Kameras Olympus

Olympus E-M5 III: Präsentation am 17. Oktober, Sensor der E-M1 II

Am 17. Oktober wird Olympus voraussichtlich die E-M5 III präsentieren. Sie soll mit dem 20-MP-Sensor der E-M1 II arbeiten.

Wenig Neues von Olympus

Um Olympus war es in den letzten Monaten erstaunlich ruhig. Wobei, eigentlich sollte man hier eher von Jahren und nicht von Monaten sprechen. Denn außer der E-PL9 im Februar 2018, der E-M1X im Januar 2019 und der Kompaktkamera Tough TG-6 im Mai 2019 gab es in den letzten zwei Jahren keine Kamera Neuheiten von Olympus. Auch für die photokina 2020 hat der Hersteller bereits abgesagt, außerdem hat man sich im letzten Jahr bewusst dafür entschieden, nicht zusammen mit Panasonic, Leica und Sigma Teil der L-Mount-Allianz zu werden.

Olympus E-M5 III am 17. Oktober

Im Oktober soll nun endlich wieder eine neue Olympus Kamera vorgestellt werden, die Olympus E-M5 III. Mehrfach wurde die offizielle Präsentation dieser neuen Systemkamera nach hinten verschoben, am 17. Oktober 2019 soll das Warten nun allerdings endlich ein Ende haben.

Die E-M5 Mark III soll mit ziemlicher Sicherheit mit dem 20-Megapixel-Sensor (Micro-Four-Thirds-Format) ausgestattet sein, den man auch von der Olympus E-M1 II kennt. Hinzu sollen 121 Phasendetektions-Messfelder kommen. Ansonsten sprechen die Gerüchte von einem neuen Prozessor (der insgesamt eine bessere Bildqualität im Vergleich zur E-M1 II ermöglichen könnte) und einem etwas leichteren und günstigeren Gehäuse, das aber nach wie vor wetterfest sein soll. Beim Akku wird es sich vermutlich um den BLS-50 handeln, der auch in anderen Olympus Kameras schon zum Einsatz kommt.

Olympus braucht mit der E-M5 III mal wieder einen richtigen Erfolg. Die E-PL9 ist nur etwas für Einsteiger, die E-M1X ist ein absolutes Nischenprodukt – da muss die E-M5 Mark III jetzt einfach eine schöne Kamera für die breite Masse an ambitionierten Hobbyfotografen werden. Ansonsten wird es für Olympus schwer, den aktuellen Abwärtstrend zu stoppen.

Quelle: 43rumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

12 Kommentare

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  • Es ist verblüffend, was Top-Handys aus ihren winzigen Sensoren herausholen. Ihre Bildqualität übertrifft schon die der ersten Generation digitaler Reflexkameras. Zweifellos wird diese Technologie auch den Kamera-Herstellern zur Verfügung stehen. Ein Grund, warum viele Hersteller nicht soviel neues präsentieren, ist sicher die Umsetzung dieser Technologie auf größere Sensoren. Ist dies gelungen, den Zeitpunkt sehe ich nicht in allzu großer Ferne, gibt es nicht mehr viele Gründe für das Kleinbild gegenüber M43. Daher bin ich sehr gespannt, das die neue Olympus so kann. Denen darf nur nicht das Kapital ausgehen, bevor nicht genug Leute erkennen, daß M43 ganz weit vorne mitspielt. Zum Halben Preis kommt dann noch das halbe Gewicht und Volumen. Wer da noch schleppen will…

  • Interessant vor allen wieder der angebliche 50 MP Super Resolution-Modus. Wenn man sieht was die G9 da schon jetzt für Bilder liefert, wird in Zukunft zb für Landschaftler eine VF mit hoher Auflösung ohnehin unnötig…dazu halber Preis und Gewicht. Das auf Apsc hätte sie ohnehin längst überflüssig gemacht.. aber was noch nicht ist, kann ja noch kommen.

  • Hoffentlich behält sie ihren voll schwenkbaren Monitor.
    Eine Quelle sprach von mehr Plastik, wünschenswert, dass es nicht zu viel wird.
    Und es soll der gleiche Bildsensor, wie bei der E-M1II sein.

  • Da die Panasonic DMC-LX100 ja auch einen 4/3 Sensor besitzt, möchte ich hier mal mitdiskutieren.
    Also, wenn ich die LX100 mit ihrem relativ lichtstarken Objektiv als Basis nehme, hat diese bei wenig Licht gerade auch im RAW doch einige Probleme mit dem Rauschen und dem Dynamikumfang im Vergleich zu den größeren Sensoren.
    Völlig anders dagegen ist das Bild, wenn die eingebauten Presets verwendet werden. Dann passt das Rauschen plötzlich, der Dynamikumfang wird elegant umschifft (z.B. sattere Tiefen, wo dann auch die Details nicht so ins Gewicht fallen). Selbst bei dieser recht alten Kamera kann man schon gut sehen, wie die elektronische Bildaufbereitung in der Kamera dem Sensor auf die Sprünge hilft. Gleiche Ergebnisse erfordern bei den anderen Kameras ziemlich intensive Bildbearbeitung am Computer und die Bilder werden trotz der größeren Sensoren nicht unbedingt besser.
    Von daher gesehen kann man sicher einiges vom neuen Prozessor der Olympus erwarten.
    Allerdings ist es nicht so überzeugend, den gleichen Sensor wieder zu verwenden. Vermutlich ist das beim Autofokus und beim Video dann besonders zu merken.
    Olympus wäre gut beraten, das Mengenmodell nicht zu sehr auf Plastik zu trimmen. Gerade die Traditionsmarke sollte sich wirklich wertig anfühlen.

    • wobei „Plastik“ vielleicht auch falsch übersetzt ist. Außerdem hat es a priori eine negative Konnotation.
      „Kunststoff“ wäre neutraler. Und hier gibt es doch recht hochwertig anmutende Verarbeitungen, die kein Ramsch-feeling haben.

    • Ja, natürlich, hast recht. Auch Kohlefaser ist ein Kunststoff.
      Ich ärgere mich nur ein wenig, weil ich die Haptik von Metall mit Qualität verbinde, was bei Kunststoff einfach nicht so ist.
      Z.B. ist von Fuji eine X-Pro3 angekündigt. Die bekommt ein Titan-Gehäuse, das noch leichter und stabiler sein soll. Das ist sicher nicht bei einem Kamera-Gehäuse nötig, wird sich aber einfach toll anfühlen.

  • Das Micro-Four-Thirds-Format gefällt mir. In Olympus Verpackung vom Design sogar richtig gut. Alles ist handlich nicht besonders Kosten intensiv und das System ist mittlerweile fast komplett, egal was man haben möchte.

    Das sich Olympus bewusst gegen die L-Allianz entschieden hat finde ich richtig. Die Pro Objektive sind sehr gut, eigentlich warten die auf einen Sensor der neuen Art.

    Das gute Leistung auch im hochwertigen Kunststoff funktioniert wissen wir. Eine E-M5 Mark III zu einem vernünftigen Preis warum nicht? Falsch gemacht hat man mit eine MFT nichts, eher vieles richtig.

    • Sagt einer, der Mittelformat hat.
      Spass beiseite, ich nehm für Sport fast nur noch meine G9, weil die Qualität dafür ausreicht und ich den Autofokus mittlerweile im Griff habe. Meine privaten Ansprüche sind meistens viel höhet als die der Kunden.
      Bei der letzten Hochzeit hat einer meiner Studenten mit meiner G9 fotografiert, während ich die Z6 genommen habe. Nach der Bildaufbereitung am Computer hat das Hochzeitspaar viele Fotos von der G9 sogar vorgezogen. Mich hats geschüttelt, aber der Kunde ist König.