Kameras Nikon

Nikon: Weitere Hinweise auf DSLMs mit APS-C- und Vollformatsensoren

Zahlreiche neu aufgetauchte Patente zeigen, dass Nikon an mehreren spiegellosen Systemkameras arbeitet – mit APS-C-Sensor, Vollformatsensor und Curved Sensor.

Nikon DSLMs im Jahr 2018

Vor wenigen Tagen haben wir darüber berichtet, dass Nikon mit etwas Glück möglicherweise schon im Februar 2018 aktiv werden und eine oder mehrere neue DSLMs vorstellen wird. Nun sind einige Patente aufgetaucht, die uns weitere Hinweise auf die kommenden spiegellosen Systemkameras von Nikon liefern, welche definitiv im Jahr 2018 auf den Markt kommen sollen.

APS-C-Sensor oder Vollformatsensor?

Wenn wir in den letzten Monaten über die kommenden High-End-DSLMs von Nikon gesprochen haben, dann ging es häufig um die Frage, ob Nikon denn besser auf eine DSLM mit Vollformatsensor oder eine DSLM mit APS-C-Sensor setzen sollte. Hier gibt es grundsätzlich natürlich verschiedene Meinungen in der Fangemeinde. Doch Nikon muss sich ja möglicherweise gar nicht zwischen beiden Formaten entscheiden, da auch einfach zwei verschiedene spiegellose Systemkameras vorgestellt werden können.

Neue Patente gesichtet

Dass Nikon hinter verschlossenen Türen diese letzte Möglichkeit auch definitiv in Betracht zieht, zeigen uns diverse Patente, die kürzlich geleakt wurden. Diese beziehen sich nämlich teilweise auf Objektive für eine spiegellose Vollformatkamera und teilweise auf Objektive für eine spiegellose APS-C-Kamera:

Patente für FX-Objektive (spiegellos):

  • 24-85mm f/2.8-4
  • 24-105mm f/2.8-4
  • 24-70mm f/2.8-4

Patente für DX-Objektive (spiegellos):

  • 16-60mm f/2.8-4
  • 16-70mm f/2.8-4
  • 16-50mm f/2.8-4
  • 18-55mm f/2.8-4

Des Weiteren scheint Nikon auch noch andere Sensor-Größen in Betracht zu ziehen, so gibt es beispielsweise ein Patent für ein neues Objektiv für eine DSLM mit 1-Zoll-Sensor. Wird es für die Nikon 1 Serie also möglicherweise doch noch ein Comeback geben?

Patente für 1-Zoll-Sensor-Objektive (spiegellos)

  • 9-35mm f/2.8-4

Patent für 2x Crop Faktor Objektive:

  • 12-40mm f/2.8-4

Außerdem gibt es auch ein neues Patent für einen Curved Sensor und ein passendes 50mm f/2.8 Objektiv.

Nikon scheint also definitiv verschiedenste Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, wenn es um die kommenden DSLMs geht. Für welche Möglichkeit sich das Unternehmen schlussendlich entscheiden wird? Das werden wir hoffentlich irgendwann in den nächsten Wochen oder Monaten erfahren.

Lesetipp: Nikon: Jahresvorschau für 2018

via: Nikonrumors 

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

17 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

  • Hat Jemand was von der Nikon Coolpix p1000 gehört, die sollte doch auch 2018 vorgestellt werden.

    Villen Dank für ihre Antwort.

    mfg. Peter Bach

  • Hatte mal gelesen das der KB Anteil im Vergleich zu APS,mFT in Deutschland bei 15% liegt, rechnet man die kleineren Sensorformate mit ein lag der Anteil bei 10 oder 11% 🤔
    Mark vielleicht könntest Du da mal was nach recherchieren?
    Also demnach liegt das „Brot & Butter“ Geschäft im APS Bereich und wäre somit dumm wenn Nikon diesen Markt nicht bedienen würde….

  • Ob das nicht einer rosaroten Einhorn-Fantasie entsprungen ist?

    Wenn Nikon mit kurzem Auflagemass kommt – und mit Adaptern – dann kaufen fast alle Fuji oder Sony.

    Ein 2.8-4.0/24-105 mm klingt zu schön um wahr zu werden – würde auch dick, schwer und sauteuer.

    Die fließende Lichtstärke- wohl von Leica beeinflusst – sieht zwar nett aus, ist aber immer eine Mogelpackung – weil 24 mm mit 2.8 und ab 28 mm und weiter dann sehr schnell nur noch 4.0.
    Ein 2.8/24-90 mm ist und bleibt die Königsfantasie.
    Also anstrengen Nikon – und jetzt ist es zu spät das Bajonett zu verändern!
    Für Halbformat könnte es gewagt werden, aber bei Vollformat wäre es Harakiri.

    • „Wenn Nikon mit kurzem Auflagemass kommt – und mit Adaptern – dann kaufen fast alle Fuji oder Sony.“

      Das tun ja viele schon, ob nun als Zweitsystem oder kompletter Wechsel ist dabei egal. Nikon muss reagieren und in wie weit das fast 60 Jahre alte F Bajonett behilflich sein soll weiß ich nicht da ich nicht in die Sterne gucken kann.
      Nikon sollte bei der Einführung einer High End DSLM vielleicht schon ein 24-70 / 70-200 zur Hand haben und vielleicht auch schon 1 bis 2 Festbrennweiten alles andere kann man via Adapter vorläufig abdecken.
      Lassen wir uns überraschen was überhaupt kommt 📸

      • als Nutzer der lichtstarken Objektive und der Super-Teles – die Nikon alle in den letzten Jahren komplett neu gerechnet hat – macht ein neues Bajonett – neues Auflagemaß und neue Objektive für Nikon und auch für Canon überhaupt keinen Sinn – es wäre Harakiri.
        Bis Nikon 2.8/300 mm und 4.0/600 mm oder auch nur ein 4.0/300 mm oder 5.6/200-500 mm angepasst haben – vergehen Jahre…
        das Trauerspiel hat man ja bei Olympus und Sony erlebt – Adapter sind Spielkram – aber keine professionelle Lösung – egal wie teuer sie sind, sie taugen nie so gut wie ein speziell gerechnetes Objektiv.
        Es sind ja nicht nur die üblichen Objektive, die Canon und Nikon zügig bringen müssten – sondern eben auch die Spezial-Objektive – davon leben professionelle Systeme.
        Man sieht ja auch, das Sony jetzt erst von einigen wenigen ernst genommen wird, wo mal ein paar spannende Objektive verfügbar werden. Aber auch da ist es seltsam ein 2.8/400 mm vor einem 2.8/300 mm anzukündigen und nicht wenigstens ein 4.0/300 mm im Sortiment zu haben.
        Wenn Canon und Nikon jetzt das Auflagemaß verändern, werden die Grabreden geschrieben.

  • Das große Plus bei Nikon war bisher die Kontinuität. Seit einführung ds F-Bajonetts passen alle Objektive – auch an neueste Digitalkameras. Die Nikon EM aus den 80ern, welche mit ihrem Spiegelkasten und F-Bajonett um einiges kleiner als eine Sony A7 ist, beweist, daß das F-Bajonett kein Hinderungsgrund für die Entwicklung einer kompakten Kamera sein kann. Ein Adapter ist nur eine Krücke, selbst wenn er noch so gut arbeitet, so hat dies System einen großen Nachteil: Die nativen DSLM Linsen passen nicht an Reflexkameras! Sollte Nikon sich vernünftigerweise für eine Nikon EM in Digital ohne Spiegel aber mit F Bajonett entscheiden, wohlmöglich auch mit einigen kompakten Serie E Objektiven, hätte Sony eine sehr starke Konkurenz. Beispielsweise gab es ein 1,8/50mm welches genau so groß ist, wie ein Lumix 1,7/20mm in m43!

    • ich kann auch irgendwie nicht verstehen, warum die spiegelreflexkameras so groß werden konnten. stelle ich zum beispiel eine pentax me neben eine fuji x-t10, ist kaum ein größenunterschied zu erkennen. nehme ich dabei ein 50mm 1.4 auf der pentax und daneben ein 35mm 1.4 bei der fuji, habe ich bei keinem der geräte wirklich viel mehr oder weniger zu schleppen. ich habe sogar bei der pentax den wesentlich größeren sucher. was das angeht dürfte man es ja schaffen wieder kleinere gerätschaften zu bauen.
      stellt sich die frage warum machen die hersteller von spiegelreflexkameras das nicht?

      der unterschied zwischen den beiden arten von systemkameras ist klar. würden die spiegelreflexhersteller langsam mal anfangen kleinere geräte zu bauen, würde man vielleicht einen trend in anderer reichtung feststellen? spannend wäre es allemal.

  • Es ist nett und Marktfüllend, wenn Nikon die beiden DSLM Typen herausbringt, jedoch wenn ich auf die Objektivdaten sehe, bekomme ich einen Graus. Warum gleich dieselbe Brennweite viermal anbieten wollen ??
    Dann doch bitte in F4 und in F 1.8.
    Hier paßt schon etwas nicht.

    • Das sind ja nur Patentanträge. Die werden einfach sehen, welches der jeweils drei Objektive sie am besten hinbekommen und bringen das dann raus. Diese Überschneidungen, sowohl in der Brennweite als auch in der Blende, ergeben sonst eher wenig Sinn.

  • Eine prinzipielle Überlegung wird überhaupt nicht berücksichtigt. Bis auf Canon sind alle anderen Hersteller auf die Zulieferung von Sensoren angewiesen. Sony ist dabei der „Platzhirsch“ und hat damit einen beträchtlichen Einfluss auf die Lieferfähigkeit sowie die Möglichkeit seine neuen Entwicklungsstufen erst selbst auf den Markt zu bringen bevor sie an die Mitbewerber abgegeben werden.

    Somit wird Nikon mit ihren neuen Spiegellosen immer eine Sensor Generation hinterher hinken. Ich finde es gut das Nikon wieder ins laufen kommt. Der direkte Konkurrent steht bereits in den Startlöchern und das wie man hört mit einer neuen Sensortechnologie. Man darf dieses Jahr echt gespannt sein.

    Jeder der auf dem Vollformat Sektor aktiv ist hat das selbe Problem, die „alten“ Objektive müssen passend gemacht werden, jedenfalls so lange bis genügend Auflage reduzierte Linsen für das Spiegellose System lieferbar sind. Das bedeutet für die nächsten Jahre muss ein perfekter Adapter diese Aufgabe übernehmen. Wer da die eleganteste Lösung anbietet ist im Vorteil.

    • Es gibt auch Sensor-Hersteller, die keine Kamera-Hersteller sind. Der Sensor der Nikon D850 ist wohl nicht von Sony, sondern, den Gerüchten nach, von Towerjazz. Derzeit liefert Nikon die besten Bilder im Kleinbild. Der Markt wird einem großen Hersteller wie Nikon kaum den Zugriff auf neueste Sensoren verwehren können. Es entscheidet ohnehin nicht allein der Sensor über die Bildqualität. Erstaunlicherweise kann Nikon auch aus Sony Sensoren einen Ticken mehr als Sony selber herausholen.

    • graue Theorie!
      Wie sollen Canon und Nikon mit Adapterkrücken gegen Fuji, Sony, mFT, Leica bestehen?
      Das klappt nicht.
      Das alle Nikon-Sensoren von Sony kommen ist auch eine unbewiesene Theorie und das Nikon Sensoren bisher immer ein Quäntchen bessere Ergebnisse liefern konnten als alle Sensoren in Sony Kameras ist bewiesene Praxis.
      Und das Canon bis heute immer einen Hauch schwächer war, ebenfalls.

    • Völlig richtig, das sagt grundsätzlich gar nichts. Von Nikon gibt es noch deutlich mehr weitere Patente für 1-Nikkore, als jemals Objektive dafür erschienen sind. Spannend, was die großen Zwei in Punkto DSLM 2018 bringen werden, ist es natürlich allemal.

  • …na ja, Patente sind so geduldig, wie das Papier, auf dem sie gedruckt sind.

    Seit vielen Jahren verkaufen uns die Nikon-Manager für blöd, in dem sie immer wieder und immer wieder Ankündigungen von bahnbrechenden Innovationen „leaken“, ohne dass dem Taten folgen.

    Ich fürchte, dass auch in dieser Runde wieder ein Objektiv für ein Jahresgehalt eines Durchschnittseuropäers und eine Sonderedition einer DSLR mit atemberaubender Jubiläumsgravur zum Sammlerpreis in limitirter Auflage die Innovationskraft des Unternehmens auf Monate hinaus erschöpfen, und letztlich den Abgesang begleiten wird.

    Sorry, dass ich so böse bin, das kommt vom Warten.

    Wie war das mit diesem Herrn Gdot. . .

  • Die „Sensorgläubigkeit“ wird sowieso immer mehr in den Hintergrund rücken.
    Zukünftig wird Software und ihre Updates die Bildqualität immer mehr beeinflussen. Wie eine Post-Production am PC.
    Nikon braucht sich keine Sogen um Auflagemasse und Kompaktheit zu machen. Schon die d5000er Serie ist ausreichend kompakt, aber eben nur nicht in allen Bereichen schnell genug. Kleiner muss gar nicht sein, finde ich.

    Nikon wird wohl nur die Nachfrage nach spiegellosen Kameras für Wechselobjektive bedienen wollen. Wenn dort dann die DX Optiken angeschraubt werden können – bitte. Super. Nix dagegen.
    Nicht nur die üblichen Consumer brauchen eh kein Vollformat.
    Ich wünsche Nikon viel Erfolg damit und bin schon ganz gespannt.