Canon Kameras

Canon bestätigt: Fokus weg von DSLRs und hin zu DSLMs

Canon bestätigt in einem Interview, dass man sich in Zukunft verstärkt auf spiegellose Systemkameras konzentrieren möchte, auch wenn darunter die eigenen DSLRs leiden.

Canon hält an Spiegelreflexkameras fest

Canon war im Bereich der spiegellosen Systemkameras in den letzten Jahren relativ… passiv? Vielleicht ist passiv nicht ganz das richtige Wort, denn Canon hat ja durchaus einige interessante DSLMs im Angebot, doch die sind eben hauptsächlich in der Einsteiger- bzw. Mittelklasse angesiedelt. Innovative High-End-Modelle hat der Marktführer bisher nicht auf den Markt gebracht – und das ist kein Zufall. Canon hat sich bewusst für diesen Weg entschieden, da eine teure High-End-DSLM natürlich den eigenen High-End-DSLRs Konkurrenz machen würde. Und so hat Canon in den letzten Jahren eben zumindest im Profi-Bereich an der Spiegelreflextechnologie festgehalten.

Fokus in Zukunft auf neuen DSLMs

Das wird sich in Zukunft allerdings ändern. Denn nun hat Canon in einem Interview bekanntgegeben, dass man sich in Zukunft verstärkt auf spiegellose Systemkameras konzentrieren möchte. Konkret hat Canon Manager Masahiro Sakata im Gespräch mit Nikkei gesagt, dass man „aktiv neue Produkte für einen wachsenden Markt vorstellen wird, auch wenn man sich damit teilweise selbst kannibalisiert.“

In Japan sind 2017 die Verkaufszahlen im Bereich der DSLRs um 10 Prozent gesunken, im spiegellosen Sektor hingegen gab es laut Nikkei ein Wachstum von 30 Prozent. Das macht deutlich, in welche Richtung sich der Markt in den nächsten Jahren entwickeln wird und nicht wenige sind der Meinung, dass 2017 das letzter große Jahr der DSLRs gewesen sein könnte, vor allem wegen der Nikon D850.

Die kürzlich vorgestellte Canon EOS M50 deutet bereits an, wohin die Reise bei Canon demnächst gehen könnte. Meiner Meinung nach ist die EOS M50 ohne Frage die bisher interessante DSLM von Canon, auch wenn Canon insgesamt natürlich noch einiges nachzuholen hat. Es fehlt an EOS-M-Objektiven und im High-End- bzw. Vollformat-Bereich muss man sich erstmal gegen Sony behaupten, was – wenn man sich die neue Sonys A7 III anschauen – nicht ganz einfach werden dürfte.

Was haltet ihr von Canons Entscheidung, in Zukunft verstärkt auf DSLMs setzen zu wollen?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

102 Kommentare

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  • jetzt auf einmal ist eine DSLR etwas sooo Schlechtes, daß sich Canon davon distanzieren will! Und bitte was soll an
    einer DSLR schlecht sein?
    Meine D500 z. B. macht ergonomisch so richtig was her, merkt man dann, wenn mal ein langes Tele vorn drauf ist! Da kann keine bisherige DSLM mithalten!
    Und zu guter letzt, macht meine D500 satte 10 Bilder/sec. Also das reicht für die härteste Foto-action!

    • Es steht ja nirgends, dass eine DSLR etwas schlechtes ist, aber die Marktentwicklung zeigt nun mal immer mehr Richtung DSLM und auch Canon muss sich nach dem Markt richten wenn sie langfristig Geld verdienen wollen.
      Ich denke mal das Canon und Nikon auch weiterhin DSLRs anbieten werden, aber wahrscheinlich werden es weniger Modelle werden.
      Was die Ergonomie angeht, gibt es auch hervorragende DSLMs, siehe Olympus OM-D E-M1 oder Panasonic GH Serie. Ich hatte sie zwar noch nicht in der Hand, aber bei Fujis X-H1 dürfte die Ergonomie auch klasse sein.

    • Dslr ist rein technisch eine Kombination aus Digital und alter Film Kamera mit einem Prisma. Der film wurde nur durch den chip ersetzt. Uralt technik um einen modernen Chip also. Da ist so ziemlich alles schlecht dran. Das ist wie den neuesten tollen elektromotor einen alten schweren Stahlblech_Wagen wie einzubauen. Sicher nicht schlecht. Aber soo geil aus technischer Sicht auch nicht.

  • Ich finde es nicht gut das Canon sich mehr um Spiegellose Cameras kümmern will als um für mich als einzig wahre Kameras die Spiegelreflex Kameras sind.

    • Das „einzig wahre“? Finde ich persönlich sehr amüsant, eine solche Aussage. Spiegelreflexkameras waren schon zu Analog-Zeiten (ich began 1986) nichts anderes, als eine kostengünstige Alternative zu Mittelformatkameras. Das hat sich mit der Digital-Ära nicht geändert. Sie sind immer noch die kostengünstige Alternative zu den Mittelformatkameras.

      Was sich geändert hat, ist die Sichtweise: in der Analog-Ära waren sich die SLR-Nutzer darüber im Klaren. In der Digital-Ära hingegen meint man, die DSLR wäre der Heilige Gral. Oder eben das „einzig wahre“.

  • Dornröschenschlaf endlich beendet?
    Mal sehen wie lange der „Noch- Marktführer“ braucht um in die Gänge zu kommen.
    Einige werden diese Geduld vermutlich nicht aufbringen.

  • Es sagt ja keiner das Canon sich aus dem DSLR Sektor zurück zieht…nur schrumpft der DSLR Markt und der DSLM Markt wächst,also eine logische Konsequenz.

  • Kleiner Exkurs in die Philosophie:

    „Denken heißt Überschreiten“. Ernst Bloch.

    Denken heißt nicht: weiterwurschteln.

    Warum erfindet Canon nicht irgendetwas EIGENES? Etwas GANZ ANDERES?

    Was sind bitte Canons Alleinstellungsmerkmale? Alleinstellungsmerkmale der Kamerasbodies? Alleinstellungsmerkmale der Objektive? Alleinstellungsmerkmale des Zubehörs? Alleinstellungsmerkmale des Services, der Präsentation, des Vertriebs, vielleicht auch des Rückkaufs oder der Umrüstung bestehenden Equipments?

    Die Idee, die Sony 2010 hatte mit den SLTs, das war gar nicht Sonys Idee, sondern Canon hatte diese Idee schon einmal 1965 mit der Canon Pellix. Warum haben sie heute keine Ideen?

    Warum kann Pentax schon im Einsteigerbereich staub- und spritzwassergeschütztes Equipment anbieten, Canon aber erst in der gehobenen Mittelklasse?

    Warum hat Panasonic die ersten Spiegellosen auf den Markt gebraucht und nicht Canon?

    Warum haben sie nicht schnell ein paar Spiegellose wenn schon nicht für den Massenmarkt, aber dann doch zumindest für spezielle Zielgruppen auf den Markt gebraucht, z.B. mit lichtstarken Festbrennweiten, wie Fuji?

    Oder hochwertige Kompaktkameras mit Festbrennweite wie Fuji X70 und X100, Ricoh GR, Nikon Coolpix A, Sony RX1, Leica Q, Leica T, Leica X?

    Wieso haben sie keine Fun- und Action-Kameras wie die GoPro erfunden und vermarktet?

    Oder bunte Gehäuse wie Pentax das mal machte, oder Camouflage-Gehäuse, wie Leica das mal machte?

    Warum haben immer nur die anderen Ideen und nicht Canon?

    • @JW

      Ganz einfach: weil bei Canon nur alte Männer sitzen, die selbst lange nicht mehr am Puls der Zeit fotografieren!

      Selbst Leica-Schnarchladen hat erkannt, das sich was ändern muss und Nikon war früh mit Spitzentechnik und Minisensoren dabei – hat aber völlig auf das falsche Sensorformat gesetzt oder war einfach zu früh und zu teuer.
      Denn genau genommen braucht man ja Vollformat nur für sehr wenige Fotomotive – so wie früher Mittelformat. Vollformat nimmt man ja heute weitgehend nur, weil es geiler ankommt, wenn man viel Geld zahlt und groß was zeigen kann.

      Canon ist von Nikon völlig überholt worden und kann sich derzeit nur mit preiswerterer Massenware halten.

    • Warum bin ich, der vorher immer nur Nikon und kurzzeitig Sony nutzte, auf Canon umgestiegen und dann auch noch auf EF-M?

      Könnte es vielleicht sein, dass Canon dort gut ist, wo es wichtig ist?
      – Autofokus
      – Sensorreinigung
      – Objektive
      – Zuverlässigkeit
      – Service
      – Wasserwaage – hat die M3, die Sony A6000 nicht

      • vielleicht weil du die Zeichen der Zeit anders deutest…
        viele bedeutende Fotografen steigen seit 2 Jahren auf Nikon um, zumindest wenn Sie Reise- Sport- und Tierfotografie betreiben.
        Und sie merken schnell:
        – viel besserer AF als Canon
        – viel bessere Farben – schon ohne RAW
        – viel mehr Grau und Farbabstufungen – einige nennen es Dynamik
        – viel besseres Blitzsystem
        – bewegliche Monitore
        – einwandfreie Sensorreinigung
        – modernere – bessere Objektive
        – 4.0/300 mm PF – 5.6/200-500 mm – 1.4/105 mm – 1.8/20 mm – 2.8/14-24 mm – 5.6/28-300 mm etc
        – ähnlich hohe Zuverlässigkeit
        etc.

        Also der DSLR-Canon-Zug ist durch den Bahnhof durch.

      • Naja Sabrina die A6000 hat zumindest einen EVF …..aber da Sabrina so etwas nicht benötigt ist es auch unwichtig nur bei der Wasserwaage versteht die Sabrina keinen Spaß 😉

      • @ Cat

        komisch, dass ich als Umsteiger von Nikon das genau umgekehrt erlebe.
        Sie erzählen schlicht Märchen.
        Aber das weiß man ja, dass in den Kommentarspalten Leute verkehren, die die jeweilige Marke auf kosten der anderen ins rechte Licht rücken sollen.

      • @ Mirko

        Sie phantasieren sich wieder mal etwas zusammen. Ihre Realität und die Wirklichkeit sind halt nicht dasselbe. Ich habe von Anfang an einen Elektronischen Sucher an meiner EOS M3. War im Kit dabei – auch wenn das Ihre Vorstellungskraft sprengt. Am Stativ benutze ich übrigens den Klappspiegel und nicht den Sucher – sprengt vermutlich auch Ihre Vorstellungskraft.

      • Sabrina,
        sie kennen schon den Unterschied zwischen Sucher und Aufstecksucher ?
        Sicher das Sie schon in der Wirklichkeit angekommen sind

      • @Sabrina:
        Eine spiegellose Canon M3 mit einem Klappspiegel? Ist das neueste Innovation von Canon 🙂 ? Vermutlich ist der Klappmonitor gemeint????

  • Sich gegen Sony behaupten wäre für Canon eigentlich ganz einfach:
    die eigene Technologie mit Sony-Sensor ausstatten, alle Objektive und das Bajonett lassen wie es ist, Spiegel raus und die Preise auf Canon-Niveau lassen…
    dann ist Sony weiter ein Nebendarsteller.

    Aber wer jetzt erst erkennt, dass DSLR längst Nischenmarkt ist… dem ist kaum zu helfen.
    Seit 10 Jahren gibt es fast DSLM, die IBIS-Geschichte ist heute viel besser als IS je war, der AF hat sich komplett verändert und vieles mehr.
    Wenn Canon also keine DSLM-Technologie und Sensoren der nächsten Generation fertig in der Schublade hat – dann wird Sony weiter die Preise bestimmen und größer werden.

    • Warum sollte das Canon machen?

      Die Sony-Sensoren sind nicht so hoch überlegen, wie das die Werbung suggeriert.
      Schauen Sie sich doch mal Bilder im high-ISO-Bereich an. Da sehen Sie, dass Sony-Sensoren mit Rauchminderung arbeiten und die Kontraste verschmiert sind. Canon rauscht zwar etwas mehr, sieht dafür aber sauberer aus – und lässt alle Möglichkeiten in der Bildbearbeitung.

      Die Nummer mit den überlegenen Sony-Sensoren, kann man nun auch langsam mal stecken lassen.

      Das wird beworben, weil anderswo Sony nämlich nicht konkurrieren kann.

      • Blablablabala…..

        Seit wann arbeitet Sony im RAW mit Rauschminderung? Das macht Nikon und Canon, nicht aber Sony. War schon vor 10 Jahren so, glattgebügelte RAW einer 3Dx gegen die echten Signale der a900.

      • Deswegen ist ja auch Canon Marktführer, weil die Canon-User im Unterschied zu Jochen Schulze alle zu blöd sind, das zu bemerken.

        Viel Spaß noch beim Märchen-Erzählen.

  • Hallo
    Bin heute beim Fotohändler gewesen. Um ein paar Kamera zu vergleichen Fuji Sony Panasonic.
    Ich muss sagen ich habe das warten
    satt, bis Canon vielleicht ????
    was bringt !!!!!
    Canon bringt neues nur Häbchen weise.
    Ach wenn sie noch soooooo weit
    hinterher Hinken.
    Ich habs satt.
    Bei mir wirds die Fuji .
    Amen Canon.

    • @Peter:
      Glückwunsch, gute Entscheidung! Sony wäre bestimmt auch gut gewesen, aber ich habe mich letztes Jahr auch für Fuji entschieden.
      Und jetzt muss ich aufpassen, weil hier nicht mehr gern gesehen wird, wenn man immer auf das Thema Fuji kommt… 😉

      • Moin, Selber habe ich noch ein Sony A77-2 und bin langsam auf der Suche noch was neuem.
        Habe mich einige Zeit mit Kamera System beschäftigt. Mir würde das Fuji System auch gefallen.
        Aber leider läuft das Fuji System nicht mit meinem Lieblings RAW Converter „DxO PhotoLab“.
        Allgemein solltet man drauf achten welchen RAW Converter man bei Fuji nutzt. Capture One soll sehr gut funktionieren Lightroom geht so. Also ich als Sony Fotograf habe gar nicht gegen Fuji. Aber wie es aussieht wird es dann doch ein A7 III. Canon hat leider nicht interessantes für mich.

      • Hi Chris,

        ich hatte auch eine A77-2 und bis ich mir meine Fuji geholt hab auch DXO (bei mir noch Optics Pro) im Einsatz. Aktuell nutze ich On1 Photo Raw welches Fuji Raws gut beherrscht und auch sonst einiges zu bieten hat. Einziger Nachteil der Software, es gibt sie nur auf Englisch, wen das nicht stört bekommt ein gutes Werkzeug.

  • „…den eigenen DSLR Konkurrenz machen?“ Naja, ob’s besser ist, dass einige treue Kunden zu Mitbewerbern abwandern? Ich selbst bin vor einem halben Jahr nach 15 Jahren bei Sony gelandet, da ich jetzt was lautloses mit Kleinbild möchte und nicht erst wenn Canon das DSLR Lager abverkauft hat.
    Doch das hat auch was gutes, man kann grad günstig im Gebrauchtmarkt Objektive von Systemwechseln kaufen…
    Nicht reden und ankündigen …EINFACH MACHEN!
    Würde gern irgendwann wieder zurück finden zu euch. Meine Objektive und Zubehör behalt ich vorsichtshalber noch bis mal ne richtige DSLM mit EF Bajonett kommt.

    • Geschrieben habe ich schon öfter

      das meine Geduld mit Canon nun ein Ende hat. Überhaupt kann ich nicht verstehen das Canon als Sensor Produzent nicht schon lange eine neue Sensortechnologie für Vollformat anbietet.

      Da mögen die jetzt sagen das sie vermehrt DSLM starten wollen, alleine mir fehlt der Glaube daran. Was soll das wenn ein Mitbewerber einen Sensor mit 15 Blenden Dynamikumfang und phantastischem Schwachlicht Eigenschaften verbaut und man selbst nicht mal annähernd ähnliches anbieten kann?

      Wo ist das passende Objektiv Sortiment? Oder muss man sich mit einem Adapter begnügen? Fragen über Fragen die Canon bis heute nicht beantwortet hat. Auch Nikon oder Pentax haben die selben Probleme und bis heute noch keine Antwort gefunden.

      Womöglich haben die alt Herren Riegen in den Vorständen ein zu langes Nickerchen gemacht und den Anschluss schon lange verschlafen.

    • Wenn überhaupt, kommt dann auch für mich nur eine DSLM mit EF Bajonett in Frage, wenn sie denn auch bezahlbar ist und nicht überhöhte Preise dafür verlangt werden. Ansonsten komme ich mit meinem Kamerabestand von mehreren Canon EOS Gehäusen und ausreichend Objektiven , eine alte Nikon ist auch noch vorhanden, noch ein paar Jahre hin. Für die Alltagsfotografie wird meine kleine Kompaktkamera jetzt ausgemustert, dafür habe ich ein neues Handy bestellt, mit 16MP wird das ausreichen für die Familienfotos etc.
      Ein M-System mit Adapterlösung für meine vorhandenen EOS Objektive lege ich mir nicht mehr zu.
      Falls es keine DSLM mit EF Bajonett geben wird, wird falls für mich notwendig von Canon schon noch ein Spiegelreflexgehäuse erhältlich sein, da sie es ja nicht ganz aufgeben wollen.

  • Canon könnte über Wasser laufen, dann würde es heissen, die können nicht mal schwimmen. Egal was sie machen es ist falsch! Natürlich ist Sony im Moment besser, aber sollte sich Canon zurückziehen, gäbe es nur noch einen Sensorlieferanten und zwar Sony, dann gibt es Null Wettbewerb und Sony bestimmt die Preise und auch wann Nikon, Fuji und Co. die neue Sensortechnologie erhalten. Anscheinend würde das Einigen hier gefallen.

    • „Canon könnte…“, dann macht doch.
      Und wenn sie könnten, ist es noch schlimmer
      Mein persönlicher Eindruck ist, dass man die letzten Jahre etwas hochmütig war.
      Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall.
      Ein gutes Beispiel ist die EOS 6D M2.
      Wenn man so mit dem Rücken zur Wand steht, hätte man doch mehr investieren müssen.
      Weshalb kein 4k, weshalb kein zweiter SD-Kartenslot, weshalb ein Autofokus von einer APS-C Kamera (EOS 80 D)
      Fragen über Fragen.
      Das hätte man zumindest gekonnt, aber eben nicht gewollt.
      Für die Sensoren braucht man sicher leider noch Zeit, allerdings macht ein guter Sensor noch keine perfekte Kamera.

      • Marco, Deine Antwort bestätigt nur meine Vermutung. Hast Du einen 4K-TV, hast Du einen kalibrierten hochauflösenden PC-Bildschirm. Nur wenn du beides hast ist 4k wichtig ansonsten ist es Wurscht. Meine Kameras haben einen zweiten Kartenslot – aber mir ist in über 10Jahren noch NIE eine Karte kaputtgegangen egal bei welcher Kamera oder Speicherkartenmarke. Man kann alles kritisieren bei den aktuellen Canons, aber sicher nicht den Autofokus, weder den der 80D noch den der 6D II und schon gar nicht den der 5D Mk IV. Das einzige was es – meiner Meinung nach zu kritisieren gibt – ist, dass man den Ehrgeiz von Sony unterschätzt hat und dadurch in der Sensortechnik zur Zeit hinterherhinkt. Das holt man auf oder wenn nicht verschwindet man vom Markt.

  • Ich bin froh, noch rechtzeitig den Absprung von meine ganze Canon DSLR Ausrüstung hinbekommen zu haben, da mit einem starken Preisverfall zu rechnen ist. Es ist kaum vorstellbar, dass Canon am EF-Mount festhalten kann auf Dauer.

  • Canon und auch Nikon haben viel Kompetenz und Erfahrung bei DSLR. Die Spiegellosen sind derzeit noch im Auftakt, darunter nur Fuji und MFT mit aufeinander abgestimmten Systemen. Die DSLR wird jedoch in absehbarer Zeit fast vollständig ins Profilager abwandern. Wenn die beiden großen professionell anwendbare DSLM bringen, müssen sie zum einen ein komplett neues Objektivangebot bringen, zum anderen die bisherige Technik verfeinern. Hin wie her wird es für die Unternehmen teuer, weil nun 2 komplett verschiedene Systeme gepflegt werden müssen. Kein Kunde, der über 1000,-€ für das DSLM Gehäuse zahlt, wird Objektive adaptieren wollen.
    Ich glaube aber, dass die Einsteiger DSLR in absehbarer Zeit verschwindet; der Einsteiger bzw. derjenige, der nur gelegentlich dokumentarisch fotografiert, nimmt immer häufiger das Smartphone.
    Eine D3400 oder 2000D könnte jetzt schon das letzte DSLR Einsteigermodell sein.
    Es wird für alle Hersteller nicht einfacher.

  • In dem Interview wird allzu deutlich, dass die Angst Canons vor einer Kannibalisierung im eigenen Portfolio wesentlich stärker war, als die Hoffnung, mit einem oder mehreren profilierten DSLM-Systemen nahezu allen übrigen Marktteilnehmern den Rang abzulaufen. Bravo!

  • Canon war mal ca. 2006 bis 2007 in einer vergleichbaren Situation.

    Sie hatten die EOS 1Ds Mark II mit 16 Megapixeln, keine andere Kamera löste so hoch auf. Dann brachten sie die EOS 1Ds Mark III mit 21 oder 22 Megapixeln, allerdings mit ISO nur bis 1.600 oder so und mit einem 230.000 Pixel Monitor. Zeitgleich die EOS 40D mit 10 Megapixeln.

    Nikon brachte fast zeitgleich die D3 und die D300. Beide hatten 12 Megapixel, aber die D3 ging locker bis ISO 6.400 (mit Erweiterung sogar bis ISO 25.600), und beide hatten den Sony Bildschirm mit 921.000 Pixeln, der heute noch sehr oft verwendet wird.

    Ich las damals in britischen und amerikanischen Magazinen von vielen, dass sie zu Nikon wechseln wollten und sehr enttäuscht seien. Dann las ich ein Interview, in dem jemand von Canon sagte, er mache sich keine Sorgen, Canon habe eine sehr viel breitere Basis bei den Profis als Nikon das habe, in ein oder zwei Jahren würden sie ganz sicher wieder vorn sein, denn kein Profi wechsle für so einen geringen Vorsprung gleich den Anbieter.

    Ich fand das damals etwas arrogant, aber ich denke, er hatte Recht. Man sollte Canon auch heute noch nicht totreden, sie scheinen jedoch bei den engagierten Amateuren den Anschluss in der Tat ein wenig verpasst zu haben. Stark sind sie nach wie vor bei den Einstiegs-DSLRs. Sony hat da nur die A68, Nikon hat mit 3×00 und 5×00 immerhin zwei Linien, und Canon mit EOS 100, EOS 1300 und EOS 750 / 760 / 77 etc. immerhin mehrere Alternativen.

    • Man braucht sich doch nur mal auf amazon die DSLR Kamera-Verkäufe anzuschauen.
      Da bricht die Lamentiererei der Canon-Basher wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

      Schon die Tatsache, dass man aus dem Hause Konkurrenz nichts anderes vorzuweisen hat außer einem angeblich so überlegenen Sensor und das Gelaber mit 4k – ich will Fotografieren und nicht aus 4k geringauflösende Bildchen ausschneiden – zeigt doch, wie schlecht die Konkurrenz in der Gesamtschau im Vergleich zu Canon ist.

      • Also mir ist „Gelaber“ über 4k wichtiger als Gelaber über Wasserwagen……..

        Im übrigen kann man in Anlehnung an Pippi Langstrumpf zum letzten Absatz nur noch sagen:

        ….Widdewiddewitt und Drei macht Neune !! Ich mach‘ mir die Fotowelt Widdewidde wie sie mir gefällt …

        Mit Realität hat das jedenfalls rein gar nichts mehr zu tun.

      • Mit Ihrer Realität hat es gewiss nichts zu tun. Wenigstens ist Ihnen das noch aufgefallen.

        Viel Spaß noch bei Ihren aus 4k ausgeschnittenen geringaufgelösten Bildchen. Für mehr reichts ja bei Sony nicht.

  • Meine große Hoffnung für Nikon, gilt sicher auch für Canon, ist, daß daß die lange Entwicklungszeit auf die Beibehaltung das alten Bajonettes hindeutet. Wer das schafft ist Sieger! Hat sofort ein vollumfängliches Objektiv-Portfolio und beglückt die alte Kunschaft, die nicht erst neu in Objektive investieren müssen. Ich an Nikons stelle würde als erstes spiegelloses, ein super High-End Modell mit F Bajonett für 3,990 Euro vorstellen. Damit kann man dann die Produktion langsam hochfahren und ein halbes Jahr später ein preiswertes usw. Fabrizieren sie hingegen ein neues Bajonett, haben sie gegen Sony schon verloren.

    • Dazu müsste in der Konsequenz aber das Auflagemaß beibehalten werden, was schon ein ziemlich mutiger und bisher nahezu einzigartiger Schritt wäre. Vielleicht wäre es trotzdem vernünftig, zumal dadurch das Thema Kannibalisierung zu umschiffen wäre. Welche Angst die beiden Großen nämlich davor haben, zeigte zuletzt das Nikon 1-System sehr eindrücklich.

    • Diese Leier ist auch nicht tot zu kriegen.

      Nein – das Bajonett bei Spiegellosen ist ein anderes, schon um ein viel kürzeres Auflagenmaß nutzen zu können.
      Das ist auch bei den hochgelobten Sony nicht anders und wird auch bei Canon (und Nikon) nicht anders sein.

      • Leider nur halb richtig. Wenn das Auflagemaß beibehalten wird, braucht sich auch bei einer DSLM das Bajonett nicht zu ändern (siehe Pentax). Dennoch ist es nicht vernüftig, da ein kürzeres Auflagemaß bei der Objektivkonstruktion deutliche Vorteile mit sich bringt (siehe Leica). Wie viel Angst Canon und Nikon aber vor einer solchen Entscheidung haben, kann man sich gut vorstellen.

  • Wäre ich Hipster und würde Travelvideos machen, hätte ich auch eine Sony 🙂 Bin ich aber nicht. Ich arbeite beruflich seit Jahren mit Canon (5D II,III,IV). Mag sein, dass andere Hersteller im Labor bessere Werte erreichen. Für meine Arbeit (Foto & Video) spielt das keine große Rolle. Was ich an der 5D-Reihe sehr schätze ist die bedingungslose Zuverlässigkeit im oft harten Berufsalltag. Gefühlt kann man mit einer 5D einen Nagel in die Wand schlagen. Dagegen wirkt eine Sony wie ein Gameboy. Ausserdem muss meine Arbeit auch wirtschaftlich Sinn machen. Die Sony A7-Serie ist glaube ich 2013 erschienen. Knapp 5 Jahre später sind wir schon bei der dritten Generation. Ich würde mir als Sony-Kunde in den A**** beißen, wenn ich alle 18 Monate ein überholtes Gerät in der Hand halten würde. Zum Thema 4K: Wenn man nicht explizit für 4K-Endgeräte produziert (ich tue das nie) dann macht es auch keinen Sinn in 4K aufzunehmen. Der Produktionsvorteil (Bildreserve) wird durch das nervige Handling mit der Datenmenge komplett aufgefressen. Ausserdem muss man zu jedem Interview eine Visagistin mitnehmen (4K sieht alles, Full-HD ist gnädig). Ob Canon in Zukunft auf den Spiegel verzichtet oder nicht ist mir eigentlich egal. Hauptsache sie bauen weiter so robuste und zuverlässige Kameras die nicht böse sind wenn mal eine U-Bahntür dagegenrumpelt. Einziger Wunsch: IBIS in der nächsten 5D.

    • endlich mal ein statement jenseits dieses „ich muss schnell noch das system wechseln“ irrsinns. ohne frage ist canon nicht mehr ganz vorn dabei. trotzdem kann man canon kameras nicht als schlecht bezeichnen. viele wechsler bringen sicher ihre canon geraete nicht an die grenze des machbaren, aber das marketing der industrie funktioniert so gut, das jeder denkt immer die neuste kamera zu benoetigen. das ist sicher nicht schlimm und jeder ist frei sich aller zwei jahre eine neue supersonykamera (ich finde sony nicht schlecht sei gesagt) anzuschaffen. aber mit photographie hat das nicht immer so viel zu tun. ich wuerde es ja verstehen wenn sebastião ribeiro salgado sagt, eine canon reicht nicht mehr mich visuell auszudruecken, aber sonst …
      davon abgesehen bin ich ueberzeugt das canon sicher auch wieder aufschließen wird. daher lieber nicht staendig mit technik beschaeftigt sein und dafuer mehr photographieren.
      ja und es stimmt, eine canon 5dVI ist unverwuestlich. super wenn man mal die komfortzone verlaesst. sonntags fuer den stadtpark, fuers schwaene photographieren geht auch super eine …

    • Schon mal eine DSLM in der Hand gehabt und damit gearbeitet? Das ist nicht nur was für Hipster, sondern spiegellose bietet echten Mehrwert gerade auch im professionellen Bereich wie manuelles scharfstellen. Wenn ich im Studio auf Blende 8 täglich Bewerbungsfotos mache, braucht man das natürlich nicht. Aber jeden DSLM User nur als Hipster und Technikfreak abzutun wird der Sache auch nicht gerecht. Ich als ehemaliger Canonuser muss sagen, dass ich durch DSLM einige Vorteile in der Fotografie jetzt habe – der Sensor ist davon übrigens der kleinste Punkt – wobei das Mangenta in den Schatten bei Canon vermisse ich nun wirklich nicht.

      • Tobias,
        schon mal eine DSLR in der Hand gehabt und damit manuell scharf gestellt? Wahrscheinlich nicht, denn sonst wüsstest du, dass mit Hilfe von Lifeview und der 100% Lupe alles knackscharf gestellt werden kann, aber auch wirklich alles!
        Es heisst übrigens Magenta …

      • Rolf,

        es heisst auch Live-View und derselbige ist doch genau das Argument, was für DSLM steht. Aber Du kannst gerne weiterhin mit dem DLSR Live-View hantieren und umständlich Sucher-Live-View wechsel vornehmen und sich der neuen Technik verweigern und bei Beiträgen nach Tippfehlern suchen.

        Viel Spaß!

      • Tobias,
        was ich jetzt nicht ganz verstehe ist, dass eine DSLM besser manuell scharf stellen soll. Scharf ist doch scharf, oder nicht? Es gibt vielleicht noch knackscharf, aber das ist mit jeder Kamera möglich. Ich sehe wirklich nicht ein, wieso ich eine DSLM kaufen soll, um damit gleich scharfe Bilder zu kriegen. Bei schnellen Motiven sowieso, da müssten dann schon die teuren Spitzen-DSLM ins Rennen gehen, damit es überhaupt ein Rennen ist.

      • Tobias,
        Ich würde eher sagen noch nichts … ich bin einfach eher zurückhaltend mit Investitionen. Hinterfrage dich doch mal selber; fährst du Elektro- oder Solarmobil? Konsumierst du ausschliesslich nachhaltige Dinge und Lebensmittel aus der Region und aus biologischen Anbau? Vermeidest du das Flugzeug und machst Urlaub in der Region? Das sind Trends der Zukunft, wenn du das mit ja beantworten kannst, dann alle Achtung, wenn nicht, kann ich doch auch noch mit meiner DSLR weiterfotografieren, oder etwa nicht?

      • Der Große Vorteil ist doch die manuelle Scharfstellung im EVF mit Kantenanhebung und Fokuslupe, das geht so wunderbar und einfach und ich habe die Kamara sicher am Auge und muss nicht umständlich auf den Monitor hinten gucken. Ich habe zwar „nur“ die a6000, aber den EVF möchte ich nie mehr missen. Wenn ich meine alte EOS 5D ansetzte fehlt mir sofort etwas (obwohl man mit ihr auch noch super Bilder machen kann 🙂 Gruß Dietmar

      • Dietmar,
        es mag ja sein, dass das manuelle Fokussieren bei einer DSLM etwas besser geht. Aber bei meiner Fotografie arbeite ich zu 99 % mit dem Autofokus, daher ist dieser kleine Vorteil sicher kein Argument für mich, auf eine DSLM umzusteigen. Wenn jemand natürlich meistens manuell scharf stellt (wozu?), sieht es vielleicht anders aus.
        Ich frage mich auch, was denn nun „sich neuen Techniken verweigern“ genau bedeutet. Ist es denn „modern“, sich eine Kamera mit super Autofokus zu kaufen und dann auf manuell zu fotografieren? So hat halt jeder seine eigene Sicht der Dinge …

      • @Rolf: ich verstehe Deine bedenken sogar. War bei mir genauso. Aber erst durch die DLSM Technik habe ich den riesigen Vorteil zu schätzen gelernt. Man kann wirklich sehr einfach die Scharfstellungsebene erkennen – sogar die Schärfentiefe. Das sieht man im Sucher einer DSLR einfach nicht so gut und der Live-Mode kann ja auch nur an einer 10x herangezoomten Stelle geprüft werden. Man muss es einfach mal selbst eine Weile ausprobieren und dann merkt man erst den riesen Vorteil. Rein theoretisch kann man sich dem Thema nicht nähern. Ich war auch sehr skeptisch am Anfang und bin selbst überrascht, dass es wirklich so viel mehr Spaß macht. Meine 16mm 1.6 Linse / 24 im KB nutze ich nur manuell und hab mir jetzt sogar ein 35mm 2.0 für Street dazu gekauft, wo ich schon im Sucher S/W sehe. Das ist einfach eine Erleichterung, die ich nicht mehr missen möchte.

      • Tobias,
        ich bin ja nicht grundsätzlich gegen DSLM. An einer Messe hatte ich die Gelegenheit, eine Fuji X-T2 mit verschiedenen Objektiven etwa eine Stunde auszuprobieren. Und ich sage es dir ehrlich, ich war total begeistert! Seither war ich schon öfters nahe daran, mir so etwas als Zweitausrüstung zuzulegen, wobei das geringe Gewicht das Hauptargument ist. Die Schärfentiefekontrolle ist natürlich genial und ein echter Mehrwert vor allem in der Landschaftsfotografie. Da finde ich es schon mühsamer mit einer DSLR alle Ecken auf die Schärfe zu kontrollieren, den hyperfokalen Fokuspunkt genau zu treffen und die Blende entsprechend anzupassen. Das ist im Gegensatz zum manuellen Fokussieren wirklich mühsam.

        Also Tobias, du siehst, ich verweigere mich den neuen Techniken nicht, es dauert bei mir nur ein klein wenig länger. Gut möglich, dass ich eines Tages so begeistert bin wie du und den schweren Krempel verschachere.

      • Das sehe ich ähnlich wie Du, Tobias! Die DSLMs haben bezüglich bestimmter Aspekte ganz klar Vorteile gegenüber einer DSLR (sofern der Hersteller diese Möglichkeiten auch nutzt), beispielsweise bei Gewicht, Abmasse, manuellem Scharfstellen, Darstellung des Bilds im Sucher exakt so wie es später auch aufgenommen wird, Lautlosfotografie, sehr schneller elektronischer Verschluss möglich, Möglichkeit der Vermeidung von Blackouts bei Serienaufnahmen, nachträgliche Verschiebung der Fokusebene (bietet zumindest Panasonic an) etc. Es existieren allerdings auch Nachteile, wie beispielsweise erhöhter Stromverbrauch oder grössere Gefahr der Verschmutzung des Sensors. Auch empfinden manche es als Nachteil, dass man im Sucher einer DSLM nicht die Wirklichkeit sieht sondern bereits eine Sensoraufnahme der Wirklichkeit. Für mich überwiegen ganz klar die Vorteile der DSLMs und man muss kein Prophet sein, dass nach und nach immer mehr DSLR-Nutzer auf DSLMs umsteigen oder DSLMs zumindest als Ergänzung verwenden werden.

      • Rolf,
        manuelles Scharfstellen ist ja nur eine der Vorteile. Der wirkliche Vorteil ist ja der EVF und den möchte man wirklich nicht mehr missen wenn man mal eine Systemkamera hat.
        Nebenbei bemerkt, ist ein Autofokus mit mehr als 600 Autofokuspunkte wie bei einer A7 III, verteilt auf (fast) den ganzen Sensor auch ein starker Vorteil….

      • Tobias, Dietmar, Thomas,
        spätestens wenn ich wieder mal mit meinem schweren Zeug auf einen Berg hoch kracksle, werde ich an euch denken und mich fragen, wieso ich mir das antue und nicht schon längst so ein schnittiges kleines Ding gekauft habe!

      • @Rolf: Du wirst es nicht bereuen – glaube mir. Ich finde die Fuji X-T2 (oder eben die H1) ziemlich gelungen in Verbindung mit dem schönen Objektivpark – je nachdem, ob man lieber Zooms oder Primes mag. Aber man muss sich intensiv am Anfang mit dem System beschäftigen. Ich habe ca. 4 Wochen gebraucht mit intensiver Beschäftigung, bis ich mich von Canon lösen konnte. Das war also keineswegs eine Liebe auf den ersten Knips. Und ich kämpfe immer noch mit der schlechteren RAW-Integration in Lightroom oder velriere manch lieb gewonnene Details (Geo-Tagging mit der 6D) oder manche Unbekümmertheit (1000 Fotos pro Akku. Aber wie gesagt ich konnte neue Spielfelder für mich entdecken wie B/W Street-Fotografie – das bietet sich einfach an. Bin aber insgesamt Landschaftsfotograf (siehe Website).

      • Tobias,
        für meine Zwecke würden am Anfang ein 18-55 und ein 55-200 genügen. Vielleicht wird es auch eher eine X-T20, wäre für den Einstieg nicht schlecht, und dann schau ich mal weiter.

        Tolles Portfolio, du kommst aber auch ganz schön rum!

      • Mit dem Duo bist Du am Anfang sehr gut ausgestattet – die habe ich auch beide. Für mich natürlich noch das 10-24 ein Must-have und das 16er zum „spielen“. Man darf ja auch nicht übertreiben mit zu vielen Objektiven. 🙂

    • ja, es gibt auch schoene spiegellose. die fuji gfx 50s waere so eine. und natuerlich ist das manuelle scharfstellen bei einer spiegellosen super. wenn ich dann noch an die schoenen zeiss loxia und otus objektive denke macht das noch mehr sinn. aber gute bilder gehen auch mit spiegel …

    • Bei Canon ist es so, das man schon gefühlt ein überholtes Gerät in der Hand hat, nach dem es auf den Markt gekommen ist und nicht erst 18 Monate später!
      Wenn man die Entwicklung von den A7 Kameras betrachtet, können sich andere Marken (speziell Canon!), denke ich schon was „abschneiten“. Bei der A7 III hat Sony genau diese Dinge, die bei den Vorgängern bemängelt wurden verbessert. Man hat das Gefühl Sie hören auf ihre Kunden. Es wurde bei diesem Produkt auch nichts künstlich „beschnitten“, so wie gerade Canon das tut, um nicht andere Produkte aus dem Gleichen Haus zu Konkurieren.
      Es gibt jetzt 3 A7 Kameras, ist doch super. Für jeden Geldbeutel was dabei!

      Zum Ursprungsthema: Letzt endlich ist es mir nicht ganz so wichtig, ob Canon nun „richtig“ in die Systemkamera Thematik einsteigt, ich denke ich habe mit Sony meine Marke gefunden. Interessant wird es werden.
      Mir ist nur nicht ganz klar, wie Canon das genau machen will, da mit EOS-M Mount kein Vollformat möglich ist, so wie ich ein Interview mit Canon verstanden habe. Es wird spannend!

      • Dietmar 7. März 2018 um 12:56 Uhr

        „Es gibt jetzt 3 A7 Kameras, ist doch super. Für jeden Geldbeutel was dabei!“

        Es gibt sogar acht A7-Kameras. A7, A7R, A7S, A7II, A7RII, A7SII, A7III, A7RIII. Plus die A9.

        Anders als mancher sehe ich nicht, dass das alles neue Modelle sind, die andere ersetzen. Auch heute kann ich ja noch die Original-A7 kaufen. Kostet kit 28-70er Kitobjektiv rund 1.000 Euro. Wer will, kann auch weiterhin Landschaftsfotos mit der A7R machen. 36 Megapixel. Das reicht doch. Wer braucht unbedingt 42?

        Bei Canon genau so. Man kann auch heute noch tolle Fotos mit der 5D Mark II und Mark III machen. Man muss nicht zwingend auf die Mark IV umsteigen.

      • @ Dietmar Die Dritte Generation von Sony ist jetzt erst praktisch brauchbar.

        Ansonsten haben sie öffentlich bekannt gegeben das sie eine Fehlentwicklung korrigieren wollen.
        Das bei Japanern! Ich glaube das dort gute Chancen sind. Das Auflagemaß muss für die Zukunft kleiner werden. Sie brauchen nur jeder Kamera einen passenden Adapter beilegen. Vielleicht auch gleich Sony->Canon, Nikon->Canon mit anbieten.
        Der Sensor ist ein eigenes Thema. Da hat Nikon ja auch auf einen anderen Hersteller für die D 850 zurückgegriffen. Ich denke die Lieferengpässe hängen damit zusammen.
        Sony kann alles mit ihren Handysensoren refinanzieren. Und verhält sich sehr dominant am Markt in Bezug auf ihre Sensoren. Die Japanische Regierung duldet das entstehende Monopol. Sorgt aber auch dafür das kein namhafter Hersteller unter die Räder kommt. Sony mußte Olympus helfen. Fuji mußte Nikon helfen.

  • Ich bin bei der EOS M50 sehr aufmerksam geworden.
    Meist ist es ja so, dass man Neuerungen eher zuerst in die teuren Modelle bringt und die preiswerteren folgen später.

    Bei der EOS M50 ist es gerade nicht so.

    Könnte also durchaus sein, dass Canon mit der EOS M50 Kundenerfahrungen sammeln möchte, um dann von Kinderkrankheiten befreit eine Kleinbild-DSLM folgen zu lassen.

    • Hallo Sabrina,

      ich verfolge ebenfalls mal die neue EOS M50, werde sie bzgl. des günstigen Preises evtl. ergänzend zu meinen MFT Systemen kaufen und testen. Der Look ist bei einem APS-C Sensor jedenfalls interessanter. Dies zeigen meine Videos mit Fuji X-T20 und X-E3 deutlich.
      Leider ist die Crop Thematik bei 4k etwas nachteilig, zumindest wenn man weitwinkelig unterwegs sein möchte. Entscheidend ist aber nun auch die Qualität der Fotos und als Filmer die 4k Qualität. Hier ist Sony und Lumix mit seinen Flat Profilen schon wegweisend. Canon hat aber meiner Meinung nach ein gutes Farbmanagement und Weissabgleich.
      Übrigens gibt es hier einige Meinungen zu 4k, die ich absolut so nicht teilen kann! Nicht der 4k Fernseher ist entscheidend, sondern die absolut bessere Bildqualität, die auch deutlich bei Full HD Ausgabe sichtbar wird. Wenn man dazu einen Rechner, Laptop mit richtigen Prozessor und Hauptspeicher nutzt, dann ist 4k kein Problem. Leider gibt es da deutliche Unterschiede in den Schnittprogrammen und auch das richtige Bedienen will geübt sein. Daher meine Bitte endlich mal mit dem 4k Bashing aufhören.
      Gerade hier zeigte Canon mit seiner FHD Qualität bislang eher grottige Ergebnisse. Mein letzte Canon EOS M6 könnte bei FHD nicht einmal annähernd mit einer Sony Alpha 6000 mithalten. Da hilft dann der tolle Autofokus auch nicht mehr.
      Also wieder mal nach vorne schauen und auf die M50 warten und hoffen, daß dieses mal wirklich auch eine gute Videoumsetzung erfolgt. Könnte auch wirklich ein Versuchsballon sein um endlich in die Gänge zu kommen.

      • Ich habe bisher noch nie ein Filmchen gedreht, weil ich noch nicht in die Verlegenheit kam, das zu brauchen. Ich fotografiere fast ausnahmslos Architektur und Landschaft.

        Würde ich Eisenbahn fotografieren, sähe das schon anders aus.

        Ich bin ohnehin der Auffassung, dass man sich das Werkzeug danach wählt, was man macht.

        Und wem Filmen in 4K wichtig ist, der wird derzeit eher nicht auf EOS M setzen. Für mich hingegen ist die EOS M3 für meine Zwecke bereits eine feine Kamera, jedenfalls besser als Nikon D90/D300/D5000 oder Nikon D7000/D5100.

  • Es ist doch immer das Gleiche: Ein Unternehmen, das den Markt beherrscht (Canon ist immer noch bei weitem Marktführer) und mit den herkömmlichen Produkten (noch) gutes Geld verdient, hat nicht so einen großen Innovationsdruck wie ein Newcomer.

    Beispiele aus anderen Bereichen gibt es zuhauf:
    Natürlich musste Apple innovativer sein als es den Smartphonemarkt betrat. Ja, es gab tatsächlich schon vor dem ersten Iphone Smartphones, nämlich die mit MS Windows Mobile. Apple hat die Chance genutzt, die neuen kapazitiven Displays einzubauen und dafür ein Finger-Touch-OS zu bauen.

    Natürlich bauen Mercedes und Co erstmal weiter Autos mit Verbrennungsmotoren. Die wären ja auch doof wenn nicht, da sie damit ja immer noch Milliarden verdienen. Außerdem haben sie da die Expertise und können innovativ sein. Für einen Newcomer wie Tesla gilt das natürlich nicht. Da denke ich allerdings, dass Mercedes sofort den besseren Tesla bauen könnte, wenn sie wollten. Für Canon könnte das auch gelten.

    Fuji hätte nicht mit DSLRs anfangen brauchen, da wären sie sowas von gescheitert. Canon verkauft bis heute massenhaft DSLRs, die allermeisten Profis schwören immer noch drauf.

    Allerdings denke ich auch, dass es sie mittelfristig nicht mehr geben wird. Die Vorteile von spiegellos sind ein Fakt und die Nachteile werden immer geringer. Dinge, die bisher DSLRs auszeichneten, wie Robustheit und Ergonomie wären auch spiegellos umsetzbar.
    Das wird ähnlich laufen wie mit den luftgekühlten Motoren bei Porsche. Kein Porsche-Enthusiast konnte sich einen 911 mit wassergekühltem Motor vorstellen. Heute ist ein luftgekühlter Motor nun wirklich ein Relikt aus lange vergangenen Zeiten.

    • Zur Ergonomie gehört auch der Sucher, und der ist bei den kleinen Spiegelreflexkameras alles andere als eine Offenbarung. Bei den Profimodellen ist das anders, da kann ich jeden Pro verstehen, der den Sucher seiner EOS 1Dx besser findet als den elektronischen der A7 oder A9.

      Auch ist die Größe einer EOS 80D gegenüber einer Sony A6300 ein Nachteil, aber im Profibereich ist es ja eher umgekehrt. Da will man keine Kamera für die Hosen- oder Jackentasche, sondern eine, die perfekt in der Hand liegt und an der man alles per Button regeln kann, egal wie groß sei auch sei. Der Freizeit“knipser“, der alles in „Auto“-Stellung macht, vermisst diese Buttons meist gar nicht, im Gegenteil überfordern sie sicher viele.

      Sabrina, siehe oben, braucht ja nicht einmal einen Sucher :-)))
      Insofern ist sie in der Tat mit der Canon EOS M3 mindestens genau so gut bedient wie mit der Sony A6000.

      • Wenn man die Nikon D500,D750 oder D850 hat dann merkt man ,wie gut
        der optischer Sucher gebaut wurde.Sehr hell,groß und naturgetreu,
        Besonders beim Lowlight .Das war eine Meisterleistung der DSLR .

      • Was laberst Du für einen Scheiß. Ich habe von Anfang an einen Sucher mit im Kit. Der ist sogar schwenkbar, also besser als die fest verbauten.
        Am Stativ benutze ich allerdings nur das Klappdisplay, weil das einfach besser geht.

        Lernt erstmal Fotografieren.

      • „Was laberst Du für einen Scheiß“
        „Lernt erstmal fotografieren“

        Sabrina vielleicht solltest Du bei solchen Aussagen am besten bei Dir damit anfangen !!!
        Was glaubst Du eigentlich wer Du bist?
        Wenn Du den Aufstecksucher als Starfotografin im Kit mit dazu bekommen hast sei froh aber Standard ist dieser nicht und Canon bietet diesen im Zubehör als Schnäppchen für 269,99€ an 👍

      • Naja, eine M3 mit Sucher ist schon toll, ich persönlich finde aber die M5 noch toller! Wir wollen an dieser Stelle aber bitte nicht vergessen, das Canons EOS M-System bei dem bisherigen Portfolio eher etwas für den Amateur- und Massenmarkt ist: Ganz schön, aber billig gemacht.

    • @Tim Im letztem Absatz gebe ich dir Recht.
      Ich benutze 1Dx Canon, X-Pro2, Sony RX1rll (ab Septenber 2018) bei ca 110000 Bildern 2018 sind ca 40% Canon, ca 45% Fuji, ca 15% Sony. Von September 2018 bist Dezember verschieben sich die Zahlen. Canon ca 20% Fuji ca 40 %, Sony ca 40% (obwohl die RX1rll ergonomisch und vom AF fast unbrauchbar ist). Gleichzeitig reduzierte sich die Bildmenge je Einsatz. Bei gleichzeitiger Erhöhung der Bildausbeute. Sowie verringerte Bearbeitungszeit.
      Nach dem Verkauf der Sony RX1rll und dem Erwerb der A7r lll sehe ich zwischen den DSLM und den DSLR kaum noch AF Unterschiede. „Vielleicht“ rein bei Bewegungsaufnahmen.
      Die Tendenz ist eindeutig. Der Canonboddy wird sicher verkauft. Ohne das Sytem aufzugeben.

  • Also fassen wir zusammen:

    der Canon CEO Manager sagte unlängst:

    Wir haben den Anschluß verpaßt, gemeint ist hier Sony.
    Selbst zu Nikon ist Canon abgerutscht.
    Nun wollen sie nur noch DSLR für den techn. nicht anspruchsvollen anbieten, zu weiter überteuerten Preisen.

    Also stürzt sich Canon voll auf den Spiegellos-Markt.
    Hier hat Sony bereits ein Lichtjahr Vorsprung.
    Wäre das dämliche Menu nicht, wäre es bei mir die A7R3 gewesen. Nun ist es jedoch wieder Nikon geworden.

    Was meint Ihr ?
    was muß Canon bei Spiegellos aufbieten, damit Ihr von Sony weggelockt werdet, zu Canon hin ? ? ?

    Ich glaube nicht, das hier jemand nur noch das Obj. Angebot argumentiert, da für Sony ja Linsen gebaut werden, die für 50 MP tauglich sind. Ob da Canon jemals mit Ihren alten mithalten kann ??

    Canon muß ja die A7R3 toppen, das jedoch können sie ja nicht.
    Wie wollen sie es dann machen ?
    Wieder nur techn. mittelmäßig zu preislich überteuert anbieten ?

    • Schauen Sie sich einfach mal an, mit welcher Blende Sonys Jünger fotografieren.
      Die fotografieren mit f/8 an 24 Mpx APS-C.
      Da weiß man doch Bescheid.

      • Sabrina,
        das Motiv bestimmt die Blende, nicht die Sensorgrösse. Wobei noch zu beachten ist; je kleiner der Sensor, desto eher ist man in der Beugungsunschärfe. Bei APS-C ist es noch erträglich ohne grössere Einbusse an Bildschärfe bis Blende 16, bei VF bis Blende 22. Natürlich gibt es bei jeder Kamera-Objektiv Kombination die optimale Blende, das kann man in den Testcharts von dxomark leicht herauslesen. In der Regel fährt man am Besten, wenn man in diesen Blendenbereichen fotografiert. Bei den meisten Objektiven sind das die Blenden 4 bis 8, je nach Lichtstärke des Objektivs. Aber: manchmal braucht ein Motiv Blende 1.4, dann wieder 16 und vielleicht auch mal etwas dazwischen. Es gibt eben nicht nur Architektur, sondern noch unzählige weitere Motive.

      • An 24 Mpx APS-C liegt die die sogenannte förderliche Blende, oberhalb derer es in die Beugungsunschärfe geht, bei 6,4. 6,3 einstellbar.

        Wenn es denn die angestrebte hohe Schärfentiefe erforderlich macht, nimmt man es manchmal in Kauf, im Gegenzug auf die feine Textur zu verzichten. Sonst aber nicht. Ich habe jedenfalls schon gestaunt, wie hoch selbst bei f/5,6, womit ich bei der Canon M3 fotografiere, die Schärfentiefe ist, jedenfalls im UWW bis nicht zum Normal.

      • Richtig Gustav! Und auch bei Nacht nimm Blende! Das ist einfach das Allerheilmittel, es ist nie total falsch, und meistens auch nicht weit von der Wahrheit entfernt!

      • Richtig, Sabrina, häufig genügt im Weitwinkelbereich bis ca 35 mm bei APS-C Blende 5.6 für ein durchgehend scharfes Bild, auch mit einem nahen Vordergrund. Das Zauberwort um dies zu erreichen heisst Fokussieren auf die hyperfokale Distanz. So habe ich auch schon viele Landschaftaufnahmen mit markantem Vordergrund fotografiert, knackscharf. Bei Vollformat müsste man schon auf Blende 8 abblenden, um die gleiche Schärfentiefe zu erreichen.

      • Rolf … Ich drehe mein Modusrad auf auto und dann stellt der Computer in der A 6500 immer die richtige Blende ein … automatisch wohlgemerkt. Da das 16-70 höchste offene Blende 4 hat habe ich immer ausreichend Schärfentiefe … na ja …
        Außerdem habe ich schon in meinem Alter etwas Probleme mit der Beugung – ich muss mich immer öfter daran erinnern beim knipsen gerade zu stehn.
        Gut das Du noch aufrecht bist
        Gruß … Gustav

      • Gustav,
        um Gottes Willen doch nicht auf Auto stellen, bei Landschaft musst du das Modusrad auf das Piktogramm mit dem „Berg“ bzw „Bäume“ einstellen, bei Nachtaufnahmen auf dasSymbol „Mond“ usw. , sonst weiß der Computer der Kamera doch garnicht was Du fotografieren willst 😂😂😂

      • Mirko !!!!
        Das ist mir ja gar noch nicht aufgefallen !! Gut das Du mich daran erinnerst. !!!
        Das habe ich doch 2003 in der Volkshochschule gelernt bei einem Fotokurs … das hatte ich die ganzen Jahre total vergessen!
        Da muß ich in der Online-Betriebsanleitung gleich mal nachschauen ob die Sony das auch schon hat …
        das wäre natürlich mal was ganz aufregendes!!!
        Vielen – vielen – Dank !!!
        Ach … ich bin eben ein hundertprozentiger Sonyjünger …

      • Hallo Rolf und Mirko ….
        Ehe ich mich erschöpft von den überaus hilfreichen Hinweisen eurerseits – die ich jetzt eine Stunde lang erfolgreich an der A 6500 ausprobiert habe – zur Ruhe lege wollte ich mich nur noch kurz bei euch beiden bedanken und weiß ja auch schon das Ihr meinen Dank wie immer mit Freude schmunzelnd entgegen nehmt!!
        Es schrieb jemand :
        „Schauen Sie sich einfach mal an, mit welcher Blende Sonys Jünger fotografieren.
        Die fotografieren mit f/8 an 24 Mpx APS-C.
        Da weiß man doch Bescheid.“
        Wie kann jemand bescheid wissen über meine Fotografiermethode in der doch eigentlich abgelegenen Wildnis wo ich wohne – das muss wer ausspioniert haben – dieser Jemand muss es aus meiner evtl Stasiakte haben da ich ja auch nicht so unweit der ehemaligen Grenze wohne und es bestimmt ein Dossier wegen meiner damaligen Bekanntheit in unkonventioneller Fotografie geben wird !
        Das beunruhigt mich sehr.
        Aber gut das wir in einem freien Land wohnen wo jeder knipsen kann wie er will.
        Hoffentlich kann ich jetzt einiger maßen einschlafen …
        Ein Schreck in der Abendstunde …
        Viele Grüsse … Gustav

      • Guten Morgen Gustav,
        und wir Fujianer fotografieren immer in der Beugungsunschärfe….ich bin froh das man von Sabrina soviel lernen kann 📸

      • Guten Morgen Gustav und Mirko,
        ein erfahrener Fotograf würde niemals die Blendenwahl einem Automatikprogramm überlassen, denn die Blende ist das Wichtigste und wird zuerst gewählt, erst dann passt man die übrigen Einstellungen an.

        Mirko, du sagst es genau richtig. Wenn man das nicht machen möchte (es ist kompliziert und braucht viel Fachwissen) ist das Wählen des entsprechenden Motivprogrammes die zweitbeste Lösung. Gustav, das solltest du unbedingt beherzigen, dann werden deine Bilder nochmals besser. Und gerade stehen ist auch immer gut; ich habe mir doch tatsächlich mal einen Hexenschuss geholt, weil ich mich mit der Kamera in Bodennähe so verrenkt habe!

        Das mit der Beugungsunschärfe wird häufig überbewertet und sie nimmt nur langsam zu. Bei jedem neuen Objektiv schaue ich auf dxomark die Schärfekurven an und weiss dann genau, in welchem Bereich es sich am Besten fotografieren lässt. Auch sieht man auf den Diagrammen deutlich, wann der Schärfeabfall drastisch wird, diesen Bereich sollte man meiden. Generell kann man sagen, dass bei einem APS-C Sensor höchstens bis Blende 16 fotografiert werden soll. Aus diesem Grund geht mein hochauflösendes Sigma 18-35 f1.8 Art schon nur bis Blende 16 und sollte wegen der hohen Lichtstärke sogar nur etwa bis Blende 11 eingesetzt werden. Also Gustav, du siehst, die richtige Wahl der Blende ist eine Wissenschaft für sich, auf jeden Fall sollte man das lieber nicht einem Automatikprogramm überlassen.

      • Guten Tag Rolf und Mirko …
        Jetzt ist Mittagspause – 3grad plus – die Katzen räkeln sich in der Sonne – nach dem Essen wollen wir einkaufen und schön Kaffee trinken … was für ein herrlicher Tag !!!
        Ihr werdet ja wohl gemerkt haben das meine Schreiberei als bitterböse Satire auf den oben stehenden mich als alten Sunyjünger herabwürdigen Artikel unserer lieben Mituserin gedacht war die hier öfter mal auftaucht und im minutentakt jedem die Erleuchtung bietet.
        Aber das ist auch gut so – das bringt frischen Wind in die Bude würde man bei uns sagen!
        Mirko hats wohl bemerkt aber bei Dir Rolf als Vertreter des aufrechten Wesens bin ich mir nicht so ganz sicher?
        Du hast mir natürlich noch mal hinter die Ohren geschrieben was ich zu beachten habe – für die Erinnerung daran danke ich Dir – meine Frau sagt auch schon öfter das ich langsam alt werde.
        Ich bin eben ein etwas humoriger Typ und wenn ich mal was loslasse merkt unser Sohn ( – der Dir im Aufrechten und hilfsbereiten durchaus ähnelt (ernst gemeint) – ) manchmal auch erst später das ich ihn veräppelt habe und dann habe ich aber schon das Weite gesucht!
        Aber Ihr Beide wisst Doch wen ich gemeint habe oder?
        Nehmt mir dies bitte nicht übel und ehe ich wieder so ausschweife und mir Rolfs Rüge einhandele – esse ich jetzt Mittag (es gibt Linsen mit Spiegelei) und verabschiede mich
        Viele Grüsse … Gustav

      • Gustav, ich habe Dich schon richtig verstanden 😂 habe mich leider für die falsche Kamera entschieden da diese leider keine Motivprogramme zu bieten hat 😬 deswegen werden meine Aufnahmen auch immer zu dunkel oder zu hell oder mein Hund unscharf 😂
        Vielleicht kommt dieser wichtiger Punkt demnächst bei der Fotografin mit hinzu
        -keine Wasserwaage
        -keine Motivprogramme
        -fotografieren mit f/8
        -kein Aufstecksucher usw

    • Naja Volker der Vorteil der Spiegelosen liegt nur rein in der Tatsache das du das fertige Bild vor dem auslösen siehst.
      Nicht der Sensor! oder der andere Quatsch.

      • Ich habe sowohl spiegellos als auch mit Spiegel , ich bevorzuge eindeutig den normalen Sucher (schon mal durch den Sucher der D850 geschaut), mir persönlich liegt der EVF (noch) nicht. Und, ich fotografiere schon so lange, dass ich in etwa abschätzen kann wie bei der jeweiligen Einstellung das Bild dann tatsächlich rauskommt, allerdings wirklich beurteilen kann man es so wieso erst zuhause am PC oder TV.
        Der Unterschied liegt für mich wo ganz anders. Die meisten Spiegellosen haben einen Sony Sensor und der ist aktuell einfach etwas besser als der Canon-Sensor, that’s it! Alles andere ist Aberglaube oder Fanboy Getue.

  • Streckenweise liest sich die Diskussion zu der Meldung schon drollig. Das zugrundeliegende Interview kann man in verscheidenen Lesarten interpretieren. Meine Interpretation ist die, dass Canon von der Strategie abrückt, sein DSLR Segment um jeden Preis zu schützen und man zukünftig stärker in das DSLM Segment gehen wird. In wie weit das eine Fokusverschiebung sein wird bleibt abzuwarten. Ich finde das einen logischen Schritt, der überfällig war (aus betriebswirtschaftlicher Sicht).

    Ansonsten liest man meines Erachtens nach hier die gleiche Canon Kritik wie bei jeder Neuwerscheinung .. keine Innovation .. zu Rückständig … Sony Sensoren hoch überlegen .. laber, laber. Bewundernswert bei der Tatsache, dass es um eine strategische Ausrichtung eines Konzerns geht un nicht mal um konkrete Produkte.

    Solle Canon sich im DSLM Segment aber äquivalent zum DSLR Segment aufstellen und dort in 1-2 Jahen Kameras haben, die technisch halbwegs aufgeschlossen haben zur Konkurrent und an denen EF Linsen – und sei es mit Adapter – mit nativer Performance laufen, ist meiner persönlichen Meinung nach ein Großteil der „Abwanderung“ Richtung Fuji/Sony gestoppt. Das dürfte das interne Konzernziel sein und ich bin gespannt, wie sie dies umsetzten möchten.

    Zwar hilft das nichts gegen das ständige „Canon-gebashe“, aber das gibt es ja seit Jahren zu hören und immer noch spielt Sony bei den Gesamtverkaufszahlen und Umsätzen eine Ersatzbank-Rolle.

    Und die Fotografen, die heute noch DSLRs nutzen und nicht wechseln möchten haben etweder ein entsprechendes Lebensalter erreicht in dem man keinen Bock mehr auf Neuerungen hat oder – wie hier schon mal als Argument erwähnt – schätzen DSLRs im oberen Preissegment als robuste, verlässliche Arbeitsgeräte. Die Stärke von Canon ist auch die Robustheit und dass viele neue Kameras ohne nennenswerte Kinderkrankheiten auf den Markt kommen. Gut – man könnte jetzt Fragen woher auch Kinderkrankheiten kommen sollen wenn keine neue Technik drin steckt – trotzdem hatten andere Hersteller in den letzten Jahren teils massiv Probleme mit neuen Kameras. Und hier waren auch Bauteile ohne Innovative Technik betroffen – ich erinnere mich an die Shutter-Probleme bei Nikons D750ern

    Solche Diskussionen wie hier werden in der Regel geführt von ambitionierten Hobbyfotografen. Das ist – merkt man immer wieder – nicht Canons Hauptzielgruppe. Mich würden derartige Dikussionen mal in Foren interessieren, wo gewerbliche Fotografen mit Studioequipment und Linsen im Gegenwert 5-Stelliger Summen aus den Lagern Canon und Nikon die Mehrheit stellen. Leider tummeln die sich nicht so oft in solchen Tech-Foren weil deren Zeit kostbar ist .. ich denke aber man würde in der Diskussion einen anderen Schwerpunkt feststellen.

    Ich selber bin auch nur ambitionierter Hobbyist, mache aber den aktuellen DSLM Hype noch nicht mit. DSLR Technik erscheint mir noch als die erwachsenere, ausgereiftere Technik. Viele der hochgelobten Vorteile von DSLMs gegenüber DSLRs haben für meine Art der Fotografie keine Relevanz oder interessieren mich nicht. Das hochloben des manuellen Fokus hat sich mir nie erschlossen. Ich hab eine DSLR + guten AF Objektiven ja auch wegen des AFs. Ich schmunzel immer über Videos einiger „Influenzer“ bei YT, die krampfhaft EF Linsen an Sony Adaptieren und das Fokus-Peaking und manuelles Fokussieren in den Himmel loben. Erschließt sich mir nicht … mein EF Glas trifft mit hoher Geschwindigkeit und sehr guter Sicherheit automatisch. Dafür hab ich das AF System auch gekauft. Desweiteren schätze ich den größeren Body, eine gute Balance zwischen Body+Optik sowie die bedingungslose Robustheit meiner Spiegel-Monster 🙂

    Nun ja, auf die erste DSLM mit Kleinbildsensor aus dem Hause Canon freu ich mich trotzdem. Nicht, weil ich zuschlagen möchte – eher weil es mich interessiert wie die sich da nun aufstellen.
    Bleibt spannend.

    • Hallo Jens,
      spannend ist es auf jeden Fall. Nur wird die Neuausrichtung für Canon wie wohl auch für Nikon sehr teuer. Beide Firmen haben wenig Erfahrungen mit DSLM. Die bisherige Ausrichtung beider ging immer in Richtung professionelle Fotografie und damit gewerbliche Fotografen. Die günstigen Geräte und Objektive kann man, bitte nicht falsch verstehen, als „Abfallprodukt“ betrachten. Günstig erstellt, mit lichtschwachem Setobjektiv und im Fachmarkt en gros verkauft. Diese Geräte sind nicht schlecht, hatte ich selbst und gute Bilder damit erzeugt.
      Die großen Firmen sind eigentlich in der Zwickmühle. Einerseits die teure Neuausrichtung, andererseits die Pflege und behutsame Weiterentwicklung der bisherigen Profimodelle, während auch die Einsteiger nicht verprellt werden sollen. Denn auch da gibt es Marge. Und es gibt auch Synergieeffekte. Wenn jemand sich irgendwo mit einer auch billigen Kamera aufhält, es steht immer gut sichtbar der Markenname drauf und jemand anderer entscheidet sich für den Kauf dieser Marke. Hat der andere ja auch, ist also gut, nehm ich.
      Geld…..Durch die sinkenden Verkäufe und Einnahmen im Fotobereich sinkt auch das verfügbare Kapital,kein Geheimnis. Deswegen haben alle Anbieter ihr Kompaktprogramm zusammen gestrichen. Selbst das noch bestehende Nikon 1 Programm soll laut verschiedener Quellen entfallen. Damit würde ein weiteres Produkt, das mit Einsatz von viel Kapital entwickelt wurde, weggeworfen.
      Jetzt soll halt eben die Vollformat DSLM den Markt erobern. Fraglich, ob die bestehenden DSLR Nutzer das annehmen und nochmals viel Geld vor allem in Objektive investieren. Ich sehe bis jetzt noch alle gewerblichen Fotografen mit einer DSLR am Kameragurt.
      Die meisten Hobbyfotografen werden sich höchstwahrscheinlich kein Zweitsystem anschaffen. Vielmehr gibt es da hauptsächlich das günstigste DSLR Modell mit dem beigelegten Objektiv. Dieses wird fast nie gewechselt.
      Und der Privatkunde ist in der Überzahl, da wird am meisten verkauft, bis die Smartphones auch diesen Bereich gefressen haben. Ob die Fotofirmen nur von den Profis leben können?