Insta360 Kameras Neuheiten

Insta360 X6 vorgestellt: Größere Sensoren und automatischer Vidoschnitt

Insta360 feiert zehn Jahre 360-Grad-Kameras. Zum Jubiläum verspricht der Hersteller den größten Sprung der X-Serie.

Der chinesische Hersteller Insta360 hat die X6 vorgestellt, das neue Spitzenmodell seiner 360-Grad-Serie. Sie nimmt rundum in 8K mit bis zu 50 Bildern pro Sekunde auf und soll euch einen Großteil der Nachbearbeitung abnehmen. Der Verkauf startet heute, der Einstiegspreis liegt bei 699 Euro.

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Größere Sensoren und ein stärkerer Chip

Insta360 verbaut zwei quadratische Sony-Sensoren im Format 1/1,1 Zoll. Sie lösen die kleineren 1/1,28-Zoll-Sensoren der knapp ein Jahr alten X5 ab und bieten laut Hersteller 33 Prozent mehr Fläche sowie rund viermal mehr Licht pro Bild. Insta360 selbst spricht von 360-Grad-Bildgebung auf 1-Zoll-Niveau.

Dahinter arbeitet ein 4-nm-Prozessor mit acht Kernen und 3,3 GHz, unterstützt von zwei eigenen Bildchips. Insta360 nennt 500 Prozent mehr Rechenleistung als bei der X5 und einen um 35 Prozent geringeren Verbrauch. Ein neuer Modus für schwaches Licht nutzt zwei Umgebungslichtsensoren, um Flimmern zu reduzieren. AdaptiveTone 2.0 analysiert jedes Objektiv separat und erfasst zwei Belichtungen pro Bild.

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Aufgezeichnet wird in 10 Bit, neben Rec.709 stehen I-Log und Dolby Vision zur Wahl. Nach Angaben von Insta360 ist die X6 die erste 360-Grad-Kamera, die Dolby Vision nativ in der Kamera erzeugt, inklusive dynamischer Metadaten Bild für Bild.

Drei Betriebsarten in einem Gehäuse

Im 360-Grad-Modus sind 8K mit 50 fps, 6K mit 60 fps und 4K mit 100 fps drin. Im Einzelobjektiv-Modus filmt die X6 in 5K mit 60 fps oder in 4K mit 120 fps für Zeitlupen. InstaFrame 2.0 verfolgt Personen und Objekte im Bildausschnitt und sichert parallel die komplette 8K-Rundumaufnahme, das allerdings nur mit 30, 25 oder 24 fps.

Mit Linsen misst die X6 50x100x40 Millimeter und wiegt 196 Gramm. Der 2600-mAh-Akku reicht im Ausdauermodus für 140 Minuten in 8K mit 30 fps und lädt in 24 Minuten auf 80 Prozent, laut Hersteller arbeitet die Kamera bis minus 20 Grad Celsius. Ohne Zusatzgehäuse ist sie bis 20 Meter dicht, mit dem Tauchgehäuse Pro bis 60 Meter.

Die wichtigsten Daten im Überblick

  • Zwei quadratische 1/1,1-Zoll-Sensoren von Sony mit f/2.0 und 7,78 mm Kleinbildäquivalent
  • 8K mit 50 fps, 6K mit 60 fps und 4K mit 100 fps im 360-Grad-Modus
  • 5K mit 60 fps und 4K mit 120 fps im Einzelobjektiv-Modus
  • 120-MP-Rundumfotos und 42-MP-Fotos im Einzelobjektiv-Modus, wahlweise als DNG
  • 10-Bit-Aufzeichnung in H.265 mit maximal 240 Mbit/s
  • Rec.709, Dolby Vision und I-Log als Farbprofile
  • ISO 100 bis 6400 und Verschlusszeiten von 1/8000 bis 120 Sekunden
  • 2,32-Zoll-OLED mit 1200 Nits Spitzenhelligkeit
  • 2600-mAh-Akku für 140 Minuten in 8K mit 30 fps im Ausdauermodus
  • 64 GB interner Speicher mit 47 GB nutzbarem Platz plus microSD
  • 196 Gramm bei 50×100×40 mm mit Linsen
  • IP68 bis 20 Meter, mit Tauchgehäuse Pro bis 60 Meter
  • Wi-Fi 6, USB 3.0 über Typ C und Bluetooth 5.3
  • Midnight Black und Arctic White als Farbvarianten

Wechsellinsen und Zubehör

Die Wechsellinsen der zweiten Generation sollen fünfmal kratzfester und im Ersatz 60 Prozent günstiger sein, eine einzelne Linse kostet 23,99 Euro. Das magnetische Halterungssystem bleibt zu Zubehör der X5, der X4 Air und der Ace-Serie kompatibel. Für Audio sorgen vier Mikrofone plus ein verdecktes Motormikrofon, das Windgeräusche herausfiltert und den Motorsound betont.

Neu ist PanoMind, ein KI-Modell speziell für sphärische Aufnahmen. Hängt ihr die X6 zum Laden an, baut der sogenannte KI-Regisseur daraus automatisch ein Highlight-Video und schickt es in die App. Die Analyse läuft auf der Kamera statt in der Cloud und lässt sich abschalten. Wer genauere Vorgaben machen will, nutzt das cloudbasierte Moments Pro, das auf Google Gemini aufsetzt.

Preise und Verfügbarkeit

Das Standard-Bundle kostet 699 Euro, das Essentials-Bundle mit zweitem Xtreme-Akku, 114 cm langem Unsichtbaren Selfie-Stick, Schnellladecase, Objektivdeckel und verlängerter Garantie 799 Euro, dazu kommen Pakete für Reise, Motorrad und Tauchen zwischen 749 und 942 Euro.

Die X5 startete im vergangenen Jahr bei 589,99 Euro. Wer vor dem 30. September 2026 kauft und aktiviert, bekommt ein Jahr Cloud-Speicher mit 500 GB sowie drei Monate Moments Pro dazu.

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Damit liegt die X6 deutlich über der Osmo 360, die DJI zum Marktstart für 480 Euro mit ebenfalls zwei 1/1,1-Zoll-Sensoren eingeführt hat. Deren Nachfolger Osmo 360 II zeigt DJI schon morgen, zunächst allerdings nur für China. Insta360 beziffert den eigenen Marktanteil auf 71 Prozent und beruft sich dabei auf IDC-Zahlen aus dem ersten Quartal 2026.

Die X6 ist dabei nur ein Teil eines größeren Plans. Mitgründer Max Richter stellte im Juli mehr im Bereich der klassischen Fotokamera in Aussicht, ohne ein Produkt zu nennen. Zusammen mit der Gimbal-Kamera Luna Ultra zeigt sich, dass Insta360 den eigenen Anspruch längst nicht mehr auf Action- und 360-Grad-Kameras beschränkt.

Ich habe die X6 übrigens freundlicherweise schon von Insta360 zur Verfügung gestellt bekommen und freue mich schon darauf, sie im Urlaub auszuprobieren und meine Eindrücke mit euch zu teilen.

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