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Fujis Prognose: Canon & Nikon werden bis 2021 satte 50% Marktanteile verlieren

Fujifilm geht intern angeblich davon aus, dass Canon und Nikon bis zum Jahr 2021 ganze 50 Prozent Marktanteile verlieren werden!

Canon und Nikon: High-End-DSLMs im Anflug

2018 und 2019 werden zwei ganz entscheidende Jahre für die Kamerabranche, da sowohl Nikon als auch Canon erstmals eigene High-End-DSLMs auf den Markt bringen werden. In den letzten Jahren waren die beiden Großen der Branche zwar schon mit eigenen spiegellosen Systemkameras auf dem Markt vertreten, doch mit voller Überzeugung haben sie sich diesem Segment bisher nicht gewidmet.

Doch die Spiegellosen sind inzwischen eben weit mehr als nur ein Hype und so sind Canon und Nikon schlicht und einfach gezwungen, mehr in diesen Bereich zu investieren. So hat Canon kürzlich auch in einem Interview bekanntgegeben, dass man den eigenen Fokus weg von DSLRs und hin zu DSLMs verlagern wird. Natürlich werden Spiegelreflexkameras nicht vom Markt verschwinden, dafür spielen sie nach wie vor eine viel zu große Rolle, wie auch diese Statistiken zeigen.

Doch die Statistiken zeigen eben auch, dass immer weniger DSLRs verkauft werden. Und wenn Canon und Nikon demnächst so richtig in den Markt der Spiegellosen einsteigen, dann kann man davon ausgehen, dass nicht nur das allgemeine Interesse an DSLMs noch größer wird, sondern sich auch die Verkaufszahlen der Spiegellosen positiv entwickeln werden.

Verlust von 50 Prozent Marktanteilen?

Trotzdem – und jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema – geht Fujifilm anscheinend insgeheim davon aus, dass Canon und Nikon bis zum Jahr 2021 rund 50 Prozent Marktanteile verlieren werden. Diese Information stammt angeblich von internen Studien, die Fujifilm vor einiger Zeit durchgeführt hat.

Ich sage es gleich vorweg: Ich persönlich denke nicht, dass diese 50 Prozent realistisch sind. Ich kann mir schon Szenarien vorstellen, in denen Canon und Nikon in den nächsten Jahren Marktanteile verlieren, aber 50 Prozent sind in meinen Augen einfach deutlich zu viel.

Trotzdem, gehen wir mal davon aus, dass Canon und Nikon in den nächsten Jahren wirklich so deutlich abstürzen werden. Was müsste schief laufen bei den beiden Großen?

These: So könnten Canon und Nikon “abstürzen”

Fujifilm selbst geht davon aus, dass die Präsentationen von Vollformat-DSLMs aus dem Hause Canon und Nikon das Interesse an spiegellosen Systemkameras deutlich steigern werden. Auch konservative Fotografen, die DSLMs bisher keine große Beachtung geschenkt haben, werden dann vielleicht neugierig und beschäftigen sich mit den Spiegellosen.

Nehmen wir mal an, dass sowohl Canons als auch Nikons neue DSLM dann mit einem neuen Bajonett erscheint (wovon derzeit den Gerüchten zufolge auch auszugehen ist). Dann gibt es für Bestandskunden keinen direkten Grund, bei ihrem Hersteller zu bleiben – sie brauchen ja sowieso neue Objektive. Und eine Adapterlösung gibt es auch für die Kameras von anderen Herstellern. Das heißt: Das Interesse an DSLMs wird wachsen, Interessierte könnten sich aber – falls Canon und Nikon auf ein neues Bajonett setzen – auf dem gesamten Markt umschauen, da sie sowieso neue Objektive brauchen.

Im nächsten Schritt geht Fujifilm anscheinend davon aus, dass die kommenden DSLMs von Canon und Nikon wohl nicht restlos überzeugen werden. Bei der ersten Generation gibt es häufig Kinderkrankheiten, außerdem gäbe es zu Beginn sicherlich nur wenige Objektive (erneut, so denn auf neue Bajonette gesetzt wird). Hier haben Unternehmen wie Fujifilm oder auch Sony einfach einen deutlichen Vorsprung. Und wenn die Spiegellosen von Canon und Nikon dann vielleicht noch aus technischer Sicht nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten können, dann könnten die beiden Urgesteine in den nächsten Jahren tatsächlich eine schwere Zeit haben.

Letztendlich ist das natürlich nur eine These und vielleicht wird dieses Szenario in dieser Form nicht eintreten. Trotzdem: So ganz abwegig klingt es für mich nicht, auch wenn ich die 50 Prozent wie gesagt für unrealistisch halte.

Was denkt ihr?

Quelle: Fujirumors

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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