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Eizo CG3100X: 30,5-Zoll-High-End-Monitor mit integriertem Colorimeter

Eizo erweitert seine ColorEdge-Serie: Ein neuer 30,5-Zoll-High-End-Monitor mit integriertem Kalibrierungssensor für professionelle Anwendungen.

30,5-Zoll-Monitor mit DCI-4K-Auflösung

Der 30,5-Zoll-Monitor ColorEdge CG3100X von Eizo verwendet ein hochwertiges IPS-Panel mit DCI-4K-Auflösung (4096 x 2160) und soll sich damit für die professionelle HDR-Videobearbeitung und Fotografie eignen.

Mit einer Bildwiederholungsrate von 60 Hz und einer Reaktionszeit von 15 ms ist der Monitor für Gamer weniger interessant. Dafür ist er aber auch nicht konzipiert. Hier stehen Farbpräzision, Stabilität und HDR-Unterstützung im Fokus.

Hohe Farbgenauigkeit und integriertes Farbenmanagement

Der CG3100X deckt 99 Prozent des DCI-P3-Farbraums und 97 Prozent des Adobe-RGB-Farbraums ab. Per Taste lässt sich schnell zwischen den Farbprofilen wechseln. Seine 10-Bit-Ansteuerung ermöglicht über eine Milliarde Farben gleichzeitig und wird durch eine präzise 3D-LUT-Kalibrierung unterstützt.

Das integrierte Farbmanagement mit ColorNavigator 7 von Eizo inklusive Einbausensor sorgt für dauerhafte Farbgenauigkeit – auch ohne externes Messgerät. Für HDR-Workflows unterstützt der Monitor sowohl Hybrid Log-Gamma (HLG) als auch Perceptual Quantization (PQ). Passende Voreinstellungen für Broadcast und Videoproduktion sind direkt integriert.

Zudem bietet er eine KI-basierte Regelung für Stabilität bei Temperaturänderungen, eine schnelle Aufwärmzeit von nur drei Minuten und weitere Studio-Hilfen, wie etwa Clipping-Warnungen für HDR-Inhalte und einen werkseitig verifizierten Farbreport. Mit einer Helligkeit von bis zu 500 cd/m² und einem Kontrastverhältnis von 1800:1 liefert er echte Tiefen und unterstützt sattere Schwarztöne.

Viele Anschlüsse und eine gute Ergonomie

Der Monitor verfügt über eine USB-C-Verbindung mit bis zu 94 Watt Power Delivery und funktioniert dadurch auch gut mit modernen Laptops und Workstations. Daneben stehen die Schnittstellen DisplayPort, HDMI, RJ-45 (1 Gbit/s), USB-A 2.0, USB-A 3.0, USB-B 3.0 und ein Kopfhörerausgang zur Verfügung.

Der HDMI-Eingang verfügt über “Fixed Rate Link” und kann 12-Bit-Signale verarbeiten. Die Ergonomiefunktionen umfassen Neigungsverstellung, Drehung, Höhenverstellung (155 mm) und VESA-Aufnahme (100 x 100 mm).

Verfügbarkeit und Preis sind noch nicht bekannt

Der ColorEdge CG3100X soll in Kürze erhältlich sein. Über den Preis gibt es noch keine Informationen, aber ich gehe davon aus, dass er sich im gleichen Preissegment wie der ColorEdge CG319X bewegen wird, der derzeit 4.400 bis 4.500 Euro kostet. Der Monitor wird mit einer Lichtschutzhaube ausgeliefert und hat fünf Jahre Herstellergarantie.

Wenn ihr eher auf der Suche nach einem kleineren Monitor seid, aber Wert darauf legt, dass dieser ebenfalls von Eizo ist und einen Colorimeter enthält, dann ist vielleicht der 24,1-Zoll-Monitor Eizo CG2400S für euch interessant, den es derzeit z.B. bei Calumet für 1.629 Euro zu kaufen gibt.

Könntet ihr euch vorstellen, mit einem solchen Monitor zu arbeiten? Oder ist dieser für eure Zwecke überdimensioniert?

Quelle: Eizo

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Rolf Carl

Das ist jetzt ein Profi-Modell, die stehen in jeder Druckerei-Vorstufe und bei Werbeagenturen, das sind schlicht und einfach die besten Monitore, die es gibt. Habe selber einen, aber einen etwas günstigeren aus der Serie, die extra für Fotografen konzipiert wurde. Die Lichtschutzhaube ist bei günstigeren Modellen zwar nicht inbegriffen, kann aber bei Bedarf erworben werden. Bei manchen ist der Colorimeter eingebaut, man kann aber auch einen externen kaufen, kostet nicht die Welt. Man hat übrigens auch auf den günstigsten Modellen 5 Jahr Garantie, wo gibt es sowas noch? Habe ich zwar noch nie gebraucht, mein Eizo läuft auch nach Jahren noch tadellos. Ich kaufe nur noch Eizo, etwas anderes kommt mir nicht ins Haus. Man sieht ein Bild übrigens aus jedem Winkel gleich, und die Monitore sind sehr augenschonend, allerdings halt Energiefresser, muss man in Kauf nehmen.

Rolf Carl

Nachtrag: Im folgenden Link noch ein praktisch gleicher Monitor, wie ich einen habe. 27 Zoll finde ich ausreichtend, weil man das Foto mit einem Blick erfassen kann. Ein grösserer Bildschirm macht nur Sinn, wenn man regelmässig mehrere Fenster öffnet. Die Kalibrierungssoftware ist mitgeliefert. Den Preis von CHF 1199.- finde ich angemessen für die Qualität, die man bekommt. Ich habe übrigens vor ein paar Jahren für ein praktisch identisches Modell etwa CHF 200.- mehr bezahlt, sie sind also eher günstiger geworden.

https://www.digitec.ch/de/s1/product/eizo-cs2740-coloredge-3840-x-2160-pixel-27-monitor-12952278

Tobi

Hey Rolf eine Frage ich merke du kennst dich aus. Welchen Monitor würdest du nutzen wenn mein Ziel ist 4k 30 fps s-log (sony kamera) und meinem Iphone 16 pro max in Pro res videos in Davinci resolve zu bearbeiten, color grading etc ?

Ich suche schon seit einer Woche Monitore raus schaue mir viel an aber ich merke z.b bei den Asus Modellen das die Kalibrierung schwer sein soll und ich bin kein Profi und denke das es ziemlich schwer ist es “optimal” einzustelle ndas ich optimale farben auf Davinci Resolve sehen kann. Ich habe auch gesehen in einem Kommentar das Apple gut sein soll ? Also ein Monitor von apple ? oder was denkst du ist ein guter Monitor für meine Zwecke ?

Ziel ist auf Instagram und Tiktok hochzuladen. Vielleicht kannst du mir weiterhelfen.

OlliKa

Überdimensioniert? Auf keinen Fall. Ich selber nutze einer 27 Zöller und wünschte mir manchmal eine Nummer größer. Bei Bildbearbeitungs-Programmen wird ja nie der ganze Raum fürs eigentliche Foto genutzt. Ein Großteil geht ja schließlich durch die Bedienelemente „verloren. Insofern wären für mich 30 Zoll perfekt.
Leider ist Eizo sehr teuer. Für mich als Nichtprofi etwas zu teuer. Aber ihr Geld sind deren Monitore schon wert.

joe

Ich bin von 32″ 4K auf 27″ 4K zurückgegangen, weil das Bild tatsächlich schärfer ist, denn die Anzahl der Pixel bleibt ja gleich! Eizo ist für spezielle Anwendungen, die ich nicht habe, sicherlich interessant, aber kein USB-C Anschluss im Jahr 2025? Meiner hat zwar auch 699.- CHF gekostet, also etwa ein Siebtel, hat zwar “nur 400cd/m2 und 10bit, aber dafür ist das Kontrastverhältnis 2000:1 und ist mit 5ms dreimal so schnell wie der Eizo (15ms). Sicherlich hat er einiges was möglicherweise besser ist als bei meinem HP, aber der Preis ist gesponnen (für den Normalverbraucher)!

ccc

32″ machen dann mit 6K natürlich sinn. Kostet dementsprechend und gibt nur sehr wenige Anbieter.
Und 6K macht Sinn, weil man 4K “nativ” darstellen kann und nebenbei noch Arbeitsfläche hat.

Rolf Carl

Joe, ich glaube nicht, dass der vorgestellte Monitor keinen USB-C Anschluss hat. Alle CG und CS Modelle haben einen, auch die günstigsten für ca. 400 CHF. Eizo-Bildschirme haben grundsätzlich mehr Anschlüsse als andere Hersteller. Wieso jetzt ausgerechnet dieses Spitzenmodell keinen USB-C Anschluss haben soll, erschliesst sich mir nicht wirklich.

Rolf Carl

Es steht übrigens oben im Artikel, dass er einen USB-C Anschluss hat.

ccc

Aber nur upstream!
Insofern hat Joe wohl recht, fürchte ich.
Absurd für den Preis keinen high speed USB C Anschluss einzubauen…

Rolf Carl

Erstens mal kommt es auch darauf an, welche Anschlüsse der PC hat (USB 3.1 Gen 1 + 2!), mit einem alten Gerät kommt man auch nicht auf Höchstgeschwindigkeit, egal welche Anschlüsse der Monitor hat.

Eizo Monitore mit USB-C unterstützen SuperSpeed und SuperSpeed+ mit Übertragungsraten von 5 respektive 10 Gbit/s. Zusätzlich stehen noch 2 USB-A und weitere Anschlüsse zur Verfügung, um weitere Geräte anzuschliessen. Zu Power Delivery 2.0 schreibt Eizo:

“Dank überarbeiteter Power Delivery 2.0, bietet die neue USB 3.1 Spezifikation zudem eine deutlich höhere Stromversorgung von bis zu 100 Watt bei 20 Volt und 5 Ampere. Somit können nicht nur kleinere Geräte wie Smartphones mit Strom, sondern auch energieintensive wie Notebooks versorgt und geladen werden.”

Da du unten ja geschrieben hast, dass der Eizo für dich zu teuer ist (eine Alternative habe ich oben verlinkt), nehme ich an, dass auch dein PC nicht die erforderlichen schnellen Anschlüsse hat. Dann nützt Superspeed am Monitor natürlich auch nichts. Eizo stellt Bildschirme für anspruchsvollste Profis her, die tagtäglich damit arbeiten. Du kannst also davon ausgehen, dass die auch entsprechend ausgerüstet sind. Hier noch ein Link, da beschreibt Eizo selber, was Monitore mit USB-C Anschluss leisten können:

https://www.eizo.ch/de/monitorwissen/usb-c

ccc

Ah, okay…. Weil ich mir keinen Monitor um über 4400€ kaufe, hab ich keinen Computer mit schnellem USB-C-Anschluss? Das ist die Logik von Rolf 🤡 Clown? Bravo. 🤭

Nochmal langsam: zumindest laut den Infos hier (im ⬆️ obigen Artikel ) gibt es bei dem kommenden Eizo Monitor nur einen USB C Upstream Port. Darüber empfängt der Monitor. Du kannst daran kein USB C Zubehör wie zum Beispiel Kopfhörer 🎧 anschließen. (Bzw.: anschließen kannst du es, es macht aber keinen Sinn, weil es nicht funktioniert.)

Natürlich gibt es immer irgendwelche workarounds. Darum geht’s aber nicht. Sondern darum, was das Gerät nativ kann und bietet.

Mag sein, dass es in Wirklichkeit anders ist und es zusätzlich einen normalen USB C Port gibt. Dann stünde es hier eben falsch im Text und wäre noch dazu falsch abgebildet.

ccc

“Da du unten ja geschrieben hast, dass der Eizo für dich zu teuer ist (eine Alternative habe ich oben verlinkt), nehme ich an, dass auch dein PC nicht die erforderlichen schnellen Anschlüsse hat. Dann nützt Superspeed am Monitor natürlich auch nichts. Eizo stellt Bildschirme für anspruchsvollste Profis her, die tagtäglich damit arbeiten. Du kannst also davon ausgehen, dass die auch entsprechend ausgerüstet sind.”

Du und deine Annahmen.
Echt unterhaltsam wie du tickst, Rolfi!

Rolf Carl

Naja, wenn du schreibst, viel zu teuer, dann ist dir vermutlich ein Eizo für 1200.- auch noch zu teuer, da muss man doch nur 1 + 1 zusammenzählen. Gute und schnelle PCs auf dem neusten Stand mit schnellen Anschlüssen beginnen auch etwa bei 1200.-. Du kannst jetzt natürlich sagen, dass diese Preise kein Problem für dich sind, aber ich denke mir dann meine Sache dabei.

ccc

Du hast den größeren PC. 😎👍👍

Rolf Carl

Ich kaufe einfach ca. alle 4 Jahre einen neuen Gamer Desktop der neusten Generation, dann habe ich immer genügend Tempo und die aktuellsten Anschlüsse. Man kann natürlich auch mit einem älteren Modell arbeiten, es ist dann einfach alles viel langsamer und irgendwann geht gar nichts mehr. Für die Bildbearbeitung bringt ein schneller PC aber nicht viel, da die meisten Programme nur auf 2 Kerne zugreifen. Aber beim Verschieben von grossen Datenmengen merkt man den Unterschied, das geht blitzschnell. Und natürlich im Internet, oder beim Gamen, mache ich aber nicht.

Rolf Carl

Für Kopfhörer und ähnliche Sachen hat es zwei USB-A Anschlüsse. Schau doch einfach mal den Link von Eizo selber an, dann weisst du nachher, was geht und was nicht. Die günstigeren Modelle sind übrigens genau gleich ausgerüstet, es sind andere Dinge, die den obigen Monitor so teuer machen.

ccc

👍

Rolf Carl

Noch was, Kopfhörer kann man auch am PC anschliessen, da hat es genügend USB Ports. Man muss nicht alles an den Bildschirm hängen. Eizo hat zudem mehr Anschlüsse als viele andere Monitore.

joe

Ich hatte es überlesen, weil unten dran die Anschlüsse stehen – mein Fehler!!!

joe

Tatsächlich, habe das überlesen, hätte mich auch gewundert!

Rolf Carl

Noch zu deinem Kommentar oben: Du schreibst, dass du auf 27 Zoll zurückgegangen bist. Das ist nicht verwunderlich, denn die 27 Zoll werden bei Monitoren oft als Sweet Spot bezeichnet. Ich bleibe jedenfalls auch bei dieser Grösse.

ccc

Für mich viel zu teuer.
Wenn, dann ein Asus Pro Art, ein Dell, oder etwas in der “Gewichtsklasse”… Weil da das P-L-Verhältnis – für meine Anwendungen – besser.

Alfred Proksch

Braucht die breite Masse nicht denn dort kommen die Bilder fix und fertig mit den passenden LUT`s verwurschtelt als JPEG aus der Kamera oder dem Smartphone.

Ist nur etwas für alte Herren oder berufliche Anwender. Spaß beiseite, Eizo ist das einzig WAHRE wenn man Bilder bearbeiten möchte!

Selbstverständlich sind noch andere preiswertere sehr gut Monitore auf dem Markt. @ Rolf Carl spricht mir aus der Seele, etwas anderes kommt mir nicht auf den Tisch.

Stefan Zimmermann

Sicher ein sehr guter Monitor. Ich persönlich kaufe seit vier Jahren keine Monitore mehr, die nicht auch echtes HDR können. Selbstverständlich ist eine integrierte Kalibrierung hier auch Standard und gehört einfach dazu, wenn es um einen guten Monitor für die Bild- oder Videobearbeitung geht, aber mit echtem HDR. Das beginnt bei 1000 cd/m² und nicht wie hier beim Hersteller mit 500 cd/m². Man nennt das Pseudo-HDR. Schade, dass Eizo es nötig hat, so ein Marketing-HDR einzubauen. Profis würden das so nie kaufen, egal wie gut der Monitor sonst ist – es sei denn, man begnügt sich mit SDR-Inhalten. Ich kann jedem nur raten, sich echte HDR-Fotos mit über 1000 cd/m² anzuschauen. Oder einen Dolby Vision oder HDR10+ Referenzfilm. Das ist eine ganz andere Welt. Lightroom bietet inzwischen die Möglichkeit, mit echten HDR-RAWs zu arbeiten. Fast alle meine Fotos liegen in diesem Format vor, und es ist ein Traum, sie so zu sehen. Ich warte nur noch darauf, dass Plattformen wie Flickr das endlich unterstützen. Wenn man einmal echte HDR-Inhalte gesehen hat, wirken normale Fotos und Filme danach wie gealtert. Für mich fühlt sich das an wie 30 Jahre Rückschritt. Deshalb würde ich so einen Monitor im Jahr 2025 nicht mehr… Weiterlesen »

Rolf Carl

Profis haben eben andere Anforderungen an Monitore als Amateure. Da sind die wichtigsten Faktoren Farbgenauigkeit, Blickwinkelstabilität, Farbraumabdeckung und Helligkeit. Bei letzterer kommt es stark auf das Umgebungslicht an. In einem normalen Büro reichen 120 – 140 cd/m2, in helleren Räumen oder wenn der Bildschirm aus grösserer Entfernung angeschaut wird, sind ca. 300 cd/m2 ideal. 500cd /m2 sind in der Regel völlig ausreichend, wer mehr braucht, kauft einfach ein anderes Modell.

Auch auf eine Hardwarekalibrierung kann man als Amateur verzichten. Bei Eizo werden die Monitore schon sehr gut vorkalibriert, da reicht es, wenn man ab und zu mal mit Software nachkalibriert. Denn wenn die Bilder hauptsächlich auf dem Smartphone und bei Onlinemedien wie Instagram, Flickr usw. angeschaut werden, kann man sich das gleich sparen, dann stimmen die Farben sowieso nicht mehr. Wenn man zu Hause drucken möchte, macht eine Kalibrierung auch nur Sinn, wenn auch der Drucker kalibrierbar ist, denn sonst stimmen die Farben auch wieder nicht. Hardwarekalibrierung brauchen nur Profis, die farbverbindliche Arbeiten an Druckereien oder Werbeagenturen ablieferen müssen. Bei heiklen Aufträgen werden die Druckmaschinen vorher jedesmal kalibriert, um optimale Resultate zu erzielen.

Stefan Zimmermann

Das klingt, als hätte sich seit den 2000ern nichts verändert. Dieser „Profi vs. Amateur“-Gedanke wirkt wie aus einer anderen Zeit – und verkennt, wie stark sich Bildbearbeitung, Ausgabemedien und Qualitätsstandards verändert haben. Wer heute noch rein in SDR, sRGB und Bürohelligkeit denkt, ignoriert, was sich längst etabliert hat – und wohin die Entwicklung geht. Ich erinnere mich gut: Vor 20 Jahren habe ich unter Fotografen dafür geworben, in RAW zu arbeiten. Viele hielten an JPEG fest. Heute, 25 Jahre später, veröffentliche ich Bilder von damals – und keiner merkt, wie alt sie sind. Genau das ist der Wert technischer Weitsicht. HDR ist heute an genau derselben Schwelle. Viele nutzen weiterhin alte Standards, obwohl sich die Technik massiv weiterentwickelt hat. sRGB ist ein Paradebeispiel: veraltet, limitiert – dabei können heutige Monitore längst DCI-P3 oder Rec.2020. Und HDR ist nicht nur ein technologischer Fortschritt, sondern ein kreativer: mehr Dynamik, realistischere Lichtstimmung, feinere Farbverläufe. Genau wie RAW damals – nur im Bewegtbild längst Standard. Die Filmindustrie ist da deutlich weiter: Netflix verlangt seit Jahren HDR – mit klar definierten Monitoren, Farbräumen und Kalibrierungsvorgaben. SDR-Technik spielt dort keine Rolle mehr. Und jetzt zum konkreten Fall: Natürlich bleibt es Pseudo-HDR – daran ändert auch das… Weiterlesen »

Rolf Carl

Ja, gut, wenigstens beim RAW sind wir uns einig, ich fotografiere seit 12 Jahren ausschliesslich im RAW Format, und konnte auch alte Fotos mit neuer Software verbessern.

Beim Filmen kann es Sinn machen, wenn die Helligkeit bei 1000 cd/m2 oder mehr liegt. Bei Fotos für Druckmedien macht das bei einem Monitor aber überhaupt keinen Sinn. Und das meine ich mit Amateur: Für normale Bildbearbeitung braucht er keine hohe Helligkeit und auch keine Hardwarekalibrierung, weil sinnlos. Deshalb reicht auch ein günstigeres Modell. Der vorgestellte Monitor richtig sich an Profis für die Bildbearbeitung, also Druckereien und Werbeagenturen, das sind die wichtigsten Kunden für solch hochwertige Monitore. Und ich weiss, wovon ich spreche, ich war sehr lange im Kader von grafischen Betrieben. Dort stehen ausnahmslos Monitore von Eizo, wenn es um Bildbearbeitung geht. Punkt. Ausnahmslos! Nur für Büroarbeiten sind es normale PCs und Bildschirme. Da kannst du jetzt natürlich sagen, dass Eizo stehengeblieben ist. Aber Profis wissen, was sie brauchen. Ich habe oben die Punkte genannt, die wichtig sind, und die liefert Eizo in Perfektion. Da ist es für die Konkurrenz enorm schwierig mitzuhalten. Die Helligkeit ist nur ein Faktor, aber es zählt das Gesamtpaket.

J.Friedrich

Deine Fotos sind technisch, fotografisch und künstlerisch absolute Spitzen-Klasse. Punkt. Fertig. Dann kommt lange nix. Punkt.

Aber mal ehrlich: so sieht die Welt, das wahre Leben, die Realität halt auch nicht aus oder bekomme ich da etwas (von den klasse Monitor-Ausführungen von oben) auf die falsche Einordnungskette?

Ein See in der Nacht, mit’ner strahlend angeflashten Insel, mit hammer-roten, knackscharfen Bergen dahinter und darüber die gigantisch geniale Galaxie – wie gesagt: sieht grandios aus, aber ist das nicht eine Art (vorgedachte) KI-Welt?

Ich habe das “in Echt” noch nie so “leuchten” gesehen – Klar ist HDR “interessant”, aber halt auch nicht “echter” im Sinne von: so ist die Welt (ausser am Bildschirm) …

Wie gesagt, deine HDRs sind krass gut!

Thomas Nordsee

Ich las die Kommentare unter dem Thema Monitore mit großem Interesse, forschte nach… und was soll ich sagen: nach gründlicher Durchforstung aller Menüs meines Monitors konnte ich feststellen, dass lange nicht alle Möglichkeiten meinerseits bisher genutzt wurden! Eizo hin, BenQ oder Dell her… studiere, probiere aus, frage nach, lese genau… mein Bild ist subjektiv besser. Klasse! Und ein Schuss „mildes Lächeln“ über die eigene Blindheit macht nicht nur das Bild schöner, sondern verbessert auch den Tag… und morgen schaue ich mir nochmals meine Kamera an…

Alfred Proksch

Thomas, ich wünsche mir das mehrere Fotografen auf die Idee kommen ihr Equipment GENAU unter die Lupe zu nehmen., sich mit den angebotenen Möglichkeiten eingehend zu befassen. Es lohnt sich wirklich Einstellungen NICHT den automatisierten neutralisierenden bequemen Vorgaben zu überlassen. NEUE Welten werden sich dir bei diese Expedition eröffnen! Viel Spaß dabei.

Mathias

Eine interessante Diskussion. Ich habe mich mit Monitoren bisher nur recht oberflächlich befasst.
Als die Entscheidung Anstand vor ein paar Jahren, war sehr wohl der Preis eine Frage. Aber auch die Qualität und das Design, da er in einem sichtbaren Umfeld steht und reinpassen muss. Zumindest, wenn die restlichen Kriterien es zulassen… Amateur eben 😁

Bei der Qualität war die Kalibrierung schon ein Thema…. schlussendlich ist es ein iMac geworden:

Nutzen sehr viele professionelle Kreative, kann also nicht so schlecht sein. 5K und eine potenter Rechner gleich dazu….und das gar nicht mal so teuer.
Und ich habe es bisher nicht bereut. Alles was an der Wand hängt trifft die Farben wie gewollt und Farbprofile bis hin zu “Mac kalibriert” ohne Ende möglich.

Eine ehrlich gemeinte Frage – mit so einem Teil ist aber ein durchgehender Prozess inkl. Druck zu Hause nur eingeschränkt sinnvoll?

Aber egal wie, meine Ansprüche können werden nie über 4000€ hoch sein…wie gesagt, Amateur eben…

Gabi

Ich arbeite ja mit einem ColorEdge CS2731 und bin sehr zufrieden. Ich benutze ihn aber auch für mein CAD-System und muss sagen, dass die Auflösung von 2.560 x 1.440 die Grenzen des machbaren erreicht. Wie verhält es sich denn mit der Auflösung von 4096 x 2160? Da wird ja dann alles winzig klein, oder?

Rolf Carl

Bei einer höheren Auflösung des Bildschirms sind die Bilder schärfer und detailreicher, weil auf der gleichen Fläche mehr Pixel dargestellt werden. Weiss jetzt nicht, was du mit winzig klein meinst, die Grösse bleibt gleich.

Mehr Auflösung lohnt sich gerade für Fotos auf jeden Fall.

Gabi

Die Schrift und die Linien werden bei höherer Auflösung immer kleiner. Für Fotos und Filme ist die Auflösung natürlich super!

Rolf Carl

Okay, wusste ich nicht, mir geht es beim Eizo vor allem um die Fotos, da gehe ich gerne Kompromisse bei der Schrift ein. Dein Eizo war ja auch nicht gerade günstig, den wirst du auch vor allem für die Fotos gekauft haben, nehme ich mal an.

Gabi

Ja, für Fotos und auch für Renderings.

Rolf Carl

Eben, du kannst doch die Texte einfach vergrössern, mache ich sowieso oft, damit ich keine Lupe brauche. Im Internet habe ich standardmässig 150% eingestellt.

Gabi

Im Internet geht das, aber mein CAD-Programm macht da leider nicht mit. Es wird auch immer schwieriger die Linien zu erwischen, je höher die Auflösung ist.

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