Zum vierten Jahr in Folge hebt Nikon die Grundgehälter an. Parallel schreibt der Konzern für das laufende Geschäftsjahr rote Zahlen.
Nikon erhöht zum vierten Mal in Folge die Grundgehälter seiner Beschäftigten in Japan. Ab Juli 2026 steigt das Basisgehalt um 10.000 Yen pro Monat, umgerechnet etwa 53 Euro, im Schnitt rund 2,5 Prozent. Inklusive leistungsbezogener Anhebungen soll das Plus pro Kopf bei etwa 4,5 Prozent liegen und damit im Rahmen der japanischen Tarifrunden 2026. Parallel hebt Nikon die Einstiegsgehälter für neue Absolventen ab April 2027 ebenfalls um 10.000 Yen an, was dem diesjährigen Schnitt der Großunternehmen entspricht.
Vierte Anhebung in vier Jahren
Die Erhöhung betrifft Mitglieder der Nikon-Gewerkschaft; Führungskräfte und inländische Tochtergesellschaften sollen nach denselben Grundsätzen behandelt werden. Bachelorabsolventen starten künftig mit einem Grundgehalt von rund 1.400 Euro im Monat, Promovierte mit etwa 1.775 Euro. Canon hat seine Einstiegsgehälter in Japan zum April 2026 ebenfalls angehoben und zahlt Bachelorabsolventen seither rund 1.510 Euro, Promovierten etwa 1.915 Euro. Damit bleibt Nikon trotz der angekündigten Erhöhung hinter dem direkten Konkurrenten.
Die Euro-Zahlen entsprechen dem reinen Basisgehalt. In Japan kommen bei Großunternehmen üblicherweise zwei Jahresboni im Umfang von vier bis fünf Monatsgehältern sowie Überstundenabgeltungen und Zulagen hinzu. Der Yen liegt zudem auf einem historisch niedrigen Niveau gegenüber dem Euro.
Als Gründe nennt das Unternehmen die anhaltenden Preissteigerungen und den Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Die Maßnahme sei Teil der “strategischen Investition in das menschliche Kapital”, mit der Nikon seine Vision 2030 erreichen wolle. Dort beschreibt sich der Konzern als künftiges “Kernunternehmen in einer Gesellschaft, in der Mensch und Maschine gemeinsam Werte schaffen”.
Lohnplus im Verlustjahr
Die Anhebung fällt in ein angespanntes Geschäftsjahr. Anfang Februar 2026 hat Nikon die Konzernprognose gesenkt, die Dividende gekürzt und CEO und Präsident ihre erfolgsabhängige Vergütung gestrichen. Als Gründe nannte der Konzern schwächere Absatzaussichten im Foto-, Gesundheits- und Digitalfertigungsgeschäft sowie Wertminderungen in der Digitalfertigung und Bestandsbewertungsverluste im Halbleiterbelichtungsgeschäft. Nikon selbst hatte 2022 die Jahresvergütung einzelner Fachkräfte um bis zu 20 Prozent angehoben.


Was ist da genau los? Wäre echt schade sollten tiefgreifende Probleme diese Traditionsfirma bedrohen. Hat sich jemand intensiver mit dem Konzern befasst? Damit meine ich NICHT die guten DSLM Geräte. Mir fehlt momentan leider die Zeit für eine genaue Recherche.
„ Hat sich jemand intensiver mit dem Konzern befasst?“
… da gibt es Einen… 📷
Welche Freude – servus Mirko
Die wichtigen Bilanzzahlen meine ich. Dazu noch eine Erklärung der Geschäftsführung wohin die Reise gehen soll, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann.
Neugierig bin ich auf die nächsten Fuji Kameras. Mal sehen was da noch kommt. Hast du deine X-Half noch im Einsatz? Momentan ist die Lage im nahen Osten schuld das bei unserer Kundschaft der Zeitplan nicht mehr eingehalten werden kann, dadurch braucht es mich in der Firma. Bilder machen braucht ebenfalls Zeit die mir leider deswegen fehlt.
Die X Half ist bei uns immer noch voll im Einsatz und ausgerechnet meine Frau mag das Teil 📷 War die letzte Zeit mehr damit beschäftigt Obis auf IR zu testen …Saison geht los
Ich finde es schön, dass ihr die Fotografie teilen könnt… meine Frau hat auch viel Freude daran… und wir betreiben zusammen unsere Homepage. Das bindet. Insofern hoffe ich, dass du diese Form der Zweisamkeit genießen kannst…♥️
…soooo Foto begeistert ist meine Frau nun nicht aber irgendwie kommen bei dieser Kamera alte Gefühle/ Erinnerungen wieder hoch. Mein Begleiter durch die 90iger war eine Kompakte von Olympus, war völlig ausreichend um Erinnerungen festzuhalten. Smartphone alles schön und gut aber schon häufiger gehabt, man will ein Foto machen und in diesen Moment ruft jemand an 😂
MNGA gründen und einen passenden Führer suchen. Hätte da wer eine Idee?
Alfred, hier kannst Du / kann jeder mehr über die Zahlen des Nikon Konzerns ablesen. Vor allem auch den Verlauf des Börsenkurses, der bei weitem nicht zu einer Alarmstimmung veranlasst. Nikon hat im Jahr 2025 sogar einen Konzerngewinn erzielt, allerdings war der im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Wie ich den Artikel von photografix verstehe reagiert Nikon aktuell aufgrund von Prognosen für das Jahr 2026 sowie aufgrund von Bestandsbewertungsverlusten im Halbleitergeschäft, dem grösseren Standbein von Nikon, also keine Verluste die im operativen Geschäft erzielt worden sind.
https://www.finanzen.net/unternehmensprofil/nikon
Moin Thomas, ich weiß schon, weshalb ich Bakterien und Viren ebenso wie Blutgasanalysen mag… diese Zahlen und Zusammenhänge aus dem Finanzkosmos sind absolut nicht meine Welt. Zum Glück gibt es euch Experten für z. B. „Bestandsbewertungsverluste“… Gut so!
Servus Thomas, mir geht es eigentlich ähnlich wie Dir, für Bilanzen bin ich auch kein Experte, eher ein interessierter Laie. Aber danke, dass Du mich für einen Experten hälst 😉.
Danke Thomas Müller das du Dir die Mühe gemacht hast. So schlimm sieht das auf den ersten Blick nicht aus. Alleine schon das Wort „Bestandsbewertungsverlust“ muss man richtig „bewerten“.
Also für mich gesehen sind die Nikon Zahlen in diesen Zeiten nicht aufregendes, die hektische Börse hinterlässt nun mal rechnerische Spuren.
Tja, lieber Alfred, wobei wir dann wieder beim Thema KI wären.
Die meisten Papiere werden doch heute schon von Maschinen gehandelt, die reagieren, dumm wird es, wenn dann die kleinen Strolche agieren, denn die Maschinen können voraus berechnen, die kleinen Strolche dummer Weise aber auch, so verdienen alle, nur der kleine Mann ist mal wieder der angeschissene.
Dir ein schönes WE ins Haus am See, wir haben dieses WE Kommunion, geht auch vorbei.
Ach, lieber Alfred, wäre meinereiner bei Nikon würde ich die Sache erst einmal recht gelassen sehen.
Welcher Großkonzern hat nicht in irgend einem Keller ein Paar Leichen rumm liegen, irgendwann schaffen die sich so was dann vom Hals und solange Gewinne da sind darf dann das liebe Finanzamt seinen Teil durch Steuerverzicht beisteuern, dann tun die Verstorbenen von weiß der Teufel wann auch nicht mehr so aua.
Die sind schon gesund, sonst hätten sie der Belegschaft nicht einen oben drauf gegeben, was natürlich auch dem Kampf um Fachkräfte geschuldet ist, aber so schlimm, dass sie Personalweggang riskieren müssten sind sie wohl noch lange nicht.
Schon vor Jahren schrieb Nikon Verluste,. aber das hatte sich anscheinend stabilisiert.
Bei den Konkurrenten stehen große Konzerne dahinter: Canon, Panasonic, Sony. Nikon ist vergleichsweise klein und die Abhängigkeit vom Kamerageschäft besonders groß.
Hoffen wir das Beste, wäre schade um den Hersteller, ich habe über 20 Jahre mit Nikon Equipment fotografiert.
Steht bei Nikon nicht der Konzern Mitsubishi dahinter? Mit Werften etc.?
Nun die Japaner waren damals auch meine persönlichen Favoriten beim Verkauf von TK Aufzüge aber Geld stinkt nicht und Heuschrecken brauchen auch ihre Nahrung 🤮
Nein, bis 1945 war Nikon Bestandteil des Mitsubishi-Konzerns. Dieser wurde nach dem 2. Weltkrieg zerschlagen und NIkon wurde selbstständig, blieb aber im Netzwerk.
Top!
Genau das ist wohl Nikons Problem: viel und sehr starke Konkurrenz im Vollformatbereich und ein im Vergleich zu Sony und Canon geringer Marktanteil. Panasonics L Mount wird auch immer stärker, während Nikon trotz recht guter Produktpalette und attraktiven Preisen stagniert.
Also ehrlich gesagt sehe ich bei diesen hier zu den Verkäufen von DSLMs veröffentlichen Zahlen nicht das von Dir geschilderte Problem für Nikon. Nikon steigerte bisher seine Verkaufszahlen und ist stabil Dritter in diesem Ranking, sehr deutich vor Panasonic.
https://www.photografix-magazin.de/so-viele-dslms-hat-jeder-hersteller-seit-2021-verkauft/
Es besteht aus meiner Sicht kein Grund für den Alarmismus bezüglich Nikon, der durch den Artikel und manche Kommentare verbreitet wird.
Volle Zustimmung, lieber Thomas! Vor allem entbehrt es nicht eines gewissen Schwachsinns, aus den hier im Artikel stehenden Daten irgendeinen Rückschluss auf die Situation von Nikon ziehen zu wollen, Bilanz-Analysen kann man machen, m.M.n. kann man es auch lassen, alleine Aussagen über das Immobilienvermögen einer Firma setzen fundamentale Kenntnisse dieses Vermögens und der in diesem Land geltenden Bewertungsrichtlinien voraus. Mir sagte mal ein Geschäftsfreund lachend “meine Familie hat diese Grundstücke für 20.000 Lire den Quadratmeter gekauft, jetzt habe ich einige für 21.000 € den m² verkauft und von den 5% leben wir”. Nachdem das BVG die Änderung der Grundsteuer angeordnet hatte haben in Deutschland ja auch viele Hausbesitzer tüchtig geflucht, als sie für die gleiche Bude danach das X-fache zahlen durften, nur weil der Wert des Hauses angepasst wurde. Genau so wie es möglich ist, dass Bilanz und G+V eines abgelaufenen Geschäftsjahres ein Gigaminus ausweisen, komischer Weise aber die gleiche Firma am Ende des Jahres mehr Geld von der Bank zu bekommen hatte wie am Anfang. Da Nikon erst vor kurzer Zeit ein nettes Sümmchen in einen neuen Firmensitz investiert hat und im Vorstand wohl nicht nur Idioten sitzen dürften geht meinereiner mal davon aus, denen könnte es besser gehen… Weiterlesen »
Der Kamerabereich hat gut performt, die anderen Bereiche schwächeln etwas. Kannst also deine Theorie gleich vergessen.