Marktgeschehen

Getty und Shutterstock: Milliarden-Fusion droht doch noch zu scheitern

Anderthalb Jahre nach der Ankündigung droht der Deal zu scheitern. Eine Verkaufsauflage will Getty nicht akzeptieren.

Die geplante Fusion der beiden größten Stockfoto-Anbieter Getty Images und Shutterstock steht kurz vor dem Aus. Getty will die im Januar 2025 angekündigte Übernahme am 6. Juli kündigen, sofern sich die Lage bis dahin nicht wesentlich ändert. Das geht dem Wall Street Journal zufolge aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor.

Streit um das Editorial-Geschäft

Auslöser ist eine Auflage der britischen Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA). Sie machte ihre Freigabe davon abhängig, dass Shutterstock sein Editorial-Geschäft, also die redaktionelle Bildsparte etwa für Nachrichten und Sport, verkauft. Getty sieht sich vertraglich nicht verpflichtet, diese Bedingung zu akzeptieren, und stimmte im Verwaltungsrat gegen den Verkaufsprozess.

Der Deal war im April dieses Jahres bereits vom US-Justizministerium freigegeben worden. An der Börse kam der drohende Rückzug schlecht an: Die Shutterstock-Aktie fiel nachbörslich um rund 30 Prozent auf 9,81 US-Dollar.

Neuer Partner OpenAI

Getty steht derweil nicht still. Erst im Juni kündigte das Unternehmen eine mehrjährige Display-Partnerschaft mit OpenAI an. Lizenzierte Getty-Inhalte sollen künftig in den Such- und Discovery-Funktionen von ChatGPT auftauchen. Sollte die Fusion endgültig platzen, will Getty zudem seine bis 2030 laufenden Anleihen zurückzahlen und Finanzierungsalternativen prüfen.

via: PetaPixel

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