Kamera.

  • Sehe das wie die meisten hier, das Smartphone wird immer besser und für die Orte und die Grösse in der man heutzutage Bilder anschaut reichen die neuesten Smartphone Kameras allemal. Bleiben nur noch Alfred, Rolf, ich und ein paar andere Verrückte übrig, die noch „richtig“ fotografieren werden. So wenige Kameras wie in diesem Sommerurlaub habe ich übrigens noch nie gesehen. Ich denke es werden einige Firmen demnächst aussteigen, eventuell sogar einer von dem man es nicht erwartet, so wie Samsung.

    • Du siehst das richtig Joe, vielleicht sollten wir einen Club der handwerklichen Fotografie gründen, das ist eine Maktnische, das verspreche ich dir. Ein Foto, noch Blende, Belichtungszeit und Verschlusszeit selber eingestellt, also noch richtig fotografiert, das wird in Zukunft fast unbezahlbar.

      Nicht umsonst sagen Experten den handwerklichen Berufen wie Schuhmacher, Sattler, Schreiner usw. eine grosse Zukunft voraus …

      Ich sags dir ganz ehrlich: SP und DSLM sind in 20 Jahren tot … aber nicht weitererzählen.

  • Joe, Rolf Carl,

    in zwanzig Jahren benötigen wir keine Kameras mehr. Wir sind gechippt und alles was wir je gesehen, gehört, gedacht haben lässt sich jederzeit aus der großen Datenwolke aufrufen sofern wir die Abo Gebühr entrichtet haben.

    Werden das glückliche Zeiten, bis dahin wird bei guter Pflege meine Ausrüstung funktionieren wenn ich jetzt noch schnell einen modernen PC mit den passenden Programmen versehen einmotte ist das vielleicht möglich.

    • Und Bargeld wird es dann auch keines mehr geben, damit ist dann die totale Kontrolle möglich und Zugriff auf das E-Geld nur wenn man anständig ist und je nachdem zieht der Staat gleich auch noch die Steuern oder andere Beiträge von deinem E-Konto ab. China übt das Szenario schon. Selbst Orwell hat nicht an so viel Blödheit der Menschen gedacht, dass sie sich freiwillig in eine totale Abhängigkeit begeben. Schöne neue Welt, sag ich da nur. Gott sei Dank bin ich nicht mehr 20. Endlich hat Alter mal einen Vorteil.

      • Der beste Kommentar und garnicht blöd. Ich verstehe die Blödheit der Menschheit nicht mehr. Dafür bin ich zu blöd.
        Wenn die Verblödung weiter so zunimmt, dann Gute Nacht. Schon mein Vater hat während meiner Jugend über die Verblödung der Jugendlichen geschimpft. Heute sehe ich, dass er damals schon richtig lag.
        Kennt jemand den Film Idiocracy?

    • so eine zukunft macht einem angst. aber genau da geht es hin und alle machen mit.
      eine dann entstehende diktatur ist nicht mehr abzulösen. oder ist es schon eine diktatur des kapitals? nein ich bin kein kommunist, aber eine soziale marktwirtschaft war wirklich toll.

  • Nachdem Kamerahersteller nicht auf Kundenwünsche eingehen, das gilt vor allem für Canon (24p, 23.98p, 30 Minuten Videolimit, etc), wird der Markt noch weiter schrumpfen. Die Kameras wären zu so viel mehr fähig, wenn die Software besser wäre. Mit Magic Latern sieht man das ja. Doch anstatt diese Softwareentwickler ins boot zu holen, wird weiterhin auf die verkrüppelte software gesetzt. Das gilt noch mehr für Sony. Da gibt es nicht mal alternative Software. Bei handys hat die software vollen zugriff auf die kamera, und geniale programmierer können da alles rausholen.
    Dennoch würde ich nie shootings mit Handy machen. Einfach zu unbequem. Wenn aber Digital Mirrorless Kameras mit Wechselobjektiven und open source Software kommen, würde ich wieder eine neue Kamera kaufen

    • Hallo,

      meiner Meinung nach ist es nicht allein die Technik Fotoapparat versus Smartphone, die zum Schrumpfen des Kameramarktes beitragen.
      Sondern vielmehr der Umgang mit den Medien Foto/Film insgesamt der sich durch Sozial Network, Youtube und Internet total und komplett geändert hat.

      Vor langer Zeit wurden schöne hochwertige Bilder fotografiert in Printmedien veröffentlicht und/oder in oft langweiligen Diashows präsentiert.

      Heute knipst/filmt man kurz, manchmal auch „schöne Bilder“ oder witzige Filmchen und präsentiert diese in Sekunden seinen Bekannten in Netz. Hier geht’s dann primär um die darin vorhandene Information und nicht um die Kunst am „Bild“ selbst.

      Printmedien sind quasi tot, Bilder allein reichen heute für professionelle Werbung und Informationsgestaltung in den meisten Bereichen nicht mehr aus. Hier ist Multimedia (Foto & Video) mit Internetauftritten angesagt.

      Bleibt somit als Markt für die Kamerahersteller schwerpunktmäßig der Bereich der Personen übrig, welche das Fotografieren an sich zum Selbstzweck als Hobby betreiben.
      Ähnlich vielleicht nicht ganz so schmal wie die Sparte Astronomie Fotografie, welche ich in der dunklen Jahreszeit betreibe und wo Idealisten viel Geld für technisches Equipment nur zum Selbstzweck ausgeben.

      Bleibt noch der so oft in diesem Forum oft genannte klassische „Foto Profi“ !
      Nur wer und wie viele sind das heute noch und wie sieht das morgen aus?

      Nur mal so zur Anmerkung, es gibt ja seit wenigen Jahren so eine „ungelernte Tätigkeit“ das nennt sich „Influencer“. Meist junge hübsche Mädels die andauernd Selfis teils mit und ohne Werbebotschaften posten mit Millionen von Followern (auch neu) …

      Das Verdienen zum Teil etliche tausend Euro für nur einen Post, da können die klassischen Profis sicher oft nur von träumen…

      Frage sind das dann nicht auch „Profis“ und muß man die nicht auch wie den Paparazzi heute dazu zählen !?

      Gruß Conny

  • Also persönlich ist es mir Latte ob der Markt weiterhin schrumpft, viele der angebotenen Kameras interessieren mich eh nicht….Durch die neue Schnelllebigkeit gibt es einen florierenden Gebrauchtmarkt wo man eine große Auswahl an „jungen“ Gebrauchten findet und zwar für „kleines“ Geld 📸

  • Na es wird deutliche Rückgänge und Firmenpleiten geben. Verschwinden werden Pentax (Tamron hat zugegeben, nun keine Objektive mehr für Pentax zu produzieren) und ähnliche. DSLR werden grandios einbrechen. DSLM werden aber ebenfalls rückläufige Verkaufszahlen haben. Vollformat wird zwar von den Firmen gepusht – aber die Preise / Folgekosten lassen einen großen Ausgleichsfaktor in der Masse nicht zu. APSC ist von den Firmen ungeliebt. Außer Fuji wird es da keine nennenswerten Wachstumseffekte geben. Alles unter APSC wird sterben – mithin leider auch Olympus. Panasonic wird sich auch wegen der aktuellen Objektivallianz auf kleinem Niveau halten. 1 Zoll und Kompaktkameras werden fast ganz im Nirvana verschwinden. Den Consumerbereich übernimmt die Smartphonefotografie. Solange die Firmenmajors nicht realisieren, dass die allermeisten Hobbyisten deren Vorteile schätzen (einfach, immer dabei) und auch keine ansprechende Software implementieren (AI, Apps, kamerainterne Entwicklung, smartphoneaffine Bedienung) und weiterhin auf minimalste Verbesserungen jeder Hardwaregeneration setzen, wird das Nix. Außer im Profibereich wird sich der gesamte althergebrachte Kameramarkt in die Bedeutungslosigkeit a la klassiches HiFi verabschieden = Nische für Liebhaber. PUNKT & RIP