Objektive Neuheiten

Laowa: Neue Objektive für Nikon Z, Canon RF und L-Mount

Laowa bringt sieben Objektive mit neuen Kameraanschlüssen auf den Markt. Freuen dürfen sich vor allem Nutzer einer Nikon Z Kamera.

Laowa Objektive mit neuen Anschlüssen

Laowa hat sich in den letzten Jahren als Hersteller von außergewöhnlichen Brennweiten einen Namen gemacht und konnte zuletzt sogar bei den EISA Awards 2021 die Auszeichnung für das beste Spezialobjektiv des Jahres abstauben. Nun bringt Laowa für sieben der eigenen Objektive neue Anschlussvarianten auf den Markt. Davon profitieren vor allem Besitzer einer Nikon Z Kamera, für das Z-Bajonett erscheinen nämlich gleich fünf Laowa Objektive. Doch auch Nutzer einer L-Mount Kamera dürfen sich über zwei neue Brennweiten freuen, für Canon RF und Canon EF-M erscheint außerdem je eine Brennweite.

Für Nikon Z:

  • LAOWA 4mm f/2,8 Circular Fisheye (APS-C) | UVP: 279 €
  • LAOWA 9mm f/2,8 Zero-D (APS-C) | UVP: 619 €
  • LAOWA 9mm T2.9 Zero-D Cine | UVP: 729 €
  • LAOWA 15mm T2.1 Zero-D Cine | UVP: 1.459 €
  • LAOWA 24mm f/14 2X Macro Probe | UVP: 1.899 €

Für L-Mount:

  • LAOWA 9mm T2.9 Zero-D | UVP: 729 €
  • LAOWA 12mm T2.9 Zero-D | UVP: 1.799 €

Für Canon RF:

  • LAOWA 24mm f/14 2X Macro Probe | UVP: 1.899 €

Für Canon EF-M:

  • LAOWA Argus 33mm f/0,95 CF APO | UVP: 599 €
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100carat

Laowa entwickelt sich immer mehr zu einem sehr interessanten Drittanbieter von durchaus nicht alltäglichen Objektivlösungen, der weitere Linsen aus seinem Sortiment nun auch für Nikon-Z, L-Mount, Canon RF und Canon EF-M anbietet. Wenn auch manche der Objektive vornehmlich Spezialisten ansprechen, so ist es doch schön, dass es Hersteller gibt, die genau solche Linsen jenseits des üblichen Einerleis anbieten.

joe

Laowa ist rein manuell und das interessiert mich nicht wirklich!

Mani

…bei den Brennweiten für viele auch ohne AF interessant. Sternengucker können mit AF eh nix anfangen.

Raphael

wenigstens eine EXIF Daten Übertragung und/oder eine Blendensteuerung wäre aber schon nett

Alfred Proksch

Was will denn jemand bei solch weitwinkeligen Objektiven mit AF? Augenverfolgung oder was?

Also wenn ich eine Leiter aufstellen muss damit der Vordergrund nicht so dominant ist habe ich auch die Zeit für die korrekte Scharfstellerei. Da ist mir Verzeichnungsfreiheit viel wichtiger als ein AF.

joe

Alfred, Laowa hat auch bei 100mm oder mehr keinen AF. Wer gerne manuell fokussiert, der darf das! Ich wil das nicht!

Peter Braczko

An „joe“: So ist es! Selbst mit Extrem-Weitwinkeln ist ein zielsicherer Autofokus wichtig, denn mit diesen Objektiven geht die Fotografin (oder der Fotograf) gerne dicht ´ran ans Motiv. Da kommt es, vor allem auch bei offener Blende, auf die punktgenaue Schärfe an. Das ist beispielsweise in der schnellen Reportagefotografie sehr wichtig – aber woher sollte der Proksch das wissen? Die Welt will GUTE Fotos sehen!

Mirko

also ich lese bei den oben aufgeführten Weitwinkelobjektiven (für KB) T/2.9 also Cine Objektive, die Welt will gute Videos sehen 😎

Thomas Müller

…… aus denen man für die Welt gute Fotos extrahieren kann 😁

Thomas Müller

Echt jetzt, bei einer Brennweite von 9mm geht man in der Reportagefotografie gerne dicht ans Motiv ran? Was für verzerrte Clowngesichter sollen dabei als „GUTE Fotos für die Welt“ herauskommen? Aber woher soll der Braczko das auch wissen?

Mirko

ehrlich gesagt kenne ich auch keinen ernsthaften „Reportage Fotografen“ der mit extremen Weitwinkelobjektiven loszieht. Dann bieten solche Objektive von Haus aus schon eine Schärfentiefe die von Hamburg bis nach München reicht, mal überspitzt gesagt, wo der genaue Schärfepunkt äußerst wichtig ist 😎 Generell wird ja die Reportage Fotografie immer „offenblendig“ durchgeführt, empfohlen wird hier f0.95 (Ironie Off)

Alfred Proksch

Hallo ihr Lieben.

Zum sachlichen Thema. Zu einer Reportage/Events aller Art gehe ich nur mit AF Zoom Objektiven. Mit 9mm Brennweite habe ich bisher außer bei Spaßbildern noch keine Personenaufnahmen gesehen.

Das LAOWA mit speziellen Objektiven für Canon, Nikon, L-Mount auf den Markt kommt hat doch nichts mit „Verwendungspflicht“ im normalen Bilderbedarf zu tun. Ich finde das interessant und eine Bereicherung des Angebotes.

LAOWA liefert Spezial Objektive zu vernünftigen Preisen die noch dazu sehr gute Leistung bringen. Das kann ich aus eigener Erfahrung mit dem LAOWA 17mm f/4 Zero-D an der Fuji GFX100 berichten. Die Brennweite entspricht im Vollformat einem 13,5mm Objektiv. Es lässt sich auf 20cm fokussieren und kostet lächerliche 1.400,- Euro.

Rolf Carl

Ja, der Preis von 1400 Euro für das Zero ist wirklich lächerlich, wenn man das mit dem Preis von 1200 Euro für deinen neuen A2-Drucker vergleicht, den du als sündhaft teuer beschrieben hast.

Cat

Laowa Venus beginnt die Geschäftsmodelle von Sigma/Tamron zu untergraben und eben in genau den Nischen anzubieten, die gefragt sind und nicht zwingend AF brauchen. Wo Samyang eher mit zweitklassiger optische Korrektur anbietet, hört man von Laowa Anwendern weniger Kritik.
Für Weitwinkel und Macro inzwischen weit mehr als nur eine Alternative.

100carat

Exakt so sehe ich das auch, Cat. Laowa bedient sehr geschickt eine Nische mit qualitativ guten Produkten, auch wenn die Serienqualität ausbaufähig ist.

joe

Ich stelle mir gerade vor wie einer mit seinem Laowa Makro manuell lebende Insekten oder sich bewegende Objekte fotografiert.

100carat

Joe, genauso wie man (ich) früher Libellen im Flug manuell fokussiert fotografiert habe. Dazu gehört Geduld, eine genaue Kenntnis des Verhaltens und ein gewisses Können. Aber dann geht das sehr wohl. Problematisch wird es bei Abbildungsmaßstäben größer 1:1, das geht eigentlich nur bei statischen Motiven manuell, bei bewegten Motiven wäre es das reinste Glücksspiel.

joe

Es ist doch auch schon ein Glücksspiel mit Blümchen im leichten Wind, da kriegt man – ausser per Zufall – manuell kein scharfes Bild hin. Bei Laowa haben wir ja 1:2, also sag mir wie das geht. Ich hätte nicht die Geduld dazu. Aber warum soll man es sich mit einem sehr guten AF einfach machen, wenn es manuell auch komplizierter geht. Ich bin wahrscheinlich auch so faul, weil es mit der R5 einfach wahnsinnig gut und einfach funktioniert.

100carat

Mit den Blümchen im Wind hast Du recht, da folgt im Makrobereich aber auch kein mir bekanntes AF-Makroobjektiv schnell und präzise genug – wobei ich von den echten Makro-Objektiven spreche, mit dem entsprechenden Abbildungsmaßstab und kurzem Aufnahmeabstand.

1:2 – da fängt Makro bei weitester Definition ja gerade erst an (für mich eigentlich erst ab 1:1) – ich habe Libellen im Flug im Maßstab 1:2 bis 1:1 ohne AF-Objektive über Jahre fotografiert (die Fotos wurden in Tiermagazinen veröffentlicht). Natürlich brauchst Du Geduld, aber gerade das machte es ja umso erfreulicher, wenn die Aufnahme wie gewünscht im Kasten war. Mein einziger Trick war, das Objektiv, wann immer möglich auf „unendlich“ zu belassen, den Flugweg dieser rasanten Flugkünstler möglichst genau zu bestimmen, geduldig zu warten und bei Anflug des Insektes blitzschnell mit der Kamera in der Hand Entfernungsfeinkorrekturen über die Entfernung „Kamera zu Libelle“ zu machen. Dass dabei und bei Einzelbildauslösung trotzdem längst nicht jeder „Schuß“ saß, wirst Du Dir leicht vorstellen können. Was bei den Filmkosten schnell ins Geld ging.

Ich bin schon sehr gespannt, ob der AF des RF 100mm Macro beim Maßstab 1:1 und sich bewegenden Moviten zuverlässig funktioniert. Wenn ja, wäre ich sehr positiv überrascht.

joe

Ich bewundere deine Geduld. Ich würde wahnsinnig werden. Natürlich verstehe ich auch den Stolz auf die erbrachte Leistung, geht mir ja auch so, wenn mir etwas besonderes gelingt, aber vom manuellen Fokussieren kannst Du mich (bis auf wenige Ausnahmen) trotzdem nicht überzeugen.

Rolf Carl

Hallo joe und 100carat, interessante Diskussion, bei der ich auch noch meinen Senf dazugeben möchte. Libellen Im Flug sind diesen Sommer mein Schwerpunktthema. Manuell geht auch, da Libellen die Tendenz haben, immer wieder dieselben Halme anzufliegen. Da kann man auf diese scharfstellen und dann warten, bis die Libelle kommt und eine Serie auslösen. Im freien Flug über dem Wasser klappt es nur mit C-AF, alles andere ist hoffnungslos, und auch mit dem Makro ist es schwierig, da die Libellen auf Grund ihrer schneller Zick-Zack-Flüge kaum in den Sucher zu bekommen sind. Am besten klappt es mit einem Tele, meistens nehme ich das 100-400. Damit habe ich jetzt schon sehr schöne Aufnahmen hingekriegt mit tollem Bokeh. Das mit den Blümchen im Wind ist auch so eine Sache, da nehme ich jeweils den C-AF. Aber das Problem ist auch, das die Blume dann immer wieder über den Bildrand hinausgeht. Mit AF gelingen sicher mehr gute Bilder als mit MF, aber bei stärkerem Wind macht es einfach keinen Spass und ich habe auch schon entnervt aufgegeben. Da geht man halt an einem windstilleren Tag nochmals. Ein Makro ohne AF käme für mich nicht in Frage, denn ich mache mindestens 95 % der Bilder… Weiterlesen »

joe

Rolf, so mache ich es auch. Makro ohne AF ist sicher interessant für Dinge die sich nicht bewegen. Aber selbst mit C-AF ist es manchmal unmöglich bei eratischen Bewegungen vernünftiges aufs Bild zu bringen.

100carat

Rolf, heute will wohl niemand mehr auf den AF verzichten. Aber wie Du ganz richtig schreibst, gibt es Situationen, wo der AF schlichtweg versagt oder langsamer arbeitet als eine manuelle Einstellung der Schärfe. Als ich mit der Fotografie begonnen habe, gab es keinen AF. Also, habe ich nach Wegen gesucht, trotzdem die gewünschten Motive scharf aufs Bild zu bannen … und mit zunehmender Fertigkeit eben auch Libellen im Flug über offenem Wasser attraktiv ins Bild gesetzt. Mit Einzelbildauslösung. Trotz aller Kenntnisse und Fertigkeiten musste ich natürlich einen für einen Schüler schmerzhaft teuren Anteil an Ausschuss mit einkalkulieren. Bei schwierigen Motiven wie den Libellen, hatte ich mir seinerzeit ein bis vier gelungene Aufnahmen pro Film zum Ziel gesetzt. Das hat ganz gut geklappt und sich über die anschließenden Magazinveröffentlichungen refinanziert. Nimmst Du gewisse Qualitätseinbußen in Kauf, sind sehr gute Teleobjektive mit „Makro-„Einstellung in der Tat ein probates Mittel, um leichter Kleines scharf abzubilden. Willst Du indes Abbildungsmaßstäbe von 2:1 oder mehr realisieren, bleibt Dir keine andere Wahl, als manuell zu fokussieren. Bei solchen Vergrößerungen sind bewegte Motive praktisch nicht mehr darstellbar, es sei denn man arbeitet mit Fotofallen/Selbstauslösung durch das sich bewegende Motiv und selbst dann wird es je nach Auslösverzögerung… Weiterlesen »

Rolf Carl

Hallo 100carat, Libellen über Wasser im Flug fotografieren ohne AF, alle Achtung. Da ist die Ausbeute von 1-4 Bildern pro Film (36?) sehr gut, das bringe ich kaum mit AF hin. Ich war kürzlich wieder in meinem bevorzugten Moor unterwegs und habe eine Grosse Königslibelle über dem Wasser herumfliegen sehen. Sie bewegte sich nervös hin und her und nach einer Stunde hatte ich genau ein Bild hingekriegt, aber leider war nur noch der Schwanz auf dem Bild, der Rest schon nicht mehr, ich bekam sie einfach kaum in den Sucher. Ein paar Tage später klappte es dann und ich konnte eine Serie von etwa 15 tollen Bildern machen. Aber es ist auch schon mit gutem C-AF schwierig genug. Qualitätseinbussen habe ich mit dem Tele nicht, im Gegenteil, die ganze Libelle ist knackscharf und das Bild ist schöner, wenn die Libelle nicht bildfüllend dargestellt wird, sondern von einem schönen Bokeh umgeben ist, finde ich zumindest. Und du hast recht, bei einem Massstab von 2:1 oder auch schon 1:1 ist es kaum mehr möglich, bewegte Motive zu fotografieren, nur schon wegen der Naheinstellgrenze. Bei meinem 150er Makro ist das z.B. 38 cm, so nah kommt man meistens nicht ran. Allerdings nehme ich… Weiterlesen »

100carat

Wie erwähnt, Rolf, das funktionierte nur mit viel Übung und einer genauen Kenntnis des Verhaltens der jeweiligen Art. Aber es blieb mir auch nichts anderes übrig. Da das Geld knapp war und die Filme teuer, mußten die persönlichen Fertigkeiten so perfekt wie möglich entwickelt werden, um die gewünschten Bilder einzufangen … das schaffte zu der Zeit nur Heiko Bellmann noch regelmäßig.Sicher ein Grund, warum ich Magazine nicht lange fragen mußte, ob sie die Fotos und entsprechenden Artikel veröffentlichen wollen. Inzwischen gibt es einige von mir sehr geschätzte Tierfotografen, die dank neuester Technik hervorragende Bilder machen.

Das von Dir erwähnte Thema der Fluchtdistanz kommt bei vielen tierischen Hauptdarstellern noch dazu. Auch hier hilft eine genaue Artkenntnis gepaart mit einem Blick für die jeweilige Persönlichkeit des jeweiligen Individuums. Aber genau das macht es spannend.