Kameras Nikon

Endlich: Neue Infos zur Nikon D760 aufgetaucht

Nach vielen Monaten sind endlich wieder neue Gerüchte zur Nikon D760 aufgetaucht. Die Kamera soll im Jahr 2019 auf den Markt kommen.

Nikon: Qualität statt Quantität?

Eigentlich kann man nicht sagen, dass es in den letzten Monaten so wirklich ruhig um Nikon war. Denn mit Kameras wie der D850, Z6 und Z7 stand und steht das Unternehmen ja durchaus im Scheinwerferlicht und taucht auf dem Radar vieler Kunden auf. Doch im Grunde waren es eben nur diese drei Kameras, mit denen Nikon in den letzten Monaten und fast schon Jahren so richtig auf sich aufmerksam machen konnte. In der Masse fehlt es also ein bisschen, auch wenn zumindest mir persönlich Qualität immer lieber ist als Quantität.

In den letzten Wochen wurde immer wieder spekuliert, ob Nikon eine Kamera wie die Nikon D760 vielleicht komplett durch Spiegellose wie die Nikon Z6 ersetzen möchte. Zuzutrauen wäre es dem Unternehmen natürlich und Canon möchte den Fokus Gerüchten zufolge ja genauso weg von DSLRs und hin zu DSLMs verschieben.

Nikon braucht die DSLRs

Doch in meinen Augen kann es sich Nikon einfach nicht erlauben, eine Kamera wie die Nikon D760 zu streichen. Die D750 war damals ein großer Erfolg für das Unternehmen und ist auch heute noch eine absolut erstklassige Vollformatkamera, die sich an eine vergleichsweise große Zielgruppe richtet. Die D850 ist nicht für jedermann geeignet, da braucht es einfach noch eine etwas günstigere Vollformat-DSLR. Und das sollte meiner Meinung nach auch definitiv eine DSLR und keine DSLM sein, denn viele möchte eben ihre über die Jahre erworbenen Objektive ohne Adapter weiterverwenden können. Und die Z6 und Z7 konnten auch (noch) nicht den großen Umschwung für Nikon einläuten, was beispielsweise diese Statistik zeigt.

Die neuen Gerüchte zur Nikon D760

Dementsprechend freut es mich sehr, dass nun nach vielen Monaten wieder neue Gerüchte und Infos zur Nikon D760 aufgetaucht sind. Die Kamera soll nach Informationen von Nikonrumors  in der ersten Jahreshälfte von 2019 vorgestellt werden, verfügbar sein soll sie dann in der zweiten Jahreshälfte.

Insgesamt soll die Nikon D760 die neue Einsteiger-Vollformatkamera im Bereich der Spiegelreflexkameras werden, die Nikon D610 soll dementsprechend wohl keinen Nachfolger mehr erhalten. Konkrete Infos zu den Neuerungen der D760 gibt es noch nicht, es ist aber die Rede davon, dass es Verbesserungen beim Autofokus und der Bildqualität, 4K-Videos sowie ein leicht verändertes Gehäuse mit einem angepassten Button-Layout geben soll.

Was wünscht ihr euch von der Nikon D760?


Lesetipp:  Die 5 Nikon Objektive, die du als erstes kaufen solltest

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

46 Kommentare

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  • Das ist ein logischer Schritt für Nikon – eine D620 braucht wirklich niemand mehr.
    Allerdings darf eine D760 heute auch nicht mehr als 2000€ losten.
    Und sie braucht endlich mal einen voll beweglichen Monitor und entsprechende Live-View Qualitäten.
    Aber was Nikon fehlt ist der schnelle Live-AF – wie in Canon immerhin jetzt in DSLRs bietet.
    Lassen wir uns überraschen.

    • Hundert Prozent Zustimmung.
      Die Kunden wurden mit den Sensorflecken der D600 und (ja auch) D610 übelst verärgert. Zwischendurch auch noch mit der 750er, die anschliessend kam, wo jeder 600/610er Nutzer sagte, „hätte ich das gewusst, hätte ich gleich 500 Euro mehr in die Hand genommen und eine kompaktere Kamera mit beweglichen Monitor bekommen“.

      Der langsame Live-Autofokus (der sich übrigens noch heute z.Bsp. an einer D5600er befindet) war genau so das immerwährende Problem bei Nikon, wie die Konnektivität. Sieht man davon ab, konnte die Bildqualität allerdings immer überzeugen. Trotzdem verscheucht man damit Kunden, die schonmal andere Produkte ausprobierten. Bildqualität haben längst alle zu bieten.

      • Warum wird hier das alte Thema Sensorflecken wieder hochgeholt? Das war doch 2012? Und Nikon repariert bis heute alle D600 Modelle kostenlos bis hin zum Umtausch auf eine neue D610. Wer das heute noch als Problem ansieht möchte entweder nicht informiert werden oder nur Negativ-Schlagzeilen über Nikon verbreiten.

      • Bei der D610 war schon der neue Verschluss drin, und die D750 hatte kein Problem mit Sensorflecken, sondern einerseits mit dunkleren Bildteilen und mit Verschlussklemmern bei Verschlusszeiten von 1/4000 und 1/8000 sec. Nach 2.5 Jahren wurde meine Nikon D750 nach 3 Reklamationen anstandslos gegen eine brandneue ausgetauscht.

        Ob da Sony und Co. mithalten können?

  • Es bleibt zu hoffen, dass Nikon wirklich gute Neuerungen bringt, denn sonst befürchte ich, dass die D760 das gleiche Schicksal erleidet wie die D7500: degradiert zum Ladenhüter.

    Denn sind wir mal ehrlich (ich habe die D750 schon über 3 Jahre); die D750 ist wirklich gut, sehr guter AF, auch für schnelle Motive wie Vögel im Flug (wer mehr braucht, greift sowieso zur D500), gutes Rauschverhalten, guter Dynamikumfang, genug Pixel für den Einsteiger. Vielleicht gibt es ja noch einen UHS II Slot. Aber ob deswegen jemand auf die D760 umsteigt, wage ich zu bezweifeln. Gut, Schwenkdisplay wäre noch, Klappdisplay hat die alte Kamera schon, und den brauche ich auch fast nie. 4K? Wer braucht eigentlich sowas noch heute?

    Also hofft Nikon auf Neueinsteiger. Doch ob jemand heute noch auf eine DSLR einsteigt, bleibt offen. Ich persönlich fände es besser, wenn Nikon bei den letzten Spiegelreflexen noch gute Updates anbieten und Ersatzteile für die nächsten 10 Jahre bereit stellen würde.

    • Verkauft sich denn die D7500 tatsächlich so schlecht? Woher wissen sie das? Vom hören sagen aus dem Internet? Haben Sie Belege und Einblicke in die Auftragsbücher von Nikon?

      • Das weiss niemand. Auffällig ist aber, dass der Preis der D7500 seit dem Erscheinen massiv gefallen ist, was darauf hindeutet, dass nach all den schlechten Presseberichten der Verkauf nur schleppend voran ging.

        Wieso sollte jemand die D7500 kaufen? Ein Sport- oder Tierfotograf sicher nicht, denn da fehlt einiges: nur 8 P/sec., schlechterer AF gegenüber der D500, nur ein Kartenslot, der erst noch nur UHS I unterstützt. Wer Landschaft fotografiert, ist mit der einiges günstigeren D7200 besser bedient, hat erst noch ein paar Pixel mehr und ein zusätzliches Kartenslot. Die BQ ist zudem mindestens ebenbürtig

        Dies ist so etwa in Kurzform das, was man dem Internet an Infos entnehmen konnte. Wer also bitte soll eine D7500 zum immer noch überteuerten Preis kaufen?

    • Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen daß die D7500 ein Ladenhüter ist Für mich ist sie zweifelsohne ein sehr gutes Mittelding zwischen der unteren 5xxx-Serie und drüber der D500.
      Daher auch für Neueinsteiger sehr interessant.

      • Es ist eben nicht die 5000er Reihe, die in Konkurrenz mit der D7500 steht, sondern die D7200. Wer auch Action fotografieren möchte, greift sowieso zur D500 (siehe auch Kommentar oben).

      • Rolf Carl, da muß ich dir widersprechen, denn meiner Meinung ist die D7500 eine Verbesserung der D7200 und steht daher nicht in Konkurenz. Wenn ich bereits die D7200 habe, würd ich mir überlegen mir die D7500 zuzulegen. Es sei denn, ich steige neu ein, dann greif ich zur D7500.

  • Ich bin dabei ein wenig hin und hergerissen. Ein Teil von mir findet es gut, das Nikon nach fast 5 Jahren einen Nachfolger der D750 bringt, der dann auch von einem moderneren Sensor profitieren würde. Der andere Teil von mir allerdings sieht ein Problem mit dem Potential an Neuerungen, ohne die D850 zu kanibalisieren. Wenn sich an der Auflösung nichts ändert, dann fällt dieser Vorteil zum Vorgänger weg. Da bleibt dann nicht mehr viel. Höher aufgelöstes Display vllt. schwenkbar. 4K30p Video. Verbesserungen am Autofokus. Und dann?

    Reine Fotografen werden den Videomodus nicht brauchen. Das Schwenkdisplay wäre ebenfalls individuell, da es bei der Fotografie die Nutzung des Live-Views voraussetzt. Videografen würden sich heute wohl kaum noch eine DSLR kaufen. Das machen dann eher die Allrounder, die auf den Verschluss und dem optischen Sucher wert legen, aber trotzdem auch filmen wollen.

    Wie gesagt: Der eine Teil von mir findet es gut (auch wenn ich den Kauf einer DSLR für mich definitiv ausgeschlossen habe). Der andere Teil hingegen hätte sich eher gewünscht, das Nikon vielleicht versucht, eine ernsthafte APS-C DSLM zu bauen. Denn momentan sieht es noch so aus, als würden CanoNikon noch nicht so wirklich loslassen wollen. Das mag einige vielleicht sogar sehr glücklich stimmen. Aber früher oder später wird sich der Markt völlig verlagern und dann ist es zu spät, um noch Wände einzureißen.

  • Ich halte es für immer noch zeitgemäß derzeit einen Nachfolger für die D750 (auch leichter als andere ihrer Klasse) zu bringen. Sie war und ist gut und könnte sogar noch besser sein. Und Banding oder Verschlussprobleme, sollten nun endlich der Vergangenheit angehören. Da war doch noch was bis 2017..? 😉 Gleichwohl ist ein Vorteil der spiegellosen Kameras, wie ich laß, dass es mit Fehlfocus, Back/Frontfocus, kein spezielles oder gar kein Problem mehr gibt. Das ist u. a. ein Vorteil, neben vielem anderen. Ich habe mir die D750 nicht gekauft, weil ich damals soviel über das Verschlussproblem in Foren gelesen hatte, was ja wirklich ärgerlich war. Angeblich soll das ja heute kein Problem mehr sein bei der D750. Sollte die D760 nicht nennenswerte Veränderungen haben, wäre die D750 inzwischen durchaus noch eine Option. Die Z6 könnte mit der Zeit auch interessant werden. Aber im Vergleich, wenn man bei Nikon bliebe, wäre die D750 im Verhältnis zu den Z’s immer noch eine Preis-Leistungsgewinnerin , die noch auf gutem Niveau ist. Tja..und während Nikon USA, wie vor Wochen schon zu lesen war die D750 für 1200 $ anbot, war hier in HH mit einem großen Fotofachhändler nicht drüber zu verhandeln. Man beharrte stur auf 1624 € und argumentierte mit unterschiedlichem Länderverhalten. Das könne man nicht „mitgehen“..ts ts ts ..;))) In meinen Augen eine Frechheit zumal sie abverkauft werden wird! Aber man ist halt stur..und sowas nur über Cashbackaktionen durchführbar..ach Gottchen..Irgendwo laß ich heute, dass in den USA teils die D750 für ca. 600 $ verkauft wird..Für Leute mit wenig Mamon, wie ich auch, ist das dort recht willkommen würd ich sagen. Also was soll’s denn 😉 Ich hab die 50er verlassen und will nix zu teures mehr kaufen. Eine Z6, wäre das höchste der Gefühle..Eines Tages ..wer weiß. Sollte die D760 ein Zugewinn in der Nikon-Familie sein und eben , wie schon erwähnt, deutlich unter 2000€ kosten, wäre das doch schön. 🙂

  • Für mich als Besitzer der D750 wären ausgiebige LiveView Funktionen wie Peaking und vergrößern des Fokusbereichs per touchscreen echte Muss-Kriterien. Damit wären die alten, manuellen Objektive weit besser nutzbar.
    Außerdem ist Autofokus bei Video in der 750 nicht zu gebrauchen. Das kann meine Sony A6000 um Welten besser. Da muß Nikon einen großen Schritt nach vorne machen, wenn sie hier einen Hit landen wollen.

    • Deine Sony A6000 ist aber eine spiegellose Kamera. Die mußt du halt mit der Nikon Z6 oder Z7 (ebenfalls spiegellose Kameras) vergleichen, denn da ist der Video Autofokus ebenfalls kein Problem. Eine DSLR wie die D750 ist halt vorrangig eine Fotokamera – wenn der Spiegel im LiveView bei einer DSLR oben ist, hat das Phasen-Autofokus Modul unten in der Kamera keinen Sichtkontakt mehr durchs Objektiv.

  • Also bitte Herr Göpferich jetzt machen Sie mal nen Punkt !!!
    Sie schreiben: Und die Z6 und Z7 konnten auch (noch) nicht den großen Umschwung für Nikon einläuten, was beispielsweise diese Statistik zeigt.
    Sie wissen doch selbst, dass es die Kameras Z6 und Z7 erst seit ein bis zwei Wochen im Handel sind.
    Und Sie reden davon, dass der große Umschwung….
    Bitte bleiben Sie etwas mehr neutraler zu Nikon.
    ich selbst bekomme meine Z6 nächste Woche und habe Glück gehabt, denn ruck zuck war die erste Lieferung vergriffen !!!

    • @Rudolfo, du beziehst dich auf einen ganz anderen Artikel, und dort siehe Abschnitt: „Die Z6 war im Oktober ja noch gar nicht erhältlich, die Z7 anscheinend nur eingeschränkt. Bewerten wir Nikons Zahlen also mal nicht über.“

      Trotzdem würde ich vermuten, dass Nikon langfristig gesehen den dritten Platz belegen wird, auch wenn ich mich da gerne eines besseren belehren lasse. Und neutral muss ich hier nicht immer sein, da das meine Seite ist und ich auch gerne mal meine persönliche Meinung einfließen lasse.

      Viel Spaß mit der Z6!

      • Dritter Platz? Wer sagt das? Geht es um langfristige oder nur kurzfristige Erfolge?

        Sony manipuliert gerne mit Presse- und News-Meldungen über angebliche Markterfolge. Dabei bezieht sich das nur auf ganz gezielte Zeiträume und bestimmte Regionen – Augenwischerei nennt man das. Was interessiert ein kurzzeitiger Peak?

  • Was hier nie das Thema ist! Eine vernünftige Steuerung von Tiefenschärfe! Die gute alte zwar umständliche aber perfekte Zweipunkt Entfernungsmessmethode von Canon – genannt A-Dep !!
    Nahpunkt, dann Fernpunkt spotmessen, beim dritten Auslösen stellt sich dann automatisch in Abhängigkeit von der Brennweite die benötigte Blende und der entsprechende Fokus ein.

  • Solche Artikel vergessen gerne mal das es nicht nur um bestehende Objektive des F-Mounts geht sondern es noch genug Fotografen auf der Welt gibt, die weiterhin einen optischen Sucher bevorzugen. Gerade viele Naturfotografen (und davon hat es bei den Hobbyfotografen eine besonders große Anzahl) bevorzugen weiterhin einen optischen Sucher und die längere Batterielaufzeit einer DSLR. Zudem ist der Autofokus bei Spiegellosen bei weitem nicht so lichtempfindlich (sprich bei wenig Licht brauchbar). Mich nervt, das auf Foto-News Seiten immer so getan wird als ob Spiegellos bereits den Siegeszug angetreten hat – nein es ist nur eine andere Art zu fotografieren.

    • Der Vorteil von Spiegellos ist, dass man gleich sieht, wie man fotografiert bzw. das Foto aussehen wird. Zusätzlicher Vorteil ist die lautlose Fotografie ohne Spiegelklappern, was gerade bei Nikon sehr auffällig ist.
      Ein grosser Vorteil gerade in der Tierfotografie in freier Natur, bei der man meist nur den einen Schuss hat. Und ein paar Akkus zusätzlich in die Tasche zu stecken, dürfte nun wirklich nicht das Problem sein.

      Ich kann allerdings sehr gut nachvollziehen, dass der Spiegelfotograf von seinen Erfahrungswerten aus „alter Schule“ nach wie vor profitiert. Das ist auch heute noch durchaus wichtig.

      • Der Vorteil ist nur für absolute Anfänger interessant, die sich noch nicht mit der Belichtungstechnik einer Kamera vertraut gemacht haben. Alles nur theoretische Abhandlungen ohne wirkliche Praxiserfahrung, denn was bringt mir so etwas beim Blitzen oder einer Langzeitbelichtung? Warum arbeiten Profis weiterhin mit optischen Suchern? Das hat nichts mit alter Schule zu tun sondern mit bewährter Technik. Ich kenne kaum jemanden im Naturbereich, der wirklich mit spiegellosen Systemen arbeitet. Schauen Sie mal beispielsweise auf Facebook nach zahlreichen Hobbyfotografen – zu 90% kommt eine DSLR zum Einsatz. Insofern schön langsam mit den Vorurteilen…

      • Ich sehe das mit der Belichtungstechnik natürlich ähnlich, aber…
        Welche „Vorurteile“ bitte???
        Du schreibst von „absoluten Anfängern“? DAS ist ein Vorurteil.
        Und bei bei Facebook kannst du gerne weiter schauen. Damit habe ich nix zu tun.
        Du scheinst dich hier mit irgendwas zu vergaloppieren …

      • Micky schreibt ………………..von den Erfahrungswerten aus „alter Schule“ UND Das ist auch heute noch durchaus wichtig.

        Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.

        Ich fotografiere seit den frühen 1970Jahren mit Spiegel, und mach das auch heute noch, also von absoluten Anfänger kann da wohl nicht die Rede sein.

      • als erfahrener Tier- und Naturfotograf möchte ich dem hinzufügen:
        Es fehlen bei den Kollegen einfach positive Erfahrungen mit spiegelfreien Kameras – denn der Spiegel ist ja eben nicht lose – sondern die Kameras sind endlich frei davon!
        Bis vor 2 Jahren konnte ich die Vorbehalte durchaus verstehen – doch jetzt ist es umgekehrt, inzwischen haben spiegelbelastete Kameras mehr Nachteile als Vorteile (außer man orientiert sich nur an Z7/Z6 und EOS R – da fehlen dann wirklich noch 2-4 Jahre).
        Ich habe die D500 und D850 zur Verfügung, aber zum weit größeren Prozentsatz erreiche ich mit Alpha 7RIII, 9 oder auch mit Fuji X-H1 und bei gutem Licht sogar mit Papa G9 – die ausnahmslos besseren Ergebnisse viel schneller, leiser und einfacher – mit mehr Freude an der Technik.

        Also bevor man Kamerasysteme ohne Spiegel ablehnt und die gute DSLR beschwört – bitte erst ernsthafte Erfahrungen mit den besten spiegelfreien Kameras machen – dann fällt das Urteil anders aus.

      • Micky,

        wenn man schon von der Tierfotografie schreibt, sollte man auch eine Ahnung davon haben. Die Tiere stört das Spiegelklappern in der Regel kaum, denn die Tiere haben in der Regel den Fotografen schon längst entdeckt, bevor es zum ersten Schuss kommt. Nur blutige Amateure haben den einen Schuss, denn wenn man sich richtig verhält und die Tiere merken, dass keine Gefahr droht, bleiben sie ruhig und gewöhnen sich an die Situation, und lassen sich auch durch ein leichtes Auslösegeräusch nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Und auch bei sehr scheuen Tieren kommt ein Profi mit Spiegel eher zum Schuss als ein Anfänger mit lautloser DSLM.

        Übrigens: In unserem Verein für Naturfotografen haben wir unterdessen etwa 400 Mitglieder. 99 % haben eine Canon oder Nikon, einige eine Olympus und Sony soviel ich weiss keiner. Dies nur ergänzend zur Aussage von George.

      • kommt auf die Tiere an – ob die ratternde Eos 1DX, D5 und Co stören oder nicht…
        bei Vögeln und Walen mag das stimmen,
        aber viele andere Tiere ändern ihr Verhalten wegen der Geräusche – so wie auch genug Tiere Angst vor Stativen, die man offen herum trägt oder gar aufbaut, zeigen.
        Es wurden schon immer Blimps genutzt, sei es in tarnselten oder sonst und eine schelle DSLR ist wirklich sehr laut.
        Das das Verhalten gegenüber Tieren und das Wissen über ihr Habitat das A und O zur gelungenen Tierfotografie sind ist unbestritten.

        Für mich darf da gerne jeder mit DSLR und Stativ weiter fotografieren, so lange er sich nicht in meiner Nähe aufhält!

      • Cat,

        stimmt, kommt auf die Tiere und die Situation an. Lautloses Fotografieren wäre natürlich gut, doch dass es auch ohne geht, zeigen jährlich die Tierfotos der Topfotografen, die praktisch allesamt mit DSLR fotografieren. Neben diesem einen Vorteil handelt man sich nämlich mit einer DSLM noch etliche Nachteile ein. Neben der Akkulaufzeit ist auch das Rauschverhalten bei den kleineren Sensoren ein Problem. Bei gutem Licht, wie du es oben erwähnt hast, ist es kein Problem. Aber wenn man die ISO auf über 1600 drehen muss, was häufig vorkommt, beginnt es schwierig zu werden. Deshalb ist für mich die Sony A9 die einzige wirkliche Alternative bei den DSLM, da stimmt auch die Akkulaufzeit. Doch Sony stellt sich bei den Profis mit dem Service selber ins Abseits.

        Ich weiss jetzt ja nicht, was für Kameras du wirklich besitzt und selber bezahlt hast. Anscheinend fotografierst du mit allen Topkameras aller Systeme und vermutlich habe ich auch schon einige deiner Bilder gesehen, denn in der Naturfotografie bin ich ziemlich gut informiert, was so läuft. Aber du scheinst eine Ausnahme und nicht die Regel zu sein, denn die Naturfotografen, die ich kenne, bleiben bei ihrem System, für welches sie sich einmal entschieden haben. Vermutlich aus guten Gründen. Ich kenne keinen, der sagt, ja, jetzt kommt eine gute Sony raus, die muss ich haben und lege mal 15’000 Euro hin, und nächsten Monat, oh, die neue Nikon ist ja noch besser, also lege ich wieder 15’000 Euro hin. Ach nein, die Pana sieht auch gut aus: wieder 5000 weg. So läuft das in der Praxis eben nicht …

        Mich würde echt interessieren, welche Kameras und Objektive du wirklich besitzt und auch bezahlt hast. Denn was du alles aufzählst, kann nur jemand mit Millionen auf dem Konto kaufen. Wobei, es gibt ja solche Leute; Ronoldo mit seinen 10 Luxuskarossen z.B.

      • „…wenn man schon von der Tierfotografie schreibt, sollte man auch eine Ahnung davon haben.“…

        Da hat der Herr @Rolf Carl mich also schon begleitet. Jetzt weiss ich wenigstens, wer mir die Viecher verscheucht hat. 🙂

        Mit dem „einen Schuss“ meine ich den wohl überlegten, geduldigen Treffer. Nicht das Trommelfeuer was du dort abfeuerst in der Hoffnung, das da überhaupt irgendwas vernünftiges bei herum kommt.
        Ich fokussiere übrigens dabei ausschliesslich manuell, und musste mich schon so manches mal mit kaltem Hintern geschlagen geben. Jägerstände sind mir meist zu hoch. Ich liebe es, wenn man die Viecher zwischen der Unschärfe von Ästen, Bäumen und Büschen im Foto scharf entdeckt.

      • Ach so Micky, du fokussierst manuell … und mit einem einzigen Schuss. Dachte mir gleich, dass du von Tuten und Blasen keine Ahnung hast. Wie wäre es mit Jagd? Da sollte ein Schuss in der Regel genügen … und manuelles Fokussieren ist genau das Richtige. Ein gutes Sucherbild natürlich vorausgesetzt.

      • also intime Geständnisse, ich versuche es mal kurz und begrenzt auf die Tier-Motive.
        Am Anfang war Nikon, doch mit Aufkommen von USM und IS gab es kein Halten mehr und EOS musste her. Das ging lange sehr gut, fing aber schon mit EOS 5DIII, 1DX an zu ärgern, wenn andere bessere Bildsensoren hatten – für mich war es logisch mit Nikon zu ergänzen.
        Und jetzt gibt es nach AF/USM/IS eine erneute Zäsur – ohne Spiegel und mit neuem Bajonett und neuem AF und veränderten Objektiven.
        So reich muß man nicht sein, wenn man ergänzt und versteht, dass das wichtigste die Objektive sind – Tiere verlangen ein Telezoom und ein 2.8/400 mm oder 600 mm oder zumindest ein 500 mm und Konverter – die Kameras sind dabei immer zweitrangig. Bisher gab es nur 2 Hersteller die da liefern können, das ist völlig richtig.
        Das ändert sich aber seit 2-3 Jahren und jetzt richtig seit das 2.8/400 mm GM angekündigt ist, nach ausgiebigem ausprobieren damit, war klar das ich Canon nicht mehr brauche und mir auch kein Supertele für Nikon anschaffe.
        Das die meisten Tierfotografen systemtreu sind, ist also bisher völlig logisch, keiner wechselt leicht Ausrüstungen die 20Tsd und mehr kosten, ich gehöre zu den Exoten, die Objektive haben wollen um kreativ damit zu arbeiten und dazu passend ein Kameragehäuse kaufen.
        Also warum soll ich auf Reisen eine Nikon schleppen, wenn eine mFT-Kamera mir viel mehr bietet und die Fotos druckfähig sind und gekauft werden? Warum Tieraufnahmen ausschließlich mit schwerem Supertele und Stativ, wenn es jetzt sogar freihand (knackscharf) und beweglicher geht (ab 1/1000 Sek)?
        Warum sollte ich mit Objektiven und Kameras kämpfen und immer wieder den AF anpassen oder abblenden, wenn es heute präziseren AF mit neuen Möglichkeiten gibt?
        Wie schon gesagt, ich nutze regelmässig, je nach Motiv und Licht, G9, X-H1, D500 oder 7RIII und andere Kameras kann ich im Bekanntenkreis oder vom Herstellerservice leihen, wir tauschen uns da seit langem aus. Zur Zeit muß ich mit 100-400ern auskommen, oder 200-500 mm – da ich die Supertele gerade verkauft habe und das neue erst im Frühjahr lieferbar wird. Also mehrere 13Tsd € Objektive habe ich nicht, leihe ich mir allenfalls und Millionen braucht es dafür nicht.
        Wenn ich was Neues besser nutzen kann, wird das bisherige verkauft, ich bin kein Sammler.
        Ich habe volles Verständnis für Skeptiker, aber ich weiß ja womit ich arbeite und welche Fotos mir gelingen und habe den Vergleich. Neue Kameras und Objektive machen spaß und regen zu neuer Kreativität an und zwingen immer wieder dazu, sich intensiv mit Technik, Licht und Motiv auseinander zu setzen. Also mag sicher sein, das die Canon und die Nikon Fotografen ihre Kameras und Objektive perfekt und wohlvertraut einsetzen – es ist aber keine Hexerei eine Alpha 7RIII und eine G9 mit unterschiedlichen Objektiven umhängen zu haben und mit beiden gelungene Fotos einzufangen.
        Die Alpha 9er ist ja nicht die einzige Alternative, die 7RIII hilft ebenso hervorragend bei Tiermotiven. Und eine X-H1 hat den absolut leisesten mechanischen Verschluss, den ich in den letzten Jahrzehnten verwenden durfte und liefert mit dem 100-400 mm nicht viel schwächer.
        Ja der Service kann ein Problem werden, wie jüngst bei Panasonic, aber da muss man dann durch und Konsequenzen ziehen – wenn ich nur den Service betrachte, hätte ich nie 1 mm von Canon weg gehen dürfen – aber sie haben es einfach mit Vorstellung der 5D Kameras komplett vergeigt (für mich!) und nicht geliefert was ich brauche, da helfen dann irgendwann auch eingespielte Objektive nichts mehr.
        Wenn jede Nikon, Sony, Pentax, Fuji mehr Helligkeitsabstufungen, Details und weniger Bildrauschen aufzeichnen. Aber ich heirate kein System, wenn es Pentax morgen besser macht und die Objektive hat, die ich will – werde ich es ausprobieren.
        Der Trick liegt im geschickten Ergänzen und auf alles einlassen und sich anpassen.

      • @ Cat

        ja lieber Cät, das ist nett…
        das Sie ständig neue Kameras kaufen und „alte“ wieder abstoßen. Das kostet allerdings auch etliches Geld, das sie meisten hier nicht haben.
        Glückwunsch, wenn „es“ da ist.

        Aber Ihr Anspornen, immer noch besser mit der vorhandenen Kamera zu werden, ist einfach gut.
        So hat u.a. Jimmy Hendriks mal angefangen. mit einer Normalo Klampfe immer wieder geübt, bis was herauskam.

        Ich bin nur Hobbyist, und eigentlich zu gut aufgestellt. Ich sehe mir gerade etliche Bilder von 2000-2015 an.
        Bis ca 2004 mit der Minolta Dimage A100 mit 5 MP, z T gute Bilder, dann mit der Nikon D300 und überwiegend mit dem verhetzten gammeligen Suppenzoom 18-200. Welch Klasse Fotos sind damit gelungen !!! Allen Unken zum Trotz. Mir zur Überraschung. Es kann nicht sein, was nicht sein darf…
        Danach kam noch das 17-50 Sigma, Klasse Teil, schon damals mit dem verhetzten Wackel-Dackel, hinzu. Ein 70-300 VR, 30 1.4Sigma wurde verkauft, ein 50/1.4G ein 85/1.8G wird verkauft, eine D7100 wurde verkauft. Ja das alles kostete etliches Geld, ich darf gar nicht darüber nachdenken

        Sie schreiben ja ständig auf höchstem Niveau, und mit der Sonny A9, der Sonny A7r3 und dem 400er G Master sind Sie aber schon knapp 25000 Euro los.
        Das gibt hier kaum jemand fürs Hobby aus. Und dann nur mal zum Probieren, wenn`s denn was besseres gibt, wird ja wieder umgesattelt.
        Glückwunsch, wenn Sie es können.

        Meine Erfahrung ist, das z B die D300 mit Ihren 12 MP mit „alten“ Objektiven besser arbeitet, als mit neuen. Also mit dem 18-200/70-300 und die D500 mit wieder anderen Objektiven besser kann.
        Und wer eine D850 hat oder die G9 muß eben wieder andere Objektive kaufen, so ist das.
        Irgendwie scheinen bestimmte Kameras bestimmte Objektive zu lieben, ev ist nur bei Nikon so ?

        Sie werden wohl bald schreiben, das Sie auf die Neue Panasonic umgestiegen sind. Da würde mich dann interessieren, um wieviel besser die gegenüber dem GM System ist.
        Und ob die neue Fuji für 10000 Euro tatsächlich ihre Berechtigung gegen über der für 5000 Euro hat.

        Da warte ich noch auf Ihren Bericht.

        Der Micky übrigens, muß noch mit Tierfotos üben. Das ist nicht seine Stärke. Dazu gehört Tarnung, anschleichen, abdrücken um ein Klack zu hinterlassen, wenn dann das Rotwild in Portrait-Stellung übergegangen ist, wird richtig abgedrückt, aber dann in Schnellfeuer-Manie.
        Aber ich bin sicher, das kriegt der noch hin. Ev. macht der mal einen Kurs mit Rolf Carl.

        Apropos Schnellfeuer…. meine Jungs liegen mir ständig mit Afghanistan in den Ohren und der Opa konnte Choräle von der Ostfront singen.

        In diesem Sinn….

      • Was habe ich Glück gehabt!

        Ich hatte in meiner beruflichen Fotografie noch nie Motive die mehr als 5 Bilder die Sekunde gebraucht hätten. Wenn ich genau überlege waren es manchmal sogar nur 3 Bilder am TAG, mehr wären gar nicht möglich gewesen weil die Auf und Ab Umbauten so lange gedauert haben.

        Oft hätte ich mir zwecks der Bildauswahl die Panasonic 6K PHOTO Funktion gewünscht aber so etwas ist bei Vollformat anscheinend nicht möglich. Mittelformat noch undenkbarer!

        Wie es mir Nikon weitergeht? Ich habe das Bedenken, hoffentlich sind sie unbegründet.

      • 🙂 JA !
        @Cat – hör auf jetzt…
        Eines hast du beim Üben noch vergessen:
        Das warten, warten, warten, warten und nochmals warten. Geduld. Man sollte sich übrigens mit einem (kleiner Tip an die Wild-Tierfotografen) Förster kurzschliessen, der dir die Wechsel und markanten Stellen kundtun kann, wo man sich auf die Lauer legt.

        Und immer eine heisse Thermosbuddel mit Tee und eine gute Isomatte dabei haben. 🙂 Manchmal geht auch die Tochter vom Förster…..

      • „So hat u.a. Jimmy Hendriks mal angefangen.“
        !!!
        Also das tut jetzt wirklich weh, @Volker. Immer noch „Jimi Hendrix“ bitte…

        Manchmal fragt man sich wirklich…..

      • Hi Micky

        du kennst die Tochter unseres Försters nicht, das Revier wäre Männer frei! Nicht das sie hässlich wäre, aber die Haare auf den Zähnen und gut schießen kann sie auch, das kann gefährlich werden!

      • bei Panasonic Vollformat, oder Sigma, oder Leica sehe ich mich noch lange nicht – wenn überhaupt jemals – bis die Objektive haben, die ich will – vergehen noch viele Jahre.
        Das ist auch bei Nikon nicht so viel besser, klar sind die jetzigen Supertele sehr gut-
        aber zum Reisen eben nicht – weil gut 1 Kilo zu schwer, Nikon hinkt da immer 4 Jahre der Entwicklung hinter her – und die PF sind eben nur halb so lichtstark.
        Und Canon kann es jetzt immerhin auch leicht – aber eben nur für DSLR – da mit Adapter nach eigenen Tests viel AF-Geschwindigkeit eingebüßt wird, an der Sony und erst recht an der EOS R.
        Für mich befindet sich Canon auf dem für mich falschen Weg, die Supertele hätten jetzt für RT-Bajonett kommen müssen.

        Und –
        Supertele wurden bisher für 8 Jahre produziert, bis bessere oder leichtere erschienen und wenn man gleich eins kauft und es nach 6-7 Jahren verkauft, ist der finanzielle Verlust nicht wirklich groß – bisher.
        Und in den Jahren haben sie ja Einnahmen erzielt.
        Also setze ich zwar scheinbar viel Geld ein, aber die Verluste sind allenfalls bei den Kameras zu heftig.
        Und wenn ich sehe was Sport-Freaks – Fernreise-Junckies – Auto-Narren – Uhren-Sammler und alle anderen für Geld in viele Hobbys stecken – da bin ich mit meiner beruflichen Ausrüstung noch relativ günstig, auch mit mehreren Kameras und einigen teuren Objektiven.
        Ich leiste mir eben daneben keine teuren Hobbys und konzentriere mich auf Fotografie – sehr, sehr geduldig.

      • Cat,

        danke für deine ausführlichen „intimen Geständnisse“. Ich kann deine Wechsel durchaus nachvollziehen, aber eine alte Börsenregel sagt auch: „Hin und her macht Taschen leer“.

        Bei mir ist die Situation etwas anders, denn ich bin tatsächlich markentreu, wie du das nennst. Analog hatte ich eine Yashica 230 AF und habe 20 Jahre damit fotografiert. Geträumt habe ich allerdings immer von der Nikon F4, die mir damals aber zusammen mit den Objektiven einfach zu teuer war. Da meine Partnerin eine digitale Kamera hatte (Nikon D70) und mich davon begeisterte, kaufte ich meine erste Nikon: die D7000. Unterdessen sind aber noch die D750 und die D500 dazu gekommen. Wenn ich sehe, was mit diesen Kameras und den entsprechenden Objektiven alles möglich ist, vermisse ich gar nichts; auch bei Actionbilder habe ich eine hohe Ausbeute von 80 % scharfen Bildern (100 % Ansicht), alles andere wird sowieso gleich gelöscht.

        Im Gegensatz zu dir oder anderen würde ich niemals zu Sony oder Canon wechseln, wenn nicht mindestens ein Klassenunterschied bestehen würde, und vielleicht nicht mal dann. Denn wieso wechseln, wenn die Bilder top sind? Die schlechten Bilder habe ich in der Regel selbst vermasselt, und nicht die Kamera.

        Das Argument mit dem Gewicht ist wirklich das einzige, was mich zu spiegellos mit all den Nachteilen führen könnte. Deshalb werde ich mir auch gelegentlich eine MFT als Zweitkamera zulegen, allein aus diesem Grund. Wenn sie noch Tierfotos kann, umso besser.

        Leider habe ich nicht die Möglichkeit wie du, mit Kollegen die Kameras auszutauschen und auszuprobieren. Das ist natürlich ein tolle Sache. Die einzige Möglichkeit, die ich habe ist die, dass ich über unseren Naturfotografen Verein jeweils die neuesten Olympusmodelle ausprobieren könnte, und zwar einen Monat lang. Vielleicht werde ich bei der neuen Olympus davon mal Gebrauch machen, denn ich bin echt gespannt, was die spiegellosen so drauf haben.

        Ich verschliesse mich auch keineswegs gegenüber den Spiegellosen, aber ich bin noch dermassen gut aufgestellt, dass es wirklich nicht eilt. Ich lasse die Dinge gerne etwas laufen und kaufe lieber das Zweitneueste, da spare ich eine Menge Geld.

        Aber Hut ab; manchmal wünschte ich auch, dass ich ohne Weiteres etwas loslassen und ins Neue einsteigen kann. Ich warte manchmal einfach zu lange und frage mich danach, wieso ich nicht schon früher gekauft habe. Aber so ticken wahrscheinlich auch noch andere.

      • Micky,

        du bist wirklich putzig, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass du das Zeugs, das du hier zum Besten gibst, auch noch ernst meinst.

        Also einen Förster brauchst du, um Tiere zu sehen … hmmm, interessant. Was machst du, wenn du Steinwild (Steinböcke, Gämsen) fotografieren möchtest? Oberhalb der Baumgrenze gibt es soviel ich weiss keine Förster mehr … tja, das ist jetzt echt ein Problem.

        Und was machst du, wenn du Vögel fotografieren möchstest, fragst du dann auch den Förster? Wäre ja mal eine Idee. Oder wie wärs mit Eisbären? Habe da zwar noch nie einen Baum gesehen, aber vielleicht wäre wirklich ein Förster das Richtige. Oder auf Safari, ich überlege gerade, wer dort die Tiere aufspürte … nein, ich denke, es war nicht der Förster.

        Was mich echt interessieren würde (man ist ja immer lernbereit), was machst du eigentlich mit deinen manuellen Objektiven, wenn sich so ein Viech wider Erwarten doch mal bewegt? Also die Vorstellung davon bringt mich richtig ins Schmunzeln, muss ich dir ehrlich gestehen. Lass mich mal raten: Du willst modern sein und hast eine DSLM, verteufelst alle DSLR von wegen antiquiert und fotografierst Tiere mit MF, weil du noch auf einem Haufen uralter Objektive hockst und dir die neuen nicht leisten kannst? Ich sags dir ehrlich, du bist die Lachnummer der Woche, wenn nicht sogar des Jahres!

        Du gibst uns Wildlifefotografen also noch Tipps. Ich habe mir gerade überlegt, dass ich Roger Federer (Bester Tennisspieler aller Zeiten) eigentlich mal einen Tipp geben könnte, wie er den Schläger das nächste Mal halten könnte, damit er wieder mal ein Turnier gewinnt. Habe zwar keine Ahnung von Tennis, aber er ist mir sicher dankbar dafür …

  • Ich fotografiere mit der D750 seit über 4 Jahren-Nach 2 Rückrufsaktionen war jedes Mal nur nach 2 Tagen
    wieder zurück nach Haus.Service war immer Nr.1 beim Nikon.Trotz Nachbesserungen merke ich kaum
    Mangel an meiner Kamera.Die D750 ist für mich die beste VF Kamera,die Nikon je gebaut hat.
    macht beim jedem Licht perfekte Fotos.Update auf D760 brauche ich nicht.Eine Z6 wäre bessere
    Ergänzung zur D750.

  • Ich würde mir ehrkich gesagt einzig etwas mehr Mp wünschen. 24Mpist gut aber ich finde es heute in diesem Segment doch nicht mehr ganz zeitgemäss.Ebenso könnte die 1/8000 sec. In die 760 mit einziehen. Ansonsten bin ich mit meiner 750 voll zufrieden

  • Nachdem ich mein Nikon-Gerödel verkaufte, hab ich mir das 100-400er L IS II USM gegönnt und frage mich inzwischen, warum ich jemals weg bin, von Canon.
    Das Ding ist wirklich der Hammer. Stinkt selbst gegen die Sigma’s an, die ich an Nikon hatte. Und die waren schon nicht verkehrt.
    Benutze es auch gelegentlich mit dem 1,4 Extender und – sogar an der M6. Sieht zwar ungewohnt aus, aber funktioniert bestens.

    Von VF bin ich seit Nikon geheilt. Nix gegen Nikon, aber jedem das seine.
    Bei Canon bekomme ich gefühlt mehr bei weniger Nacharbeitung. Mehr funktionierende Technik, mehr gute relativ preiswerte Optik und Fotomaschinen. Und dann gibt’s ja noch Oly’s mft. Da hab ich auch ein paar hübsche Gläser für. Alles klein und leicht transportabel.
    Nikon verbinde ich nur noch mit meiner analogen Zeit.

    Inzwischen glaube ich nicht so wirklich an Nikon’s Zukunft. Auch wenn sie mit einer 760 wieder eine gute Maschine rausbringen. Unterm Strich ist die Frage, wer wird sich dafür noch interessieren. Einmal gibt’s genug Leute – wie man hier schon liest, die mit ihrer 750 noch bestens zufrieden sind und dann nur eine neue Teure mit Spiegelgeklapper?

    Und dann gibt’s da ja noch die „neue heilige Sony Kuh“ wo viele glauben, endlich mal das ultimative Foto hin zubekommen. Die Dinger sind zugegeben auf den ersten Blick nicht schlecht. Und zumindest gut genug, um Nikon in die Suppe zu spucken. Canon braucht sich da wohl weniger Sorgen zu machen, so breit, wie die aufgestellt sind…

  • WOW! Sony versucht sich in zukünftigen Kameragenerationen von einem der letzten anfälligen mechanischen Elementen, dem Verschluss zu befreien, während Nikon noch in Klappspiegelchen denkt!
    Ganz zu recht sind die am absteigenden Ast.

    • Warum diese Häme? Und glauben Sie mir, die Nikons mit Spiegelchen sind absolut zuverlässig. Interessanterweise werden die noch gerne verwendet.
      Es gibt noch genügend DSLR-Besitzer von Nikon, die sich über ein Nachfolgemodell der D750 freuen. Soll Nikon die jetzt alle im Regen stehen lassen, nur weil einige Leute nur noch nach DSLMs schreien und alles andere niedermachen. Ich habe die D750 (und DSLMs von Fuji und Panasonic) und bin nach wie vor sehr begeistert von dieser guten Kamera.
      Nikon tut gut daran, in nächster Zeit zweigleisig zu fahren. Wichtig scheint mir zu sein, dass Nikon den DSLM-Pfad zügig ausbaut (v. a. gute Objektive), und soweit als möglich, zumindest für eine Übergangszeit, DSLRs mit abzudecken.

    • Also meine Nikon Kameras zum Teil noch aus analogen Zeiten sind alle noch voll funktionsfähig und dies ohne nennenswerte Reparaturen. Sony RX 100 und Fuji XF 1 die Erste nach knapp 3 Jahren und die Zweite nach 4 Jahren ausgestiegen. Reparatur zu teuer. Weggeschmissen!!! soviel zum Thema Anfälligkeit.