Leica Inspiration & Praxis

Was haltet ihr vom ersten „Leica Picture of the Year“?

Ihr seid echte Leica-Fans? Dann habt ihr sicherlich auch das nötige Kleingeld für diesen ganz besonderen Fotodruck.

Ralph Gibson ist Leica seit Ewigkeiten treu

Es ist sicherlich kein riesiger Zufall, dass der deutsche Traditionshersteller nur kurze Zeit nach der Vorstellung der mit Spannung erwarteten Leica M11 sein allererstes „Picture of the Year“ präsentiert, das mit exakt dieser Messsucherkamera geschossen wurde. Die Idee des Jahresfotos gibt es wohl schon länger, doch offenbar erst jetzt hat man mit Ralph Gibson einen geeigneten Partner gefunden, der ein entsprechendes Werk beisteuerte. Der 83-jährige US-Fotograf Gibson arbeitet seit rund 50 Jahren exklusiv mit Leica zusammen und wurde im vergangenen Jahr mit dem Leica Hall of Fame Award ausgezeichnet.

Signierter Druck auf 75 Exemplare limitiert

Das gewürdigte, bislang unveröffentlichte und nicht betitelte Foto ist laut Leica vor ein paar Monaten auf Long Island entstanden. „Kostbar schimmern die Materialien, sanft leuchten die Farben: aus dem Motiv des Motorboots wird im engen Ausschnitt eine spannungsvoll-dynamische Komposition aus Linien, Flächen und Farben“, wird das Bild blumig in der zugehörigen Pressemitteilung beschrieben. Der auf 75 Exemplare streng limitierte, signierte Fine Art Print mit Maßen von 20,8 x 31,2 Zentimetern ist ausschließlich in einer der 25 Leica-Galerien auf der Welt zu erwerben. Kostenpunkt: 1.800 Euro.

Fortsetzung mit weiteren Mitgliedern der Hall of Fame geplant

Wie die Wahl auf genau dieses Foto gefallen ist, wird nicht ganz klar – um einen offenen Fotowettbewerb handelt es sich aber jedenfalls nicht. Zukünftig solle mit weiteren „Hall of Fame“-Fotografen ein Leica Picture of the Year realisiert werden. Gibson ist seit letztem Jahr Teil dieses 2011 ins Leben gerufenen, elitären Kreises, der mittlerweile zwölf Personen umfasst, darunter Steve McCurry, Thomas Hoepker und Barbara Klemm.

„Mit diesem Print ehren wir gemeinsam mit allen Leica Galerien einen großartigen Fotografen, der in über sechzig Jahren und in glücklicher Markentreue zu Leica ein unvergleichliches Lebenswerk geschaffen hat“, so Karin Rehn-Kaufmann, Artdirector und Generalbevollmächtigte der Leica Galerien International.

Leica Picture of the Year 2021 © Ralph Gibson

Gibson-Ausstellung in Wetzlar bis Ende Februar

Falls ihr euch also auf einen Shoppingtrip begeben wollt oder zufälligerweise in der Nähe von Leicas Hauptsitz in Wetzlar wohnt, habt ihr noch bis Ende Februar 2022 die Gelegenheit, dieses sowie einige weitere Fotos von Ralph Gibson in einer Ausstellung der dortigen Leica Galerie zu bestaunen. Weitere Fotos der Serie, in der auch das Picture of the Year entstand, könnt ihr euch hier ansehen.

Update, 26. Januar 2022, 12:30 Uhr: Wie mir Leica-Pressesprecherin Julia Hartner auf Anfrage erklärte, kam Ralph Gibson als neustes Mitglied der Hall of Fame am ehesten für den lang gehegten Wunsch nach einem „Picture of the Year“ in Frage. Er habe einige Bilder zu diesem Zweck vorgeschlagen und sich zusammen mit Karin Rehn-Kaufmann schließlich für das Bild, das es letztendlich geworden ist, entschieden. Voraussichtlich wird in Zukunft das „Picture of the Year“ vom jeweiligen neusten Mitglied der Hall of Fame – jährlich kommt eines hinzu – gestellt und nicht von den bestehenden Mitgliedern.

Wie gefällt euch das erste „Leica Picture of the Year“?

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Henry

Ein Boot, wie schön. Da sieht man mal wieder, dass man auch mit Leica gute Fotos schießen kann.

Leonhard

Ja aber natürlich kann man so was, jedenfalls solange das Boot an der Leine liegt und keine Wellen kommen.

Stefan

Nein, ich glaube, er hat es von einem anderen Bild abfotografiert. Im Studio, mit der Leica auf einem Stativ. Angeblich hat er wohl auch keine zwölf Versuche gebraucht bis es scharf war.

Peter Braczko

…dann könnte es schwierig werden

Peter Braczko

Sehr schöne Bilder…oder etwa doch nicht? Gelungen (?) ist auch der schmale Schatten, der sich „malerisch“ über den grünen Sitz erstreckt, in dem Foto ist echt „Spannung“ zu sehen – oder so?!

Matthias

Habe mal in die hall of fame von Leica geschaut. Also alle 11 Fotografen und die eine Fotografin haben ja in etwa das Alter der M-Leica. Sollte das vielleicht die Zielgruppe sein, die vom Kaufmann-Clan angepeilt wird? Ausserdem scheinen Fotografinnen sich vom Markennahmen nicht so blenden zu lassen.
Weiterhin vermisse ich Alfred in der Liste, als ob man ihm sein Fremdgehen mit Fuji übel nehmen würde….

Alfred Proksch

So lange besitze ich meine Leica Monochrom noch nicht das ich für solche Ehren würdig wäre!

Matthias

Ja dann hau rein. Die Leica schreit geradezu danach, Dich aus Deiner Komfortzone heraus an die Brennpunkte dieser Welt zu zerren:-))

Rolf Carl

Das Alter würde bei Alfred ja auch noch perfekt passen.

Peter Braczko

Das mit dem Boot würde auch der Proksch auf die Speicherkarte bekommen – und in Schwarzweiss könnte es reichen für die „Jahresausstellung heimischer Künstler“ in Tuntenhausen.

Alfred Proksch

Gut erhalten das Boot, da steckt viel Arbeit dahinter. Das Smartphone hätte auch genügt.

Maratony

Tolles Bild.
In jedem Fall.
Auch stolzer Preis.

Matthias

Zum Bild:
klare Linienführung, grafische Bildaufteilung, emotionale Ruhe. Gleichzeitig wird auch gezeigt, dass man mit einer M in den Nahbereich eintauchen kann. In der Gesamtwirkung nicht kitschig bunt sondern eingetaucht in die neuen Leica-Farben Rot, Grün und Blau dezent unterstrichen durch Gelb, Weiß, Schwarz und Braun.
Der Preis wird in einigen Jahren wahrscheinlich durch die Decke schiessen, wenn die Prints auf internationalen Auktionen unter den Hammer kommen.
Inhaltlich bewegt sich die Aufnahme stellvertretend für unsere Zeit: laaaaangweilig…
Einfach grandios:-))

Thomas Müller

Matthias, hast Du schon mal überlegt Werbetexte zu schreiben? Du hast wunderbar umschrieben, was ich von dem Foto halte 😁. Von mir gibt es für Deinen Post zwölf Punkte – douze points pour Matthias – twelve points ……

Matthias

Danke Thomas. Aber als Texter muss man schon irgendwie einen an der Klatsche haben. Und soweit bin ich noch nicht:-))

Ingo

Dann bist du ein Galerist? Jedenfalls sehr überzeugend rübergebracht.

Matthias

Nein, bin Werbefotograf, habe aber schon einige Bilder in meinem Leben gesehen…

Ingo

Ah, ok. So ein bisschen hört man, daß du häufiger Bilder nicht nur machst, sondern auch beschreibst (deinen Kunden gegenüber).
Na, jedenfalls beherrscht du das ;-).

Rolf Carl

Matthias, von mir hast du 100/100 Punkte!

Peter Braczko

????

Maratony

Du hast die Frage vor den Zeichen vergessen.

Red and Gold

Das Foto ist eindeutig nur mit einer Leica M möglich gewesen.

Thomas Müller

….. ganz eindeutig, daran gibt es keine Zweifel.

Thomas Müller

…. denn mit jeder anderen Kamera wäre es ein super Foto geworden 🤣

Sperber

… aber mit einer Pen F wäre es ein kleines bisschen besser geworden. 🙂

Rolf Carl

Stimmt, so fantasielos sind nur Leica-Fotografen.

Maratony

Ich finde es toll mit derart vielen Experten der Theorie und Praxis hier meine Zeit verbringen zu können. Ich denke ihr seid mit euren Fähigkeiten nicht nur Vorbild für mich, sondern für ganze Generationen. #daumenhoch

Rolf Carl

Danke, gerne.

100carat

Um ohne Umschweife auf Marks Frage zu antworten: nicht viel. Zwar technisch gut umgesetzt, auch in der Farbkomposition angenehm, aber schon der gewählte Ausschnitt wäre optimierbar gewesen. So ist die Linienführung eher unglücklich ausgefallen und keineswegs spannungsvoll dynamisch komponiert.. Wenn solche Fotos zum „Leica Picture of the Year“ gekürt werden .. da fragt man sich schon, wer saß oder sitzt in der Jury und wie groß ist diese? .

Matthias

…also spannungsvoll dynamisch komponieren mit einem Messsucher ist ein Widerspruch in sich. Und die Frage nach der Jury ist doch klar: Kaufmann, Kaufmann, Kaufmann und Kaufmann. Vielleicht sollte man auch lieber ein Foto des Monats veröffentlichen, damit auch die restlichen 11 Mitglieder der hall of fame noch eine Chance bekommen.

Matthias

Das war jetzt zwar nicht sehr nett. Aber der Gedanke drängt sich auf…

Rolf Carl

Stimmt, ist mir auch aufgefallen. Die Linie von unten links müsste exakt aus der Ecke ziehen, macht sie aber leider nicht. Zudem stört auch, dass das Dreieck des Fensters auf der rechten Seite angeschnitten ist.

Matthias

…was sind wir wieder kritisch! Mal die anderen Bilder aus der Serie gesehen? Also dieses Motiv kommt gut rüber und jeder sagt sofort: ah! Ein Boot! Wem gehört das wohl? Wo will es hinfahren? Ist das in Beirut? Schlägt gleich eine Granate ein?
Also was ich sagen will: es ist reichlich Raum für Interpretationen…

Leonhard

Hier schreiben mal wieder lauter „Experten“!

Dieses Bild ist ein absolutes Meisterwerk, aus der Fachrichtung „entspannte Fotografie für Überspannte.“
Ihr versteht das alles nur nicht weil ihr keine Versteher seid, falls ihr nun versteht was ich meine!

Klar, mit einer Canon würde ich das Bild anders machen:

Ein Model, rattenscharfer Popo, Beine bis zum Boden, superheißes „heißes Höschen“, Beine bis zum Boden und Lackstiefel in Rot, reizt sogar den Stier (ach neeee, der sieht die Farbe ja gar nicht, aber egal)!

Jetzt das Model mit ausreichend Abstand zwischen den Füßen vor dem Boot platziert und durch das gleichschenklige Dreieck das doofe Boot aufgenommen, so fotografiert man mit Canon, meine Herren!

Und wenn mir dann einer von Euch schreiben würde „aber das Boot ist ja gar nicht scharf“ dann wäre meine Antwort: „Dann kauf Dir doch eine Leica!“

Finny

… @Leonhard
du meinst ein Bild von Helmut Newton 😉

Ingo

Das wirft aber wieder ein neues Problem auf, und zwar, wo platzierst du die Dobermänner?

Matthias

Und genau deswegen hast Du keine Chance, in die hall of fame einzuziehen. Weil Du nicht verstanden hast, dass die M-Leica eine Reportage-Kamera ist. Und niemand würde Dir abkaufen, dass Dein feuchter Traum da zufällig rumstand. Also Thema verfehlt. Setzen!

Leonhard

Keine Chance in der „hall of fame“ einzuziehen?
Der war gut! Bevor meine Meisterwerke in dieser Ausstellung landen lande ich lieber selber beim DJ vom Krematorium!

Ach so, noch was, lieber Matthias: In meinem Alter spricht man nicht mehr von einem „feuchten Traum“, bei reiferen Herren wie mir heißt dies Inkontinenz.

Ingo

Das Boot lag da auch nicht zufällig, glaub ich nicht!

Rolf Carl

Da hast du eigentlich recht. Vielleicht sollten wir weniger kritisieren und uns stattdessen fragen, was uns der „Künstler“ mit diesem Bild sagen wollte. Bin im Urlaub vielleicht?

Peter Braczko

„Er hat ein knallrotes Gummiboot!“ – ach doch nicht? Vielleicht wirkt das Bild besser in „monochrome?“ Dann ist das große Fotokunst!

Matthias

Würde da jetzt mal nicht so viel rein interpretieren. Vielleicht will er das Boot ja verkaufen und die Abbildung wurde für die Bucht gemacht…

100carat

Jonathan, sorry für den Lapsus. Da meine (Frei-) Zeit immer knapp bemessen ist, überfliege ich die für mich weniger relevanten Artikel oft nur kurz und da es inhaltlich um nichts Weltenbewegendes geht, habe ich auch nicht nach dem Autor geschaut. Es ist sicher eine wertvolle Entlastung für Mark, dass Du inzwischen mit an Bord (passt bei diesem Artikel mit schönem Doppelsinn) bist. Weiter so.

Cat

Was alles prämiert wird – immer wieder unglaublich – leblos u schlecht komponiert – keine gute Werbung.

Passt aber vielleicht deshalb zu Leica, mehr Schein als Sein.

Peter T

…na bumm. Irgendwie fehlen mir da die Worte. „Kunst“ eben. Und die muss ja nicht jeder verstehen.

Rolf Carl

Ist mir auch schon aufgefallen, Leica-Fotografen gehören eher nicht zu den Kunst-Verstehern.

Leonhard

Was gibt es denn an Kunst zu verstehen?

Altes Fotografen-Künstlersprichwort:

Ist die Aufnahme verhunzt
nennt der Meister sie halt Kunst!

Wenn nur solches an den Wänden prunkt
war es wohl der rote Punkt!

Rolf Carl

Sehr schönes Gedicht … von Goethe?

Leonhard

Nein, dieses Werk war von mir!

Goethe, wart mal, war das Werk nicht von dem?

„Einst war ich in der Lombardei
und hat die LEICA nicht dabei

Drumm habe ich kein Bild geschossen
dies hat mich aber nicht verdrossen

Der Kopf die Bilder generiert
solang der Pinsel funktioniert“

Rolf Carl

Gratuliere, du hast echtes Dichtertalent!

Nee, ich denke nicht, das das zweite Gedicht von Goethe ist, klingt eher nach Alfred … blöd, jetzt fällt mir der Nachname nicht mehr ein.

Peter Braczko

Scheine sind bei Leica das Wichtigste!

Rolf Carl

Ähh … , meinst du jetzt Geldscheine oder mehr Schein als Sein?

Alfred Proksch

Da hat Jonathan wieder ein Fass aufgemacht. Bilder kritisieren ist etwas was ich mir verkneife, weil es so einfach ist. Meine Aussage ist gefällt mir oder gefällt mir nicht. Dieses gefällt mir nicht. Es würde bei mir gelöscht beziehungsweise erst gar nicht so fotografiert.

Mir ist es egal mit was ein Bild gemacht wurde wenn es mich anspricht. Ein Bild ist dann erfolgreich wenn es jemand kauft und an seine Wand hängt. Alles andere ist persönliches Verständnis oder eine private Ansicht.

Also was zählt? Der gutgeschriebene Betrag auf dem Konto!

Matthias

Dann sei froh, dass Dein Name nicht in der hall of fame auftaucht…

Red and Gold

Die Arroganz von einigen hier ist mal wieder belustigend.

Das Bild wird nicht geehrt, weil es das „beste“ Bild ist, welches man je gesehen hat, sondern es wird ein Stück weit das Lebenswerk eines sehr bekannten und großartigen Fotografen gewürdigt. Das ist doch toll und wem es gefällt, der soll es kaufen.

Matthias

Gut, dass Du uns das jetzt mal erklärt hast. Hatte gleich die Ahnung, dass wir irgendwas nicht richtig verstanden haben. Zur Entschuldigung möchte ich aber anmerken, dass wir nicht zum inneren Kreis der Eingeweihten gehören…

Alfred Proksch

Servus Red and Gold

Eigentlich war es schon immer die beste Bestätigung wenn man aus jeder erdenklichen Richtung angemacht wird. Witzig ist dabei das es immer um erfolgreiche Aktionen aller Art gegangen ist.

Wenn dem nicht so wäre würde ich mir Sorgen machen.

Matthias

Moin Alfred,
hoffentlich legst Du diese Haltung auch an den Tag, wenn mal jemand an Deinen Gartenzaun pinkelt…

Alfred Proksch

Passiert öfter…

Hallo Matthias, mir gefallen die gut gemachten Graffitis an meiner Einfriedung (Straßenseitig) mittlerweile recht gut. Wenn ich ein anderes möchte gehe ich kurz mit deckendem Weiß darüber und warte einige Tage, dann ist etwas NEUES zu sehen. Ich habe überlegt ob ich ein Schild anbringe und den Sprayern meine Einwilligung zum werken gebe. Mir tun höchstens die Künstler leid wenn „Hirnis“ ihren sinnlosen Krakel darüber sprayen.

Warum sollen Menschen die Seeseitig an den Zaun pinkeln schlimmer als Hunde sein? Weit und breit ist keine öffentliche Toilette vorhanden, also was soll es? Wer muss der MUSS.

Matthias

Alfred,
dann hast Du ja Motive ohne Ende. Einer meiner Assistenten hat vor langer Zeit seine Diplomarbeit unter der Überschrift Graffiti im Stadtbild gemacht. Alle Fotos in SW und es gab eine 1,7…:-))

Finny

Das Bild ist plakativ, kräftige (Grund-)Farben. Erinnert ein bisschen an einen Stilmix von Saul Leiter und David Hockney.
Der Preis ist, im aktuellen Kunstmarkt gesehen, ein absolutes Schnäppchen. Die Bilder werden verkauft sein, bevor sie in die Läden kommen. Hohe Gewinnmargen inklusive.

Roman.Tisch

Dieses Bild zeigt genau das, was ich schon öfters gesagt habe: Bilder, die mit Leicas gemacht werden, haben sehr oft etwas künstlerisches und das sieht / versteht wohl nicht jeder. Es zeigt etwas völlig unspektakuläres und davon nur einen Ausschnitt. Trotzdem strahlt dieses Bild auf mich eine Ruhe aus, die durch die Farben, das Licht und die Linien erzeugt wird. Man hätte das auch mit jeder anderen Kamera machen können oder sogar mit einem Smartphone. Dazu braucht man keine Leica, keinen VF Sensor und keine Ausrüstung für ein paar tausend Euro. Es ist aber mit einer Leica entstanden, was aber absolut egal ist. Wenn er Spaß mit der Leica hat und wenn er dadurch künstlerisch tätig sein kann, dann sei ihm das gegönnt. Wenn er auch alle davon verkauft, spielt der Wert seiner Leica Ausrüstung auch keine Rolle mehr. Sowas schaue ich mir lieber an, als das tausendste Katzenfoto oder Blümchenfoto, das mit anderen Kameras aufgenommen wurde. Warum hier manche deswegen wieder über Leica oder den Fotografen witzeln, ist für mich nicht nachvollziehbar. Und wie sich andere wieder selbst als der absolute Experte darstellen und sich über ihn stellen, ist auch nicht für mich nachvollziehbar. Er verdient mit diesem einen… Weiterlesen »

Thomas Müller

Tja, das mit dem „künstlerisch“ ist in diesem Fall wohl in etwa so wie mit den Kaisers neuen Kleidern. Da sehen manche aufgrund eines Etiketts etwas, was aber einfach nicht vorhanden ist, meinen dann aber, die grossen Experten zu sein. Hinzu kommt dann auch noch der fehlende Humor, was bei einigen Leica-Fans hier ganz besonders auffällt.

Leonhard

Erlaube mir mal, Dir zuzustimmen!

Nicht jeder Sehende hat eine Leica aber jeder Leica-Besitzer gehört zu den Sehenden, egal was dann da gesehen wird oder auch nicht.

Allerdings eines muss man diesem Hersteller aus meinem schönen Bundesland wirklich lassen:

Wenn wir hier im Forum mal die Kamera mit dem höchsten Unterhaltungswert wählen müssten, dann hätte weder Deine Nikon noch meine Canon auch nur den Hauch einer Chance, selbst die Sony müsste sich mit einem zweiten Platz zufrieden geben, davon können wir ja wohl ausgehen!

Roman.Tisch

„Nicht jeder Sehende hat eine Leica aber jeder Leica-Besitzer gehört zu den Sehenden, egal was dann da gesehen wird oder auch nicht.“

Lustigerweise hört man das nie von Leica Nutzern (zumindest ich habe so etwas noch von keinem Leica Nutzer gehört), aber stattdessen hört man das immer von Leuten, die sich nie eine Leica leisten könnten und die damit nichts anfangen können. Ich kann bzw. will mir auch keine leisten, aber trotzdem nehme ich mir nicht das Recht, mich über Leica, die Kameras oder die Fotografen lustig zu machen.
Für mich hat das etwas mit Anstand zu tun und den vermisse ich bei etlichen Leuten heutzutage und v.a. im Internet. Aber im Internet kann ja jeder ein Held sein oder kann sich zumindest so fühlen.
Ich vermute aber einfach, dass es eben der pure Neid ist, der aus einigen spricht. Schließlich hat der Herr hier die neue M11 und verkauft sein Bild auch noch 75x für 1800€. Das Geld verdienen einige hier vermutlich nicht einmal in einigen Jahren und erst recht nicht in seinem Alter.

Peter Braczko

Also immer diese Neid-Antworten! Hab` den größten Teil meines Lebens Geld verdient mit der Fotografie und meinen Nikon-Kameras. Viel Stress und Hektik dabei, aber eben auch bei einigen Fototerminen die Gelegenheit, den Leserinnen und Lesern zu zeigen, dass Fotografie mehr ist, als nur fantasielos auf den Auslöser zu drücken. Wir haben übrigens im letzten Monat 90.000 muntere Euros geerbt – aber mir deswegen eine Leica-Knipse kaufen? Das wird nicht passieren, bin froh, wenn ich die beiden M3, die Leicaflex SL2 und einige Leica-Objektive aus einer anderen Erbmasse los werde. Ist wirklich keine Freude, Leica-Kaufinteressenten am Telefon anzuhören, die zuerst fragen: „Wie sieht die Kamera aus? Hat sie Kratzer oder andere Beschädigungen, ist die Originalverpackung dabei, ist diese Ovp noch wie neu usw., usw.? Brrrrh – wirklich nervig!

Roman.Tisch

Na dann nenne mir doch bitte einen plausiblen Grund, warum einige hier den Fotografen, Leica und die Kameras immer so herunter machen und das wirklich bei jedem Artikel zu Leica?

Außer Neid fällt mir nichts ein. Wenn man andere Kameras bevorzugt oder nur seinen Hersteller abgöttisch liebt, dann hat jeder das Recht dazu, aber warum muss man dann andere Kameras, Hersteller und Nutzer heruntermachen? Steigert das dann das eigene Selbstwertgefühl oder was ist der Grund?
Sogar Alfred Proksch, der es gewagt hat sich eine Leica zu holen, muss sich ständig dämliche Kommentare gefallen lassen.

Ich würde es wirklich gerne wissen, denn diese Fragen habe ich mich bei so manchen Kommentaren schon öfters gestellt. Und anstatt sich über Bilder zu freuen, sie zu betrachten etc. suchen einige heutzutage nur Dinge, über die sie ununterbrochen lästern können.

Also wenn du einen besseren Grund weißt, dann lass es mich wissen.

Matthias

Roman,
Du brichst wieder alles auf die finanziellen Möglichkeiten runter und den angeblichen Neid derjenigen, die sich eine Leica nicht leisten können. Das Leica Marketing spielt auf derselben Klaviatur, nur nicht ganz so direkt. Über Geld redet man nicht, das hat man. Nochmal zurück zu dem Foto: die Kunst erzählt uns eigentlich mehr über den Künstler als über sein Objekt. Entscheidend ist auch nicht die Perfektion sondern es geht um den Inhalt. Habe mal vor einiger Zeit im Antiquariat zwei gut erhaltene internationale Jahrbücher der Fotografie gekauft, die Ausgaben von 1977 und 1978. Der englische Verlag hat das in einem aufwendigen rasterlosen Druckverfahren realisiert, also sehr gute Qualität. Ich rede von Büchern, die man aufschlägt, mit den Händen darin blättert und die Fotos betrachtet, kein wisch und weiter. Die optische Haptik dieser Bilder erreicht keine aktuelle Kamera in ihrer klinischen Sensor-Sterilität. Auch keine Leica…

Leonhard

Also hier kommen nun mehrere kleine Denkfehler, die man so nicht wirklich ohne Kommentar stehen lassen kann! Für was dieser Herr seine Bilder verkauft ist ziemlich egal, ich jedenfalls würde mir so ein Bild nicht für 18€ kaufen, wer es für 1.800€ kaufen möchte, da habe ich rein gar nichts dagegen, jeder wie er meint. Hier laufen rund ums Jahr Diskussionen, ob man für die viele Technik, welche sich in einer Sony A1 befindet wirklich 7.300€ ausgibt oder ob ein Hobbyist/in, der dafür diesen Betrag auf den Tisch legt vielleicht einen kleinen Mann im Ohr hat? Dann kommen aber wieder andere Wissende, die dem erstaunten Publikum dann erklären, dass wenn so ein Elektrogerät all diese Funktionen nicht hat, welche man auch bei der A1 nebenbei bemerkt abschalten kann, dann ist ein noch mal um gut 1.000€ teureres Kameragehäuse ein gerechtfertigter Preis, dann ist alles in Ordnung. Klingt vielleicht logisch, ist es aber trotzdem nicht. Jetzt kommt, wie bei mir nicht zu vermeiden, dass berühmte Beispiel: Nehmen wir an, der Rolf hätte die Spendierhosen an und würde mich in einen Edelschmausetempel einladen, nehmen wir auch noch an, ich ginge mit (schrecklicher Gedanke, also nun nicht wegen dem netten Rolf), dort wollte… Weiterlesen »

Red and Gold

Schöner Text zum schmunzeln.

Aber dann erklär mir doch nochmal etwas anderes. Warum geben sich immer wieder die selben Menschen hier große Mühe, jeden einzelnen Leica Beitrag zu nutzen, um sich über die Marke, deren Produkte und die Menschen die eine Leica haben oder gerne hätten lustig zu machen? Man wird als Vollidiot abgestempelt, weil man eine Leica M toll findet. Wo kommt diese große Feindseligkeit her? Wenn das kein Neid ist, was ist es dann?

Hätte da wirklich gerne eine Erklärung für. Selbst wenn mich Leica kein Stück interessieren würde, dann würde ich es trotzdem schon mal grundsätzlich ziemlich cool finden, dass es einen so bekannten Kamerahersteller gibt, der aus Deutschland kommt. Das man als deutscher Fotograf quasi dafür kämpft, dass diese Traditionsmarke an Ansehen verliert, kann ich wirklich nicht begreifen.

Roman.Tisch

Ah, noch jemand, der so denkt wie ich und der sich die gleichen Fragen stellt 🙂
Ich vermute aber, wie werden weiterhin keine Antworten bekommen und beim nächsten Leica Artikel zur Q3 spulen die Herrschaften dann wieder ihr Programm ab und wieder und wieder. Es wird ihnen vermutlich nie zu doof.

Leonhard

Ganz einfach erklärt, mein Lieber, also mir geht es rein gar nicht um Leica, mir geht es auch nicht um Leute, die sich eine, zehn oder hundert Leicas kaufen, kann auch sein, dass man damit wundervolle Bilder machen kann, auch kein Thema. Mich regen hier, und dieser Disput ist ja schon sehr alt, eigentlich nur die Fotografen von ausgestopften Eichhörnchen auf, die immer dann anderen hier erzählen wollen, was alles nur mit einer Marke geht und wieso man neidisch sein muss, obwohl man es gar nicht haben möchte. Du kannst Dir kaufen was immer Du möchtest, wenn Deine Kunden mit Deinen Bildern zufrieden sind, dann soll es mir 3mal recht sein, schön für Dich und auch für die Kunden, dann passt ja alles. Nur, jetzt kommt meine Kritik an einigen Beiträgen hier: Nur weil eine Sony A1 preiswerter ist als eine M11, deswegen muss ja die A1 nicht zwangsläufig schlechter sein, genau wie ein Kollege der seine Leistungen preiswerter anbietet deshalb ja auch nicht zwangsläufig schlechtere Bilder abliefert, darum geht es mir, sonst gar nichts! Und ich kriege immer Fußpilz, wenn dann hier der Neid als Totschlagargument kommt! Ja muss ich mir denn unbedingt einen Bentley kaufen, damit meine Enkel… Weiterlesen »

Red and Gold

Jedes Mal, immer wieder …

Neuer Beitrag auf Photografix zum Thema: Und hier ist die neue M11

Kommentare:

Person 1
In Ausgabe 07/1957 wurde erwiesen, dass es keinen Leica-Look gibt.

Person 2
Leica Fotografen sind dumm und haben kein Verständnis von Kunst.

Person 3
Steinzeit-Kamera zu überteuerten Preisen. Aber gleich wird mir wieder Neid vorgeworfen.

Person 4 (Tatsächlicher Leica-Nutzer)
Ich mag meine Monochrom und fotografiere gerne damit. Die M11 schaue ich mir genauer an.

Antworten auf Person 4

  • Du glaubst wohl du bist was besseres?!
  • Immer werft ihr Leica-Typen mir Neid vor …
  • Die Z9 kann 8K und deine Leica?
  • In Ausgabe 07/1957 wurde erwiesen, dass …

Einfach nur Häää???? :))

Leonhard

Solche Beiträge mögen ja bei einigen Menschen Stresssituationen auslösen, aber was soll ich nun mit der Antwort, habe von diesen Beiträgen so nicht einen einzigen geschrieben?

Ursachen für Traumata sind vielschichtig, da gibt es nicht nur Neid, auch andere Erlebnisse brennen sich ein, aber egal, wir wollen ja hier über ein Bild reden, zu dem mir leider nichts einfällt!

Thomas Müller

Leonhard, ich habe auch den Eindruck R&G ist emotional am Anschlag. Nicht nur Du findest Dich in seinen „Zitaten“ nicht wieder. Mit dem Leica-Look meint er garantiert mich. Er wirft dabei aber durcheinander, dass ich immer davon sprach, dass dieser existiert und dies auch genau so von Leica angesprochen wird. Also genau das Gegenteil dessen, was er jetzt behauptet. Ich schrieb lediglich darüber, wie dieser bei den digitalen Leicas zustande kommt. ER selbst war es, der davon schrieb, dass angeblich kein Leica-Fotograf von einem Leica-Look sprechen würde. Aber wie Du richtig schreibst, es geht hier eigentlich nur um ein Foto, das einige überhöhen, WEIL es mit einer Leica M gemacht wurde.

Leonhard

Lieber Thomas, da ich mich ungerne über die emotionalen Zustände anderer Leute auslasse versuche ich mal eine Erklärung dieser Sache an mir selbst:

Also, mir ist eine Laus über die Leber gelaufen! Da so eine fiktive Laus ein dummes Tier ist meint die nur, sie sei mir über die Leber gelaufen, stattdessen trampelt mir das blöde Vieh auf der Nebenniere rumm. Durch diese Erschütterung setzt das Organ dann Hormone frei, welche mich auf eine Flucht oder einen Kampf vorbereiten.

Da ich nun einmal kein Fluchttier bin bleibt nur der Kampf! Angenommen nun, ich lese jetzt gerade Deine Texte, welche einen Kampf eigentlich gar nicht beinhalten, dann bleibt mir nur noch die Möglichkeit, mir einen Kampf zu erfinden, diesen lese ich also in Deine Texte hinein, ohne dass dies Deine Buchstaben überhaupt hergeben würden. Jetzt würde es auch nicht helfen, Deine Texte X-mal zu lesen, denn es kann nur verarbeitet werden, was ich verarbeiten will, wobei ich beim „Wollen“ eher gar nichts zu „Wollen“ habe, aber egal.

Thomas Müller

Leonhard, auch damit kannst Du richtig liegen. Es wird vermutlich gar nicht mehr richtig wahrgenommen was man tatsächlich schreibt. Das war ja schon im Vorgängerthread so, wo anderen und mir „blanker Hass“ gegen Leica vorgeworfen wurde, obwohl es nur darum ging und geht, dass man die schrankenlose Begeisterung für Leica nicht teilt und deren Produkten neutraler und nüchtener gegenübersteht.

Leonhard

Lieber Thomas, Dir „blanken Hass“ zu unterstellen entbehrt, so wie ich Dich lese, nicht eines gewissen Schwachsinns. So wie ich Dich einschätze liegt Deine „Hassschwelle“ dermaßen hoch, dass es nicht wirklich möglich sein sollte, Dich alleine mit Buchstaben zum „hassen“ zu bringen.

Die unterschiedlichen Wahrnehmungsarten kann man ja besonders deutlich im Bereich der klinischen Psychologie beobachten.

Du gehst mit einem vollkommen anders wahrnehmenden Menschen in einen Supermarkt und plötzlich rastet der total aus, Du kannst dies nicht verstehen und bist fassungslos. Der andere Mensch hat eine andere Wahrnehmung und kann Dich absolut nicht verstehen, weil Du gar nicht merkst was ihn verrückt macht.

Was könnte der Auslöser sein? Bei einigen Anderswahrnehmungen wird z.B. das flackernde Licht von bestimmten Leuchtmitteln vollkommen anders wahrgenommen, was Dir gar nicht auffällt macht den Anderen verrückt, verursacht ihm vielleicht sogar Schmerzen. Zwei ganz andere Wahrnehmungen, aber, und da sind wir uns ja wohl einig, trotzdem die vollkommen gleichen Lampen, das gleiche Licht.

Nicht die zugesicherten Eigenschaften eines Produktes (gesundheitliche Unbedenklichkeit der Leuchtmittel) gibt den Ausschlag für die jeweilige Wahrnehmung, sondern dass, was jeder einzelne in einem Produkt sieht!

Ingo

Neutral und nüchtern ist blöd. Das mir nämlich seinerzeit auch den reinen Spaß an einer Leica M verleidet (hatte es einmal mit einer Film-M probiert und einmal mit einer digitalen M).
Beide Male war mir die Kamera zu schwer und der Verschluss zu laut. Dazu hatte die Film-M keinen eingebauten Belichtungsmesser und die digitale M war eigentlich nur bei ISO 640 wirklich gut.
Die Nachfolge-Kameras sind da jeweils sicher besser, allerdings dann leider auch zu hochpreisig für meinen Geschmack. Klar, hab gebraucht eine M 240 für 3000 Euro gesehen, ob man sich die oder eine neue Nikon, Canon oder Sony kauft, das ist natürlich eine Überlegung wert. Auch die Objektive von Voigtländer oder Zeiss passen und sind wirklich gut, und dann mal eine Leica-Linse, das wäre dann auch nicht teuere als ein System eines anderen Herstellers.
Aber irgendwie finde ich gerade auch eine Monochrom großartig, da dürfte mich dann aber auch nichts dran stören, sonst würde sich das dann wieder in den Vordergrund schieben.

Thomas Müller

Ausgerechnet Du fragst das? Fällt Dir nicht auf, dass Deine Aussagen mit ein Grund für die Erheiterung sind? Ich hatte eigentlich vor mich hier nicht mehr zu äussern. Das habe ich durchgehalten, bis ich Deinen Post las, wonach das Foto nur mit einer Leica M möglich sein soll. Erst wusste ich nicht, ob Du das ironisch oder humorvoll meinst. Aufgrund Deiner fanatischen Begeisterung für die Leica M und Deiner heroischen Verteidigung dieser Kameralinie in jedem Strang, in dem auch nur das Wort Leica vorkommt, schloss ich dies dann aus und war mir sicher, dass Du das ernst meinst. Bitte entschuldige, wenn ich dann aber solch einen Unsinn lese, dann kann ich nicht anders als das Gesagte auf die Schippe zu nehmen, mir eine Tüte Chips zu holen und die Sekunden zu zählen, bis dieser Neidvorwurf von mindestens einem wieder kommt. Das ist so, als ob man bei Euch Leica-Jungs einen Knopf drückt 😁 . Das zeigt aber auch, wie arm das Argumentationspotential ist. Ich habe es schon mehrfach gesagt, wenn man einfach schreiben würde, die Kamera macht einem Spass und man leistet sie sich trotz des hohen Preises diese Kamera, dann wäre alles in Ordnung. Sobald aber behauptet wird, mit… Weiterlesen »

moss

Die sogenannten „Leica Jungs“ haben bisher eher den Ball flach gehalten, wurden aber immer wieder angegangen. Ein Monochrome Fan hat tatsächlich öfter mal zu erkennen gegeben, das er eine Leica hat und ab dato endlich entschleunigt fotografieren kann, aber das ist ein „Ausnehmefotograf“. Tatsächlich bekommt man beim lesen den Eindruck, einige kommen nicht klar damit, das sich jemand eine Kamera für über 8K kauft oder kaufen kann.
Die mag technisch nicht besser sein, aber sie ist puristischer und das gibt einem halt so ein Gefühl, nostalgischer zu fotografieren. Ist doch absolut ok. Niemand wird sich eine Leica kaufen, um Schwalben im Flug abzulichten, das sollte doch klar sein.
Auf dem Schießstand nimmt mancher auch lieber den Revolver, als eine hochmoderne Glock usw.
Aber hierzulande herrscht eine komische Mentalität, nach dem Motto, na, der braucht wohl eine Leica, weil er eigentlich gar nicht fotografieren kann. Nicht schön.

Matthias

„hat öfter mal zu erkennen gegeben“ ist nett umschrieben. Und nur mal zur Info: entschleunigt fotografieren kann man mit jedem Fotogerät. Bei einigen passiert das automatisch, wenn sie sich im Menü verirrt haben.
Ausserdem habe ich nirgends gelesen, dass hier jemand „angegangen“ wurde, weil er mit Leica fotografiert.
Du solltest mal an einem Pressetermin teilnehmen und Dir anhören, was die Fotografen sich da alles an den Kopf werfen. Alles Insider-Gags und keiner ist beleidigt. Aber einer meiner Kollegen von der Pressezunft (hauptberuflich) hat vor einigen Jahren gelegentlich mit einerr XPRO 1 fotografiert, die er mit einem roten Punkt verziert hatte. Zum Eklat kam es bei einem Pressetermin, als der Personalchef der Firma, ein begeisterter Leica-Fotograf, ihn übelst zurechtwies, weil er es gewagt hatte und überhaupt. Tja, Humor geht anders…

Matthias

…was ich noch vergessen habe: es gab dann wirklich einen Anruf bei der Redaktion.

Ingo

Ist doch nicht zu fassen, was für Menschen da rumlaufen. Insbesondere mit einer X-E2 hab ich allerdings auch ohne roten Punkt schon oft gehört, ob das eine Leica sei.

Roman.Tisch

Exakt meine Meinung 🙂
Jeder kann seine Meinung haben, aber warum man dann auf anderen herumhacken muss, erschließt sich mir nicht. Zumal sich die Leute auch mittlerweile in Grüppchen sammeln und gemeinsam auf anderen herumhacken. Das ist wie damals in der Schule. Dabei dachte ich, dass der Großteil hier eher schon das Rentenalter erreicht hat, so wie manche schreiben bzw. sich äußern, aber das Alter sagt ja auch nichts über die geistige Reife aus. Vielleicht ist es auch einfach Langeweile, was wiederum zur Anzahl der Beiträge passen würde, die manche hier immer schreiben 😀

Thomas Müller

Mir erschliesst sich nicht, weshalb Du immer wieder mit dem gleichen Unsinn kommst, obwohl man Dir das Gegenteil erklärt hat? Statt dessen wirst Du auch noch frech und meinst dann noch, nicht Du sondern andere wären das Problem. Bist Du sicher, dass Du die geistige Reife hast zu verstehen was hier geschrieben ist oder einfach nur eine Fehlwahrnehmung hast?

Matthias

Verstehe auch nicht, dass einige inhaltlich gar nicht auf die Beiträge eingehen, sondern sofort den jeweiligen Verfassern irgendetwas andichten…

Leonhard

„Nomen est omen!“

Romantik ist nichts anderes als die Verherrlichung eher weniger herrlicher Tatsachen, die der Romantiker ausblendet.

„ich glaube am Ende verschlingen die Wellen noch Schiffer und Kahn
und das hat mit ihrem Singen die Loreley getan!“

Der Name der Hexe besteht aus den beiden alten Wörtern für Berggeister und Schiefer, die Menschen glaubten, dass dort böse Geister Schiffe und Menschen verschlucken würden. Eigentlich waren es Strudel, die Menschen tauchten auch wieder, natürlich ein bisschen tot, einige Kilometer stromabwärts wieder auf, aber dies wusste niemand, der nur die Gegend um seinen Kirchturm kannte.

Dann kamen die Rheinromatiker, aus den Geistern wurde eine Hexe, so eine Hexe musste natürlich, passend zur Landschaft, eine „schöne Hexe“ sein.

Der Romantiker schreibt:

„die Spitze des Berges funkelt im Abendsonnenschein“

ich würde eher

„der Zipfel des Zwerges funkelt im Abendsonnenschein“ schreiben.

Der Romantiker findet meinen Text albern, ich den des Romantikers, so ist dies halt, lieber Thomas, wird sich auch nicht ändern!

Roman.Tisch

Na, da fühlt sich jemand aber oft angesprochen, obwohl ich bisher nie auf einen seiner Kommentare geantwortet habe und obwohl meine Kommentare nie an jemanden direkt gerichtet waren.
Naja, wie heißt es so schön „Getroffene Hunde bellen“ 🙂

Thomas Müller

Dachte ich mir schon, ausser substanzlosen Aussagen, diesesmal Kalendersprüchen, kommt von Dir da wieder nichts. Tja, jeder hat halt seine eigene „geistige Reife“.

Matthias

…kann auch schnell in Knurren übergehen und dann solltest Du Abstand halten:-))

Roman.Tisch

Abstand ist bei einem Chihuahua nicht wirklich nötig 😀

Matthias

Hast Du mal dessen Eckzähne gesehen? :-))

Leonhard

Katzenbisse sind erheblich gefährlicher!

Durch die langen, nadelähnlichen Zähne ist eine erheblich höhere Infektionsgefahr als bei einem Hund gegeben!

Manchmal kann ein Nachteil auch zum Vorteil werden, ist z.B. die Leitfähigkeit der Synapsen schon so weit herabgesetzt, dann kann man den Vorteil haben, dass es nicht mal mehr so wirklich AUA tut.

Thomas Müller

Bis auf Alfred wurde hier niemand „angegangen“, es wurde lediglich kontrovers diskutiert. Wer das nicht ab kann, soll sich vielleicht nicht in einem Thread tummeln, in dem das vom Autor gestellte Diskussionsthema lautet „Wie gefällt euch XY?“. Ist doch klar, dass hier unterschiedliche Meinungen dann auch geäussert und vom ein oder anderen Sympathie oder Antisympathie zum Gegenstand der Diskussion bekundet werden. Photografix ist eben höchstens zu einem Teil eine Leica Fan Veranstaltung. Alfred wird in fast jedem Thread von Peter „angeschossen“ und zwar völlig unabhängig davon, ob es um Leica oder etwas völlig anderes geht. Peter hat offenbar ein Problem damit, dass Alfred ein Profi ist, aber sich hier völlig anders als Peter darstellt. Das hat also nichts mit Leica zu tun. Beim Lesen bekomme ich hingegen den Eindruck, manche haben eine natürliche Hemmung über 8K für eine Kamera auszugeben, die so einiges vermissen lässt, was eine moderne Kamera auszeichnet, erst recht wenn man berücksichtigt, dass man solche aktuellen Top-Kameras mit Spitzentechnologie dann sogar für deutlich weniger als 8K erhalten kann. Mein Eindruck ist dann weiter, dass der Diskussion darüber, weshalb man eine solche Kamera kaufen soll, aus dem Weg gegangen wird und auch nicht rational erklärbar ist. Als Ersatz… Weiterlesen »

Ingo

Wie kommst du denn darauf, daß das Foto auch ohne eine M möglich wäre? Guck dir doch mal diese Farben an.

Thomas Müller

Ingo, wie konnte ich nur diese Farben übersehen 😂? Vielleicht deswegen, weil ich bei meinen Fujis einfach eine der Filmsimulationen, beispielsweise Velvia, einstelle und dann habe ich auch solch kräftige Farben. Man kann auch ganz entschleunigt mehrere verschiedene Filmsimulationen nacheinander ausprobieren, um die beste passende Farbdarstellung herauszufinden 😊

Ingo

Ja, das passiert vielen. Die Farben werden bei so einem Motiv leicht übersehen.
Momentan habe ich aber mit Fuji wirklich etwas das Problem, daß die Farben doch etwas sehr zurückhaltend sind. Insbesondere, wenn man direkt die. Jpegs verwendet. Leider ist Velvia nur für bestimmte Motive gut zu gebrauchen.

Rolf Carl

Sehr schön erklärt, Thomas.

Jürgen K.

Und wenn der Sensor aus dem Hause Sony kommen würde?
mal ganz wertfrei nachgefragt…….
Ist die Kamera denn weniger wert?

Leonhard

Nööööö, die ist so oder so weniger wert, egal wer den Sensor liefert!

Jürgen K.

Die Antwort gefällt mir gut 🙂

Rüdiger

Es ist ein gutes Bild.
Nicht spektakulär, keine dramatische Aussage, es weckt ein bisschen Fernweh und Sehnsucht nach Meer.

Hier geht es wohl eher um die Essenz eines Fotografenlebens. Ralph Gibson ist 83 Jahre, hat in seinem Leben genug Photos gemacht, genug Bücher geschrieben. Künstlerische Ausschnitte sind Markenzeichen seiner Fotografie und im gesetzten Alter treibt er sich anscheinend im Jachthafen rum und findet da seine Motive. Der potentiellen Kundschaft wird die Welt der Jachten auch nicht fremd sein, so dass die limitierte, signierte Auflage wohl recht schnell verkauft sein dürfte.

Alfred Proksch

Warum ich meine Monochrom so mag? Weil sie in mehrfacher Hinsicht EINZIGARTIG ist!

Sie animiert mich zum sorgfältigen Bilder machen, sie sorgt dafür das ich mir „automatisch“ mehr Zeit dafür nehme. Genau das macht den sichtbaren Unterschied aus.

Sollten jetzt die üblichen Tiraden kommen gehen mir die am A….. vorbei. Das vorgestellte Bild gefällt mir persönlich nicht, anderen wird es gefallen. Was ist daran verkehrt? NICHTS.

Ingo

Ein Monochrom ist wundervoll. Die Ergebnisse sind einzigartig, zumindest wenn ich die M9 Monochrom als Maßstab sehe. Und deine wird ja nicht schlechter sein.
Allerdings ist das Nachcolorieren bei einem Bild wie dem der Yacht dann doch ziemlich aufwändig, oder?

Alfred Proksch

Die M11 kommt wenn ich sie ausprobieren kann, ansonsten nehme ich für „Farbe“ meine Fuji.

Ingo

Kameras mit dem selben Bajonett zu verwenden macht ja auch Sinn. Gerade bei so teueren Objektiven von Leica.
Und es muß bei der Bedienung nicht umgedacht werden. Ich denke, die M11 wäre was für dich.

moss

Dieses Zeit Ding kann ich nicht nachvollziehen. Man kann sich mit jeder Kamera Zeit nehmen.

Gruss
Moss

Alfred Proksch

Servus Moss,

wer M geübt ist könnte etwas mehr Tempo an den Tag legen, das was ich aber meine ist das eine M-xx den Fotografen animiert sich mit seinem Vorhaben intensiv auseinander zu setzen. Dem Motiv Aufmerksamkeit widmen, Zoom ist nicht usw.

Natürlich geht das mit jeder X-beliebigen Kamera genau so gut, nur diese Zeit nehmen sich die wenigsten weil alles automatisch und perfekt funktioniert. Mit eine Mxx nimmst du dir gerne Zeit, Gelassenheit und konzentriertes Bilder machen ist die Folge.

Peter Braczko

Irgendwann verrät uns der Proksch, wo wir seine „konzentrierten Bilder“ – entstanden mit seiner Leica-M-Knipse – sehen können? Ich vermute, da können wir lange warten….

moss

Zu dem Bild sei noch gesagt, dass die Originalfarben anders sind, als es die Abbildung hier wiedergibt.
Und ich gebe denjenigen recht, die es stört, das das Fensterdreieck abgeschnitten ist und oben links der Scheibenrahmen nicht direkt in der Ecke mündet.

Rolf Carl

moss, damit meinst du wohl mich. Beim Fensterdreieck sind wir uns wohl einig. Beim Scheibenrahmen oben links finde ich das nicht so schlimm, dass er nicht in die Ecke mündet, denn die Linie verläuft recht flach und wenn sie zu nahe am Bildrand wäre, würde das wohl stören. Was ich meinte, ist die Wasserlinie unten links, die ins Bild zieht. Das auffälligste Element ist der breite weisse Streifen, und dieser hätte exakt von der Ecke aus den Blick in das Bild führen müssen. Er hätte das Bild unten weniger beschneiden oder dies bei der Aufnahme berücksichtigen sollen. So wirkt das Bild nicht harmonisch.

Wenn man schon Fine Art für solche Preise verkauft, sollte wenigstens die Komposition perfekt sein, vor allem bei so ruhigen Motiven.

Ingo

Hi moss, das Fensterdreieck stört mich am meisten. Allerdings, wäre er etwas nach rechts gegangen, hätte die Frontscheibe zuviel an Gewichtung verloren. Bei einem Schwenk nach rechts wiederum wäre durch die Scheibe nur weiß zu sehen gewesen. Und bei einem Schritt zurück wäre das Bild für ein Hochformat unharmonisch geworden.
Abgesehen davon wollte Gibson das rote Licht ja offensichtlich exakt in die Mitte des Bildes platzieren.
So einfach ist das Motiv nicht zu fotografieren, finde ich. Vielleicht wäre von oben noch eine Alternative gewesen.
Naja, perfekt funktioniert das nicht, ist eben kein Studiofoto.

Rolf Carl

Ingo, er hätte gar nicht viel machen müssen. Das Bild wäre einiges besser, wenn es unten und rechts ca. 1 cm grösser wäre, dann wäre das Dreieck komplett und der weisse Strich zieht exakt aus der Ecke unten links. Zudem wäre der rote Punkt dann sogar noch mehr zur Mitte platziert, das finde ich persönlich bei diesem Bild aber nicht so wichtig.
Er hätte also nur ein wenig zurückgehen müssen, um die gewünschten Anpassungen hinzukriegen. Ich vermute aber, dass ihm gar nicht bewusst war, dass die Linienführung nicht optimal ist, sonst hätte er nicht gerade dieses Bild ausgewählt.

Mirko

die üblichen Verdächtigen grüßen mal wieder das Murmeltier

Harry

Da lacht der Mante! 50 Jahre und nix dazu gelernt.

Maratony

Ach Jungs. Ich denke jeder der sich mit Fotografie auskennt, der weiß, dass man dieses Au h mit sehr vielen anderen Kameras hätte machen können. Es spielt auch keine Rolle was für eine Kamera das ist oder welche Brennweite benutzt wurde. Der Fotograf hat eine Bild gemacht von etwas, was 99,9% der Menschen nicht sehen. Diese Kombination aus Formen und Farben festzuhalten ist kein Zufall. Er ist Demzufolge bewusst unterwegs gewesen und hat dann dieses Foto gemacht. Das ist bei einem Wildlifefotografen nicht anders. Dessen Sinne sind eben auf Tiere ausgerichtet, seine Ausrüstung meist der Situation gerecht gewählt und dann zieht er los…. Das können auch die gleichen Fotografen sein. Aber letztlich, wenn ich die Möglichkeiten habe, passe ich meine Kamera meinem Ziel an und nicht anders herum. Und eine Z9 mit einem 100-400mm passt eher in den Wald und eine Leica eher auf die Straße. Es gibt Menschen die arbeiten mit ihrem Equipment. Der Alte tut es definitiv. Ihm das abzusprechen ist respektlos gegenüber ihm als Mensch und als Fotograf. Ich glaube die Kritiker am Leica verstehen diesen Punkt eben nicht so gänzlich und führen dennoch Diskussionen über Marken. Aber Sony, Canon und Nikon bieten irgendwie ähnliches an. Da… Weiterlesen »

Knuth Hansen

Ralph Gibson ist ja nun auch nicht irgend wer. Diese Art zu fotografieren zieht sich durch seine Werke wie ein roter Faden. Einfach mal auf sein Internet Seite gehen.

Leica hat sich schon was dabei gedacht Ralph Gibson in Hall of Fame aufzunehmen.

Rolf Carl

Maratony, du hättest Pfarrer werden sollen, dann hättest du unterdessen sicher eine Leica und obendrein noch eine eigene Kirche.

Maratony

Ich bin Erzieher und werdender Sozialarbeiter.
Aber dennoch glaube ich, dass ich irgendwann eine Leica habe. Reizt mich schon immer.

Rolf Carl

Auch ein schöner Beruf. Na, dann hoffe ich, dass du das mit der Leica eines Tages realisieren kannst.

Thomas Müller

Respekt, ein wirklich sinnvoller und für die Gesellschaft tatsächlich wertvoller Beruf. Leider ist dieser Beruf in Deutschland meistens nicht so bezahlt, wie es an sich angebracht wäre.

Maratony

Ich bekomme genug Geld und ich bin auch niemand der gerne etwas romantisiert, Ich mache meinen Job wie jeder auch, es gibt kaum gesellschaftlich unwertvolle Berufe.

Wenn es nur um die Bezahlung einer Kamera geht, die ich eigentlich nicht brauche, dann habe ich zumindest keine anderen Sorgen 😀

Matthias

Du hast genau die richtige Einstellung zu den „Dingen des Lebens“…

Marco

Ich finde das Foto auch nicht so spannend, aber ich habe jetzt voll Lust auf eine Riva Yacht. Und da steckt auch die Verbindung drin.

Eine der schönsten klassischen Motor-Yachten die jemals gebaut wurden mit einer der schönsten Messucherkameras fotografiert.

Handmade meets Handmade

Thomas Müller

Die Begeisterung für Riva Boote teile ich mit Dir. Das sind wunderschöne Motoryachten, jedenfalls die klassischen Rivas aus Holz. Da halten nur die Pedrazzinis mit, ebenso schön und elegant ebenfalls meistens mehr als ausreichend motorisiert. Allerdings glaube ich nicht, dass das Foto einen Ausschnitt einer Riva Yacht zeigt. Die Fensterrahmen der Riva Yachten sehen anders aus, zumindest jene die ich kenne.

Matthias

So! Jetzt mal Neustart! Die M-Kameras sind schon etwas Besonderes. Allein bei der Haptik fällt es mir schwer, die Kamera wieder aus der Hand zu legen. Schon mit der M10 hat man es geschafft, an die M6 in Form und Grösse anzuknüpfen. Man muss sich allerdings darauf einlassen, manuell zu fotografieren. Und viel üben, um sich den Umgang mit der M anzueignen. Dann gelingen Fotos, die oft „anders“ sind. Mit der „schönsten Kamera der Welt“. Auch das ist natürlich Geschmackssache. Wer auf den Preis schaut, muss sich darüber klar sein, dass er ein ikonisches Produkt erwirbt und keine Knipsmaschine. Haben wollen alleine reicht aber nicht. Natürlich wird der Kreis derjenigen, die sich das leisten können immer kleiner. Böse Zungen nennen das dann elitär. Es gibt jedoch auch Menschen, die wirklich damit fotografieren wollen. Vielleicht sollte Leica noch mal nachkalkulieren und nicht nur auf der Tradition alter Analogfotos (Che, das nackte schreiende Mädchen, Landung in der Normandie, Marylin usw.) rumreiten. Denn mit digitalen M-Leicas sind solche Bilder noch nicht gelungen. Die M11 scheint mir eine durchdachte Kamera zu sein mit vielen kleinen Verbesserungen für den praktischen Gebrauch. Die beste digitale M, die bis heute in Wetzlar produziert wurde. Das ist ausschliesslich… Weiterlesen »

Rolf Carl

Matthias, da du ja plötzlich so begeistert bist von der M11, schlage ich vor, dass du dir eine kaufst und den Leica-Fotografen mal zeigst, wo der Bartli den Most holt. Du hast die Gene in dir: Guter Fotograf trifft auf mittelmässige Kamera = Bild für die Hall of Fame. Halte mich auf dem Laufenden, ich komme dann an die Vernissage bei Leica.

Matthias

Rolf,
ich habe nur mal die Punkte zusammengefasst, die ich eigentlich hier von der Leica-Fraktion erwartet hätte. Und zwar aus meiner eigenen fotografischen Sicht, wo ich auch Verständnis dafür habe, dass jemand mit einer Leica durch die Welt ziehen möchte. Da kam hier bei den Beiträgen aber gar nichts. Bei den oben erwähnten Jahrbüchern der Fotografie gibt es auf den letzten Seiten eine Auflistung der Fotografen, ihrem Equipment bei der Aufnahme und bei SW-Fotos steht sogar meistens der Film mit verwendetem Entwickler. Da sehe ich zum größten Teil Nikon gefolgt von Pentax, oft auch mit der 6×7, Hasselblad, Olympus, dann mit Abstand Canon und dahinter Leica. Das war Mitte der 70er und da war die Leica schon aus dem Rennen.
Und heutzutage kann ich von mir nur sagen, dass die D500 all meinen Ansprüchen gerecht wird. Trotz Spiegel und Halbformat. Die Z-Kameras sind auch nicht schlecht. Im Gegensatz zur 500 habe ich beim Handling aber nicht das Gefühl: yes! that´s it!

Rolf Carl

Naja, habe mir gedacht, dass du so eine Art Friedensangebot an die Leica-Fraktion geschickt hast. Ausser dem Neid-Argument ist ja von dort nichts gekommen. Die Zeit von Leica ist definitiv vorbei, habe übrigens auch noch nie ein Foto bei den Siegerbildern von Wettbewerben gesehen, das mit Leica geschossen wurde.

Angefangen habe ich ja mit der D7000 und habe damit schon sehr gute Bilder gemacht. Die D750 war dann noch ein Schritt vorwärts, aber mit der D500 bin ich wie du bei der Kamera angelangt, die einfach alles kann. Es kommen ja immer die Argumente, dass es bei Nikon APS-C an Objektiven fehlen würde. Aber diese Leute haben wohl noch nie mit Sigma Art fotografiert, denn das ist kaum noch zu toppen. Ich habe jedenfalls keinen Unterschied bemerkt in der 100 %-Ansicht zwischen D500/Sigma Art 18-35 f1.8 und D750/Sigma Art 35 f1.4. Die wirklich einzigen Dinge, die mich an der D500 stören, sind, dass nur Original-Batterien verwendet werden können und dass die alten Fernauslöser nicht funktionieren. Aber ich habe mir inzwischen einen Kabel-Fernauslöser von Rollei gekauft, der funktioniert einwandfrei.

Stefan

8350 Euro für eine Reportagekamera sind nicht elitär, sondern peinlich. Sie sind ein peinliches Statement der Abgehobenheit, das wohl nicht zufällig stets einhergeht mit „japanischen Knipskisten“-Vergleichen oder der Annahme, dass mit einer M das „besondere Bild“ entstünde… In Berlin würde ich mich jedenfalls weniger blamieren, wenn ich mit einer S Passbilder mache, als mit so einem Ding rumzulaufen.

Leonhard

Es ist weder „elitär“ noch ist es „peinlich“, es ist und bleibt eine subjektive Kaufentscheidung, sonst rein gar nichts.

Eigentlich möchte ich auch eine solche Kaufentscheidung rein gar nicht bewerten, weil es mich rein gar nichts angeht.

Aber, jetzt kommt der Punkt: Auch ich habe das Recht, solche Entscheidungen nicht verstehen zu müssen, wir lassen uns hier sicherlich auch alle gerne von Argumenten überzeugen, aber dann bitte Argumente und keine „gefühlten Wahrheiten“! Dann wird man eben etwas stinkig, insbesondere wenn solche „alternative Fakten“ dadurch richtig werden sollen, wenn sie 100mal wiederholt werden.

Und natürlich gibt es Weltklassefotografen, die mit einer Leica fotografieren, aber, in der Gruppe der Besten, die mit z.B. einer Nikon fotografieren würde man die lange suchen müssen!

Stefan

Ah, ich bin hier an den Klassensprecher geraten? Verstehe! Nikon muss man lange suchen, ja – wie war das mit den alternativen Fakten? Egal. Aber um ein Missverständnis aufzuklären, ich will hier niemanden überzeugen. Ich mach mich nur lustig. Klappt immer.

Leonhard

Nein, ich bin nicht der Klassensprecher, bin der Forumskasper!

Nur aus dieser ehrenvollen Aufgabe heraus weiß ich mit Sicherheit: „nichts klappt immer!“

Das Entstehen dieses falschen Eindrucks ist auch recht einfach: Wenn man sich lächerlich macht, dann meint man selber, man wäre lustig, was daran liegt, dass sich jeder selbst der unkritischste Kritiker ist.
Deshalb weiß ich ja auch, ich bin der Lustigste hier, kann über keinen anderen so sehr lachen wie über mich!

Mal so am Rande bemerkt: Da steht, dass man in der Gruppe der Nikon-Weltklassefotografen die anderen lange suchen muss, ergo, Nikon sehr viele, anderer Hersteller eher nicht, wird es jetzt helle?

Peter Braczko

Leica M als „Reportagekamera?“ Aber bitte nur mit Bereitschaftstasche….

Peter Braczko

Das wird nicht mehr passieren, das lief so in den Fünfziger Jahren bis Mitte der Sechziger Jahre, da kauften sich Presse-und Reportagefotograf-(innen) eine M-Leica, damit Bilder in die Zeitungen und Zeitschriften kommen – aber dann kamen die Japaner mit sehr guten Spiegelreflexkameras. Der Vorteil: „Im Sucher konkret sehen, was vor sich geht“, dazu ein (für damalige Verhältnisse) schneller Motor, sehr guter Nahbereich, Top-Objektive für den Weitwinkel- und Telebereich (runter bis zum 20 mm Weitwinkel undrauf bis 1200 mm Tele), weiterer Vorteil: Eine robuste Bauweise und sogar Wechselsucher. Da gaben die Profis schnell ihre M-Leicas in Zahlung – das bereuten sie nicht, denn die Anforderungen an sehr guten Fotos für Veröffentlichungen stiegen rasant an! Schon damals hatte dieser Spruch seine Berechtigung: „Die Welt will gute Fotos sehen!“

Ingo

Also, Matthias, einfach mal die Augen aufmachen. Du schaust gerade auf so ein ikonisches Foto von einem Boot, entstanden mit Hilfe einer M11!
Solche Fotos werden natürlich auch nicht mehr mit einer neueren M entstehen können.
Einmal, weil in solchen Krisengebieten entweder dann doch eine möglichst schnelle und unempfindliche Kamera verwendet wird oder eben etwas kleines, preiswertes (so häufiger bei Demos zu sehen, auf denen Wasserwerfer oder ähnliches eingesetzt werden).
Bei mehreren M-Käufern ist mir auch eines aufgefallen. Wenn die Kamera neu ist, dann wird schon überlegt, ob sie auch mit in den Urlaub oder auch an eher dubiose Orte mitgenommen wird. Alleine wegen des Preises, aber auch wegen des Bekanntheitsgrades. Karneval in Rio ist wohl zum Beispiel so eine Veranstaltung, auf die man besser nicht das teuerste Equipment mitnimmt.

Matthias

Da ich nicht das Bedürfnis habe, Urlaub zu machen oder nach Rio zu fahren, gibt es für mich kein Problem, meine M überall zum Einsatz zu bringen. Gerne auch im Schutz der Wasserwerfer…

Mirko

…also wenn es in der Ukraine „krachen“ sollte hoffe ich doch mal das Braczko Fotografie uns mit 1a Nikon Bildmaterial versorgen wird….bisher sehe ich ich von unseren Presse Starfotografen nur geknipse im Smartphone Style (die Sportplatz Aufnahmen mal ausgenommen)

Peter Braczko

Immer noch besser, als der „Baumpilz“ von Mirko oder seine laaangweiligen Kirchenansichten: Unterstes Knipserniveau! Übrigens: Bei kriegerischen Auseinandersetzungen entstehen bei mir starke Angstgefühle, denn ich bin Kriegsdienstverweigerer, da existieren wirklich schönere Fototermine auf dieser schönen und immer noch fotogenen Welt. Noch ein Vorschlag: Wenn schon Kritik, dann bitte mit guter, deutscher Rechtschreibung! Ist ja peinlich…..

Mirko

a) Braczko hast Du überhaupt nicht den Sinn der Gruppe verstanden
b) Bracko, von welchen Kirchen redest Du überhaupt
c) Rechtschreibung, meinst Du die wo deine Verbesserungen voller Fehler waren ? Ich sage nur, wat mut dat mut 😂😂😂
d) deine Pressearbeiten zB beim Lokalkompass.de…was möchtest Du mir eigentlich sagen, für diese Art der Fotografie reicht mittlerweile ein Smartphone. Ist schon eine tolle Arbeit wenn es um zwei Personen einer Gruppe geht die aber nicht fotografisch hervorgehoben werden, zumindest kann Erwin beim betrachten der Bilder sagen, „Schau mal Elke den Laden von Rolf Beckmann gibt es auch noch“ da ja die Schärfentiefe bis HH reicht

Pit

Ist wahrscheinlich um den Beweis zu erbringen, dass tatsächlich Leica Besitzer auch Fotos machen….

Robin

Auf derstandard.at ist ein interessanter Bericht zur M11 erschienen. Darin findet sich auch die Zeile über die M11 „aus der Zeit gefallen“.

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