Objektive Fujifilm Meike

Meike AF 85mm f/1.8: Erstes Autofokusobjektiv eines Drittanbieters für Fujfilm GFX

Meike kündigt für den 10. Juli ein 85mm für den Fujifilm GFX-Mount an – und das ist tatsächlich etwas Besonderes.

Noch ein 85mm, werdet ihr jetzt vielleicht denken. Und in der Tat hat Meike uns in diesem Jahr bereits mit dem 85mm f/1.4 II und sowie dem 85mm f/1.8 SE II überrascht. Nur diesmal ist es durchaus spannend, weil es jetzt um ein 85mm für das Fujifilm GFX Mittelformat geht und es somit das erste Autofokusobjektiv von einem Drittanbieter ist, wovon wir hier bereits berichtet haben. Das nun Meike der Hersteller ist, kam auch für uns überraschend. Den hatten wohl die wenigsten auf dem Zettel.

Was bisher bekannt ist

Das Meike AF 85mm f/1.8 für den GFX-Mount soll am 10. Juli 2026 offiziell vorgestellt werden. Erste Teaser-Bilder tauchten bereits auf der China P&E Imaging Show 2026 auf, konkrete technische Daten hat Meike bislang noch nicht veröffentlicht.

Wer sich fragt, was 85mm am GFX-Sensor im Kleinbildäquivalent bedeutet: Durch den Crop-Faktor von rund 0,79 entspricht das etwa 67mm. Also eher einer moderaten Porträtbrennweite, kein klassisches 85mm-Gefühl wie am Vollformat. Für das 85mm-Gefühl am GFX-Sensor müsst ihr eher zum GF 110mm f/2 greifen, was derzeit für rund 2.800 Euro erhältlich ist.

Warum das relevant ist

Bezahlbare Autofokus-Objektive für das Fujifilm-GFX-System sind nach wie vor rar. Fujifilm selbst ruft für seine GF-Objektive gerne vierstellige Beträge auf: Das native GF 80 mm f/1.7, das dem 85er von Meike am nächsten kommt, kostet zum Beispiel rund 2.100 Euro. Genau hier könnte Meike eine deutlich günstigere Alternative bieten – interessant vor allem für Porträt- und Hochzeitsfotografen, die den größeren Sensor nutzen wollen, ohne gleich das volle GF-Budget einzuplanen.

Ob Preis und Abbildungsleistung überzeugen, wird sich ab dem 10. Juli zeigen. Wir bleiben dran.

via: PhotoRumors

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10 Kommentare
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Thomas Nordsee

Zum GF 80/1,7: bei Offenblende mittig (Portrait!) klasse… am Rand dürftig. Bei/ ab f/5,6 über das ganze Bild wirklich gut… eigenes Erleben. Mal sehen, was das Meike uns schenkt…

Mirko

…vielleicht arbeitet das Meike spiegelbildlich 😉

Thomas Nordsee

Also der Spruch ist jetzt eine geistige Herausforderung für mich! Schönen Sonntag…👋🏻

Mirko

…also “offen” bei Portrait in der Mitte “unscharf” dafür ist aber der Bildrand schön scharf 🌶️
Dir auch einen schönen Sonntag, hier kommt noch Regen/Gewitter ⛈️

Thomas Nordsee

Du bist ein verbaler Teufelskerl!

J.Friedrich

Hallo Thomas, da bin ich aber tatsächlich etwas entsetzt: “am Rand dürftig”, ist schon eine Aussage, dass genau wegen 3/4 Format der Bildkreis zu knapp gerechnet wurde, und dies für eine Primelinse. Das ist schade.

Einer der Vorzüge des FF 2/3 Formates ist:

Vollformat (Kleinbild, ca. 36 × 24 mm): 43,3 mm

Kleines Mittelformat (KMF ca. 43,8 × 32,9 mm): 55 mm

Der Sensor ist damit in der Diagonale nur etwa 1,27-mal größer als ein Vollformatsensor.

Hier ist das exakte Verhältnis der Sensorflächen:

Vollformat (36 × 24 mm): ca. 864mm²

Kleines-Mittelformat (43,8 × 32,9 mm): ca. 1.441 mm²

Der Flächenfaktor beträgt 1,67.

Deshalb ja oft die Aussagen, die K-MF-Kameras u Obis wären nicht viel größer als FF-Pendants –> stimmt, ist aber genau der Haken: die meisten K-MFs-Obis sind eher knapp gerechnet und aufgrund des Formates wirkt sich der Abfall der BQ schon ab dem erweiterten Bildzentrum aus. Einzige Lösungen wie von Dir angedeutet: immer Komposition in der Mitte oder deutliches Abblenden, wenn das Sujet ausserhalb platziert werden soll.

FF ist und bleibt der beste Kompromiss. Die besten BQ-Schärfe-Ergebnisse hingegen gibt es im APS-C von Canon, Nikon und Sony wenn ich FF-Linsen davor schnalle …

LG

Mirko

Ich würde eher sagen, wozu ist in erster Linie dieses Objektiv gedacht 😉 Denn der Randabfall der Schärfe trifft ja eben nicht auf alle Objektive zu. Dieses Objektiv liefert eine super schärfe in der Mitte und cremiges Bokeh aussen rum, also perfekt für Porträt 📷 Diese Unterschiede habe ich ja auch beim 50mm Heliar vs 50mm Nokton, ich sage nur Welten liegen dazwischen 🤪

Thomas Nordsee

1. Ich neige bisweilen zur Dramaturgie- „Am Rande eher dürftig…“ passt besser. Man sieht es – muss aber schauen.
2. Ich denke, dass die Rechnung für das Glas sehr scharf erfolgte, um die Lichtstärke zu gewährleisten- mit dem genannten Kompromiss. Fuji kann auch anders…
3. Danke für deinen Beitrag- ich las dreimal, um alles zu inhalieren. Für mich hilfreich, da ich eher der Nutzer bin. Mir fehlt bisweilen der Elan.

J.Friedrich

Was ich damit eigentlich sagen wollte: Es macht für User wie Dich oder mich (mit Cams in 44 und 24MP-Vollformat, egal ob Pana oder Nikon) ein zweites unabhängiges (ähnliches) System zu betreiben –> 100MP auf kleinem-MF, schön, wenn Du nur A0 printest, ansonsten: teures Pixxelpeeping – lieber ‘nen Systembody mehr und 2-3 geniale Nikonlinsen bringt mehr – zumal das dümmste an 3 oder gar 4 unterschiedlichen Systemen- oder Kamerakonzepten ist: zum Schluss beherrscht Du keine blind und hast sowieso immer “die Falsche” dabei 😉 LG

Thyl Engelhardt

Tolle Entwicklung, zeigt, dass größer als Kleinbild im Wiederkommen ist.

Leider für mich als Hasselbladnutzer nicht so relevant. An Objektive mit Zentralverschluss, die für Hasselblad sinnvoll wären, traut sich wohl niemand ran. Zu kleine Stückzahlen und zu komplex, vermute ich. Das rechnet sich auch bei Hasselblad ja nur, weil sie eine ganze Serie von Objektiven mit diesen Verschlüssen anbieten.

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