Die ShiftCam V-Series bringt vier Aufsatzobjektive für Smartphones. Der Hersteller setzt dabei auf eine in dieser Klasse neue Bauweise.
ShiftCam hat mit der V-Series eine neue Reihe von Aufsatzobjektiven für Smartphones angekündigt. Die vier Modelle richten sich an ambitionierte Handyfotografen und Filmemacher und sollen laut Hersteller einen neuen Standard für mobile Optik setzen. Die vollständige Vorstellung ist für den 28. April geplant, Reservierungen sind bereits möglich.
Vier Objektive für unterschiedliche Perspektiven
Zur V-Series gehören ein 16-mm-Weitwinkel mit f/1.8, ein 60-mm-Porträt-Tele mit f/2.8, ein 75-mm-Makro mit f/1.8 sowie ein 200-Grad-Fischauge. Damit deckt ShiftCam Brennweiten ab, die in den fest verbauten Smartphone-Kameras so nicht zur Verfügung stehen.




Das Weitwinkel zielt auf Architektur- und Innenraumaufnahmen, das 60-mm-Tele auf Porträts mit kräftigem Hintergrundbokeh. Das Makro ist als “Long Range Macro” ausgelegt und erlaubt Detailaufnahmen mit etwas mehr Abstand zum Motiv, das Fischauge ist für Action- und Übersichtsmotive gedacht.
Flussspat als Alleinstellungsmerkmal
Der Kern der V-Series ist das Linsenmaterial. Laut ShiftCam kommen in allen vier Objektiven Elemente aus Flussspat (Fluorit) zum Einsatz, bis zu sieben Stück pro Linse. “Die V-Series ist in jedem optischen Element um Flussspat aufgebaut – ein bislang einzigartiger Ansatz für Smartphone-Objektive und ein zentrales Merkmal dieser Reihe”, schreibt der Hersteller.
Flussspat wird sonst in hochwertigen Teleobjektiven von Canon, Nikon oder Sonys G-Master-Reihe verbaut, weil es chromatische Aberrationen – die typischen Farbsäume an Kontrastkanten – wirksam reduziert. Bei Smartphone-Aufsatzlinsen ist das bisher nicht üblich.
Dazu kommen aufwendige Mehrschicht-Vergütungen: ShiftCam spricht von bis zu 14 Lagen pro Linsenelement und insgesamt bis zu 98 Beschichtungen pro Objektiv. Sie sollen Reflexionen, Streulicht und Kontrastverlust bei schwierigem Licht eindämmen. Zu Abmessungen und Gewicht der einzelnen Objektive macht ShiftCam bislang keine Angaben. Unabhängige Tests müssen zeigen, ob sich der optische Aufwand im fertigen Bild wiederfinden lässt.


Zur Begründung verweist ShiftCam auf die Entwicklung der Smartphone-Kameras: Heutige Geräte hätten größere Sensoren, höhere Auflösungen und fortgeschrittenere Bildsysteme als noch vor wenigen Jahren. “Was damals funktionierte, ist allein nicht mehr genug. Optiken müssen sich parallel zu den Kamerasystemen weiterentwickeln, für die sie gebaut sind”, heißt es in der Ankündigung.
Preis noch unbekannt
Zu Preisen äußert sich ShiftCam bislang nicht konkret. Wer früh reserviert, soll einen reduzierten Launch-Preis erhalten. Die Produktbilder zeigen die V-Series an einem iPhone 17 Pro Max, eine vollständige Liste kompatibler Geräte und Halterungen ist noch nicht veröffentlicht.



Die V-Series folgt damit auf die bisherigen Reihen ProLens und LensUltra und positioniert sich deutlich darüber. Optische Aufsätze für Smartphones liegen derzeit ohnehin im Trend: Auch Vivo liefert beim X300 Ultra zwei optionale Zeiss-Telekonverter mit, die direkt am Kamerasystem andocken.
via: PetaPixel


Ich glaube nicht, dass das Konzept aufgeht. Das Smartphone funktioniert als Kamera für die meisten deshalb so gut, weil es immer dabei ist und kein weiteres Zubehör benötigt. Wenn ich dann anfange, separate Objektive mitzunehmen, ist auch die Hürde zur DSLM nicht mehr so groß.
Benjamin dein Gedankengang liegt nahe. Im ersten Moment dachte ich genau so.
Am Hosengürtel ein kleines praktisches Täschchen mit dem Architektur plus dem Porträt Objektiven stören die Beweglichkeit nicht. Sollte ein cleveres Befestigungssystem mit entwickelt worden sein dann sehe ich keine Zubehör-Schlepp-Probleme bei der Kundschaft. Wer sich ein hochwertiges Smartphone weit über 1.000 Euro gönnt möchte damit wirklich gute Bilder/Videos fertigen, dem kommen diese aufwendig gefertigten Optik-Vorsätze gerade recht.
Ja, obwohl die Smartphones ja auch schon ohne Zubehör das meiste können. Mein iPhone 13 Pro kann bereits “mehr” Makro als meine Sony-DSLM mit dem 20-70 F4
Frage nur, ist denn die Auflösung wirklich so gut schon? Also für mich persönlich wirkt auf dem Handy Bildschirm alles toll HD mäßig, aber im Großformat? Und bringen diese sehr kleinen Sensoren schon die Leistung der Großen hin? Selber fotografiere ich selten mit dem Handy, daher kann ich mir da auch kein Urteil anmaßen und habe auch kein Vergleich.
zumindest die Materialdarstellungen entsprechen sehr hoher Qualität. Ich frage mich, wie will man die Optiken vor dem Sensor positionieren? Sind doch meist so 3 bis 4 Optiken auf den Smartphones. Die Praktikapilität ist mir ein Rätsel. Dann lieber eine Kompakte mit gutem Wifi aufs Smartphone oder sogar mit Androit etc. Erinnere mich an eine Pana Kompakt/SM mit einem 28 mm fest verbaut. Da konnte man schon was anfangen.