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Canon: Zwei neue RF-S-Objektive für das VR-System angekündigt

Canon hat zwei neue Virtual-Reality-Objektiv für APS-C-Kameras angekündigt, das 3,9mm f/3.5 Dual Fisheye sowie das RF-S 7,8mm f/4 Dual.

Inzwischen ist es knapp drei Jahre her, dass Canon das RF 5,2mm f/2.8L Dual Fisheye für die Erstellung von 3D 180° VR Inhalten vorgestellt hat. Seitdem hat sich in der schnell wachsenden Branche einiges getan, besonders hervorzuheben ist hier natürlich die Vorstellung der Apple Vision Pro im Jahr 2023. Apples VR-Brille wird in Kürze übrigens auch in Deutschland erhältlich sein, ab dem 28. Juni 2024 sind Vorbestellungen zum Preis von 3.999 Euro möglich.

Canon RF-S 3,9mm f/3.5 STM Dual Fisheye präsentiert

Parallel zu Apples Entwicklerkonferenz WWDC hat sich jetzt auch Canon erneut dem VR-Bereich verschieben und ein neues Objektiv vorgestellt, das RF-S 3,9mm f/3.5 STM Dual Fisheye. Anders als das ältere 5,2mm f/2.8L ist das neue Objektiv nur für APS-C-Kameras geeignet. Der Bildwinkel ist mit 144 Grad etwas enger als beim 5,2mm f/2.8L (190 Grad), das hat in einigen Situationen aber auch Vorteile. So sind beispielsweise unkomplizierter Aufnahmen mit Stativ oder aus der Hand möglich.

Der Abstand der beiden Linsen beträgt weiterhin 60 Millimeter, so werden von Kamera und Objektiv zwei leicht unterschiedliche Perspektiven erfasst. Diese getrennten Bilder entsprechend den Ansichten des linken und rechten Auges, so ist für den Betrachter bei Nutzung eines kompatiblen Headsets die Wahrnehmung räumlicher Tiefe möglich.

Weitere Details, Preis und Verfügbarkeit

Eine Besonderheit des neuen RF-S 3,9mm f/3.5 STM Dual Fisheye ist die Tatsache, dass das Objektiv einen Autofokus besitzt. Außerdem ist es das erste „Nicht-L-Objektiv“, das die moderne ASC-Vergütung zur Reduzierung von Streulicht und Geisterbildern besitzt.

Die Naheinstellgrenze liegt bei 20 cm, der optische Aufbau besteht aus elf Linsen in acht Gruppen, dabei kommen je zwei UD-Linsen zum Einsatz. An der Rückseite des Objektivs können Schraubfilter oder Filterfolien eingesetzt werden, zudem steht ein Steuerring zur Verfügung, über den man manuell fokussieren oder Werte wie Blende und ISO steuern kann. Das Gewicht des Objektivs beläuft sich auf 290 Gramm.

Ab Juli 2024 wird das Canon RF-S 3,9mm f/3.5 STM Dual Fisheye, das vorerst nur mit der EOS R7 kompatibel ist, zum Preis von 1.299 Euro erhältlich sein.

Canon RF-S 7,8mm f/4 STM Dual in Aussicht gestellt

Zusätzlich zum RF-S 3,9mm f/3.5 STM Dual Fisheye hat Canon auch noch ein weiteres Objektiv in Aussicht gestellt. Das RF-S 7,8mm f/4 STM Dual soll Ende 2024 auf den Markt kommen und mit dem Objektiv werden sich Spatial-Videos für die Apple Vision Pro aufnehmen lassen. Canon ist eigenen Angaben zufolge der erste Kamerahersteller, der ein solches Objektiv auf den Markt bringen wird. Auch dieses Objektiv wird einen Autofokus besitzen und vorerst nur mit der EOS R7 kompatibel sein.

Die beiden neuen Objektive sind ein eindeutiges Signal an Kunden und Konkurrenz, dass Canon im VR-Bereich eine zentrale Rolle einnehmen möchte. Der Branche wird bis zum Jahr 2025 ein Wachstum auf mehr als 22 Milliarden US-Dollar vorhergesagt, 2022 waren es noch weniger als 12 Milliarden US-Dollar.

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joe

Liebe Canon, macht doch bitte die Objektive die WIR wollen und vergeudet eure Zeit nicht mit so einem Quatsch!

explore-shoot-share

Absoluter Zukunftsmarkt! Ich finde es gut, dass Canon dabei ist.

Robert

Für welche Zukunft? 3D am TV ist seit Jahren tot. VR Headsets bleiben aus diversen Gründen eine kleine Nische (hatte selbst schon 2 Oculus , war für mich nur eine Spielerei). Apple konnte bis heute keinen sinnvollen Anwendungsfall zeigen, der ein 4.000€ Headset nur ansatzweise rechtfertigt. Daher ist das Teil bei den meisten Leuten in der Schubladen verschwunden.

Vielleicht gibts in 10-15 Jahren wieder einen Schub.

joe

Das mag alles stimmen, habe mich mal bei Foto Marlin erkundigt, eines der grössten Foto Geschäfte in der Schweiz, die haben vom RF 5,2/2.8 Dual Fisheye gerade mal zwei (2) verkauft! Und auch dieses Objektiv wird ebenfalls wie Blei in den Läden liegen bleiben! Wenn man zu weit in die Zukunft schaut verliert man das Gefühl für die Gegenwart!

Marcello

Canon macht Objektive für die Zukunft und nicht für Dich

joe

In Zukunft sind wir alle tot. Ich lebe im hier und jetzt und deshalb hätte ich jetzt gerne vernünftige Objektive.

J.Friedrich

🤣 Ich glaube wir alten, fast schon bettlägrig-halbsenilen Klassik-Foto-Knacker haben die falsche Firma gewählt – für uns ist Canon einfach zu innovativ und zukunftsfähig ausgerichtet – zur empathischen Begleitung an unserem Sterbebett taugen die nicht, die wollen uns (finde ich voll fies😭) überleben … 😉

Frank

Canon macht eben das, womit sich vermutlich das meiste Geld verdienen läßt. Warum sollte das bei Canon anders laufen als überall?

Bei Panasonic ist doch gerade die GH7 angekündigt worden, mit Schwerpunkt Video. Die Mft-ler hätten sich vielleicht auch etwas anderes gewünscht.

Ich fürchte Joe, daß wir in Zukunft als reine Fotografen immer weniger geboten bekommen. Es sei denn im Profibereich zu astronomischen Preisen.

Martin Berding

Am besten beim Leica Store vorbeischauen, vorher noch Sparbuch plündern.

Frank

Brauche ich nicht. Weder Leica, noch Canon. Augenblicklich bereiten sich die Hersteller auf das Finale alle gegen alle vor. Das wird ein Sieg werden, an dem keiner eine Freude haben wird.

Peter

Kannst Du denn mit Deinen jetzigen Objektiven nicht fotografieren?😉

joe

Gegenfrage, braucht man dazu so einen Quatsch?

Benjamin

Auf der Canon-Website gibt es über das Fisheye einen Bericht von einem Markenbotschafter. Dieser hat auf Youtube so ein „3D“-Video aus Aufnahmen mit dem Dual-Fisheye, dass er sich mit einem bestimmten Gestell mitsamt der R5 vor das Gesicht geschnallt hat. In diesem Video kann man durch Ziehen der Maus live im Bewegtbild seinen „Kopf“ schwenken und die Umgebung betrachten, perspektivisch sieht es dann sehr realistisch aus. Das funktioniert so also auch auf einem 2D-Bildschirm. Von den 180 ° Bildwinkel werden nur meinetwegen ca. 60 Grad gezeigt und man kann sich im restlichen Bildfeld umschauen. Das finde ich schon extrem beeindruckend und gefällt mir. Also für Video ist es eine tolle Sache – ich selbst werde es zwar nicht brauchen, aber man stelle sich vor, man kann sich bei einem Hollywood-Film im Raum umschauen, als wäre man selbst im Set – das fände ich genial, man taucht dann richtig in die Welt ein.

joe

Wenn Du dir das vor den Kopf schnallen willst, nur zu, ich halte dich nicht davon ab.

Benjamin

Ich will mir das auch nicht vor den Kopf schnallen. Der Punkt ist nur: Es gibt Anwendungen für das Objektiv, die sogar wirklich potenzial haben. Wie fast alle Objektive ist es ein Werkzeug für einen bestimmten Job. Nicht jeder braucht jedes Werkzeug. Ein Landschaftsfotograf hat wahrscheinlich für das Sigma 105mm F1.4 genau so wenig Verwendung wie wir für dieses Dual-Fisheye-Objektiv. Aber es ist gut, dass Canon sich Innovation traut und auch einen Markt erforscht, den andere nicht bedienen. Vielleicht ist es ein Reinfall, vielleicht ist es aber auch das nächste große Ding und dann hat Canon einen riesigen Vorsprung. Wer nichts wagt, der gewinnt auch nichts.

Leonhard

Also ehrlich, lieber Joe, meinereiner braucht so was nicht!

Was hier an Modellen rumm läuft, da ist schon 2D grauenhaft genug, da legt keiner auf 3D so wirklich wert, wieso in einer Zeit, in der das eindimmensionale Denken immer mehr auf dem Vormarsch ist, Canon nun auch noch mit 3D punkten will, keine Ahnung.

Kann aber die Zukunft sein, getreu dem Spruch: „Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen guten Schritt voran gekommen.“

Kann aber auch ein kaufmännischer Schachzug sein: Bei Dingen, die keiner kaufen will, da schafft es dann sogar Canon sicherlich ohne Lieferzeiten, es sei denn, ein einziger Nutzer will es haben und die haben dann mit „so einer großen Nachfrage“ nicht gerechnet. Da es aber für den C-Sensor ist besteht jetzt Hoffnung, dass Canon in der Gewichtsklasse mal eine brauchbare Knipse nachschiebt, sonst wäre der Wahnwitz wirklich nicht mehr zu toppen!

joe

Das mit mit dem eindimensionalen Denken gefällt mir…

Peter

Das mit mit dem eindimensionalen Denken gefällt mir…“

Oh mir auch. Auf mehreren Ebenen…😉

Frank

Dazu gibt’s von Karl Valentin doch den Spruch: Wenn alle schon das Gleiche denken, dann macht man sich nur noch wenig Gedanken.

Peter

👍

Peter

Gegen-Gegenfrage: ist alles was der Joe zum Bilder einfangen nicht braucht Quatsch? Also z.B. auch Mikroskope oder Endoskope?

Vielleicht würde es sich lohnen, wieder einmal über den Tellerrand zu gucken… Andere Branche, anderer Beruf, andere Werkzeuge.😁

Leonhard

Nun ja, Endoskopie ist auch kein so wirklicher Teil der Hobbyfotografie, egal ob unser lieber Joe so ein Ding nun braucht oder auch nicht. Zumal man aus Kostengründen dem normalen Kassenpatienten (homo nicht rentierikus) heute bereits die preiswerte Fuji Mittelformat in die Kiste drückt, bei den aus dem Kopf tretenden Augen gleich die Netzvorhaut, oder wie der Quatsch wieder heißt, untersucht und den Augapfel poliert (bringt nichts, wird aber von der Kasse übernommen (ob auch in der Schweiz weiß meinereiner jetzt nicht)). Microskope setzt man ja meistens bei den Portionen in der 3 Sterne-Küche ein, wobei ein Dreisternekoch nichts mit diesem Objektiv von Canon zu tun hat. Da heute bei der Mehrheit der Menschheit ein Hirnschlag ein Schlag ins Leere ist wird auch dieses Objektiv seine Abnehmer finden und um heute bei öffentlichen Bauvorhaben den Baupfusch sehen zu können, dazu reicht auch eindimensionale Sicht- und Denkweise, was aber nichts mit Canon sondern mit den Vergaberichtlinien zu tun hat. Was wollte meinereiner nun eigentlich sagen? Egal, er geht zu Bette, der Verkalkte, und widmet sich der Frage nach einem Leben nach dem Tod, welches es geben muss, wenn man überlegt, wie viele Hirntote heute seit Jahren Toppositionen einnehmen und wenn dies… Weiterlesen »

Peter

Schlaf gut Leo 😉

Nein der Joe braucht wohl kaum ein Endoskop, wie ich auch nicht und trotzdem existieren sie und werden täglich, in anderen Berufen als wir sie haben, eingesetzt. Genauso wie VR, die sich gerade erst etabliert. Und trotzdem würde wohl niemand behaupten, Endoskope seien Quatsch. Und ich denke, in ein paar Jahren wird die VR genauso normal sein, wie das Endoskop.

joe

Also, wenn das komplette RF Programm abgedeckt ist, dann kann Canon von mir aus jegliches Objektiv – und wenn es nur einmal verkauft wird – bauen. Vor zwei drei Jahren war Nikon auf dem Holzweg, momentan scheint das Canon zu sein.

Peter

Ich kann nachvollziehen was Du meinst Joe. Und ja, es fehlen wahrscheinlich noch ein paar „Klassiker“ im Angebot.
Aber mal Hand aufs Herz Joe: wann ist ein Objektivangebot „komplett“?
Es wird doch immer irgendjemand geben, der noch irgendeine Festbrennweite mit Brennweite X und Blende Y vermisst. Oder immer wieder bringt jemand den Wusch nach einem bestimmten Zoombereich vor.
Alle zufrieden zu stellen wird wahrscheinlich nie möglich sein.
Nikon hätte da wahrscheinlich auch noch ein paar Lücken. Ok dort kann man immerhin per Adapter auf Sony Linsen ausweichen.

Aber auf Holzweg würde ich Canon wegen ein paar Speziallinsen nicht bezeichnen. Da gäbe es wegen dem geschlossenen Bajonett m.M.n. mehr Diskussionsbedarf. Aber wer weiss, vielleicht kommt da ja auch noch irgendwann.

Marcello

leg mal deine Arroganz und Überheblichkeit ab. Du bist nicht das Mass aller Dinge.

N1USER

Wenn man(n) dem Tod näher ist als dem Leben, darf man sich schon Gedanken darüber machen, ob man die 1,2er-Festbrennweiten von Canon noch erleben wird 😉

Peter

😁

joe

Also spätestens 45 ist man dem Tod näher, als dem Leben, das heißt also es wird noch dauern….

Frank

Wieso? Jeder hofft doch darauf ganz alt zu werden. Dann könnte das mit den Festbrennweiten auch noch so gerade klappen. 🤭

Peter

Optimist.😉

Chang

Genau, potthässlich und braucht keiner!Wenn das die Zukunft ist, dann gute Nacht!

Josef

Lieber joe, wir hatten auch schon unsere Meinungsverschiedenheiten, aber hier muss ich dir absolut Recht geben! Die sollten wirklich erstmal das produzieren was der Kunde braucht/wünscht. Auchcwenn das in Zukunft mal ein Markt werden sollte, glaube ich nicht, dass hier jetzt große Nachfrage besteht.

explore-shoot-share

Ein interessanter Markt, der sich da gerade entwickelt. Ich werde ich mich sicherlich in den kommenden Jahren, sobald dann mal ne neue kompatible Kamera bei mir im Hause ist, damit auseinander setzen. Gut, dass es bis dahin schon mindestens drei Optionen gibt und vor allem, dass sowohl FF als auch APS-C bedient wird. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

berlinerleipziger

Die Virtuelle Reality und 360 Fotografie ist seit Jahren am absteigenden Ast.
Es gibt kaum noch gute Software, Objektive und Formate. Aktuell ist immer noch
das Canon 8-15 L mm Fisheye das beste und vielseitigste Objektiv auf dem Markt, für diese Art von Fotografie. Was ich seit der Verfügbarkeit nutze und seit dem Systemwechsel mit ein Metabones Adapter auf dem jetzigen System benutze, für die Virtuelle Reality , 360 und Panorama Fotografie. Sehr gute Software waren z.B. Relvitz Stitcher, aufgekauft von Autodesk und eingestellt. Kolor Autpano Giga, aufgekauft von GoPro und eingestellt usw.
Im Filmbereich zeigt Inst360 sehr gut die Möglichkeiten was man machen kann, da werde die Objektive ihren Beitrag leisten.

Alfred Proksch

Der Fehler für VR liegt schon VOR den voraussichtlichen 22 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2025. Denn wer sind die Hauptkundengruppen. Der überwiegende Teil sind Online Spieler, danach einige Video Genießer und schlussendlich diverse berufliche Anwender zur Visualisierung von Kunst – Ausstellungen und ähnliches.

Wer läuft denn bitteschön im Urlaub mit der VR Brille auf dem Kopf durch die Dolomiten? Warum in aller Welt soll sich ein Foto Hobbyist eines dieser Objektive kaufen? Und der Video Hobbyist? Soll er ständig mindestens vier VR Brillen vorrätig haben um eine Downhill Abfahrt mit seinen Freunden 3-dimensional teilen zu können?

Da liegt ein Denkfehler vor dem Enthusiasmus. Fotografie ist mit diesem Ding sicher nur am Rande gemeint.

Azzaro

Ich finde es sehr interessant das Canon sich auf einmal auch verstärkt im APS-C Bereich bemüht, hat man diesen doch in der Vergangenheit eher sehr Stiefmütterlich behandelt.
Ich benötige dieses Objektiv zwar (noch) nicht und habe meine R7 wieder verkauft, aber es könnte auch im APS-C Sektor endlich mal spannend werden und man kann vielleicht in Bälde auf eine ausgereifte Nachfolgerin der R7 hoffen.
Geht doch!!! 😉

Rüdiger

Anscheinend gibt es eine Zielgruppe für VR, die die Systemkosten für die R5 mit dem aktuellen Dual-Fisheye scheut, aber das Geld für eine R7 mit den neuen Objektiven locker machen würde.

Schwachpunkt des RF-S Systems sind nach wie vor die Objektive. Es fehlt ein f/2.8 Zoom und mit einem Nachfolger des EF-M 22mm f/2 rechne ich auch nicht mehr. Vielleicht kann Sigma hier irgendwann Lücken füllen, aber aktuell würde ich niemandem zu RF-S raten. Schade um die R10.

Azzaro

Sigma liefert doch das benötigte f2.8er Zoom, im Juli kommt das Sigma 18-50mm f2.8 für RF-S in den Handel und im Herbst das Sigma RF-S10-18mm f2.8, dazu noch ein paar lichtstarke Festbrennweiten.
Habe das 18-50er und das 10-18er schon bei meinem Dealer vorbestellt, freue mich darauf da ich meine R10 nämlich noch behalten habe. So habe ich zu den VF Boliden noch was schnuckeliges für on the run und kleines Gepäck.

Rüdiger

Das dürften die ersten Wechselobjektive sein, die nur an genau eine Kamera passen. Ist eine Wette auf die Zukunft – mal sehen, ob die Zeit jetzt reif ist für VR oder ob sich das entwickelt wie 3D TV.

Rüdiger

Ach, bei Heise steht dann auch nochmal explizit, dass Canon hier mit Apple kooperiert. Das RF-S 7,8mm f/4 STM Dual ist also von Apple offiziell abgesegnet um Material für die Vision Pro aufzuzeichnen.

Apple und Canon kooperieren bei Objektiv für „Spatial Video“ | heise online

Peter

An den Kommentaren kann man wieder mal schön das Durchschnittsalter der Kommentierenden feststellen. 😇😉

Manche haben VR noch nicht so richtig verstanden. Das braucht man nicht „nur“ für Games (wobei die Gameindustrie ja nur fast doppelt so viel Umsatz macht, wie die Filmindustrie…😊) und es will auch nicht die grosse Masse mit so einem Ding wandern gehen.
Aber habt ihr z.B. schon mal was von BIM gehört? Ist bei vielen Grossbaustellen schon Standard und auch VR Brillen werden schon eingesetzt. Uswuwf…

Ja, wäre schön, wenn Canon für jeden sein persönliches Objektiv produzieren würde, damit man z. b. auch ein 127-341mm F2.213 bekommt, oder ein 17.5-41.2mm F6.66. 😁
Aber da Canon gewinnorientiert ist, werden wahrscheinlich halt eher Sachen ins Angebot genommen, mit denen sich Geld verdienen lässt.

Schnauft mal durch und verinnerlicht wieder einmal: es gibt auch eine Welt ausserhalb der persönlichen Befindlichkeit und Ansprüche. Und es gibt nicht nur DIE Fotografie.

Also entspannt euch doch etwas. 😁 Prost 🍻

N1USER

Ich habe mit meinem persönlichen Durchschnittsalter schon dutzende Raumbildsysteme kommen und gehen sehen (Mein Schrank ist voll davon). Da kann man nur wünschen, dass die VR-Zukunft ein wenig stabiler ist 😉

Peter

Och wir hatten vor Jahren auch kurz einen Hype mit 3D Beamer. War eigentlich von Anfang an klar, dass es kurzlebig ist und nur viel Geld verbrannt wird. Aber ich denke VR ist gekommen um zu bleiben. Ob es ein Massenphänomen wird, wage ich auch zu bezweifeln, kann man aber nicht ausschliessen. Aber in vielen Berufssparten wird heute schon mit VR gearbeitet und z.B. auf der Baustelle brauchen die dafür auch keine superteuren Profi Linsen. Da würden die Canon Linsen prima hinpassen.

N1USER

Ich fand übrigens die Fujifilm W3 ganz lustig. Billig eingekauft hat sie überraschender Weise immer noch ihren Wert 😉

Mirko

Aber in vielen Berufssparten wird heute schon mit VR gearbeitet und z.B. auf der Baustelle brauchen die dafür auch keine superteuren Profi Linsen“

vermutlich wird dies auch der Grund sein warum in Deutschland keine großen Bauprojekte so richtig funktionieren 🤪

Peter

Also in der Schweiz funktionieren die Baustellen auch mit BIM.😜

Alfred Proksch

N1USER wie kannst du es wagen auf die Fehlversuche hinzuweisen? Ironie Ende.

Für 850,- Euro gibt es bei Amazon den 3DMakerpro 3D-Scanner, 24-Bit-Farbkamera, verwacklungssichere optische Linsen, 0,01 mm Genauigkeit und 10 FPS Scangeschwindigkeit, tragbarer 3D-Scanner für 3D-Druck – Seal Premium Kit.

Letztlich war ich wieder einmal beim befreundeten Restaurator. Der hat natürlich einen aufwendigen etwas professionelleren Scanner um z.B. Deckengemälde genauestens unter die Lupe zu nehmen. Dagegen ist die Auflösung der Fuji GFX 100-2 Kinderkram.

Wie gut soll ich mir die BQ der beiden Linsen an einer Canon Kamera vorstellen? Wenn die Sensorfläche geteilt wird weil zwei Bilder aufgezeichnet werden. Da bleiben beim 24 MP Sensor für jedes Bild 12 Megapixel übrig. Willkommen in der Zukunft!

Benjamin

Naja die R7 hat 32,5 MP, durch 2 sind dann noch 16,25 MP übrig. 4K-Video hat 8,3 MP, also wo liegt das Problem?

Peter

Na und? 12MP reichen doch dicke um z.B. für den Bauleiter ein Treppenhaus zu visualisieren. Die benutzen doch sonst auch nur irgendwelche Kompaktknipsen oder Smartphones.
Muss doch nicht immer alles voll auf die 12 und Rolls Royce like sein.

Mirko

12MP reichen doch dicke um z.B. für den Bauleiter ein Treppenhaus zu visualisieren“
Ein Bauleiter sollte vor Ort sein und den Bau leiten und sich die Treppe somit selbst anschauen können. Aber scheinbar ist es in der heutigen Zeit auch schon zuviel verlangt … 🤪

Peter

Mirko, ich glaube Dir ist nicht so ganz bewusst, was BIM bedeutet. 😉 Kleines Beispiel: der Bauleiter kann mit der Kamera z.B. ein Bild des Treppenhauses erstellen, aufs iPad ziehen und mit dem Pencil Notizen , Anmerkungen, oder Skizzen ins Bild reinschreiben/zeichnen, direkt an den Handwerker schicken, es wird gleichzeitig automatisch in den Unterlagen abgelegt. Der Handwerker kann seinerseits Anmerkungen reinschreiben usw. Also z.B. ungefähr das Gleiche, wie ein Team parallel an einem Excell File arbeiten kann. Er kann verschiedene Varianten eines komplexen Raumes vergleichen, oder einen Grossbau virtuell (aus den 2D Plänen gerendert) begehen, kann Lichteinfall beurteilen, Perspektiven, Details simulieren, allfällige Fehler entdecken wie z.B. dass an bestimmten Stellen Kabel- und Leitungsdurchführungen problematisch sind, oder ganze Steigzonen versetzt werden müssen und viel mehr. Ein kleines Beispiel: schau Dir mal ein modernes Mountain Bike an mit Carbon Rahmen. Diese Rahmen sind nicht nur so leicht und unglaublich stabil, wegen dem Werkstoff, sondern weil man mit den modernen Rechenmodellen und mit Simulationen viel genauer und zielführender arbeiten kann. Ein Beispiel aus meiner Branche: aktuelle Lautsprechersysteme für Grossveranstaltungen sind ungefähr um Faktor 10 -12 leistungsfähiger als vor 20 Jahren wegen Bauteilen und Werkstoffen, die dank Modellen und Simulationen ermöglicht wurden. Wenn ich… Weiterlesen »

Peter

Noch ein kleines Beispiel: letzte Woche habe ich in einem grösseren Theater gearbeitet und da wurde kürzlich einiges am elektrischen System umgebaut, auch in den Nebenräumen, Lampen , Steckdosen, Brandmelder uswusf. Das wurde von einem grossen Elektroplaner ausgeführt und letzte Woche, als ich da war, lief einer mit einer 360 Grad Kamera an einem Stock im Theater rum und hat alle Räume „gescannt“. Daraus erkennt die KI, die das auswertet, gleich Abweichungen von den Plänen, macht Inventarlisten für die Inspektionspläne usw usf. Da entwickeln sich gerade unglaublich schnell neue Möglichkeiten und Methoden. Ob die alle „gut“ sind, darüber kann wahrscheinlich man stundenlang philosophieren, aber darum geht es hier ja nicht, sondern darum, dass die Entwicklung jetzt stattfindet und sich schwerlich verhindern lässt. Also fragt man sich als Firma wie Canon, können wir von diesem Trend profitieren, gibt es neue Geschäftsfelder zu erschliessen? Ich hatte letzthin Nina Schick auf der Bühne für ein Referat über AI. Sie ist laut Wallstreet Journal eine der 20 wichtigsten Leute auf dem Gebiet der AI und u.a. auch wissenschaftliche Beraterin von Joe Bidens Team. Ihr Fazit zu AI war überspitzt: „Was ist Dir lieber: Möchtest Du in AI investieren und ins Grossunternehmen integrieren, oder möchtest… Weiterlesen »

Thomas Nordsee

Beeindruckende Beispiele… Danke.
Z. Z. wird ein riesiges Klinikum so gebaut… Patientenströme simuliert… Brände im Notfall dargestellt… nichts mehr für mich. Einfach Realität. Ich weiß darum, kann es mir aber erlauben, mich umzudrehen… und mein einfaches 135/2 zu liebkosen.

Mirko

ach ich betreue ja ein großes Klinikum und da wird seit Jahren umgebaut. Und da gibt es natürlich viele Baubesprechungen und natürlich auch Simulationen aber zu wenig Aufzüge bleiben zu wenig Aufzüge 😎

Thomas Nordsee

Es geht noch besser: der Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach trägt unseren Heli nicht oder die Türrahmen sind zu eng für die Intensivbetten… trotzdem glaube ich, dass hier in 3D die Zukunft liegt. Bloß unsere neuronalen Verknüpfungen reichen nicht. Meine Großmutter berief sich immer auf den gesunden Menschenverstand. Ja – wo ist er denn?

Peter

Die einzige Konstante ist die der Veränderung.

Das heisst nicht, dass es auch automatisch nur gut ist, aber halt Realtät.🤷‍♂️

Daran wird sich auch nichts ändern, wenn man andere Parteien wählt. Diese Entscheidungen werden anderorts gefällt. Die Politik ist längst nur noch am reagieren, agieren tun andere.

Apropos: 7 der 10 am höchsten bewerteten Unternehmen an der Wallstreet (NVidia, Apple. Google, Microsoft, Amazon, Meta und Co) arbeiten unter Hochdruck an AI. Da spielt die Musik, egal ob uns der Rhythmus gefällt.

Thomas Nordsee

Du bist eine wache, kluge Persönlichkeit… und wirst mich verstanden haben: ich sehe das alles… habe aber das für mich große Glück, mich nicht mehr einbringen zu müssen.

Peter

Schon klar und das ist doch auch Dein gutes Recht.👍

Bei vielem, was sich gerade ändert, sind wir sowieso nur Statisten.😉

Mirko

ach das mit den Türmaßen kenne ich auch 🤣 und diese Person die es verbockt hatte ist mittlerweile weit oben im Bauamt 😎

Leonhard

Lieber Thomas, das geht noch besser, als alter An-Ge-Baer setze ich hier noch einen drauf. Da wird ein Neubau für körperlich und geistig behinderte Menschen gebaut, etwa 25% davon Rollstuhlfahrer. Architektin macht den Plan, internes Baumanagement segnet ihn ab, Rohbau steht, die „Kontrolle“ geht stolz wie ein Spanier durch die breite Tür in die Eingangshalle, dann kommt die Tür ins eigentliche Gebäude, auch stolzer Blick, bis denn ein „Kunde“ mit einem Elektrorollstuhl hinter der Kontrolle die Frage stellt: „und wie soll ich durch diese Türe durchfahren“? M.M.n. liegt der eigentliche Fehler aber nicht bei den Menschen sondern er liegt im System und hier schließt sich auch der Kreis zu anderen „Gewerken“ (Ausdruck Anleihe bei Alfred). Wer öffentliche Mittel haben möchte, der muss sich diesem öffentlichen Vergabesystem unterwerfen, dann muss der Billigste (nicht Preiswerteste) genommen werden, teilweise sogar Vögel, die wegen Aufträgen schon einige Prozesse am laufen haben, eben weil sie es einfach nicht können. In meinem Beispiel scheint die Sache aber einfacher zu sein und genau dies könnte auch bei dem Marketinghammer bei Pana der Grund gewesen sein: Es werden Leute beaufragt, die von nichts eine Ahnung haben, aber davon viel. Vielleicht hat die Architektin nicht einen einzigen Rollstuhlfahrer im… Weiterlesen »

Thomas Nordsee

Guten Morgen… und schön von dir zuhören! Aus deinen Worten und den Zeilen zwischen den Zeilen spricht die Lebenserfahrung. Gut, wenn bei uns zugehört wird. Wir haben noch etwas zu sagen… die Verbindung aus Technik und Weisheit macht es.

Benjamin

Noch eine Ergänzung, im Text oben steht sogar, dass das Objektiv nur mit der R7 kompatibel ist, nicht also mit den 24 MP-Kameras im APS-C-Bereich

Rüdiger

Die Qualität ist anscheinend ausreichend für die Vision Pro. Und ich würde Apple nicht vorwerfen, dass sie an der Stelle komplett anspruchslos wären. Es gäbe ja noch die Kombination aus R5 und dem 2x 5.2mm f/2.8, wenn mehr Auflösung gefragt ist.

Es geht darum, mit vertretbarem Aufwand Content für die Vision Pro (und vergleichbare Headsets) generieren zu können. Ob sich das durchsetzt, wird die Zukunft zeigen.

Bei der Auflösung wird noch mehr verloren gehen – die Objektive werden ja zwei getrennte Bildkreise auf den Sensor projizieren – der „schwarze“ Leerraum dazwischen geht verloren.

Die R7 ist deswegen wahrscheinlich das Minimum, wegen der hohen Auflösung und der besseren Video-Performance.

Benjamin

Die „Bildkreise“ sind wohl nicht rund, sondern es wird per Software viel entzerrt. Die schwarzen Bereiche halten sich also in Grenzen. Hier ein Bild von der Canon-Homepage:
https://i1.adis.ws/i/canon/eos-vr-utility—raw-controls_crop_717e0716bf0e474bac01f42fd2f27486?$block-media-16by9-dt$

Rüdiger

Ah, danke für die Info.

100carat

Peter, wir beide bilden hier eine kleine Minderheit, weil wir Produkte nicht nur markenneutral, sondern auch auch über die direkten eigenen Bedürfnisse hinaus beurteilen.

Canon positioniert sich mit dem Ausbau der Dual-Objektiv-Linie vor allen Mitbewerbern strategisch klug in einem Wachstumsmarkt. Zwar gehöre ich seit Einführung der VR-Brillen zu den kritischen Stimmen und weise seither daraufhin, dass sämtliche Progrnosen für den Massenmarkt aus eigentlich leicht absehbaren Gründen bislang völlig an den Realitäten vorbeigehen. Aber in branchentypischen Nischenmärkten gewinnt das Thema zunehmend an Relevanz. BIM und Baustelleneinsätze generell sind dabei nur ein industrieller Bereich, der zukünftig massiv von einer solchen Technik profitieren wird (leider zählt die Baubranche zu den beiden „technologiefeindlichsten“ Industrien, die regelmäßig zu den letzten gehören, die Innvoationen einführen). Ein weiterer enorm wichtiger Bereich liegt in der Produktion, wo VR hervorragend zur Einarbeitung (Schulung) in komplexen Maschinenumgebungen, deren Wartung und mehr eingesetzt werden kann. Ebenso große Relevanz besteht im Konstruktionsbereich, in dem international verteilte Ingenieure in einer neuen Art und Weise an einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt arbeiten können. Anwendungen im Filmbereich, in der Immobilienbranche (Makler), Tourismus, etc. sind nur einige weitere.

Der normale Foto-Amateur oder private Videofilmer ist für diese Produkte allenfalls ein statistisch kaum auffallender Gelegenheitskäufer, als die avisierte Zielgruppe.

Peter

Ich denke Du liegst da nicht komplett falsch.😉 In unserer Branche gibt es seit rund 20 Jahren WYSISWYG Systeme um Bühnen zu designen inkl. Rigging, Licht usw. Anfänglich mit 2 D Rendering analog zu CAD Programmen, dann 3D und gerenderte Oberflächen und nun kommt VR dazu. Ein Fremd-Lightoperator, der mit einer Band anreist (wir reden da in der Liga Metallica, Helene Fischer, oder Pink usw), kann z.B. an einem grossen Festival schon vor der Anreise, die Bühne inkl. Rigging, Licht, Lautsprecherarrays anschauen, sieht Sichtlinien, Perspektiven, Möglichkeiten, kann Lichtszenen simulieren, virtuell Rigging verfahren usw und eine ganze Lichtshow programmieren UND ansehen. Er kann dabei auf der virtuellen Buhne rumlaufen, oder im Publikumsbereich usw und dies alles, bevor er überhaupt den Koffer gepackt hat. Aber: ich glaube VR hat v.a. gerade jetzt auch einen grossen Impact in einem ganz anderen Business, dass in einem Seitental von Hollywood angesiedelt ist und 3x mehr Geld verdient, als Hollywood. Übrigens auch mit Filmen , einfach für Erwachsene.😁 Aber Spass beiseite: Solche Objektive und die dazugehörige Datenverarbeitung ist auch essenziell um Daten zu generieren für eine Technologie, die gerade komplett durch die Decke geht: AI. AI braucht, um zu lernen, unglaubliche Datenmengen. Large Language Modells wie… Weiterlesen »

Leonhard

Alles richtig, lieber Peter, nur, in einer einheitlichen Welt muss man auch alles als Einheit sehen, sonst sieht man am Ende des Weges den Anfang nicht, zwei kurze Kritikpunkte hierzu: Diese Datenmengen sind ja eine Sache, der dadurch verursachte Energieverbrauch und Co²-Stinkefuss der andere, nur da es nur eine Welt gibt entsteht hier das Problem, dass man eben nicht das Hohe Lied der Technik singen kann, auf der anderen Seite aber mit Freund Joe irgendwelche sinnfreien Diskussionen zu seinem Kuga führt, denn das Problem ist der Gesamtenergiebedarf, Joes Kuga spielt hierbei aber auch gar keine Geige. Die Filmchen für Erwachsene, auch so eine Baustelle, hier sogar noch aus zwei Gründen, welche mit dem Wesen des Menschen zu tun haben: Opa konnte sich noch mit einem Wutzenbildchen mit einer Maid im Liebestöter manuell Erleichterung verschaffen, einige Menschen haben heute zu diesen Gehirnzentren Verkabelungen, die würden für Überlandstromleitungen reichen, was zur Folge hat, dass diese Menschen bei einem „Schulmädchenreport“ eher einschlafen als angeregt reagieren. Diese genialen KI-Weibsbilder führen auf der anderen Seite aber auch noch zu einem Realitätsverlust des Menschen, mit KI kann man da Wesen erschaffen, welche mit der Realität der fröhlichen Landbevölkerung aber rein gar nichts zu tun haben. Auf… Weiterlesen »

Peter

Leonard, ich schrieb hier mehrmals, dass alles seine Licht- und Schattenseiten habe und dass nicht alles gut sei, was an Neuem komme. Meine ganzen Beiträge zu AI waren nicht wertend, ich beschrieb nur was gerade passiert. Und ich schrieb auch so wie Du, dass wir an dieser Entwicklung überhaupt nichts ändern können. Die Entwicklung findet statt, auch wenn ich vieles davon sehr kritisch sehe. Ich kann als Privat- oder Geschäftsperson nur schauen, was für mich als einzelnen davon Sinn macht und wo ich mich, soweit es möglich ist, distanzieren möchte. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass wir, nur schon, weil wir hier miteinander diskutieren gerade eine Menge Strom verbrauchen und CO2 in die Umwelt pusten. Wenn ich wie oben beschrieb, dass ich bei der Planung eines Jobs moderne Mittel einsetze, habe ich das auch im Hinterkopf. Ich arbeite in einer Branche, die sehr oft fragwürdiges unterstützt, oder zumindest hinterfragt werden muss. Aber es findet, wie die technologische Entwicklung statt, egal wie viel ich davon kritisch hinterfrage. Wenn ich also zuhause in Ruhe eine saubere Planung machen kann und dadurch den Aufwand effizienter gestalten kann, trage ich dazu bei, dass ein kleinwenig weniger Verschwendung stattfindet. Dies zur Rolle als Geschäftsperson.… Weiterlesen »

100carat

Peter, Da Du Dich ja über Deine reine Tätigkeit hinaus für Technologieinnovationen interessierst, schau Dir mal Gauß-Splatting an. Wir gehörten weltweit zu den ersten, die das ausprobieren durften und waren schwer beeindruckt (im Gegensatz zu vielen anderen gehypten Trends und ach so tollen Innovationen, die wir eher mit einem Gähnen betrachten … in der Regel zurecht). Was damit möglich wird, ist geradezu revolutionär und ermöglicht zahlreiche wirtschaftliche hoch interessante und gleichzeitig disruptive Anwendungen. Dagegen ist das was hier gerade diskutiert wird, fast schon (wieder) trivial. Was aber nicht heißt, dass das Potential von VR-Inhalten derzeit auch nur ansatzweise erschlossen ist. Das wird sich nach und nach entwickeln. Aber eben nicht in der Art und Geschwindigkeit wie das Apple und einige andere Anbieter es gerne hätten. Vor allem nicht, zu dem aufgerufenen Kurs und mit den derzeitig angebotenen Geräten. Da ist zu vieles noch unausgegoren mit Blick auf die Nutzer. Zumal bei den zur Zeit aufgerufenen Preisen. Canons Strategie ist in diesem Punkt für diesen besonderen Anwendungsbereich deutlich cleverer.

Benjamin

Ich hoffe es ist okay, hier einen Link vom Youtube von Canon USA zu posten. Wen interessiert, was mit so einem Objektiv möglich ist, sollte sich das mal in Vollbild anschauen und sich per Linksklick-Halten und Ziehen der Maus im Video umschauen. Geht auch auf einem „stinknormalen“ PC-Monitor. Ich finde das hat schon Potenzial.
https://www.youtube.com/watch?v=SOWl1lYuLaQ

joe

Es gibt, wie beschrieben, sicherlich für gewisse Bereiche (Bau, Architektur) für sinnvolle Anwendung, aber das was ich da im Video sehe erinnert mich sehr stark an unseren 3D TV, mit überflüssig, ist das noch freundlich beschrieben.

J.Friedrich

Für mich ist die Antwort ganz einfach: ich brauche die Dinger nicht, andere scheinbar schon, Canon bedient ( oder pusht im schlechtesten Fall) einen Markt, sonst nix – es wird seinen Sinn haben.

J.Friedrich

Aber mal ein simples Beispiel für den (riesigen) Markt: alleine in Deutschland gibt es rd. 15-20.000 Immobilienmakler und >500.000 gemakelte Objekte die heute sehr oft die virtuelle „Erstbegehung“ anbieten. Da könnt ihr euch ausrechnen, dass bei KP >500.000,– oder >2.500,– MM ein „Immofotograf“ eingesetzt wird — kompakte Systeme sind da sicher gaaanz interessant …

Peter

Jetzt siehst Du das Potential. 👍😉

J.Friedrich

Bist mir halt immer (mindestens) 3 Schritte voraus 😤👍🤗

Peter

Ne ne. 😁
Ich bekomme einfach beruflich bedingt sehr viel mit, was moderne Technik und aktuelle Strömungen betrifft und erfahre sehr viel an Kongressen und Kadermeetings.😉

Das heisst nicht im Geringsten, dass ich das alles gut finde. Wie bei Allem gibt es Licht und Schatten, aber momentan bewegt sich die Entwicklung von AI gestützten Systemen rasend schnell und beschleunigt weiterhin unglaublich. Was in meinem Beruf heutzutage möglich ist, war noch vor 20 Jahren Science Fiction und ist trotzdem erst die Spitze des Eisbergs.
Was wir in 10-20 Jahren sehen werden, kann ich mir gar nicht vorstellen, ich glaube das kann im Moment wahrscheinlich niemand richtig.
Aber eines ist klar: die Welt verändert sich gerade in riesigen Schritten. Zusammen mit der Verunsicherung vieler Leute, die nicht mehr mitkommen, entsteht eine explosive Mischung. Hoffen wir, es kommt gut…

J.Friedrich

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Peter

Wie wahr!

joe

Potential sind keine Verkäufe! Im Übrigen ist es ja nicht so, dass man nur 3D Inhalte erzeugen muss, man benötigt auch entsprechende „Geräte“ um diese Dinge auch entsprechend anzusehen. Also mit 3D TV hat es nicht geklappt.

Peter

VR ist nicht 3D.😉 VR ist schon längst um uns herum und im Alltag angekommen. VR fängt schon bei Google Street an, wo ich den POV (Point Of View) in eine Strassenkreuzung setzen kann und mich virtuell auf dem 2D Bildschirm im Kreis drehen und in alle Richtungen gucken kann und gleich noch ÖV Haltestellen oder der nächste Mc Donalds angezeigt werden. Oder Google Earth wo ich nicht nur Sattelitenbilder anschauen kann, sondern im 3D Mode die Landschaft pseudo 3D anschauen kann. Oder bei der Sun Sorveyor Planungs App für Fotografen, wo ich in der Landschaft stehe, das Handy zücke und mit der Kamera die Landschaft auf dem Bildschirm sehe und mir die App den Sonnenstand, Mond oder Milchstrasse für ein bestimmtes Datum und Zeitpunkt anzeigt und ich z.B. planen kann, wann ich hier stehen muss, um die Milchstrasse zu fotografieren können. Oder wenn es schon ein Bild von meinem gewünschten Standpunkt und Blickwinkel mit Geodaten gibt, kann ich dies sogar zuhause auf dem Sofa machen. Oder die PeakFinder App, wo ich beim Wandern die Handykamera auf eine Bergketten ausrichte und mir die App auf dem Bild die Namen der Berge einblendet. Oder eine Astroapp, die mir die Sternenbilder auf… Weiterlesen »

Thomas Nordsee

Du scheinst dich schon länger intensiv mit der Thematik auseinander zu setzen… sie bewegt dich wie es scheint sehr. Beeindruckend deine Recherche.

Peter

Das war keine wirkliche Recherche: abgesehen vom Architektenbeispiel, dass ich nicht selber verwende, sondern mal auf einem Job zu BIM ausprobieren durfte und der Städteführungs-APP von der ich in der Zeitung las, waren dies alles Beispiele die ich regelmässig selber einsetze. Sun Surveor ist genial, wenn man Nacht-Landschaftsaufnahmen macht, oder vor dem Urlaub zuhause checken kann, ob man besser am Morgen oder am Nachmittag den Tempel fotografieren geht, wegen Sonnenstand und Einfallswinkel. Peak Finder ist genial, kennt alle Berge weltweit. Google Earth ist prima um zu schauen in welche Richtung Bergtäler liegen und wo und aus welcher Richtung Lücken zwischen den Bergen für die Sonne sind, oder um vor dem Urlaub zu gucken, wo interessante Landschaften sind. Google Street ist praktisch um als erster Eindruck zu schauen, wie ein Platz und die Umgebung darum aussieht, wenn man da vielleicht ein kleines Sommeropenair plant. Da weiss man schon vor der Begehung, was einen erwartet und was man vor Ort genauer anschauen muss. Wie gesagt, nicht alles Neue ist negativ, v.a. wenn man es sinnvoll einsetzt. Es ist aber natürlich auch nicht alles eitel Sonnenschein. Ganz im Gegenteil. Neue Technik kann auch negative Folgen haben. Ich schrieb ja kürzlich mal, dass wir… Weiterlesen »

Achim

Wenn ich mir die Kommentare so durchlese stellt sich mir die Frage, weshalb die Dinger hier überhaupt vorgestellt worden sind

Thomas Nordsee

… weil die Redaktion weiß, wie die Gemeinschaft reagiert und dann eifrig diskutiert- auch gerne kontrovers. Und das generiert „Klicks“. Die schlauen Füchse wissen was sie tun – Respekt dem redaktionellen „Riecher“!

Peter

😁👍

🍻

joe

Also ich hoffe doch, dass alles hochgeladen wird, was in diesem Bereich neu und interessant ist und nicht nur Dinge die kontrovers diskutiert werden, wobei ja – egal bei was – es meist mehrere Meinungen dazu gibt. Die Kritik richtet sich übrigens nicht gegen dieses Objektiv, sondern gegen die falschen Prioritäten. Verzögerung bei der R1, Verzögerung bei sehr vielen Objektiven (z.B. alle 1.4 Brennweiten, Weitwinkel), der ganze „mittlere“ Bereich ist noch leer! R5 II war auch früher geplant. Entweder hat Canon den Kampf gegen Sony aufgegeben oder sie wissen nicht was sie tun!

Thomas Nordsee

Guten Morgen – früher Vogel fängt den Wurm! Ich gestehe gerne ein, dass meinige obige Aussage etwas verkürzt und auch provokant ist… zu Canon und den anderen Firmen: ich möchte nicht in der Haut des Managements stecken… alles ist so schnell – so unübersichtlich geworden! Was heute richtig ist, erweist sich morgen als falsch. Früher war klar: auf die F2 folgt die F3 und dann sechs Jahre später die F4 (es ist ein Bild…). Heute gibt es keine Regelmäßigkeiten in Entwicklung und Produktion mehr… ich bin kein BWLer… kann es nicht besser ausdrücken. Entscheidungen werden getroffen und ein quergestellter Containerriese im Kanal wirft alles über den Haufen… um es poetisch mit dem Korintherbrief zu formulieren: nur die Liebe zählt. Aber auch die nicht mehr… die Welt samt Canon, Nikon etc. ist mächtig in Bewegung.

Leonhard

Nun ja, lieber Joe, die bei Canon wissen schon ganz genau was sie tun, meinereiner weiß blos nicht, was er dann damit anfangen soll.

Da bauen die einen Haufen Knipsen, dafür fehlen Objektive, dann haben die die genitale Idee, dafür Objektive zu bauen, dafür gibt es eigentlich keine Knipsen, so ist jedem geholfen aber keiner kann was damit anfangen.

Einen Blitz um direkt in die Sonne zu blitzen könnte meinereiner auch noch brauchen und so unterbelichtet, wie meinereiner ist sollten die mal diesen Hellermachschalter aufpimpen, ein Regenzelt für die Studiofotografie fehlt auch noch und was es alles gibt, sicher ist der Tod und dann endet für den Einzelnen wenigstens das warten, aber verkaufen kann man dem dann nichts mehr, Bestatterausbildung, erstes Semester.

SCFR

Panasonic hatte solch ein Objektiv schon vor vielen Jahren für MFT raus gebracht!
https://olypedia.de/index.php?title=Panasonic_3D_LUMIX_G_12.5mm_F12

Alfred Proksch

Wenn ich so überlege gibt es sehr viele Technologien die an meinem Bedarf vorbei gehen, trotzdem mögen sie sehr wichtig sein, nur nicht für mich. Könnte sein das ich dennoch davon indirekt profitiere, nehme ich gerne mit.

Fotografie ist seit meinem 10. Lebensjahr eine für mich wichtige Sache. Zwischendrin habe ich gutes Geld damit gemacht. Geschäftlich hat sich das schon lange erledigt. Nun kann ich endlich bei freier Zeiteinteilung das abbilden was ich möchte. Schöner geht es nicht.

Das Canon zwei neue Virtual-Reality-Objektive vorgestellt hat ist in Ordnung denn vielleicht lässt sich damit genau so wie mit den Industriekameras gutes Geld verdienen.

Joe hat recht damit wenn er das Fehlen von FOTO Objektiven bemängelt. Wohin sich die rasante Entwicklung zukünftig wendet ist längerfristig nicht vorhersagbar. Jetzt möchte der Kunde „seine“ gewünschten Brennweiten nutzen denn das geschlossene R System lässt andere Alternativen nicht zu!

Roman.Tisch

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