Bildbearbeitung

Darktable 4.2.0: Kostenloser RAW-Konverter mit neuen Funktionen

Der kostenlose RAW-Konverter Darktable hat erneut ein großes Update erhalten, das Fehler ausbessert und neue Funktionen hinzufügt.

Mehr Tempo bei Updates?

Es ist gerade einmal ein halbes Jahr her, dass Darktable sein letztes großes Update auf Version 4.0 erhalten hat, rund ein Jahr nach dem davor. Die Open-Source-Entwickler ziehen also womöglich etwas das Tempo bei Neuerungen für die kostenlose Alternative zu Lightroom und Co. an. Eine Übersicht über den fast kompletten Changelog auf Deutsch gibt es an dieser Stelle, ich habe mir die aus meiner Sicht interessantesten Punkte herausgesucht. Viele der Neuerungen verbessern irgendwelche Algorithmen und andere technischen Details. Abgesehen davon werden zahlreiche neue Kameras unterstützt, wie sich auf offizieller Seite lesen lässt.

Die wichtigsten Änderungen

  • Das Schnappschuss-Modul wurde komplett überarbeitet. Die Ansicht kann nun mit der Tastatur bzw. Maus gezoomt und geschwenkt werden.
  • Im Duplikat-Manager unterschieden sich die angezeigten Duplikate oft in subtiler Weise von der Hauptansicht der Dunkelkammer. Das soll nicht mehr vorkommen.
  • Die Wirkung eines benutzerdefinierten Stils auf ein Bild lässt sich jetzt in der Vorschau anzeigen, bevor er angewendet wird.
  • Das Objektivkorrekturmodul kann bei vorhandenen EXIF-Daten zur Objektivkorrektur die Daten extrahieren sie zur Korrektur von Objektivverzerrungen verwenden.
  • Darktable kann nun JPEG XL-Bilder lesen und schreiben.
  • In der Diashow wird eine Vorschau angezeigt, während das vollständige Bild berechnet wird.
  • In der oberen Filterleiste gibt es ein neues Dropdown-Menü, mit dem sich Filter leicht hinzufügen und entfernen lassen. Einige Bereichs-Widgets wurden aus dieser Liste entfernt.
  • Das Filter-Widget für die Bereichsbewertung wurde zur besseren Lesbarkeit überarbeitet.
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J.Friedrich

👍Vollwertiges Programm für sicher 90% aller User, die nicht in einen weiteren Workflow integriert sind (z.b. eben im Hobbybereich oder auch als selbständiger Endkundenfotograf). Bei einer “reinen” Zuarbeit zu einem Produkt als Bild-Contentlieferant kommt man weiterhin nicht an PsId&Co. vorbei – da muss die Terminologie, Profilvorgaben, die Organisation, Formate, sowie der (gemeinsame) Zugriff über Bridge&InCopy in ein Projektteam/Redaktion usw. definitiv mitgedacht werden. Ich halte Programme wie dieses oder auch die sehr günstigen FRANZIS-Programme für stark unterbewertet. Die ganzen Diskussionen zu superkomplexen Programmen in neuester Version XYZ-haste-nich-gesehen Himmeltauschvollautomatik usw. sind mal interessant u für viele spannend, aber fotografisch doch mit (Bei-)Geschmack. Das mach ich zack auf dem SP, wenn es fix gehen muss. Wenn ich out of Cam in 30 Sekunden im Dateiempfangenden SP in der Galerie bereits im Bearbeitenmodus 10 Basis-Schieberegler u 100 Presets zur Verfügung habe, dann mit beispielsweise LUMII-App mit 1-5 Klick(s) und bisserl skalieren/drehen usw. bereits Freistellen/ Austauschen/ Verfremden/ Manipulieren usw. kann und das Ganze 60 Sek. nach dem Shoot nicht wiederzuerkennen und in der Insta-ntSocialbubble-Soup bereits verteilt ist, da frag ich mich schon manchmal ob man den “Highendkram” (ausser im ProWorkflow: siehe ☝️) braucht. (Steinigt mich nicht – sind nur meine Gedanken als reportageorientierter Fotograf der… Weiterlesen »

Dirk

Hallo J. Friedrich!
Ich habe selten so zu 100 % zustimmen können wie du es jetzt in deinem Kommentar formuliert hast. 👍🏻 Beruflich bewege ich mich in der Web Design und Print Medienecke und bin oft mit dem Spannungsfeld des Industriestandards (b. Software) vs. Alternativen konfrontiert. Als Agenturzulieferer steht man natürlich erst mal an dem Scheideweg bzw. Zwang zur Einhaltung von Standards. Jenseits davon liefern Softwarealternativen auch ausreichend professionelle Ergebnisse. Wenn man weiß sein Ziel zu erreichen! Das gilt zwar auch bei der Nutzung von Adobe & Co. Aber da suggeriert vielleicht die Verwendung der vermeintlichen „Must-Have“- Software auch automatisch Kompetenz zu haben. Was dann die Automatik nicht kann ist dann die Software in Schuld. Und kreiert somit weitere, kostenpflichtige, Updatewünsche. Oder lässt Abos sinnvoll erscheinen. Womit ich durchaus vorhandene Innovationen nicht schlecht reden will. Ob sinnvoll müssen die eigenen Bedürfnisse entscheiden. Meine waren in den letzten Jahren selten davon berührt.

J.Friedrich

Hallo Dirk, ja habe mir absichtlich einen Tag Zeit gelassen um mal zu sehen ob jemand was dazu schreibt …

In Spannungsfeld wo wir beide uns bewegen, kann oft nicht mit “oh, ne, dass kann ich nicht/geht nicht” argumentiert werden. Biste raus. Jeder der davon frei ist, sollte diese Freiheit auch nutzen und nicht hyperkomplexe pseudo-“must have”-Tools (wie Du ganz richtig schreibst) nutzen, in die er sich nach 3 Wochen Urlaub wieder neu einarbeiten muss …

Besten Gruß und einen guten Workflow 😉 wünsche ich dir.

Dirk

Besten Dank und dito!😉

J.Friedrich

Ach ja, noch was – ich finde es super, dass Jonathan mal dazu einen Artikel gemacht hat! Hier lesen schließlich auch sicher Fotobegeisterte mit, die noch “vor” solchen Entscheidungen stehen und einfach und kostenfrei oder mit Budgetierung zum Ziel kommen wollen. Weniger ist da oft mehr.

Alfred Proksch

J. Friedrich und Dirk

Ich danke euch beiden vielmals. Jedes Wort stimmt und sitzt. Das mit den „Zwängen“ stimmt zu 100%.

Im Fotostudio Betrieb habe ich wenn wichtige Kundenbesuche anstanden die Fachkamera mit digitalem Rückteil auf das große Säulenstativ montiert und neben dem Aufnahme Tisch musste der riesige EIZO Monitor flimmern – dann war die Vorstellungswelt des Kunden bestätigt – selbst wenn der Auftrag später mit Vollformat abgearbeitet wurde.

Ab diesem Zeitpunkt wurde auch nie mehr über mein Honorar diskutiert.

Richtig ist allerdings auch das ich mit Adobe Produkten gearbeitet habe weil das in der Branche eben allgemeiner „Standard“ ist. Heute verwende ich darktable-4.2.0 recht gerne. Erstens weil er richtig gut funktioniert und zweitens weil ich keine Abo Zeug mag.

J.Friedrich hat mit dem Satz: „Ich halte Programme wie dieses oder auch die sehr günstigen FRANZIS-Programme für stark unterbewertet.“ ins Schwarze getroffen.

J.Friedrich

Servus Alfred, kommt ja im Forum eher selten vor, dass mal 😁 😁 😁 einer Meinung sind – auch mal schön! Beste Grüße J.Friedrich