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Laowa AF 180mm f/4.5: Neues Makro-Objektiv für Fuji X mit Autofokus

Laowas Tele-Makroobjektiv 180mm f/4.5 1.5x Ultra Macro APO ist inzwischen auch für Fujifilm X erhältlich.

Erstes AF-Objektiv von Laowa für Fujifilm X

Wie bereits berichtet hatte Laowa das 180mm f/4.5 1.5x Ultra Macro APO vor rund einem Jahr für Sony E, Nikon Z, Canon EF, Canon RF und L-Mount vorgestellt, wobei nur die E-, Z- und EF-Varianten Autofokus boten.

Inzwischen hat Laowa mit einer Fujifilm-X-Version nachgelegt, die ebenfalls autofokusfähig ist und damit das erste AF-Objektiv des Herstellers für das X-Mount-System überhaupt darstellt. Parallel erscheint zudem eine Nikon-F-Version, die allerdings wie die RF- und L-Mount-Varianten rein manuell fokussiert wird.

Am optischen Aufbau ändert sich nichts: 12 Elemente in neun Gruppen sorgen laut Laowa weiterhin für hohe Schärfe und geringe Farbsäume, dazu kommt eine neunblättrige Blende. An der Fujifilm X-Serie ergibt sich durch den APS-C-Sensor ein Kleinbild-Äquivalent von rund 270mm, was dem Objektiv zusätzliche Reichweite für Porträts oder entfernte Motive verschafft. Bei maximal 1,5-facher Vergrößerung und einer Naheinstellgrenze von 30 Zentimetern bleibt es in erster Linie ein Makroobjektiv.

Autofokus weiterhin nur ab 1,5 Metern

An der bereits aus den anderen AF-Varianten bekannten Einschränkung ändert sich nichts. Der Autofokus deckt nur den Bereich von 1,5 Metern bis unendlich ab, im Nahbereich bis zur Naheinstellgrenze gibt es laut Laowa lediglich eine eingeschränkte Autofokus-Unterstützung fürs Focus-Stacking. Wer also überwiegend im echten Makrobereich fotografiert, wird weiterhin manuell fokussieren müssen.

Mit rund 526 Gramm ist die Fujifilm-X-Version die schwerste der gesamten Baureihe, das Filtergewinde beträgt einheitlich 62 Millimeter. In Deutschland liegt der Preis – wie für die übrigen Mount-Varianten auch – bei 579 Euro. Bei den meisten Händlern ist das Objektiv nach wie vor noch nicht gelistet, eine Ausnahme ist beispielsweise Digitfoto.

Für das X-Mount-System ist das Objektiv eine spannende Option, schließlich gibt es abseits des inzwischen etwas betagten XF 80mm f/2.8 Makro bislang kaum Alternativen mit Autofokus im Makrobereich.

Würde euch dieses Tele-Makro für Fujifilm X reizen, oder stört euch die Einschränkung des Autofokus auf den Bereich ab 1,5 Metern zu sehr?

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18 Kommentare
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Radioreinhard

Hier fehlt der eingebaute nicht abschaltbare Blitz.

Rolf Carl

Ohne AF im Makrobereich??? Unbrauchbar!

Alfred Proksch

Servus Rolf Carl

für den „Nahbereich“ ist der AF sehr sinnvoll !! Weil das LAOWA 180mm f4,5 bis 1,5 fach vergrößert, somit meistens vom Stativ verwendet wird, der Anwender seinen Schärfe Punkt individuell setzen möchte finde ich diese Lösung ideal und Praxis nahe. Ehrlich, alles was größer ist als 1:1 erfordert manuelles Eingreifen weil woher soll der AF wissen wo mein Interesse am echten Makro-Objekt liegt? Bis man das AF Messfeld dorthin verlagert hat wo man es haben möchte bin ich mit der manuellen Fokussierung schon lange fertig.

Rolf Carl

Servus Alfred, da bin ich anderer Meinung. In der Natur wird das lange Makro vor allem für Insekten eingesetzt, damit die Fluchtdistanz grösser ist. Bei diesen Motiven ist ein AF Pflicht, weil sich meistens etwas bewegt, entweder das Motiv selber oder durch den Wind. Da benütze ich oft sogar den AF-C und bleibe mit einen AF-Punkt auf dem gewünschten Schärfepunkt. Mit dem Stativ ist das sowieso so eine Sache, ich der Natur kann man es nur selten optimal stellen, und falls doch, sind die Insekten weg. Das Stativ eignet sich allenfalls für statische Motive wie Stein-, Eistrukturen oder Pilze.

Mirko

„Mit dem Stativ ist das sowieso so eine Sache“

Schau Dir mal das Einbein von Sirui an 😉

Rolf Carl

Nee, mache ich nicht, das wackelt mehr als von Hand. Habe es tatsächlich mal mit meinem Sirui versucht, das kann ich nämlich zu einem Einbein umbauen. Habe ich aber nie mehr gemacht, entweder Dreibein oder gar nichts. Bei Makroaufnahmen hat man in der Regel sowieso genug Licht, ausser vielleicht bei Pilzen im dunklen Wald.

Mirko

…also ein Stativbein abschrauben geht bei mir auch, ist aber nicht das gleiche…es steht nicht von alleine 😂 und ich komme nicht einmal ansatzweise auf “Augenhöhe” damit 😵‍💫
https://i.ibb.co/FLRWnQnq/DSCF4776anton.jpg

Rolf Carl

Okay, dann aber doch lieber ein Dreibein, das habe ich nämlich schon. Wenn ich öfters Makro mit Stativ fotografieren würde, hätte ich lieber das Berlebach Mini. Das hatte ich mal in Planung, aber es ist mit allem Zubehör, das man braucht, auch etwa 500. Aber ich bräuchte es einfach zu wenig.

Rene Stämpfli

Oder das SmallRig Tribex Pro X-Clutch. Es hat mein Sirui ersetzt. Die hydraulische Höheneinstellung ist super praktisch.

Mirko

Ja die sind sich ziemlich ähnlich, ruckzuck sind die Dinger ausgefahren 👍

Alfred Proksch

Bei Insekten verstehe ich das, ab größer als 1:1 muss man den Tieren mit etwas Kälte die „Hektik“ nehmen, z.B. bei Nachtfaltern funktioniert das sogar mit der „Lichtfalle“ an der Leinwand recht gut. Das hilft auch beim Sortieren und zählen der Spezies. Aber vielleicht reden wir auch aneinander vorbei wovon ich ausgehe. Weil der „Nahbereich“ mit dem AF bestens bedient ist.

Mein Hobby „Reptilienfreund“ kühlt z. B. seine Schlangen, Eidechsen für die „Star“ Aufnahmen ab, sobald sie beweglicher werden kommen sie wieder ins Terrarium! Da ist schnelles Bilder machen mit dem AF ein echter Vorteil!

Rolf Carl

In der Natur hat man eine natürliche Kühlung, nämlich am Morgen, da halten Insekten mehr oder weniger still. Kommt halt immer darauf an, was man fotografiert. Ich denke aber, dass die meisten Makros draussen gemacht werden. Gut, mein ehemaliger Zahnarzt hatte auch ein Makro, um das Gebiss zu fotografieren. Er hat sich mal darüber beschwert, dass der AF immer von einem zum anderen Ende rast. Ich habe ihm dann den Limit-Schalter an seinem Canon gezeigt, worauf er mich ganz gross angeguckt hat. Das hatte er nicht gecheckt!

Rene Stämpfli

Für statisch Objekte hat Novoflex super Produkte. Für dynamische Objekte wie Insekten verwende ich die A9III mit einem der drei SONY 100-400mm Tele und 120B/s. Für Fokusstacking einfach eine leichte Vorwärtsbewegung bei 120 B/s. Wenn das Licht nicht ausreicht, genügen ein oder mehrere Speedlights.

Rolf Carl

Genau, und dann ein paar Sekunden draufbleiben, der GS wird dann schon eines der 500 Bilder gut hinkriegen. Das blöde ist nur, dass es hier um ein Makro geht und nicht um drei 100-400er Tele, die man mitschleppt und je nach Situation auswählt.

Rene Stämpfli

“Viele Wege führen nach Rom” Auch in der Fotografie ist geistige Flexibilität von Vorteil.

Rolf Carl

Ich würde das anders nennen, aber egal…

Wolf

Ich verwende ein Sigma AF 150mm 2,8 (Nikon F Mount) mit Fringer; das ist für mich perfekt! Daher kein Interesse…

Rolf Carl

Das habe ich auch, und es ist mein meistgebrauchtes Makro. Es liefert übrigens auch an Nikon Z ausgezeichnet und ohne Einschränkungen mit Adapter.

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