Fujifilm Objektive

Fujifilm: So lichtstark werden die kommenden Objektive

Zwei neue Zoom-Objektive möchte Fujifilm im Jahr 2022 auf den Markt bringen. Nun sind die genauen Blendenangaben durchgesickert.

Zwei neue Zoom-Objektive von Fuji

Als Fujifilm im September 2021 das neue XF 33mm f/1.4 und das neue XF 23mm f/1.4 vorgestellt hat, wurde auch eine aktualisierte Roadmap veröffentlicht. Diese Roadmap hat für das Jahr 2022 zwei neue Zoom-Objektive in Aussicht gestellt, das XF 18-120mm und das XF 150-600mm.

Es ist grundsätzlich also kein Geheimnis, dass Fujifilm an diesen beiden Objektiven arbeitet. Was wir bisher allerdings noch nicht kannten, sind die genauen Blendenangaben. Das hat sich in der Zwischenzeit geändert, die gut informierte Webseite Fujirumors hat nämlich von verlässlichen Quellen erfahren, wie lichtstark die neuen Zoom-Objektive werden sollen:

  • XF 150-600mm f/5.6-8
  • XF 18-120mm f/4

Das 18-120mm wird also mit einer durchgängigen Lichtstärke von f/4 auf den Markt kommen, während man beim 150-600mm im Telebereich mit f/8 Vorlieb nehmen muss. Hier hätte sich der ein oder andere sicherlich eine etwas offenere Blende gewünscht, vor allem weil Fujifilm im Telebereich ja sowieso nicht sonderlich gut aufgestellt ist. Viele lichtstarke Alternativen gibt es in diesem Brennweitenbereich also nicht.

Offiziell vorgestellt werden könnte zumindest eines der beiden Objektive am 31. Mai 2022 zusammen mit der Fuji X-H2s.

Patente für neuen Lichtriesen

Nachdem Fujifilm die beiden Zoom-Objektive auf den Markt gebracht hat, könnte sich das Unternehmen im Übrigen wieder dem Bereich der lichtstarken Festbrennweiten zuwenden – das deuten zumindest entsprechende Patente an. Diese beschreiben ein Fujinon XF 28mm f/1.0, Fujinon XF 32mm f/1.0 und ein Fujinon XF 35mm f/1.0. Natürlich sind Patente nie ein Garant dafür, dass die entsprechenden Brennweiten tatsächlich irgendwann auf den Markt kommen. Doch zumindest eines der Objektive könnte früher oder später das XF 50mm f/1.0 ergänzen.

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Maratony

Das 150-600mm war für mich DIE Chance für Fujifilm, welche nun weggeschmissen wird für eine solche Lichtstärke. In dem Fall macht es mehr Sinn auf ein 100-400 mit 1.4er TK zu setzen.
Das 150-600mm holt man sich doch wegen der 600mm und da eine f8 anzubieten empfinde ich als schwach, zu mal die Konkurrenz ja hier eine f6.3 zu bieten hat. Vielleicht haut Sigma oder Tamron ja eine solche mit ins Spiel. Ich finde das sehr enttäuschend.
Das 18-120mm f4 ist wiederum eine tolle Entscheidung, warum hier die Lichtstärke angeboten wird und beim 150-600mm nicht, ist mir schleierhaft.
Ich wollte mir das 150-600mm kaufen (vermutlich um die 3K) aber nicht unter den Umständen!

Azzaro

Die F8 ist mir auch völlig unverständlich, da die APS-C Sensoren ja eh schon bei höherer ISO rauschanfälliger sind als die neuen VF Sensoren und da empfinde ich eine F8 wie beim RF 100-400 schon schlimm.
Schade, hatte mich wirklich darauf gefreut 🙁
Da werde ich wohl weiterhin das XF 70-300 und das Canon EF 100-400 MkII mit Fringer Adapter nutzen.
Auf das 18-120 F4 bin ich echt gespannt, vielleicht ersetzt es ja überzeugend das 18-135er.

Rawbert

Mit dem 1.4TK wärest du aber auch bei f8. Und vielleicht kann fujifilm mit dieser Blende Gewicht, Maße und Preis signifikant reduzieren. F2 bei dem xf200 hatte ja auch zur Folge, dass es kaum verkauft wurde.

Maratony

Ja, aber das 100-400mm mit Konverter kostet 2k und das 150-600mm mit Sicherheit mehr. Kleiner und leichter wird es auch nicht sein.
Das 150-600mm bringt keinen Benefit für die Nutzer.
Wenn die XH2/sso eine gute Kamera wird, dann braucht es auch die Linsen, hier wird es klar verwehrt.
Mit einem 150-600mm f5-6.3 hätte man wesentlich mehr erreicht.

Rawbert

Wenn es tatsächlich teurer und schwerer wird, hast du vollkommen Recht. Dann wäre ich auch enttäuscht.

Cat

6.3/150-600 mm – haben fast alle mit gerechnet – jedoch wiegt das gut 2.000g und da Fujifilm ja nicht schummelt – sollte man auch bedenken, dass am Ende ein Bildausschnitt von 900 mm steht. Für mich nicht immer genug – aber für die weithaus meisten Fotografen mehr als viel Brennweite. Und im Sportzirkus wird Fujifilm ein Exot bleiben und selbst das 2.0/200 mm sieht man nur alle „Jubeljahre“ mal im Einsatz. Sport wird heute dominiert von Sony und Canon – und das nicht ohne Grund. Fujifilm wird mit Nikon und Olympus um die Tier-Fotografen kämpfen, die noch nicht an Canon & Sony gebunden sind. Wer 2/3 Blende mehr Licht zwingend braucht, weil er mindestens 1/1000 Verschlußzeit braucht und ihn das Rauschen schon bei 1600 ISO stört – wird auch mit 6.3/900 mm Bildausschnitt nicht froh – er braucht f:2.8 oder mindestens f:4.0 – 4.5. Deshalb bewegt sich Fujifilm hier weiter klug in der Nische, baut leicht und kompakt und konzentriert sich auf Street, Porträt, Event, Familien und etwas Reise-Fotografie – da wird sicher alle das 4.0/18-120 mm zusätzlich freuen. Die fetten Zeiten und das Kuchenverteilen sind so wie so vorbei – es geht nur noch um Krümmel – fürchte ich.… Weiterlesen »

alex

Das 18-120 wird ein fetter, schwerer Trümmer für Videographen. Nix für die leichte Resiefotografie.

Ingo

Du hast aber mit dem 100-400 mehr Optionen, es ist auch günstiger und optisch finde ich es wirklich sehr gut.
Das 2/200 wurde natürlich erst in größeren Stückzahlen verkauft, als der Preis einige Zeit lang auf 4000 Euro gesenkt wurde. Oder anders herum, APS-C Nutzer erwarten aufgrund des kleineren Bildkreises nunmal günstigere Objektive als vergleichbare im Vollformat (sowohl 2/200 als auch 2,8/300 sind preislich vergleichbar).
Und natürlich hat Fuji auch kein Gehäuse, das einen wirklich überragenden Autofokus bietet, den ich für solche ein Objektiv einfach erwarte. Und auch kein Öko-System für Sportfotografen, die dann noch ein 2/400 und ein 2,8/600 oder auch ein lichtstarkes 150-300 zur Wahl hätten.
So ist das sehr gute 2/200 dann doch eher etwas sehr exotisches. Was dafür spricht ist, daß es wirklich sehr leicht ist und auch ohne Stativ sehr gut in der Hand liegt.

Rawbert

Ich hatte das 2/200 noch nicht in der Hand, habe aber bisher nur Gutes gehört. Das 100-400 ist sicherlich auch gut, aber in dem Bereich gibt’s noch das 70-300 mit TC. Muss man halt abwägen.

alex

Ich gebe dir vollkomen Recht. Ich wollte mir das das 150-600mm eigentlich holen aber definitiv nicht mit f5,6-8! Ich bleibe also erstmal beim Sigma 150-600 mit Fringer, aber mittel bis langfrstig riecht das nach einem Systemwechsel (den ich eigentlich gar nicht wollte). Was für eine Enttäuschung, was für eine vertane Chance von Fuji! Schade.

Maratony

Wie zufrieden bist du mit der Sigma Lösung?

alex

Die Schärfeleistung ist gut, wobei ich denke dass da ein neues Fuji sicher noch mehr leisten kann. Der AF ist an einer X-T4 in Ordnung, auch für BIF mit den richtigen Einstellungen gut nutzbar. Aber natürlich kein Vergleich zu einer Sony mit nativem Objektiv und Tieraugen AF. Hier muss man in Sachen Geschwindigkeit und Treffsicherheit auf jeden Fall gewisse Abstriche machen. Da ich für das Sigma neu aber nur ca. 750€ bezahlt habe und den Fringer eh schon hatte, kann ich bisher damit leben. Dennoch war ich froh, als ich hörte dass Fuji ein 150-600 in Planung hat. Zusammen mit der X-H2 wird es da sicher in Sachen AF und BQ auf jeden Fall eine Steigerung geben. Aber egal wie gut dies auch sein mag, am Ende bleibt dennoch die F8 am langen Ende und das ist ein (völlig unnötiger) Kompromiss den ich auf keinen Fall eingehen will, da selbst die F6,3 bei schlechten Lichtverhältnissen schon kritisch sind. Und nicht nur das: auch der Bildlook ist durch das geringere Freistellpotential ein anderer. Momentan klammere ich mich noch etwas an die Hoffnung dass der Rumor vlt doch falsch ist, aber wenig Hoffnung habe ich da nicht. Ebenso wenig dass Sigma sein… Weiterlesen »

Maratony

In mir nicht sicher wie sehr mich die Antwort befriedigt.
Ich brauche es nicht besonders schnell, aber zwischen 400 und 600mm sollte es zumindest von der BQ gut sein.
Ich kann mir vorstellen dass Sigma ein 150-600mm anbietet, allerdings keine Neurechnung. Aber ich denke das würde mir auch reichen wenn der Mount einfach gewechselt wird.

alex

Ich fotografiere zu 90% bei 600mm und F6,3 und da ist die BQ gut. Eine Neurechnung verlange ich von Sigma gar nicht (haben sie bei ihrem alten 16,30,56 Trio ja auch nicht gemacht als sie einen X Mount drangescharubt haben). Das 150-600 DG DN ist noch sehr neu. Einfach daran an einen X Mount und ich wäre sehr zufrieden. Sollte für eine Firma wie Sigma nun wirklich keine Grundlagenforschung voraussetzen, sie müssen es letztendlich nur wollen.

Joschuar

… und es scheint nochmal ein taken besser zu sein 😉 UND ca.600g leichter 😉 Wird bistimmt noch kommen 😉

Joschuar

Wenn Du MAL ein richtig scharfes Objektiv willst, dann greife mal zum 500mm 4,0 Sport von Sigma 😉 Bildwinkel an Deiner Fuji 750mm 😉 Da platz Deiner Fuji der Sensor weg vor NEID 😉 Mit 0,7 Konverter, weiß aber gerade nicht ob es für Fuji überhaupt einen gibt, 350mm 2,8 und nem Bildwinkel 525mm 2,8 😉 Oder mit 1,4 Konverter 1050mm 5,6 😉 Den Rest einfach in die TONNE schmeißen 😉

Maratony

Danke für den Tipp… 😒

X9000000

Ja das mit F8 ist echt Mist falls das so kommt. Bin selber mit einen 200-600 f6.3 unterwegs was für mich eigentlich die Grenze an Lichtstärke beteutet. So wäre Fuji mal noch eine gute Alternative gewesen. Echt schade.

Maratony

Ja, ein 200-600mm f6.3 ist prinzipiell was gutes, vor allem bei dem Preis!

Vielleicht kommt was vergleichbares ja noch von Tamron oder Sigma.

Schöwel Steffen

Guten Tag, das 600er wird wohl mit Blende 8 nicht der BRINGER werden. Ob das Reisezoom viel besser ist mag ich bezweifeln! Wir werden aber erst mal abwarten was wirklich vorgestellt wird. Lg an alle.

Cat

Wenn Fujifilm die X-H2 mit 40 MP bringt und dazu das 8.0/150-600 mm, dann hat man damit ein 8.0/225-900 mm Super-Tele-Zoom in der Hand, mit viel Potential für den weiteren Bildbeschnitt.
So sind dann sogar 1200mm Ausschnitt erreichbar für kleine Vögel und weit entfernte Motive.
Was will man mehr?
Mit Beschränkung auf f:8.0 folgt Fujifilm dem sinnvollen Trend von Canon (7.1/100-500 mm) und wird vermutlich ein maximal 1300g leichtes 150-600 mm anbieten können. Und ein 6.7/800 mm ist dann immernoch gut 2.500g schwer und sehr lang.
Daneben sieht das 100-400 mm mit knapp 1500g und mit Konverter sogar knapp 1700g nicht nur alt, sondern auch deutlich schwer aus.
Mein 100-400 mm habe ich kürzlich verkauft, zumal ich nie mit dem AF zufrieden war und wer vergleicht, hat mit Canon RF oder Sony bisher einfach die besseren Möglichkeiten sein Motiv schnell scharf und hochauflösend zu speichern.
Fujifilm ist mit dem sehr guten 2.0/200 mm zu kurz gesprungen – auch mit 1.4x TC. Es sollte bald ein leichtes 4.5/400 mm folgen.

Schöwel Steffen

4,5 400 das wäre doch mal ne Ansage !

Rawbert

Sehe ich auch so.

Maratony

Klein und leicht ist ja in Ordnung, aber dein Beispiel geht nur auf, wenn Fujifilm mit der ISO Performance mit der XH2/s an die Canons rankommt.
Gerade weil du Vögel ansprichst ist das ein super Beispiel. In der Dämmerung oder Sonnenuntergang, im Wald oder Park ist das Licht gerne sehr knapp. Bei 600mm brauchst du dann die Belichtungszeiten und holst die über die ISO rein. Ein Sigma 150-600mm hat bei 600mm f6.3. 2/3 Blenden haben bei Fujifilm bis jetzt immer schon was ausgemacht, vorallem ab ISO 3200. Das weißt du ja alles selbst, aber ob Fujifilm einen Supersensor entwickelt hat, der noch deutlich weniger rauscht und das kompensieren kann…wir werden sehen. Mit den aktuellen Kameras kommt man da schon an die Grenzen wenn es statt ISO3200, ISO5000 heißt.

Maratony

Ein 400mm f4.5 mit Konverter wäre ne Ansage für um die 6000€.
Dann noch ein 600mm f6.3 für um die 8000€.

Aber bis das kommt dauert es vermutlich auch noch.

alex

Nein, es ist ein 225-900mm F8-F11 KB äquivalent! Außerdem machen TCs nur an lichtstarken Festbrennweiten wirklich Sinn. Ein Sigma 150-600 DG DN Sports wiegt 2,1 KG, was für mich noch völlig ok ist zum tragen. Lieber etwas mehr Gewicht tragen als sich hinterher über zu wenig Lichtstärke und einen schlechteren Bildlook ärgern.

joe

Das habe ich hier bestimmt schon dreihundert Mal geschrieben und ich hoffe es wird jetzt endlich verstanden: F8 bleibt F8 egal an welchem Sensor! Die Lichtstärke bzw. die Blende verändert sich NICHT! Was sich verändert ist einzig und allein die Tiefenschärfe (Schärfentiefe). Je kleiner der Sensor, desto grösser die Tiefenschärfe(Schärfentiefe)und umgekehrt! Mit Telekonverter verändert sich die Blende mit dem Faktor des Telekonverters, also bei TK 1.4 von Blende 8 auf Blende 11.2 und bei TK 2.0 auf 16.

Cat

da liegt aber der Hase im Pfeffer – wenn du das so schreibst:
Je kleiner der Sensor, desto weniger Licht kann er aufnahmen, desto größer die Gefahr stärkerer Bildbeeinträchtigung (Rauschen) – daher „braucht“ Fuji die doppelte Lichtstärke bei Objektiven wie VF um genau gleiche Fotos in der bildsprache zu ermöglichen.
Wer ohnehin abblendet – den juckt das nicht, wer schnelle Zeiten braucht, für den sieht das ganz anders aus.
Es bleibt für immer ein kniffliges Thema und einige Fabrikanten wollen uns da nur zu gerne auf’s Glatteis führen (Olympus).

Rawbert

„doppelte Lichtstärke bei Objektiven wie VF um genau gleiche Fotos in der bildsprache zu ermögliche“ – das gilt doch hauptsächlich fürs Freistellungspotenzial, oder nicht? Wenn ich z.B. für meine Bildsprache mehr Tiefenschärfe benötige, sieht’s wieder anders aus.

Ingo

Da wärst du aber bei Micro Fourthird tatsächlich besser aufgehoben, soviel mehr Tiefenschärfe bringt APS-C auch nicht. Und Vollformat hat im allgemeinen auch mehr Toleranz bei der Lichtempfindlichkeit, du kannst also einfach noch mehr abblenden bei erhöhter ISO-Zahl. APS-C ist dann irgendwo dazwischen.

Rawbert

Nee, ich mag die Fujis und mach ja nicht nur Makro. Ist für mich der sweet Spot zw. VF und MFT.

Ingo

Eben. Physikalische hat joe zwar vollkommen recht, in der Praxis ist aber das relevant, was du so gut beschreibst, Cat. Letztendlich zählt doch, was hinten rauskommt. Darum versuche ich bei APS-C auch immer, das gleiche Objektiv um eine Blende lichtstärker zu nehmen, also 1,4/35 anstatt 2/50, verglichen mit Vollformat.

Joschuar

JETZT GEHT DIESE DISKUSSION schon wieder los. IHR LERNT ES NIE MEHR !!!
Und von 6,3 zu 8 sind es immernoch NUR 2/3 Blende und wer dann zur Diskussion einbringt, „beim Abendlicht und …“ man man, erstmal HIRN einschalten dann NACHDENKEN dann evtl. ein FOTO machen, es gibt ja auch noch den Belichtungsmesser der einem VERRATEN KÖNNTE das die Bilder bei der Dämmerung NICHTS werden könnten 😉 Oder bin ich hier im ANFÄNGER Kurs für Kindergarten Kinder!!! Also ehrlich manchmal, kann ich es nicht fassen um was hier IMMER wieder geredet wird. SORRY, musste mal sein 😉
CAT, habe Dich jetzt NICHT direkt gemeint, aber irgend wo musste ich ja mein Kommentar hinsetzen 😉

Maratony

Wenn du nicht so unfreundlich wärst, dann müsstest du dich auch nicht entschuldigen.

Manfred Franke

„Jawoll“, Herr Oberlehrer !

Rawbert

Die Hoffnung stirbt zuletzt! Aber gut erklärt.

Joschuar

…. LOL, die habe ich hier schon Aufgegeben LOL

alex

Es geht nicht darum dass F8 vom Lichteinlass immer F8 bleibt, sondern dass F8 an APS-C eine kleinbildäquivalente F11 was Tiefenschärfe angeht und auch 1 ISO Stufe mehr Rauschen bedeutet! Genau darin liegt das Problem in der Praxis! Deshalb muss man bei APS-C eben eine Blende mehr haben um den Nachteil des kleineren Sensors zu kompensieren.

Rabe

So ist es ! Aber auch auf Youtube gibt es einige, die das falsch darstellen….

Cat

Die Equivalenz-Blende zu VF spielt aber in den Brennweitenbereichen ab 400 mm nicht mehr die entscheidende Rolle – im schlimmsten Fall ändert sich dei Bildsprache etwas im Hintergrund – es sei denn man bezieht sie auf den Sensor, der weniger Licht aufnehmen kann und vermeindlich früher, stärker, rauscht. Ich nutze das Canon 100-500 mm überwiegend mit Faktor 1.6x – glaubst du bei der BQ interessiert irgend jemanden ob f:7.1 dann f:11,36 entspricht? Die Fotos sind scharf, detailreich und haben weitgehend noch gute Farben und „akzeptable“ Dynamik (womit ich nicht schlecht meine und mit einem 5.6/800 mm wird es nicht so wesentlich besser!). Einen TC würde ich daran vermutlich nicht verwenden, wobei ich es beim 100-500 mm jedoch bei gutem Licht und für Schmetterlinge durchaus praktiziere mit 1.4x. Mit einem Sigma 150-600 mm zauberst du aller Vorraussicht nach keine besseren Fotos als mit dem Canon 100-500 mm und schleppst knapp 600g mehr Gewicht und mußt es auch über den Kopf halten (z.B. für Vögel). Ich nutze sogar das Olympus 6.3/100-400 mm – es kommt immer darauf an, wie und wofür, aber die BQ kann man an der OM-1 durchaus als erstaunlich toll bezeichen (auch bei 6400 ISO) und das 4.5/150-400 mm… Weiterlesen »

alex

Die Bildsprache ändert sich für mich in vielen Wildlife Situationen (in negativer Weise) sichtbar zwischen F6,3 und F8. Das kann man ja beim Sigma ganz leicht zur Abblenden herausfinden. Und deshalb ist für mich diese unnötige F8 auch nicht zu akzeptieren. Am Ende bleibt letztendlich die Frage, ob diejenigen die in der F8 kein Problem sehen dieses Objektiv dann auch wirklich kaufen bzw. überhaupt zur interessierten Käuferschicht gehören oder ob Fuji durch diese Entscheidung mehr Leute die ein XF 150-600 5-6,3 sicher gekauft hätten vor den Kopf stößt. Das muss Fuji natürlich selbst wissen mit welchem Weg sie glauben mehr Umsatz zu machen.

N1USER

Alex, die Blendenzahl (Lichtstärke) ist ein dimensionsloser Wert, der das Verhältnis von (maximaler) Öffnung zur Brennweite beschreibt. Diesen Wert hat ein Objektiv an sich, egal, wofür oder woran du dieses Objektiv verwendest. Es hat also erst einmal nichts mit der Kamera oder dem Sensor zu tun. Richtig ist, dass du die Veränderung der Schärfentiefe, zum Beispiel wie hier im Verhältnis zum KB-Sensor, mit dieser Umrechnung beschreibst. Die Schärfentiefe eines für den APS-C-Sensor konstruierten Objektivs verhält sich im Vergleich zum Kleinbild dann wie F8 zu F11. Die Lichtstärke des Objektivs hat sich nicht verändert, nur die Größe des Sensors und sein Verhältnis zum Kleinbildformat.

Maratony

Ich glaube weder, dass man das „alex“ erklären muss, noch dass es interessant ist im Bezug zum Thema.

N1USER

Lass mich doch auch mal mit meinem profunden Fachwissen glänzen. Ich hab‘ ja zu Hause schon nichts zu sagen 😉

Es gibt hier im Forum noch ’ne Menge Spezialisten, denen man das gar nicht häufig genug erklären kann. Alex und du gehören wahrscheinlich nicht zu dieser Gruppe 😉

Maratony

Ich glaube wir haben die gleiche Frau 😂

Rawbert

Zum Glück nicht dieselbe! Nehme ich jedenfalls an.

Joschuar

… DER WAR GUT … GEIL …. LOL

joe

Das hast Du sehr gut erklärt! Ich habe drei Frauen im Haus und haben insofern noch weniger zu sagen, allerdings beeindruckt mich das wenig, denn ich mache trotzdem was ich will.

Ingo

Echt? Ich finde, das 100-400 ist eines der schnellsten Fuji-Objektive.

Cat

Kommt darauf an, was man kennt. Ja für ein Fuji-Tele fokussiert es zügig u trifft ganz gut.

Thomas Müller

Sehe ich ähnlich, ich habe mit dem 100-400mm wegen des AFs keinen nennenswerten Ausschuss bei den Fotos und der Bildausschnitt von umgerechnet bis zu 600mm reicht mir auch in den allermeisten Fällen.

Alfred Proksch

Denkfehler –

Wer von vorne herein Vogel- oder Sportfotografie betreibt und sich für diesen Zweck eine Fuji zulegt ist selber schuld! Dafür gibt es „Spezialisten“!

Fuji möchte seiner Kundschaft eine längere bezahlbare Brennweite anbieten, nicht mehr und nicht weniger. Stückzahlen werden damit nicht gemacht, dürfte Fuji ebenso sehen.

Das XF 18-120mm f/4 ist genau das Objektiv für „immer drauf“. Diese Kombi X-H/S/T für vernünftiges Geld angeboten sehe ich als Bringer!

Jedenfalls sehe ich eine Strategie dahinter die wie immer bei Fuji aufgehen wird.

Maratony

Nett das du allen die Spezialisten empfiehlst. Es investiert bestimmt jeder und jede gerne 10.000 bis 20.000€…
Fujifilm hätte hier eben eine Lücke aufmachen können uns zum SPezialisten selbst werden. Es gibt ja nicht ohne Grund Menschen die mit Olympus Wildlife machen, Nur hat Fujifilm noch größere Vorteile durch den Sensor.

Cat

Dein letzter Satz ist seit der OM-1 Geschichte.
Fujifilm war nie stark im Autofokus oder im extremen Telebereich – mal von TV-Kameras abgesehen.
Es muss und kann auch nicht jeder gleich stark aufgestellt sein.
Fuji macht bei der Menschen-Fotografie, egal unter welchem Licht kein anderer Hersteller etwas vor oder käme auch nur dicht an Fujis leicht erreichbare Ergebnisse in HF-XF oder MF-GFX heran.

alex

Olympus war bis zur OM-1 auch nie stark im AF und trotzdem gibt es viele Wildlife Fotografen die mit Olympus shooten. Und um die aktuellen AF Fähigkeiten von Fuji zu beurteilen sollte man doch bitte noch die 3 Wochen bis zum nächsten X Summit abwarten. Ich denke ein wildlifetaugliches APS-C Set up mit dem größeren Sensor, 900 mm KB Brennweite ohne dafür abertausende Euros wie im Vollformat zahlen zu müssen, hätte auch jeden Fall großes Potential- sofern Fuji es nutzt und nicht durch unnötig dumme Objektiventscheidungen verkackt.

Alfred Proksch

Maratony ist schon richtig

nur Fuji hat sich entschlossen diesen Aufwand für eine umkämpfte Nische nicht mitzumachen – siehe Beispiel Vollformat!

Nebenbei bemerkt sind mir letzten Sommer vom Boot aus mit der Sony RX10 IV (1 Zoll Sensor – 24-600 Millimeter F2.4-4 Zeiss Vario-Sonnar) meines Neffen erstaunlich gute Aufnahmen von Teichrohrsängern gelungen. Das Teil kostet ungefähr 1.700€. Wie man sieht es muss nicht wirklich teuer werden um im Amateurbereich brauchbare Ergebnisse zu bekommen. Wäre mit der GFX100 oder der Leica M11 nicht machbar gewesen.

Rawbert

Wäre bei der M11 mit dem schrecklichen AF auch schwer vorstellbar (Witz, man muss nicht lachen)

Alfred Proksch

Doch man sollte!

Cat

JA Alfred – kurz, knapp und genau erkannt!
Ich sehe es zumindest ganz genauso.

Sperber

6,3 zu 8,0
Das ist gerade einmal eine halbe Blende.

Maratony

Sind 2 Drittel

Rawbert

Korrekt.

Rawbert

Genau, dafür spart man eben einen halben Meter bzw halbes Kilo an Größe und Gewicht. Ich denke, das ist ein akzeptabler Kompromiss.

alex

Für mich ist das kein akzeptabler Kompromiss. Ich will nicht (eventuell) ein paar hundert Gramm sparen sondern gefälligst mind. F6,3 am langen Ende haben- gerade an einer APS-C Kamera.. Wenn es noch mehr Kunden wie mich gibt die das Objektiv deshalb jetzt doch nicht kaufen werden, wird es für Fuji ein Flop werden.

Cat

Der Horizont weitet sich, wenn wir wissen wie gut die Sensoren und Prozessoren der X-H2 Kameras arbeiten.
Erst dann wird entschieden ob f:4.0 notwendig ist oder ob nicht auch f:8.0 „reicht“.
Es arbeitet alles zusammen, nur einen Aspekt – die Blendenöffnung – heraus zu greifen ist oft wenig zielführend. Zum Beispiel haben Tamron und Canon beachtlich großen Erfolg mit ihren lichtschwächeren Zooms bis 500 mm und Sigma mit dem 150-600 mm weit weniger, man sieht das für Systeme ohne Spiegel kaum, aber Tamron begegnet mir ständig.
Ich würde nach dem Zoom ohnehin auf ein 4.0/500 mm Sigma sparen.

alex

Es geht nicht um f4 oder f8, sondern um f6,3 als etablierter Standard bei in der 150/200-600er Klasse vs. F8. Ein neuer Prozessor oder Sensor, ändert übrigens nichts am durch die Blende definiertem Bildlook. Und ich bin eben nichtbereit, dass ich da bei einem neuen Objektiv weniger Potential habe als bisher- völlig unabhängig davon ob AF und/oder Schärfe besser werden oder nicht. Hast du einen nachprüfbaren Beleg für den „Erfolg“ des Tamrons? Ich wüsste keinen Grund warum man das bei gleichem Preis(!) und gleichzeitig weniger Brennweite und Lichtstärke dem Sigma 150-600 DG DN explizit für Wildlife, wo es fast immer um jedes mehr an Licht und Brennweite ankommt, vorziehen sollte. Ja es wiegt etwas weniger als das Sigma, aber ich verstehe nicht warum Gewicht alleine bei Superteles immer als das ultimative Argument vorgehalten wird, dem man gerne jede Lichtstärke opfert. Ob ich jetzt 1,4 oder 2 KG trage ist mir sowas von Banane. Leicht und kompakt wird es so oder so nicht. Dann muss man eben ein Pancake nehmen und auf andere fotografische Felder ausweichen wenn das Gewicht die dominierende Rolle spielt für einen spielt. RF Canonier sind halt arme Schweine, die nehmen müssen was Canon ihnen hinwirft. Ob sich… Weiterlesen »

Rawbert

Hmmm, ist ja nicht nur Gewicht, sondern auch Größe und Preis, und das auch für die gesamte Ausrüstung. Ich verstehe deine Unzufriedenheit, aber wenn hauptsächlich BiF dein fotografisches Anwendungsgebiet ist, hast du dann nicht auf den falschen Hersteller gesetzt, wie Alfred weiter oben schon schrieb. Ich meine, alleine der Fuji-AF…

Maratony

Ist ein Argument, welches mich auch beschäftigt. Jedoch gibt/gab es die berechtigte Hoffnung, dass Fujifilm auch eben das anbietet. Und mehrere Ausrüstungen zu besitzen ist ne Kostenfrage…

Rawbert

In der Tat. Bin schon mit einem System an meinen Grenzen.

alex

Ok, dann betrachten wir mal nur den Preis: Ein Sigma 150-600 5-6,3 DG DN kostet gerade mal 1399€. Wenn ich mir dagegen anschaue dass ein deutlich älteres 100-400 von Fuji schon mehr kostet, fällt es mir schwer vorzustellen wie Fuji da mit einem 150-600 preislich konkurrieren will. Wenn die Blende passt, wäre mir das egal und ich würde auch mehr zahlen. Aber nie im Leben bezahle ich über 1000€ für ein F8 Zoom. Wo habe ich gesagt dass BiF mein hauptsächliches Anwendungsgebiet ist? Ich fotografiere hauptsächlich Landschaft und Makros, aber zu ca 25% eben auch Tiere. Und die Forderungen die ich an Fuji stelle sind im Jahr 2022 garantiert nichts was nicht zu erfüllen ist. Ich verstehe daher nicht warum das permanent von Leuten, die so ein Objektiv ohnehin niemals kaufen und daher auch nicht betroffen sind, versucht wird zu relativieren.

Rawbert

Irgendwo hast du von BiF geschrieben, das muss ich dir jetzt aber nicht heraussuchen. Das als dein Hauptanwendungsgebiet verstanden zu haben war dann falsch, da habe ich mich geirrt. Das ist aber kein Weltuntergang, denke ich. Was ich aber nicht ab kann, sind Unterstellungen, die auf rein gar nichts basieren. Woher weißt du, dass ich mir ein derartiges Objektiv niemals kaufen werde? Ich habe davon jedenfalls nichts geschrieben, im Gegenteil: Ich würde es mir kaufen, wenn’s f8 hat. So, was jetzt? Fuji wird sich überlegt haben, welcher Nachfrage sie ein Angebot machen und welcher nicht. Forderungen an Fuji zu stellen hört sich irgendwie lächerlich an. Kauf es, oder lass es bleiben.

Cat

Du kannst es dir gerne weiter schwer machen. Standards gibt es schon lange nicht mehr – Innovation zählt. Die Blende alleine definiert gar nichts, es sind vielmehr der Abstand zum Motiv, die Brennweite (je nach Sensor) und die genutzte Blende in Korrelation zueinander – man hat 3 Möglichkeiten eine bestimmte Freistellung oder Schärfentiefe zu erreichen. Ich weiß ja nicht, was du da so gerne freistellen willst und ich selbst bin ja auch ein ausgesprochener Offenblend-Fan im Telebereich – Vögel im Flug können es kaum sein. Nachprüfbare Belege sind genauso leicht zu manipulieren wie alles auf der Welt – ich sage das nur aus Erfahrung was ich unterwegs sehe und wie leer die Regale und voll die Bestell-Listen einiger Händler sind. Es ist entscheidend – wenn du ohne Stativ arbeitest – ob das Objektiv 1.4 oder 2 oder noch mehr Kilo wiegt – aus dem Grund lehne ich auch doppelt so schwere Kameras per se ab – hohes Gewicht lässt sich nicht lange und sicher halten. Wie toll Ergebnisse werden, zeigen eben genau 100-500 mm RF und 11/800 mm RF – weil man mit den Objektiven Tiere erwischen kann, die sonst mehr durch Zufall oder sich ständig wiederholende Fotosituationen erreichen lassen.… Weiterlesen »

Maratony

Was du sagst stimmt alles, dennoch hätte ich mir, Alex auch und wahrscheinlich auch viele andere eine Blende 6.3 gewünscht und dafür Größe und Gewicht in Kauf genommen.
Einen Kompromiss erlebt man immer, f8 ist für mich nur nicht der Beste und für mich auch keine 2000 bis 3000€ wert.

alex

Nein, das Gewicht spielt eben keine so große Rolle wie du hier darlegst. Es gibt genügend Naturfotografen wie zB Fabian Fopp die selbst ein 600mm F4 ohne Stativ nutzen.

Alfred Proksch

Das Brennweiten längste Objektiv das ich zur Zeit besitze ist das Fuji GF 4/250mm R LM OIS WR für die Mittelformat. Es wiegt satte 1.500 Gramm, Durchmesser 11cm, Länge 24cm, hingelegt habe ich dafür 3.200,-€. Soweit die unangenehme Seite.

Auf der Habenseite: Fünf Stufen Bildstabilisierung, Highspeed-Autofokus, Naheinstellgrenze 1,4m was einer 0,22-fachen Vergrößerung entspricht. Tele-Makro-Aufnahmen mit Bokeh-Effekt sind kein Problem. Schon bei Offenblende knackige Schärfe. Für alle Fälle wenn croppen aus 100 Megapixel nicht reicht noch den Telekonverter GF 1.4X TC WR. Zusammen sind das 350mm Vollformat.

Also alles im Amateur Bereich. Trotzdem – es ist eines der besten Objektive die ich je im leichten Telebereiche hatte.

Vielleicht passen die 40 Megapixel Kamera und das neue XF 150-600mm f/5.6-8 besonders gut zusammen weil die Software ordentlich mitmischt. Wir werden sehen.

Rawbert

Hallo Alfred, eine – vielleicht blöde – Frage: benutzt du den Fokus-Preset und wenn ja, wie machen sich die Tasten in der Praxis?

Alfred Proksch

Sagen wir mal so, wenn ich die selben Größenverhältnisse benötige ist das sehr praktisch, aber ansonsten so gut wie nie! Es scheint für die Hersteller ein verführerisches Ding zu sein Objektive mit Tasten zu übersähen weil es „gut aussieht“ und mehr Geld verlangt werden kann. Persönlich mag ich das nicht, so etwas kann auch eine vermeidbare Fehlerquelle sein.

Rawbert

Ja, das ist ein Argument. Hab ich mir schon fast gedacht, dass du das sagst. Danke!

Roman.Tisch

Also das 18-120 F4 wird, wenn es gut wird, ein super Allrounder. Aber könnte dann das 16-80 F4 überflüssig machen.

Aber was bitte soll man mit dem 150-600 mit F8? Ich habe gehofft, dass es, wie viele Teleobjektive mit der Brennweite, F5-F6.3 wird. Aber was will ich mit F8 bei 600mm an APS-C?

Schade, denn somit kommt das dann definitiv nicht für mich in Frage und dabei habe ich mich gefreut, dass das 150-600 endlich kommt 😐

moss

Wenn man das manchmal so liest, wundert man sich, das es überhaupt Menschen gibt, die mit den derzeit verfügbaren Objektiven atemberaubende Bilder machen können.

Ist deren Geheimnis etwa Talent, Übung, Kreativität?

David Yarrow z.B. nimmt seine D4s und legt los …

joe

Gut dass Du David Yarrow ansprichst. Er zeigt, dass die Motive entscheidend sind und nicht unbedingt die Ausrüstung, Talent oder Übung. Eine perfekt belichtete Steinmauer mit dem besten Objektiv und der besten Kamera fotografiert und bis in die äussersten Ecken scharf ist halt nicht so interessant wie eine paar Hippies in der Wüste, die mit einer Gopro aufgenommen wurden. Aber das ist ja nichts Neues!

Rawbert

Yep, kennt man schließlich auch aus vielen anderen Bereichen: z. B. beim Skialpin sind oftmals Leute mit der neuesten, besten und teuersten Ausrüstung zu sehen und fahren trotzdem im Schneepflug den Berg hinunter, während einer wie Didier Cuche (Schweizer) bei seinem letzten Rennen mit Brettern von 1910 in einer Geschwindigkeit hinunterfährt, die sich andere nichtmal im Auto zutrauen.

100carat

David Yarrow gehört tatsächlich zu der kleinen Gruppe von Weltklassefotografen, die es bestätigt schaffen, mit exquisiten Aufnahmen zu begeistern. Neben Talent, Übung, Kreativität gehören ein Gespür für Lichtstimmung, Bildaufbau, eine genaue Kenntnis der abzulichtenten Hauptdarstellern und Geduld zu den nötigen Voraussetzungen, um über Jahre hinweg wiederholt herausragende Fotos zu machen. David Yarrow gelingt dies in eindrucksvoller Weise.

@moss Allerdings nutzt David bereits seit Jahren die Nikon D850 als Hauptkamera, deutlich seltener auch die Nikon D5. Zudem nutzt er ausschließlich Festbrennweiten.

Rawbert

Ihr habt beide fast Recht, auf seiner Website steht jedenfalls: „David favours two camera bodies above all else. When a subject is fast-moving, he looks no further than the Nikon D6. The high frames per second and powerful motor drive make for a combination that can capture any moment and allows for pin-sharp imagery. For everything else, David prefers the high resolution of the Nikon D850.“

Alfred Proksch

Von meiner Seite dürfte ich keine Äußerung dazu machen, weil recht viel mehr an Ausrüstung geht nicht. Gerade deswegen: Ich fotografiere mit allem was ich in die Finger bekomme! Erstens weil es Spaß macht und zweitens weil ich neugierig bin.

Wenn es um Objektive und deren „Eigenheiten“ geht nehme ich Fahrt auf und „nagle“ alles vor den Sensor was nur irgendwie möglich ist. Deswegen sind bei mir Objektive nicht schlecht oder gut sondern -a n d e r s- weil sie Charakter besitzen den es für meine Bilder auszunützen gilt.

Beruflich ist Präzision in jeder Hinsicht angesagt. Der -r i e s i g e- Vorteil eines jeden Hobbyisten sind Freiheit und Kreativität !! Da muss nicht links unten in der Ecke alles perfekt sein, es muss ins Bild passen und fertig.

Maratony

Was ist an einer D4s falsch? Ich glaube die kam auch mal um die 6000€ Entscheidend sind aber die Linsen und da wir er wahrscheinlich nicht das 18-55mm Kit nehmen…

Maratony

Talent, Übung, Kreativität und gute 30.000€…
Technical – David Yarrow Photography

alex

Ob David Yarrow auch diese Fotos gelingen würden wenn er lediglich eine Kompaktkamera zur Verfügugn hätte?

100carat

Es würde ihm mit Sicherheit deutlich schwerer fallen – abhängig von den verfügbaren Objektiven. Eine Panasonic Lumix DMC-FZ2000 verfügt allerdings über ein 20fach-Zoom Objektiv und wird von vielen noch als Kompaktkamera gesehen. Sicher könnte man auch mit Fernauslöser arbeiten, um beim Bildermachen nicht unbedingt den Atem eines Löwenmännchens ertragen zu müssen. Auch die Bildanmutung wäre bei vielen Bildern sicher eine etwas andere, je nach Sensorformat. Trotzdem bleibt sein Einfallsreichtum bei der Komposition und Nachbearbeitung, sein Gefühl für Stimmungen und Motive. Das macht den wahren Meister aus. Man findet Wege, die Begrenztheit des verfügbaren Equipments zu umgehen oder Motive anders zu denken. Ich bin sehr froh über den technischen Fortschritt bei Kameras, Objektiven und Zubehör. Aber ich habe auch schon zu analogen Zeiten schwierigste Motive und Filmsituationen erfolgreich eingefangen, die auf Fernsehsender und in Magazinen veröffentlicht wurden. Nur es war technisch schwieriger, mit bisweilen deutlich mehr Aufwand an Zeit und Ausschuß verbunden. Dies galt für jeden, der für große Magazine und Formate gearbeitet hat – und sicher auch für David Yarrow. Die Ausrüstung ist letztlich nur ein Werkzeug, weshalb emotionale Diskussionen um Marken, Kameras und Objektive sinnfrei sind. Der Fotograf bestimmt, ob mit dem zur Verfügung stehenden Werkzeug ein weiteres Allerweltsfoto… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Danke 100carat, besser kann man das nicht ausdrücken!

Rawbert

Eine absolut sinnfrei Frage. Hätte Libeskind seine Bauwerke erschaffen können, wenn nur Lehm als Material zur Verfügung gestanden hätte, Jimi Hendrix auf einer Laute so spielen können … usw. – natürlich nicht, aber sie hätten trotdem etwas tolles draus gemacht. Der implizite Umkehrschluss ist doch, dass man gute Bilder bekommt, wenn man in beste Ausrüstung investiert. Und das ist einfach Quatsch.

joe

Eines wollte ich noch anfügen, die Bilder die uns die Fotokünstler – egal mit welcher Kamera gemacht – zeigen, sind die Besten die sie gemacht haben. Denen geht es auch nicht anders als uns, die haben auch jede Menge Ausschuss oder Fotos zum Abwinken. Bei denen ist auch nicht jedes Foto „Kunst“!

Rawbert

Ja, total richtig.

Clemens Scholz

Das ändert aber nichts daran, dass zum Beispiel bestimmte Fotos im Naturbereich eben nur mit einer Ausrüstung mit bestimmten Mindeststandards gelingen können. Neben einer sinnvollen Lichtstärke und Nahgrenzen bei Teleobjektiven gilt das auch für Arbeitsabstände bei Makroobjektiven. Schon dass Fuji so lange gewartet hat, bis jetzt der zurückgehende Objektiv-/Kameraverkauf die Gewinnaussichten noch stärker schmälert, kann man nur als Fehler bezeichnen. Wenn z.B. schon bestimmte langbrennweitige Festbrennweiten angedacht sind (Patente) und dann nicht marktreif werden, ist das neben verpulvertem Geld vor allen Dingen eine Enttäuschung von Kunden, die gehofft haben, nicht in zwei Systeme investieren zu müssen.

Stefan

150-600mm finde ich mit Blende f8 am langen Ende nur zum Video teilweise geeignet. Für Wildlife oder Sport voll sinnlos. Sollte meiner Meinung nach nicht dunkler als f5.6 umd ziemlich kompakt sein.