Godox bringt mit dem LC500R Air und LR150 Air zwei ungewöhnliche LED-Leuchten, die sich klein verpacken lassen und schnell für Foto, Video oder Streaming einsatzbereit sein sollen.
Aufblasbarer Leuchtstab und Ringlicht für unterwegs
Das Grundprinzip ist interessant: Statt klassischer, fester Lichtkörper nutzt Godox aufblasbare Module. Das LC500R Air ist ein 600 Millimeter langer LED-Leuchtstab, das LR150 Air hingegen ein aufblasbares Ringlicht. Beide werden mit einem Akku-Handgriff kombiniert und lassen sich dadurch handgeführt, magnetisch oder per Gewinde montieren.


In der Praxis bedeutet das für euch ein geringeres Packmaß. Wenn ihr unterwegs Porträts, Reels, Produktclips oder kurze Interviews dreht, erhaltet ihr ein Lichtsystem, das sich nach dem Einsatz wieder deutlich kompakter in der Tasche verstauen lässt. Gleichzeitig sorgt die größere leuchtende Fläche für weicheres Licht als kleine LED-Leuchten direkt auf der Kamera.
Das LC500R Air erreicht laut Godox bis zu 2.630 Lux bei 0,5 Metern, das LR150 Air kommt auf 1.760 Lux bei 0,5 Metern. Die Laufzeit liegt bei voller Leistung bei rund 94 Minuten für den Leuchtstab und 92 Minuten für das Ringlicht. Der Hersteller nennt einen CRI-Wert von 96 beziehungsweise 97 sowie einen TLCI-Wert von 98. Geladen wird über USB-C, eine externe Stromversorgung über den Controller ist ebenfalls möglich.
RGB-Licht, App-Steuerung und klare Grenzen im Studio
Das Godox LC500R Air bietet einen Farbtemperaturbereich von 2.800 bis 10.000 Kelvin, RGB-Farben und 14 Lichteffekte. Das LR150 Air arbeitet zwischen 2.800 und 6.500 Kelvin und bringt 11 Effekte mit. Gesteuert wird direkt am Controller oder per Godox Light App über Bluetooth.
Ein möglicher Nachteil: Aufblasbare Lichtformer sind praktisch, bringen aber zusätzliche Handgriffe beim Aufbau mit. Außerdem bleiben größere LED-Dauerlichter mit Softbox bei Leistung und Lichtformung weiterhin flexibler, wenn ihr stationär arbeitet. Die UVPs liegt bei 109,99 Euro für das LC500R Air und 119,99 Euro für das LR150 Air.
Wenn ihr euch für kompakte LED-Leuchten interessiert, lohnt sich auch ein Blick auf unseren Artikel zur Godox ML40Bi und ML40R für mobile Foto- und Video-Setups.


Eigentlich eine coole Idee mit dem Aufblasen, um eine deutlich größere Leuchtfläche zu bekommen. Könnte ich mir gut für LLL (Low Level Lighting) vorstellen, das ich hin und wieder benötige.
Leider findet man keine Angaben zum CRI-Wert, zur minimalen Helligkeit in Lumen oder zur Laufzeit bei sehr niedrigen Leistungsstufen. Gerade für Low Level Lighting sind solche Informationen oft wichtiger als die Maximalleistung.
Wer mit Low Level Lighting noch nichts anfangen kann, sollte sich einmal das Video vom Meister persönlich anschauen. Für die Landschaftsfotografie in mondlosen Nächten kann das sehr hilfreich sein, insbesondere bei Milchstraßenfotos.
https://www.youtube.com/live/Dg-gARN-TYg?si=Rzm4nbIjNSv2EKWf
Und wenn man in den Bergen unterwegs ist, zählen Gewicht und Packmaß natürlich doppelt. Mit Stativ, Startracker, Kamera, Objektiven und Akkus hat man ohnehin schon genug zu tragen. Deshalb gefällt mir die Idee mit dem aufblasbaren Diffusor immer besser. Zusammengefaltet klein im Rucksack, aufgebaut aber mit einer angenehm großen und weichen Lichtfläche. Muss ich mal in Ruhe drüber nachdenken.
PS:
Und noch etwas: Das Video dauert über eine Stunde. Mit einem Aufmerksamkeitsdefizit wird das nicht für jeden leicht sein. 🙂 Wer aber dranbleibt, kann daraus wirklich eine Menge mitnehmen.
Den CRI habe ich tatsächlich noch auf der Hersteller-Website gefunden und im Artikel ergänzt. Allerdings gibt es weder Angaben zur minimalen Lichtleistung in Lumen oder Lux noch zur Akkulaufzeit bei reduzierter Helligkeit.
👍 Danke