Wer Insekten, Schmuck oder Pflanzendetails fotografiert, kennt das Problem: Entweder reicht das Licht nicht aus oder es fällt einfach ungünstig. Godox will das mit dem neuen Zwei-Kopf-Blitzsystem MF-T76 S ändern, das speziell für die Nahaufnahme-Fotografie entwickelt wurde.
Zwei Köpfe, ein Ziel: Maximale Kontrolle im Nahbereich
Das System besteht aus einer Steuereinheit, die auf den Blitzschuh der Kamera gesteckt wird, und einem Doppelblitzkopf, der direkt am Objektiv befestigt wird. Für die Montage liegen Adapterringe von 49 bis 77 mm bei, sodass ihr das System an den meisten Makroobjektiven nutzen könnt. Die beiden Blitzköpfe lassen sich unabhängig voneinander positionieren und jeweils von 0 bis 150 Grad neigen. Das gibt euch viel Spielraum, um Licht gezielt zu formen, Schatten zu reduzieren oder Texturen besonders herauszuarbeiten.
Die Lichtleistung lässt sich für jeden Kopf separat von 1/1 bis 1/256 stufenlos regeln. So könnt ihr beispielsweise eine Seite des Motivs gezielt aufhellen, während die andere im leichten Schatten bleibt. Das ist ideal für plastische, dreidimensional wirkende Makroaufnahmen. Zusätzlich stehen zwei integrierte Modellierlichter mit je zehn Helligkeitsstufen zur Verfügung, die euch beim Scharfstellen und bei der Lichtvorschau unterstützen. Die Leitzahl von 22 ist für den Nahbereich absolut ausreichend.


TTL, HSS und USB-C – der MF-T76 S denkt mit
Der Blitz unterstützt die TTL-Automatik, sodass die Belichtung automatisch berechnet wird. Beim Fotografieren mit offener Blende oder in hellem Gegenlicht profitiert ihr vom High-Speed-Sync. Für kreative Bewegungsdarstellungen stehen außerdem die Erst- und die Zweitvorhang-Synchronisation zur Verfügung.
Der integrierte Lithium-Akku liefert laut Godox rund 550 Blitze bei voller Leistung und hat eine Blitzfolgezeit von etwa 1,2 Sekunden. Das ist ausreichend für zügiges Arbeiten im Feld. Aufgeladen wird praktischerweise per USB-C. Über die 2,4-GHz-X-Funkstrecke von Godox ist außerdem die Integration in bestehende Godox-Setups über 32 Kanäle möglich.
Im Lieferumfang sind Adapterringe, Diffusoren und Farbfilter enthalten. Optional ist zudem ein dentaler Polarisationsfilter erhältlich, der insbesondere bei glänzenden Oberflächen reflexionsfreie, farbtreue Ergebnisse ermöglichen soll. Der Godox MF-T76 S ist ab sofort zum Preis von 268 Euro erhältlich.
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Ich halte solche Konstruktionen wie den Zangenblitz für ungeeignet, wenn man in der freien Natur mit einem hochwertigen, künstlerischen Anspruch arbeiten möchte.
Diese Blitze sind sehr gerichtet, zu direkt und meist frontal ausgerichtet. Gerade bei reflektierenden Motiven, etwa schillernden Insekten, kommen Reflexionen dadurch extrem hart und unkontrolliert zurück. Auch der Schattenwurf ist sehr hart: vorne hell und platt, während der Hintergrund schnell ins Dunkle absäuft.
Hinzu kommt, dass diese kleinen Blitze vergleichsweise lichtschwach sind. Wenn man beispielsweise mit Blende 8 im Schattenbereich arbeitet und eine Serienaufnahme mit etwa 60 Bildern bei 10 Bildern pro Sekunde erstellen möchte, um durch Fokusverlagerung mehr Tiefenschärfe zu erreichen, stoßen solche Systeme schnell an ihre Grenzen.
Meine Empfehlung: Lieber in einen guten AK-Diffusor in Kombination mit einem leistungsstarken Blitz investieren. Diese Lösung ist deutlich flexibler und lässt sich auch für andere fotografische Aufgaben einsetzen.
Ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der mit einem Zangenblitz langfristig zufrieden ist. Spätestens wenn der eigene Anspruch steigt, merkt man, dass man sich damit eher in eine Sackgasse bewegt hat.
Stefan du hast das Problem mit diesen Dingern genau benannt. Für jedes Motiv sind sie nicht geeignet. Um für die eigene Versicherung z.B. Schmuckstücke abzulichten ist der Zangen-Blitz wahrscheinlich ausreichend, fotografisch anspruchsvolle Bilder als Kaufanreize für Schmuck sind mit dem Zangen-Blitz nicht möglich.
Viele Anwender sind der Meinung das sie Licht benötigen, Beleuchtung ist etwas ganz anderes.
Ich habe das fast baugleiche Vorgängermodell und bin eigentlich sehr zufrieden damit. Ich nutze es hauptsächlich für Macro-Stacks von Insekten. Das Problem ist der kurze Abstand zum Objektiv. Da muss man die Leistung deutlich reduzieren, wenn man nicht überbelichtete Stellen auf dem Foto sehen will.
Viel besser sind da zwei flexibel ausrichtbare Seitenarme. Mit denen kann ich die Blitze exakter ausrichten. Außerdem kommt über jeden Blitz noch ein Diffuser. Damit gehören ungewollte Reflextionen der Vergangenheit an.
Habe den Kauf jedenfalls nie bereut.
Da finde ich den Godox MF 12 sehr viel besser. Die Blitze werden über Funk angesteuert und man kann sie entweder am Ring am Objektiv platzieren, oder irgendwo anders. Bei Pilzen z.B. Ein Blitz von vorne und ein anderer als Effektlicht von hinten. Einen dritten, vierten ….. u.s.w.
Also viel individueller. Und etwas günstiger ist der MF 12 auch.