Canon hat kurz vor der NAB 2026 das Cine-Servo 40-1200mm T5.0-10.8 vorgestellt, den Nachfolger des legendären 50-1000mm. Der Preis liegt bei knapp 80.000 Dollar.
Bei den Preisen für neue Extrembrennweiten ist Canon ja in der jüngeren Vergangenheit schon in neue Sphären vorgestoßen, rund 80.000 Dollar für ein einzelnes Objektiv sind aber selbst für Canon-Verhältnisse eine Ansage. Fairerweise muss man sagen, dass der Vorgänger bereits bei etwa 76.000 Dollar lag und das neue Cine-Servo 40-1200mm deutlich mehr Brennweite zu bieten hat.
Das Canon Cine-Servo 50-1000mm T5.0-8.9 gilt seit seiner Einführung im Jahr 2014 als absolutes Standardwerkzeug im Broadcast- und Dokumentarfilmbereich, unter anderem bei Wildlife-Produktionen. Der Nachfolger erweitert den Zoombereich an beiden Enden, ist also weitwinkliger und bietet gleichzeitig auch mehr Spielraum im Telebereich. Und das bei identischem Gewicht (6,6 kg in PL-Mount) und identischen Abmessungen. Bestehende Rigs und Gehäuse können also weiterverwendet werden.
Nativ deckt das Objektiv Super-35-Sensoren ab. Über den eingebauten 1,5x-Extender lässt sich der Brennweitenbereich auf 1800mm erweitern, wobei der Bildkreis dann auch groß genug für Vollformatsensoren wird. Der Extender kostet natürlich Licht, und auch ohne ihn ist das 40-1200mm etwas lichtschwächer als sein Vorgänger. T5 bis 560mm, bei maximaler Brennweite sind es T10.8.

Für Fotografen eher nebensächlich, für Filmemacher aber spannend ist die neue native RF-Mount-Version. Damit unterstützt das Objektiv an kompatiblen Cinema-EOS-Kameras wie der EOS C400, C80 oder C50 den Dual Pixel CMOS AF II. Die PL-Version unterstützt hingegen Zeiss eXtended Data und Cooke /i Technology.
Ein weiteres neues Detail ist die USB-C-Drive-Unit an der Seite des Objektivs. Wird sie über USB-PD mit Strom versorgt, zoomt das Objektiv 50 Prozent schneller als gewöhnlich und fährt die gesamte Brennweite von 40 bis 1200mm in nur einer Sekunde ab. Über die Schnittstelle lassen sich außerdem Einstellungen importieren und exportieren sowie Firmware-Updates durchführen.
Das Canon Cine-Servo 40-1200mm T5.0-10.8 soll ab September 2026 in Varianten für PL-Mount und RF-Mount erhältlich sein. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 79.999 Dollar. Ein europäischer Preis steht noch nicht fest.


Die Linsen werden nicht aus Glas, sondern aus Diamant geschliffen, daher kommt dieser Preis, zumal das Objektiv dann im Endeffekt auf 300 bis 500 Karat kommen dürfte.
Ein treffender Kommentar. Klasse Reinhard!
Für dich doch sowieso uninteressant, paßt nicht an die Praktika…
…dafür aber an seine Lochkamera 😉
Ich sehe den Prügel gerade an meiner R7 … frei Hand versteht sich … ein (Alp)traum!
Prügel passt ja irgendwie: 80 EUR, ähhh 80 KEUR 😉
Die Nabelschau schlecht hin !! Das Image will gepflegt sein! Das bei so einem Meisterstück Preise keine Rolle spielen ist sonnenklar weil Stückzahlen sind nicht angedacht. Solche Objektive werden auf Bestellung gebaut und nach dem tatsächlich entstehenden Aufwand abgerechnet. Da hilft ein „Schwarzer-Freitag“ Rabat auch nicht weiter.
kommt auf den einkaufszettel
T10.8 am langen Ende? So ein Dunkelzoom kommt mir nicht ins Haus (Ironie Ende)
Diese News hier erinnert mich gerade an etwas von vor etwa 25 Jahren. Hat mich sofort im Gefühl getriggert und direkt zurück in die Zeit katapultiert. Damals gab es einen Scheich, der bei Canon eine Sonderanfertigung in Auftrag gegeben hat. Ich meine, das ging in Richtung 1, 2 oder sogar 3 Millionen – ganz genau weiß ich es nicht mehr. Das Objektiv war riesig, deutlich über 100 kg schwer, und ich habe irgendwas zwischen 2 und 3 Metern im Kopf. Brennweite weit über 5000mm und dafür extrem lichtstark. Ich erinnere mich auch daran, dass es auf einem Jeep montiert war, weil man es anders kaum sinnvoll nutzen konnte. Soweit ich mich erinnere, ging es darum, Dinge über extreme Distanzen zu fotografieren – vielleicht 30 km und mehr. Ich meine auch, dass es viele Diskussionen darüber gab, wie sinnvoll das wäre. Aber wie gesagt: vieles davon ist inzwischen ziemlich verschwommen bei mir dazu. Ich habe ein bisschen danach gesucht, aber leider sind die alten Links aus der Zeit um 2001 – gerade zu diesen Bildern mit dem Jeep – heute tot. Die Links gibt es sogar noch, aber ohne die Jpeg Dateien dahinter. Schade. Falls jemand zufällig noch mehr dazu weiß… Weiterlesen »
Ich denke Du meinst wohl das Objektiv von von Leica. 2006 wurde es von Scheich Saud Bin Mohammed Al-Thani, zu einem Preis von 16 Millionen Hongkong-Dollar, was etwa 2 Millionen US Dollar oder 1,5 Millionen Euro entspricht, in Auftrag gegeben. Eine sehr stabile Stativhalterung erschien als ein Muß. Der dänische Leica-Experte Thorsten Overgaard berichtet, daß Scheich Al-Thani einen speziell ausgestatteten Mercedes-Geländewagen in Auftrag gegeben habe, um sein wertvolles Objektiv stabil zu transportieren. Zu lesen unter https://apotelyt.com/camera-lens/leica-apo-telyt-r-1600mm-de
Vielen Dank euch! Von der Geschichte her fühlt sich das von Lica für mich am stimmigsten an, wegen dem Schaich und Jeep. Es ergibt auch irgendwie Sinn, wenn jemand etwas sehr Exklusives möchte. Das würde man eher bei Leica in Auftrag geben. Aber ich habe das Objektiv viel größer in Erinnerung. Das spricht wieder für den anderen Artikel. Vielleicht vermische ich es auch etwas und habe aus verschiedenen Geschichten über die Zeit in der Erinnerung eine daraus gemacht. Wie gesagt sind es nur noch so vage Erinnerungen. Aber danke euch, echt klasse!
War etwas voreilig, sorry. Hier das Canon Mirror Lens 5200mm 1:14. https://jamesaphoto.co.uk/canon-mirror-lens-5200mm-114/
Meinst du dieses Leica-Objektiv? Dieses 1600mm-Monster hatte der Scheich Saud Bin Mohammed Al-Thani 2006 in Auftrag gegeben:
https://petapixel.com/2024/05/03/see-portraits-shot-with-leicas-2-million-1600mm-f-5-6-lens/#:~:text=The%20Leica%20Apo%2DTelyt%2DR%201600mm%20f/5.6%20is%20a,use%20the%20lens%20to%20photograph%20desert%20falcons
war das nicht von Zeiss. Das schwebte mal auf einer Photokina über den Köpfen.
Ansonsten aus dem Land Utopia. Für Normalos viel zu viel cash.
Das “schwebende Objektiv” – zu sehen auf der photokina – fertigte Zeiss für den Scheich Al-Thani. Dort am Zeiss-Stand traf ich auch seinen Mitarbeiter, den ich aus Katar kannte.So weit ich mich erinnere, ein helles Objektiv in Form einer Zigarre? Kann mich auch täuschen, vom Preis her nicht meine Liga, außerdem passte das bestimmt nicht in meinen Fotorucksack???
Scheich Saud Bin Mohamed Al-Thani war ein interessanter Fotoliebhaber, er gehörte zur Herrscherfamilie, hatte sehr viel Geld zur Verfügung und plante, in der katarischen Hauptstadt Doha das “größte Fotomuseum der Welt” zu bauen. Er lud interessante Personen aus der weltweiten Fotoszene zu sich ein, also Fotografen, Fotojournalisten, Anbieter von seltenen Kameras und – Fotobuchautoren! Ende der Neunziger Jahre erhielt ich von ihm eine Einladung. Also setzten sich meine Frau, mein Sohn Felix und ich ins Flugzeug und wir freuten uns über das, was da kommen würde? Großer Empfang am Flughafen, dann brachte uns eine Mercedes S-Klasse mit verhängten Gardinen (hinten) in ein Luxushotel nach Doha. Alles sehr spannend. Im Verlauf des Kurzurlaubs zeigte uns der Scheich seine Sammlung. Er favorisierte Leica, Nikon und Hasselblad. Alles untergebraucht auf seiner Luxus-Ranch in der Wüste. Zu seiner weiteren Kollektion gehörten auch historische Fahrräder, seltene Tiere und Meteoriten (so
was live noch nie gesehen). Wir machten eine Jeep-Wüstentour mit und erlebten weitere Besichtigungen. Wir erinnern uns oft an diese Tour, habnoch viele Farbdias davon – mit der Nikon F3 belichtet.Ganz tolle Geschichte Peter, ich konnte mir das sofort bildlich vorstellen und war beim Lesen fast selbst dabei. Klasse.
Und wie groß der Zufall ist, so etwas unter einem solchen News-Artikel zu lesen – der eine hat eine Erinnerung daran, und der andere liest es und war sogar selbst dort. Ist das nicht irgendwie unheimlich?
Wenn jemand so eine Leidenschaft hat wie dieser Scheich, von dem du erzählst, finde ich das immer mega. Bei Menschen mit extremer Leidenschaft schaue ich super gerne zu, da spielt das Thema überhaupt keine Rolle mehr – da bin ich sofort Feuer und Flamme.
Leider gibt es auch das Gegenteil: Leute, die so etwas verrückt finden oder sogar Neid entwickeln. Sie verstehen solche Menschen einfach nicht.
Danke für deinen kleinen Bericht, hat echt Spaß gemacht.
Vielen Dank – hab` zur Zeit sehr viel zu tun – aber bei nächster Gelegenheit schreibe ich noch eine weitere Erinnerung über Doha/Katar – damals übrigens Hauptstützpunkt der Amerikaner im Irak-Krieg!
Ja, lieber Peter, großer Stützpunkt, damals wie heute! Damals musste einer weg, weil er so viele Massenvernichtungswaffen hatte, bis heute nicht gefunden, den Entsorgern war es wohl auch entgangen, dass genau dieser Diktator eine mächtige Säule gegen den Iran darstellte, aber was soll es, Hauptsache Chaos. Klar sind die Gardinen hinten, sonst würde der Fahrer ja nichts sehen, so weit haben das “die Scheiche”, wie der Rolf sagen würde, auch schon begriffen. @ Stefan: “Leider gibt es auch das Gegenteil: Leute, die so etwas verrückt finden oder sogar Neid entwickeln. Sie verstehen solche Menschen einfach nicht.” Diesen Mann hätte wohl der am Besten verstanden, der Arabisch versteht und spricht! Was meinereiner hier gewaltig an Deiner Aussage stört ist etwas anderes: Es muss nicht so unbedingt etwas mit “jemanden für verückt halten” oder “Neid” zu tun haben, nur findet meinereiner einige Bewunderer für etwas gewöhnungsbedürftig, wieso, klar, kurzes Beispiel: Wenn Bewunderer nur bewundern, statt sich auch mal nur zu wundern, dann werden Sportereignisse dahin vergeben, wo sie absolut nicht hin gehören. Wenn es dann zu unhaltbaren Zuständen kommt, z.B. dass man sich denkt “Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sind Luxus, wozu auch, Fremdarbeiter gibt es mehr als genug und wenn sie hier knapp… Weiterlesen »
Hallo – hatte nocheinmal meine Katar-Dias heraus gesucht. Scheich Saud (alle nannten ihn so bei nichtoffiziellen Anlässen) lud uns ein zu einer Preisverleihung in ein anderes Luxushotel. Zugegen waren dabei auch einige ranghohe Mitarbeiter der wichtigsten Botschaften in Katar, Vertreter von Leica und ein bedeutender Kamerahändler aus Österreich. Der Scheich verteilte dann als Hauptpreis seines Fotowettbewerbs eine gravierte M-Leica in Luxusausführung. Danach interessante Gespräche beim Abendessen, die sich alle um die Fotografie drehten. Dabei ging es durchaus locker zu. Ein Leica-Vertreter fragte mich, ob ich mir nicht auch eine Leica zulegen wollte? Meine Antwort: Danke für das Anbebot, aber dann bekomme ich Ärger mit meiner Chefin und mit meinem Sport-Chef, denn die möchten für die täglichen Zeitungsausgaben scharfe Bilder sehen….! Deshalb bleibe ich bei Nikon – aber die Luxusverpackungen bei Leica sehen edler aus—darauf folgte munteres Gelächter. Ein schöner Abend in Katar, an den ich mich noch gerne erinnere.
Also dieser Preis ist doch ganz leicht zu erklären:
Entwicklungskosten auf anzunehmende Stückzahl umgelegt, schon kostet der Prügel einen Haufen Geld!
Wer braucht das Ding? Keine Ahnung, meinereiner jedenfalls nicht, spart dann ungemein.
Da mokiert man sich über den Preis eines Panzers, braucht aber gar keinen…
Ab und zu bin ich froh dass mich filmen so was von gar nicht interessiert
… seit einige Foristen hier nicht mehr kommentieren (dürfen?) ist die Luft raus. Wenn ich mir die Kommentare zu diesem Artikel durch lese )(;:::::::::::: …
Läuft doch gut ohne bestimmte, anonyme Stänkertypen!
Darfst nicht von dir auf andere schließen.
Schreibe ich hier anonym? Vergleichbar chris xx? So feige bin ich nicht……
?
Also ganz ehrlich lieber Peter, so ganz kann ich Deinen Kreuzzug gegen sogenannte “Anonyme” nicht verstehen, ist bei meinereiner z.B. vollkommen Hose wie Jacke.
Klar, ein berühmter Mann wie Du, da macht es vielleicht einen Unterschied, nur, wo soll bei meinereiner jetzt der Unterschied liegen?
Ob meinereiner nun als Leonhard oder “Abu bin Arschloch” schreibt, beide Namen kennt keiner. Rechtlich gesehen passiert so wie so nichts, würde jemand hier strafrechtlich relevante Dinge von sich geben, dann wäre sein komischer erfundener Nutzername nicht so wirklich für Behörden ein Hindernis, davon sollte jeder mal ausgehen, wenn nicht könnte es da bei einigen dumme Gesichter geben.
Also, wo besteht da für einen Nobody wie meinereiner der Unterschied, kaum einer kennt meinereiner hier im Kafter und selbst wenn, glaube nicht, dass hier aus dem Kafter noch ein einziger wirklich hier mitliest, geschweige denn schreibt.
Gab es nicht auch ein Canon FD, oder sogar EF mit einer hohen Lichtstärke als Ziellinienfoto bei Pferde, oder Hunderennen. 100mm 1:1.4L irgendwo hatte ich mal ein Foto davon gesehen, wird auch kein Schnäppchen gewesen sein.