Fujifilm Kameras

Fujifilm soll an Kamera mit “Zeitreise-Wahlrad” arbeiten

Fujifilm entwickelt offenbar eine Kamera mit einem Wahlrad, das verschiedene fotografische Epochen simulieren soll.

Laut einem Bericht von Fujirumors arbeitet Fujifilm an einer Kamera mit einem ungewöhnlichen Bedienkonzept. Die Gerüchteseite hat die Funktion “Time-Travel Dial”, also etwa “Zeitreise-Wahlrad” getauft, ob der japanische Hersteller das jedoch auch so interpretiert, ist noch offen. Dabei soll es sich um einen Drehschalter handeln, mit dem ihr zwischen verschiedenen historischen Bildästhetiken wechseln könnt.

Konkrete technische Details liegen nicht vor. Fujirumors vermutet basierend auf den verfügbaren Informationen, dass das Wahlrad verschiedene fotografische Epochen abbilden könnte, von früher Schwarzweißfotografie über die kommerzielle Farbfotografie der 1930er Jahre mit Kodachrome bis hin zur New American Color Photography der 1970er Jahre.

Was da jetzt der große Unterschied zu dem bekannten Wahlrad für Filmsimulationen wie in der X-T50 oder X-E5 sein soll, erschließt sich mir nicht wirklich. Fujifilm experimentiert ja ganz gerne mit unkonventionellen Konzepten, wie wir zuletzt mit der X-Half gesehen haben – deshalb passen die Gerüchte prinzipiell gut in die Strategie des erfolgreichen Herstellers.

Ob es sich um vorgefertigte Filmsimulationen, anpassbare Profile oder eine Kombination aus beidem handelt, bleibt unklar. Ebenso offen ist, in welchem Kameramodell die Funktion debütieren könnte und wann mit einer Vorstellung zu rechnen ist. Was stellt ihr euch darunter vor?

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Alfred Proksch

Bei Fuji kann der Fotograf sicher sein das seine Bedürfnisse eine Rolle spielen. Fuji hat schon zu analogen Zeiten mit „speziellen“ Kameras überrascht.

Deswegen sind Spekulationen AN welcher Kamera das „Zeitreise Rad“ platziert werden soll müßig denn vielleicht wird es ein „neues“ bezahlbares Modell im Stile der X-Half, meine persönliche Spekulation geht in diese Richtung. Wer benötigt für „Zeit Reisen“ Zoom Objektive die es damals noch nicht gab!?

joe

Genie und Wahnsinn stehen sehr eng zusammen, ich fürchte, langsam kippt es in die falsche Richtung. Spielerei, statt besseren AF oder überarbeitete Objektive. Aber vermutlich kennen die ihre Klientel besser als ich.

Alfred Proksch

Joe damit könntest du richtig liegen. Bei so einer „Zeit Reise“ Kamera spielen modernste Technik oder verbesserte Objektive eine untergeordnete Rolle. Da ist einfach zu bedienende „Software“ gefragt! Mit einem „Rädchen“ lässt sich das wunderbar umsetzen. Wer „tiefer“ einsteigen möchte darf die Parameter im Kamera Menü ändern, so würde meine Wenigkeit das machen.

Leonhard

Genie und Wahnsinn stehen sehr eng zusammen”

Wie wahr, wie wahr, lieber Dr. Joe!

Dummerweise auch noch an einer Stelle, wo man mit einer Flex nicht arbeiten kann, was des Wahnsinns fette Beute sichert.

Klientel spielt m.M.n. weniger die Rolle, ehe das Gesetz der großen Zahl: Fotografen sind eine Teilmenge der Menschheit, die Menschheit wird immer bekloppter und da wird die Teilmenge keine signifikanten Abweichungen aufweisen.

Ergo braucht es immer neue blöde Produkte für einen verblödeten Markt, dass haben die schon richtig erkannt!

Finny

Ich „befürchte“, das in nicht allzu ferner Zukunft die Güte der Kamera und Objektive beim heutigen Stand keine wesentliche Bedeutung mehr haben wird. Das wird dann alles locker mit Software (aka KI) weggebügelt.
Insofern sind solche Spielereien für das Gros der Anwender sicherlich interessanter!

jens

Mein Wunsch: eine Neuauflage der Fujifilm XF10 mit schwenkbareren Touch-Display und Zeitreise-Wahlrad.

J.Friedrich

😉🤔😢 – Mir tut “unser” Mirko irgendwie auch leid – ewig kommen die Fujis mit 1.000 neuen Gedanken um die >1.000€-Ecke, bei denen Mirko genau weiß: muss er auch haben, ist genau sein Paar Schuhe, wollte er schon immer haben – das nennt sich traumatische und/oder traumartige Kunden(an)bindung – wirkt wie Kabelbinder, nur teurer … 😉

Mirko

Schnuffi, schön das Du an mich denkst ❤️ Ich hatte es schon mal gesagt, raus mit den Filtern Lochkamera,Colorkey etc (die eh kein Schwein nutzt) und rein mit Retro, abgelaufener Film und Co 📷 Bei der XE5 soll man wohl den Sucher auf “Klassisch” einstellen können inkl. Messnadel für die Belichtung … das wäre bei mir Standart 😂
Aber bei mir ist heute etwas modernes eingetroffen, ein Blitz mit RTL Technik 😉

J.Friedrich

😂👍 – dann mal viel Spass damit!

Mirko

Wird der Lomo-Mann haben 😉 Kommunikation zwischen Blitz und Kamera funktioniert schon mal, morgen kommt noch ein Zwischenstück damit man den kleinen Blitzer auch neigen kann.
https://ibb.co/0RYshZVT

Leonhard

Was stellt sich meinereiner darunter vor?

Also meinereiner dreht am Rad, der Film wird immer älter aber das Eheweib nicht jünger, was bei einem Foto dann zum Trugschluss führen würde, dass die jetzt noch älter ist als sie eh schon ist, weswegen sie mich für einen lausigen Knipser halten würde.

Würde die Knipse das Eheweib so jung ablichten, wie sie zur Zeit dieses Filmes war wäre die Kamera eine Überlegung wert, ansonsten läßt meinereiner den anderen Fotoschaffenden den Vortritt, stehe ja nicht auf Kloppe!

Finny

🤣

J.Friedrich

👍😂

Mirko

😂📷😂

Alfred Proksch

Leohnhard – Das sind die eigentlichen Probleme.

Leonhard

Klar, lieber Alfred, Dir sind die eigentlichen Probleme der Tierfotografie, also des Ehedrachen, ja auch bekannt!

Nicht umsonst hat Verdi ja den Chor der Ehekrüppel “Knechtschaft ist unser Los, unser Leben” kompostiert, oder wie der Quatsch wieder heißt.

Bei dieser Art der Ablichtung kommt es ja nicht auf Geschwindigkeiten an, sondern auf eine perverse Auswahl des Werkzeugs. Ein Objektiv mit einem guten Innen-Buggäää (oder wie Quatsch wieder heißt), also eine in der Mitte befindliche Gnadenschärfe (zur Not geht auch ein bisschen Penaten Creme in der Mitte, und dann das Gnadenbild angefertigt. Dabei darf man aber nicht mit dem Buugääää übertreiben, nicht auszudenken, die Domina käme auf die Idee, man wolle noch eine Fleischwurst in die Turnhalle werfen. Dann ein Ausdruck auf einer Größe, welche die Gatterin bei ihrer Dioptrien eh nicht mehr scharf erkennen kann, schon bleibt die Pfanne am Haken und nicht auf dem Schädel und man ist der Spalt Tablette noch mal von der Schippe gesprungen.

Junge Ehemänner kommen mit List von Hinten zum Ziel, für Langzeitleidende ist die Hinterlist das Mittel der Qual!

Alfred Proksch

Lieber Leonhard, für die Nähe benötige ich eine Sehhilfe. Diese nicht auf der Nase hat echte Vorteile. Warum? Bis sie in Kuss-Distanz ist sieht sie aus wie damals mit sechzehn, sie hingegen muss das Licht ausmachen um die Illusion zu behalten.

Arne

Softwareseitig bietet DXO das bei seinem Filmpack auch an. Eine nette Spielerei. Allerdings findet man meistens irgendwann seinen “Lieblingslook” und verwendet den, anstatt bei jedem Foto wieder neu alle Simulationen durchzuspielen.
Bei meiner kleinen Nikon wollte ich mir das RAW entwickeln sparen und hab mir auch Simulationen geladen und in JPEG fotografiert, hat mich aber nicht befriedigt, und ich hab trotzdem wieder die RAWs bearbeitet…aber wahrscheinlich liefert da Fujifilm die besseren Ergebnisse.
Die Hardware der Kameras wird sich im gehobenen Mittelklassebereich nicht mehr radikal verbessern können, Innovationen können also eher nur mehr softwareseitig einfließen. Ob Zeitenwahlrad, Farbfilter, keine Ahnung, was den Entwicklern noch so alles einfallen wird 😀

Keyser

Ich hab bei Fuji inzwischen ziemlich alles durchprobiert, was an Filmsimulationen und Rezepten so kursiert. Nicht nur simples Colorshifting, sondern komplette Looks mit festen Kelvinwerten, Highlight/Shadow-Sets, Chrome-Blue, DR etc. Und ja, Fuji kann damit wirklich überzeugende Ergebnisse liefern, aber eben nicht so universell, wie es in Social-Media oft dargestellt wird. Viele Rezepte funktionieren nur in sehr engen Motivkorridoren, weil eine fixe Farbtemperatur und ein sehr spezifisches Kontrastverhalten das Bild extrem abhängig vom Licht macht. Das trifft echten Film nicht mal ansatzweise – der reagiert je nach Situation völlig anders. Genau das hat bei mir irgendwann den Spaß rausgenommen. In der Realität sehen die JPEGs dann von Szene zu Szene massiv unterschiedlich aus, und gerade bei deutschem Winterlicht, bedecktem Himmel oder Mischlicht kippt so ein Rezept optisch komplett weg. Wenn man zufällig in Kalifornien lebt und jeden Tag Sonne hat, passt das vielleicht häufiger. Hier nicht. Am Ende sind RAWs in rund 95 Prozent der Fälle schlicht überlegen, weil sie konsistent sind und ich den Look gezielt dorthin schieben kann, wo ich ihn haben will – und das sogar schneller als Rezepte testen, anpassen, verwerfen. Tools wie das DxO Filmpack ergeben da für mich deutlich mehr Sinn, wenn man wirklich Wert… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Hallo Keyser

Für korrekte „Rezepte“ braucht es das richtige „Werkzeug“ wenn Bilddateien eine bestimmtes Aussehen haben sollen. Punkt zwei sollte die Kamera manuelle Einstellungen aller Parameter zulassen.

Ohne einen z.B. Sekonic C-800 Spectromaster der jede Art von Licht, einschließlich LED-HMI-Fluoreszenz und elektronischem Blitz, präzise messen kann eine reine Glücksache. Wie sollen sonst CRI, TLCI, TLMF, TM-30 und CRI vergleichend berücksichtigt werden?

Nachträglich mit entsprechender Software auf Verdacht ungefähr „hin frickeln“? Effekte erzeugen kann man auf diese Weise ganz bestimmt, sogar welche die gut aussehen. Wiederholbare Ergebnisse bei allen Lichtverhältnissen sind damit kaum möglich.

Deswegen finde ich das Fuji „Zeitreiserad“ so interessant. Ich bin mir sicher das es die Eigenschaften analoger Filme über das gesamte Spektrum erfassen und simulieren kann.

Mirko

…es gab aber auch Filme die speziell für die unterschiedlichen Märkte angepasst wurden oder erst garnicht in Europa erhältlich waren. Ansonsten hast Du recht, ein “Sommerfilm” in Pastellfarben passt nicht unbedingt zu den deutschen Gebäuden aus Ziegelstein. Deswegen ist bei mir auf C7 immer ein ständiges “kommen und gehen” 😉

VaMiWa

Mein erster Gedanke: WTF!!!!! Sind die bei Fuji alle an die Wand grennt? Statt die Schwächen aufzuarbeiten…… Aber was reg ich mich auf, es gibt ja jetzt endlich einen Hersteller der zuhört und eine Kamera für Fotografen gebaut hat: Hasselblad

chris XX

… da muß der Photograph aber darauf achten, das er nicht in der Zeit landet bevor das Zeitreisewahlrad erfunden wurde, sonst muß er ´ne Zeitlang warten … )(;:-(gemein))

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